Steuern und Gebühren bei Miles & More: Wie hoch sind sie und wie kann man sie vermeiden?

Wer ein Prämienticket mit Meilen bucht, muss neben den Meilen auch noch Steuern und Gebühren zahlen. Insbesondere Miles & More Teilnehmern sollte dies bekannt sein. Ein Prämienflug mit Lufthansa auf der Langstrecke erfordert gerne mal mehrere hundert Euro Zuzahlungen. Darunter finden sich nicht nur Flughafengebühren, Sicherheitsgebühren und nationale Steuern, wie die deutsche Luftverkehrsabgabe, sondern auch die berühmten Treibstoffzuschläge, die mittlerweile etwas treffender als Carrier imposed surcharges bezeichnet werden. Dieser Post erläutert zunächst, nach welchem System sich die Höhe der Treibstoffzuschläge auf einem Miles & More Prämienicket bestimmt. In einem zweiten Schritt schauen wir uns dann an, mit welchen Strategien sich bei Miles & More Steuern und Gebühren vermeiden lassen…


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Dieser Artikel ist Teil unseres umfangreichen Miles & More Tutorials. Neben den Grundlagen und Besonderheiten des Programms erfahrt ihr wie man auf einfache Weise Miles & More Meilen sammelt und auf der anderen Seite möglichst gewinnbringend und effizient einlöst. So werdet ihr im Handumdrehen zum Miles & More Experten.

Steuern und Gebühren, Carrier Imposed Surcharges und Treibstoffzuschläge – Was ist das?

Was umgangssprachlich oft als Treibstoffzuschlag bezeichnet wird, ist der Teil der Steuern und Gebühren auf einem Prämienticket, der nicht nur von der Airline eingezogen sondern auch einbehalten wird. Dieser wurde zu Zeiten hoher Öl- und Kerosinpreise eingeführt, längst aber nicht von jeder Airline wieder abgeschafft, nachdem die Ölpreise wieder gefallen waren. Geändert hat man alleinig die offizielle Bezeichnung: Aus Treibstoffzuschlägen wurden Carrier imposed surcharges – von der Fluggesellschaft erhobene Gebühren. Durch die Aufführung dieser Zuzahlung unter dem Kürzel YQ/YR (bei Miles & More Internationaler Zuschlag) können diese für den Laien zunächst wie eine echte Steuer wirken, zu deren Einzug die Airline verpflichtet ist. Doch die Einnahmen werden im Gegensatz zu den echten Steuern und Gebühren weder an den Staat noch an Flughäfen o.Ä. abgeführt. Die Einnahmen gehen direkt an die Airline. Prinzipiell sollten Carrier Imposed Surcharges daher in die Basisfare eines Tickets mit eingegliedert werden. Das dies nicht so ist, hat vorallem einen Grund: Mit Meilen gebuchte Prämientickets.

Für jemanden, der ein Ticket ganz regulär kauft, ist in der Regel natürlich völlig egal, aus welchen Preiskomponenten sich ein Ticket zusammensetzt. Entscheidungsrelevant für den Kauf ist ja nur der Gesamtpreis. Wichtig wird es aber für diejenigen, die ein Ticket mit Meilen buchen wollen. Denn der Preis eines Prämientickets setzt sich immer zusammen aus den erforderlichen Meilen und den zusätzlich erhobenen Steuern und Gebühren. Preislich macht es dann nätürlich einen großen Unterschied, ob man nun die Carrier Imposed Surcharges dazu zählt oder nicht – insbesondere wenn diese mehrere hundert Euro hoch sind. Im Endeffekt sind Treibstoffzuschläge also eine Stellschraube, die es Airlines ermöglicht den Preis eines Prämienticket zu verteuern – und zwar auf recht intransparente Weise für den Kunden/Vielflieger. Vermutlich ist das der Hauptgrund dafür, warum diese Zuzahlungen auch in Zeiten niedriger Ölpreise weiter Bestand haben.

