Round the World in der First Class – Die Highlights und Rückblick

Nachdem ich nun seit gut einer Woche wieder europäischen Boden unter den Füßen habe, gibt es in diesem Artikel nochmal eine (nicht ganz so) kurze Zusammenfassung meiner Weltreise in der First Class. Ich habe mich außerdem mal daran versucht herauszuarbeiten, welche Airline und welche First Class mir schlussendlich am besten Gefallen hat. Bei sechs der weltbesten Airlines ist das definitiv keine einfache Entscheidung. Zu guter Letzt enthält dieser Post auch die genaue Aufschlüsselung wieviele Meilen, sowie Steuern und Gebühren für die Buchung jedes einzelnen Fluges notwendig waren. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen selbst ein eigenes Round the World Ticket in der First Class zusammenzustellen…

Round the World in First Class – Die Reise

Mein Round the World First Class Trip sollte mich auf 11 Flügen mit 8 verschiedenen Airlines über den Nahen Osten nach Australien, Asien, Nord- und Südamerika führen. Das Ziel war es möglichst viele Flüge in der First Class zu absolvieren und dabei möglichst viele verschiedene Airlines zu testen. Durch den Einsatz von Meilen war es möglich First Class Flüge mit sechs der weltbesten Airlines zu buchen: Lufthansa, Etihad, Singapore Airlines, Emirates, Cathay Pacific und Japan Airlines. Nur zwei kurze Flugsegmente sollten mangels Verfügabarkeit in der Economy Class erfolgen. In den letzten Wochen sind einige Reviews zu diesen Flügen erschienen. Wer nicht ganz so viel lesen möchte, findet im Folgenden eine Kurzzusammenfassung der gesamten Reise.

Meine Reise begann zunächst mit einem Aufenthalt im Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt (Review: Lufthansa First Class Terminal Frankfurt – Die beste First Class Lounge der Welt?). Besser lässt sich schließlich keine Reise beginnen…

Das Lufthansa First Class Terminal steht exklusiv First Class Reisenden und HON Circle Membern zur Verfügung

Wer das First Class Terminal kennt, weiß, dass man sich hier ohne Weiteres ein paar Stunden die Zeit vertreiben kann. Herzstück des First Class Terminals ist das A La Carte Restaurant. Zu den Klassikern hier gehört das Wiener Schnitzel.

Gäste des First Class Terminals können kostenlos im A la Carte Restaurant der Lounge speisen

Etwas später teilte mir die freundliche Checkin Assistentin von Lufthansa mit, dass mein Flug zum boarden bereit steht. Mit dem Chauffeur  ging es über das Rollfeld an den parkenden Flugzeugen vorbei direkt zum Flieger (Mit dem Chauffeur zum Flugzeug – Der Lufthansa First Class Limousinen Service).

Gäste des Lufthansa First Class Terminals werden in der Limousine zum Flugzeug gefahren

Ein Lufthansa A330 sollte mich in der First Class von Frankfurt nach Dubai bringen (Review: Lufthansa First Class A330 Frankfurt nach Dubai). Bei über 40 Grad Hitze sicher nicht das beste Reiseziel zu dieser Jahreszeit. Doch mein Aufenthalt sollte ohnehin kurz sein, denn nur zwei Tage später setzte sich meine Reise vom Nachbaremirat Abu Dhabi fort. Auch wenn Dubai und Abu Dhabi etwas mehr als 100 Kilometer voneinander entfernt sind, wird Etihad First Class Passagieren ein persönlicher Chauffeur gestellt. Nach 90 Minuten Fahrtzeit setzte mich der freundliche Fahrer schon am Flughafen in Abu Dhabi ab.

Flughafen Abu Dhabi Eingang für First Class Reisende

Nach einem kurzen Checkin am First Class Schalter ging es weiter in die schöne Etihad First Class Lounge (Review: Etihad First Class Lounge Abu Dhabi). Überraschenderweise teilte ich mir diese riesige 1.700 Quadratmeter Lounge anfangs nur mit einem oder zwei weiteren Passagieren und hatte die Lounge zwischezeitlich sogar komplett für mich alleine.

Die 1.700 Quadratmeter große Etihad First Class Lounge & Spa am Flughafen Abu Dhabi gehört zu den luxuriösesten Lounges weltweit
Gäste der Lounge können sich in einem abgetrennten Ruheraum ausruhen oder sogar eine kostenlose Massage im Spa der Lounge erhalten

Erst später trafen dann weitere Passagiere ein und die Lounge füllte sich etwas. Nach einer kostenlosen Massage im Spa der Lounge, einem Restaurantbesuch und längerem Aufenthalt an der Bar war es schließlich Zeit zu meinem Gate aufzubrechen.

Die Etihad First Class Lounge Bar beeindruckt mit einer umfangreichen Getränkeauswahl und Blick aufs Rollfeld

Mein Flug von Abu Dhabi nach Sydney sollte im Etihad First Class Apartment erfolgen, das vielen als das derzeit beste kommerzielle First Class Produkt gilt (Review: Etihad First Class Apartment A380 Abu Dhabi nach Sydney). Nach einem unkomplizierten Boarding wurde ich schon an Bord mit einem Champagner begrüßt.

Etihad First Class Champagner

Dieser wurde freudig nachgeschenkt…

Etihad First Class Champagner

Die nächsten 14 Stunden sollte dann das hervorragende Etihad First Class Apartment, das nicht ohne Grund so heißt, mein Zuhause sein.