Wer sich mit dem Thema Steuern und Gebühren auf Flügen im Detail und über die Treibstoffzuschläge hinaus, auseinandersetzen möchte, sei auf diesen Artikel verwiesen: Wie setzen sich die Steuern und Gebühren auf einem Flugticket zusammen? 

Wann müssen Treibstoffzuschläge gezahlt werden und wann nicht?

Ob man Treibstoffzuschläge bzw. Carrier Imposed Surcharges bei der Buchung eines Meilentickets zahlt, hängt im Allgemeinen von zwei Faktoren ab. Erstens: Sind Carrier Imposed Surcharges Bestandteil des Tickets der Airline, mit der man fliegen möchte. Und zweitens: Gibt das Vielfliegerprogramm, mit dem man besagte Airline buchen möchte, diese Zuschläge weiter?

Miles & More gibt Treibstoffzuschläge zum Beispiel generell weiter, wenn sie von der Airline mit der man fliegen möchte auf einem Kaufticket erhoben werden. Wer den Treibstoffzuschlag bei Miles & More vermeiden möchte, muss also Flüge buchen auf denen von vorneherein von der ausführenden Airline kein Treibstoffzuschlag erhoben wird. Denn dann kann etwas vereinfachend gesagt Miles & More diese auch nicht weitergeben.

Andere Vielfliegerprogramme, wie Uniteds Vielfliegerprogramm MileagePlus geben Treibstoffzuschläge dagegen generell nie weiter – unabhängig davon, ob die Airline mit der man fliegt prinzipiell Treibstoffzuschläge erhebt oder nicht. Als Vielflieger bei United braucht man sich also keine Sorgen machen. Neben den Meilen für das Prämienticket, zahlt man nur die echten Steuern und Gebühren…

Wie hoch sind die Steuern und Gebühren auf Miles & More Prämienflügen mit Lufthansa?

Nicht wenige stolpern das erste Mal über die Thematik der Treibstoffzuschläge, wenn es darum geht mit Miles & More Meilen einen Prämienflug mit Lufthansa zu buchen. In der Tat sind die Zuazahlungen bei Lufthansa Flügen besonders hoch. Neben den Meilen sollen auch noch bis zu  mehrere hundert Euro an Zuschlägen gezahlt werden. Miles & More verwendet dabei übrigens den Begriff Internationaler/Nationaler Zuschlag statt Treibstoffzuschlag.

Wie hoch dieser Zuschlag bei Miles & More genau ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wohin geflogen wird. Innerhalb Deutschlands und Europas scheint der Zuschlag je Strecke festgelegt zu sein und bewegt sich zwischen ca. 10€ und 40€ je Strecke. Zusammen mit den echten Steuern und Gebühren sind die Zuzahlungen in vielen Fällen so hoch, dass man das Ticket auch direkt kaufen könnte.

Noch deutlich höher sind die Zuzahlungen aber auf der Langstrecke. Die Höhe der Internationalen Zuschläge ist dabei recht systematisch festgelegt. Ziele in der gleichen Region scheinen den gleichen Internationalen Zuschlag aufzuweisen. Ein Prämienflug in der Economy Class von Deutschland nach Südamerika zieht zum Beispiel immer 400€ an Internationalem Zuschlag nach sich. Die folgende Grafik gibt ein paar Beispiele für die Höhe der Zuzahlung bei Lufthansa Prämienflügen (return) ab Frankfurt:

Treibstoffzuschlag bzw. Internationaler Zuschlag auf Miles & More Prämienflügen mit Lufthansa. Bei allen Beispielen handelt es sich um einen Returnflug ab Frankfurt.

Wer mit Miles & More Meilen einen Lufthansa Prämienflug bucht, zahlt also bis zu 500€ an Internationalen Zuschlägen. Am höchsten sind die Zuschläge auf Lufthansa Prämienflügen in der Business oder First Class nach Südamerika. Anhand der Beispiele wird auch schnell klar, dass Economy und Premium Economy Prämienflüge mit Lufthansa den gleichen Internationalen Zuschlag aufweisen. Prämienflüge in der Business und First Class erfordern dagegen nochmals 100€ mehr. In der Grafik nicht zu sehen: Wer nur einen Oneway-Flug ab Deutschland bucht, zahlt die Hälfte der aufgeführten Beträge.

Auch hier sei nocheinmal angemerkt, dass die aufgeführten Angaben sich nur auf den Internationalen Zuschlag beziehen. Bei einer Prämienflugbuchung kommen dann noch die echten Steuern und Gebühren (Flughafengebühren, Luftverkehrabgabe etc.) hinzu. In Summe betragen diese aber selten deutlich mehr als 100€ für einen Hin- und Rückflug. Bei der Buchung eines Prämientickets mit Lufthansa auf der Langstrecke macht der Internationale Zuschlag daher den Großteil der erforderlichen Zuzahlungen aus.

Nun kann man mit Miles & More Meilen natürlich mehr Airlines buchen als nur Lufthansa. Wie sieht es bei den Partnerairlines aus?

Steuern und Gebühren auf Flügen mit den Lufthansa Partnerairlines

In ähnlicher Form werden Treibstoffzuschläge auch für die direkten Miles & More Partnerairlines, d.h. Adria Airways, Air Dolomiti, Austrian, Brussels Airlines, Croatia Airlines, Eurowings, LOT Polish Airlines, Luxair und SWISS erhoben. All diese Airlines sind online über die Miles & More Webseite buchbar. Auch hier lässt sich also schnell herausfinden wie hoch die internationalen Zuschläge sind, da die Miles & More Buchungsmaske diese separat aufschlüsselt (mehr dazu unten). Dabei stellt sich schnell raus, dass bei Airlines wie Austrian, SWISS und Brussels Airlines, die wie Lufthansa über ein größeres internationales Netzwerk verfügen, ebenfalls recht hohe Zuschläge fällig werden. So macht es zum Beispiel wenig Sinn auf SWISS auszuweichen. Ein Prämienflug von Zürich nach Singapur und zurück weist einen Internationalen Zuschlag in Höhe von 450 CHF (400€) auf:

Zuzahlungen auf einem Miles & More Prämienticket mit SWISS (Zürich – Singapur return). 450 CHF entsprechen ca. 400€.

Alleinig LOT Polish Airlines kann mit niedrigeren Zuschlägen überzeugen. Ein Returnflug von Warschau nach Chicago und zurück erfordert nur 436 PLN (ca. 100€) an Internationalem Zuschlag:

Zuzahlungen auf einem Miles & More Prämienticket mit LOT (Warschau – Chicago). 436 PLN entsprechen ca. 100€.

Die einzige Airline in der Lufthansagruppe, die Interkontinentalstrecken bedient, und gar keine Treibstoffzuschläge erhebt, ist Eurowings. So kostet ein Prämienflug von bspw. Köln/Bonn nach Windhoek neben den Meilen nur 94€ Zuzahlungen, die ausschließlich aus Flughafensteuern und der deutschen Luftverkehrabgabe bestehen:

Für Eurowings Prämienflüge werden keine Treibstoffzuschläge fällig. Ein Miles & More Prämienflug von Köln/Bonn nach Windhoek erfordert deshalb nur 94€ Zuzahlungen.

Steuern und Gebühren auf Flügen mit Star Alliance Partnerairlines

Richtig spannend wird es, wenn man sich die Steuern und Gebühren für Flüge mit den Miles & More Partnerairlines aus der Star Alliance anschaut. Nicht ohne Grund haben wir schon häufiger darauf hingewiesen, dass man beim Einlösen von Miles & More Meilen in vielen Fällen auf Prämienflüge mit den Star Alliance Partnerairlines ausweichen sollte (Mit Miles & More Meilen nach Australien – So vermeidet man Zuzahlungen). Deren Treibstoffzuschläge sind zum Teil deutlich niedriger bzw. im besten Fall gar nicht vorhanden.

Bei ca. 30 Partnerairlines verliert man schnell den Überblick. Ich habe die erforderlichen Zuzahlungen deshalb mal systematisch ausgewertet und für jede der Partnerairlines die Treibstoffzuschläge/Internationalen Zuschläge auf einer stellvertretenden Strecke herausgesucht. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Hin- und Rückflug von Deutschland zum Hub der jeweiligen Airline. Sollte Deutschland von der Airline nicht angeflogen werden, habe ich auf einen Flughafen in einem europäischen Nachbarland zurückgegriffen. Natürlich sind die Zuschläge auf diesen Strecken nicht unbedingt repräsentativ für das komplette Streckennetz der jeweiligen Airline, sie geben aber einen guten Überblick, was man an Zuzahlungen prinzipiell erwarten kann. Wiederum sind nur die Carrier Imposed Surcharges aufgeführt. Echte Steuern und Gebühren, wie Flughafensteuern sind herausgerechnet. Alle Angaben gelten für einen Returnflug:

Treibstoffzuschlag bzw. Internationaler Zuschlag auf Miles & More Prämienflügen mit den Star Alliance Partnerairlines. Längst nicht bei jeder Airline werden Treibstoffzuschläge fällig.

Auf einen Blick ist ersichtlich, dass viele der Miles & More Partnerairlines Treibstoffzuschläge erheben und diese daher auch bei der Buchung eines Prämienfluges über Miles & More zu entrichten sind. Meist sind die Zuschläge aber niedriger als bei einem vergleichbaren Prämienflug mit Lufthansa selbst. So weist ein Flug mit South African nach Johannesburg und zurück 239€ Zuzahlungen auf. Fliegt man die gleiche Strecke mit Lufthansa, kann man dagegen 360€ Zuzahlungen erwarten (siehe erste Grafik oben). Die Grafik zeigt aber auch, dass viele der Partnerairlines über deutlich niedrigere Treibstoffzuschläge als Lufthansa verfügen. So werden bei Flügen mit EVA oder Cathay Pacific nicht einmal 100€ Treibstoffzuschläge für einen Flug nach Asien fällig.

Bei manchen Airlines, darunter Air New Zealand, Avianca, Singapore Airlines, Thai Airways, Copa oder LATAM werden sogar gar keine Treibstoffzuschläge fällig. Diese Airlines haben entweder noch nie Treibstoffzuschläge erhoben oder haben diese, wie im Falle von Singapore Airlines, vor kurzem abgeschafft. Bucht man über Miles & More einen Prämienflug mit diesen Airlines, zahlt man also nur echte Steuern und Gebühren und keine Treibstoffzuschläge. Auch United gehört eigentlich zu den Airlines, die keine Treibstoffzuschläge erheben. Aufgrund des transatlantischen Joint Ventures mit Lufthansa, muss man diese auf Transatlantikflügen aber dennoch erwarten. Wer dagegen einen United Flug innerhalb von Nord- und Südamerika über Miles & More bucht, bleibt von den Zuzahlungen verschont.

Die Wahl der Airline ist also die beste Strategie, um Treibstoffzuschläge bei Miles & More zu vermeiden. Es gibt allerdings noch eine weitere Möglichkeit…

Miles & More Steuern und Gebühren vermeiden – Wahl des Abflugortes

Neben der Airline hat aber noch ein weitere Faktor Einfluss auf die Treibstoffzuschläge – nämlich der Abflugort. Einige Länder, wie Brasilien, Japan, Hongkong und die Philippinen untersagen diese nämlich gesetzlich oder beschränken zumindest deren Höhe. Um von diesen Gesetzgebungen Gebrauch machen zu können, muss allerdings der Abflug in diesem Land erfolgen. Beispiel: Während ein Prämienflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Rio de Janeiro und zurück 400€ Zuschläge nach sich zieht, entfallen diese auf dem Ticket Rio – Frankfurt – Rio komplett, da Brasilien die Zuschläge gesetzlich untersagt. Übrig bleiben nur die zu entrichtenden Flughafensteuern etc.

An den folgenden Beispiel-Onewaytickets mit Abflug in Japan, Hongkong bzw. Brasilien lässt sich dies schön erkennen. In allen Fällen betragen die Zuzahlungen weniger als 100€, was auf die Abwesenheit von Treibstoffzuschlägen zurückzuführen ist:

Auf einem Prämienflug mit Abflug in Japan werden keine Treibstoffzuschläge fällig. Die Zuzahlungen auf diesem First Class Flug mit Lufthansa von Tokio nach Frankfurt betragen deshalb nur 9770 JPY, was ca. 75€ entspricht.
Auf einem Prämienflug mit Abflug in Brasilien werden keine Treibstoffzuschläge fällig. Die Zuzahlungen auf diesem Lufthansa Business Class Flug von Rio nach Frankfurt betragen deshalb nur 115 BRL, was ca. 33€ entspricht.
Auf einem Prämienflug mit Abflug in Hongkong werden keine Treibstoffzuschläge fällig. Die Zuzahlungen auf diesem Lufthansa Economy Class Flug von Hongkong nach Frankfurt betragen deshalb nur 325 HKD, was ca. 35€ entspricht.

Nun kann zugegebenermaßen nicht jeder etwas mit einem Flug von Japan nach Deutschland anfangen, ohne vorher dorthin geflogen zu sein. Die meisten wollen ihre Reise ja vermutlich in Deutschland beginnen. Jedoch kann man auf ähnliche Weise auch die Zuzahlungen auf einem Returnflug von Deutschland reduzieren. Dazu bucht man den gewünschten Flug einfach als zwei Oneways. Aus ca. 550€ Zuzahlungen für den Economy Flug Frankfurt – Tokio – Frankfurt werden dann zum Beispiel ca. 300€ für Frankfurt – Tokio und nur 30€(!) für Tokio – Frankfurt. In Summe hat man ca. 200€ gespart.

Steuern und Gebühren vermeiden – Wahl des Vielfliegerprogramms

Wem die obigen Strategien nicht ausreichen, um bei Miles & More Steuern und Gebühren zu vermeiden, ist möglicherweise mit einem alternativen Vielfliegerprogramm besser beraten. Innerhalb der Star Alliance gehören zum Beispiel United Mileage Plus und Aviancas LifeMiles Programm zu den Vielfliegerprogrammen, die generell keine Treibstoffzuschläge weiterreichen. Selbst wenn die Airline, mit der geflogen wird, auf ihren Tickets Treibstoffzuschläge aufweist – beide Programme geben diese nicht an den Kunden weiter. Deswegen erfordert ein Lufthansa First Class Flug von Frankfurt nach New York und zurück bei der Buchung über Uniteds Programm zum Beispiel nur 191 USD an Zuzahlungen, während der gleiche Flug bei Miles & More ca. 500€ Zuzahlungen zur Folge hätte.

Wer sich über Treibstoffzuschläge keinen Gedanken machen will, sollte also auf eines dieser Programme ausweichen. Generell sind die amerikanischen Programme hier am kundenfreundlichsten.

Wo findet man die Angaben zu Steuern und Gebühren? – Flüge mit Lufthansa

Möglicherweise fragt ihr euch wo man die Höhe und Aufschlüsselung der Zuzahlung für einen Prämienflug herausfinden kann. Dies hängt von der Airline ab, mit der ihr fliegen möchtet. Bucht ihr online einen Prämienflug mit Miles & More Meilen, kann man sich die Steuern und Gebühren während der Buchung einfach aufschlüsseln lassen. Dazu klickt man in der Preisübersicht einfach auf “Detailübersicht für Steuern, Gebühren und Zuschläge”:

Es öffnet sich ein neues Fenster, das die Zuzahlungen in die einzelnen Bestandteile aufteilt.

Neben dem Internationalen Zuschlag in Höhe von 5€, findet man auf diesem Ticket (Frankfurt – München mit Lufthansa) noch drei weitere Abgaben. Dabei ist RDDP die “Germany Passenger Service Charge Domestic Departure”, OYCB die “Germany Air Transport Tax” und DESE die “Germany Airport Security Charge”.

Natürlich findet man diese Information bei Miles & More nur für die Airlines, die sich online über die Miles & More Webseite buchen lassen. Dies sind die direkten Miles & More Partnerairlines Adria Airways, Air Dolomiti, Austrian, Brussels Airlines, Croatia Airlines, Eurowings, LOT Polish Airlines, Lufthansa, Luxair und SWISS. Alle anderen Miles & More Partnerairlines müssen telefonisch gebucht werden. Doch auch hier kann man sich mit einem Trick vorher einen Überblick über die Steuern und Gebühren verschaffen: ITA Matrix.

Höhe der Steuern und Gebühren selbst ermitteln mit der ITA Matrix

Wer herausfinden möchte, wie hoch die Steuern und Gebühren auf einem Miles & More Prämienticket mit einer der Star Alliance Partnerairlines sind und dafür nicht die Miles & More Hotline bemühen möchte, benutzt dafür am besten die ITA Matrix, eine Flugsuchmaschine von Google (ITA Matrix Anleitung – Teil 1: Die Grundlagen). Wer dort nach einem Flug sucht, kann sich die Steuern und Gebühren im Detail aufschlüsseln lassen. Wenn wir dort zum Beispiel nach einem Flug mit Singapore Airlines von München nach Melbourne und zurück suchen, bekommen wir folgendes Ergebnis:

Unter den Bestandteilen ist kein Carrier Imposed Surcahrge zu finden. Dieser wäre am Kürzel YQ bzw. YR zu erkennen. Das heißt Singapore Airlines erhebt auf diesem Flug keine Treibstoffzuschläge. Bucht ihr genau diesen Flug über Miles & More, müsst ihr entsprechende ebenfalls keinen Treibstoffzuschlag für euren Prämienflug zahlen. Zu entrichten sind alleinig die aufgeführten Flughafengebühren etc., die sich in diesem Beispiel auf 150€ summieren. Irrelevant für eure Prämienflugbuchung ist die eigentliche Basisfare des Tickets (Fare 1 und Fare 2), denn diese wird bei einem Prämienticket quasi durch die Meilen ersetzt.

Miles & More Zuzahlungen Fazit

Treibstoffzuschläge bzw. Carrier Imposed Surcharges sind nicht ohne Grund ein ständiges Diskussionsthema bei Vielfliegern und Meilensammlern. Hunderte Euro Zuzahlung können einem das Einsetzen von Meilen schnell vermiesen. Doch die Situation ist nicht hoffnungslos. Wer bei Miles & More Steuern und Gebühren vermeiden möchte, nutzt einfach eine der oben vorgestellten Strategien…


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22 Comments

  1. Man sollte auch das angrenzende Ausland nicht unberücksichtigt lassen. Eine mit Meilen bezahlte Flugverbindung mit LH von FRA nach Südostasien kostet return in First oder Business rund 600 Euro Steuern und Gebühren, mit zusätzlichem Zubringer von Amsterdam nach Frankfurt nur rund 400 Euro. Das ist zwar teurer, als aus Brasilien, erfordert aber aus vielen Teilen Deutschlands keinerlei Positionierung. Aus dem Westen und Nordwesten ist man mit Auto oder Zug schneller in AMS als in FRA.

  2. Hallo Mark,
    habe eben in ITA Matrix eingegeben: FRA nach SIN in Feb 2018.
    SIA verlangt doch Treibstoffszuschlag von 150 Euro. Oder irre
    ich mich…?
    Gruß
    MD

      • Zu SIA, tatsächlich ist bei Round-Trip frei von Treibstoffszuschlag,
        aber Oneway nicht. Ziemlich eine verrückte Welt. Danke!!

          • dazu habe ich eine Frage: wenn ich mit SIA per Awardticket in Business nach Australien fliege und in First zurück, gilt das dann als zwei Onewavs (also mit Treibstoffzuschlag)?

            Viele Grüße
            Alex

  3. Wie bucht man denn beispielsweise einen Prämienflug mit SQ ab FRA? kann man mit auch direkt Zubringer ab anderen Abfluforten (MUC, HAM) mitbuchen (hier dann ggf nicht direkt mit SQ sondern LH mit entsprechenden Zuschlägen, dann aber eben nur für die Innlandsstrecke)?

    Gruß,
    M.

    • Hi Martin, um Prämienflüge mit den Star Alliance Partnerairlines zu buchen, musst du das Miles & More Service Center telefonisch kontaktieren. Du kannst prinzipiell auch einen Zubringer mit Lufthansa zubuchen, allerdings kommen die Zuschläge dann wieder dazu. Gegebenfalls ist es günstiger die Anreise nach Frankfurt oder Düsseldorf etc selbst zu organisieren. Ich würde mir von der Hotline einfach beide Versionen durchgeben lassen.

      • Die Zuschläge kamen doch dan nur auf den Innerdeutschen Flug drauf und wären dann nicht wirklich ausschlaggebend/hoch.

        Danke auf jeden Fall! Business SQ ist neben den geringeren Kosten auch noch angenehmer als die Business auf LH- Eigentlich sogar das hochklassigste in Richtung Asien was man so innerhalb der Star Alliance nehmen kann, oder?

          • Falls sich da nichts findet, fliegt der SQ A350 auch von Amsterdam, Kopenhagen oder Stockholm. Letzterer routet über Moskau. Mal ein etwas anderes Routing…

          • Nichts akutes. generell am schauen wie man am bequemsten mit möglichst wenig steuern/gebühren ab Deutschland Business mit Meilen nach zB Singapur kommt. Zeitlich bisher total flexibel und auch eher mittelfristig. Meilen habe sich genug angesammelt und man muss langsam mal schauen, was man damit wie am besten angängt ;)

      • Wieder zu CX, habe ich so verstanden:
        Prämienflug ist nur von HGK nach AUS/NZL und zurück möglich,
        aber nicht von FRA nach HGK (oder umgekehrt), richtig ?
        Danke
        MD

        • Das ist auch mein Verständnis. Letztendlich ist die Idee dieser Kooperation meinem Verständnis nach das Netzwerk nach Australien und Neuseeland etwas zu verdichten. Australien scheint als Prämienflug recht beliebt zu sein. Und während man mit Lufthansa selbst und vielen der Partnerairlines sehr gut bis nach Asien reisen kann, wird es von dort dann mangels einer deutlich kleineren Zahl an Verbindungen nach OZ/NZ etwas schwerer.

  4. Spitzen Übersicht, dafür großes DANKE!

    Kleine Frage zur Aussage “Einige Länder, wie Brasilien, Japan, Hongkong und die Philippinen untersagen diese nämlich gesetzlich oder beschränken zumindest deren Höhe.”

    Wie verhält es sich denn dann mit den Steuern bei z.B. Flug von Brasilien nach Hongkong auf Lufthansa Metall, über FRA? Im Idealfall fällt also kein Treibstoffzuschlag an, und es gibt auch keinen großen Unterschied ob Oneway/Return Award Ticket gebucht wird (gut die lokalen Steuern pro Abflug können sich vlt ändern)?

    Beste Grüße,
    Christoph

    • Hi Christoph, da hast du Recht, entscheidend ist der Abflugort. Dass dabei über Frankfurt geroutet wird ist kein Problem. Lässt sich online bei Miles & More auch ohne Probleme finden. Rio- Frankfurt – Hongkong mit Lufthansa kostet zum Beispiel nur 92.000 Meilen und 229 BRL (=60€) in der Business Class oneway.

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