Das Etihad First Class Apartment bietet Gästen dank getrenntem Sitz und Couch/Bett extrem viel Platz
Auf der 2-Meter Couch könnten ohne Weiteres noch vier weitere Passagiere Platz nehmen

Gefühlt nur wenige Stunden (bei 8 Stunden Schlaf wird schließlich auch ein Ultralangstreckenflug zur Mittelstrecke) später näherten wir uns auch schon Sydney. Damit war es Zeit für das Frühstück und – das Highlight bei Etihads A380 – eine Dusche über den Wolken. Ausgeruhter und erfrischter bin ich noch nie in Australien angekommen…

Passagiere der Etihad First Class können über den Wolken duschen

Nach einigen Tagen Aufenthalt in Sydney setzte sich meine Reise nach Singapur bzw. Bangkok fort. Dabei gibt es vermutlich keinen angenehmeren Weg dorthin als die schöne Singapore Airlines Suite an Bord des A380 (Review: Singapore Airlines Suites Class A380 Sydney nach Singapur). Sehr schön war auch die Lounge, die Singapore Airlines am Flughafen Sydney für First Class Passagiere betreibt (Singapore Airlines SilverKris First Class Lounge Sydney in 10 Bildern).

Die Singapore Airlines Suite findet man nur an Bord des A380 der Airline

Die mit 12 Sitzen relativ große First Class Kabine, war bis auf einen weiteren Passagier komplett leer. Ich konnte damit eine weitere Suite als Schlafzimmer nutzen.

Die Sitze der Singapore Airlines Suite lassen sich umklappen und in ein vollwertiges Bett verwandeln

Nach nur 8 Stunden Flugzeit war dieser Flug eigentlich viel zu schnell vorbei. War bis hierhin alles reibungslos gelaufen, ging dann in Singapur das erste Mal etwas schief. Am Gepäckband wartend fiel mir mein Smartphone auf den Boden und das Display gab komplett den Geist auf. Bei mehr als einem Dutzend Hotel- und Flugtickets auf dem Handy kein angenehmes Gefühl… Mit dem Taxi ging es also zum Hotel und mit dem Laptop wurde die Lage des nächsten Apple Stores herausgesucht und ein Plan für den nächsten Morgen gemacht. Kein Handy = kein Wecker, also wurde noch schnell der Weckservice des Hotels informiert (jetzt weiß ich auch warum es sowas noch gibt ;)). Da mein Weiterflug nach Bangkok schon am nächsten Nachmittag erfolgen sollte, hoffte ich auf eine schnelle Reparatur und wurde glücklicherweise auch nicht enttäuscht. Es verblieb sogar noch etwas Zeit für Sightseeing bevor es auch schon wieder zurück zum Flughafen zurück ging. Ein kurzer Aufenthalt in der Singapore Airlines First Class Lounge war auch noch drin (Singapore Airlines SilverKris First Class Lounge Singapur (T2) in 10 Bildern).

Singapore Airlines First Class Lounge Singapore Airport

Mein Anschlussflug in der Singapore Airlines Business Class von Singapur nach Bangkok war in meinem First Class Ticket inkludiert. Hier klappte dann alles reibungslos und mein Aufenthalt in Bangkok war deutlich weniger stressig. Die Flugzeiten meiner nächsten Flüge sollten sich ab hier erstmal etwas reduzieren. Ein kurzer Emirates First Class Flug brachte mich zunächst von Bangkok nach Hongkong (Review: Emirates First Class A380 Bangkok nach Hongkong).

Die Emirates First Class Kabine verfügt über 14 Suiten

Mit 14 Suiten ist die Emirates First Class längst nicht so exklusiv wie die Produkte der Konkurrenz. Stattdessen versucht man hier die Passagiere mit viel “Glitzer und Gold” zu überzeugen. Letztendlich hat mich dieser Flug im Vergleich eher entäuscht. Bei einer Flugzeit von nur etwas mehr als 2 Stunden sind die Möglichkeiten die First Class voll auszukosten aber auch begrenzt.

Emirates First Class Passagiere haben ein eigenes Tablet am Platz

Nichtdestotrotz ist Asien die vermutlich beste Region um günstig in der First Class zu fliegen. Denn hier werden auch auf Kurz- bzw. Mittelstrecken einige der besten First Class Produkte eingesetzt. Das gilt zum Beispiel auch für meinen Weiterflug von Hongkong nach Tokio in der Cathay Pacific First Class, der mit 4 Stunden Flugzeit ebenfalls zu den kürzeren First Class Flügen zählt (Review: Cathay Pacific First Class Boeing 777 Hongkong nach Tokio). Nach einem Frühstück in der wunderschönen Cathay Pacific First Class Lounge The Pier in Hongkong (Cathay Pacific First Class Lounge The Pier Hongkong in 10 Bildern) war es Zeit diesen zu boarden.

Frühstücksbuffet für Gäste der Cathay Pacific First Class Lounge The Pier
Die Cathay Pacific First Class Lounge The Pier verfügt über eine eigene Bar

Allerdings verdoppelte sich die Zeit an Bord dann ungeplant. Starke Regenfälle und Böen machten es unmöglich zu starten. Wir verbrachten also einige Zeit wartend auf dem Rollfeld…

Unwetter am Flughafen Hongkong verhinderten einen planmäßigen Start

Dank reichlich Getränken an Bord und funktionierendem Entertainmentsystem war das Warten aber halb so schlimm. Im super bequemen Cathay Pacific First Class Sitz lässt es sich ohne Probleme einige Stunden aushalten – auch wenn man sich noch am Boden befindet.

Der Cathay Pacific First Class Sitz gehört zu den breitesten seiner Art

Dank Landung in Tokio Haneda statt Tokio Narita war auch die Weiterreise mit der U-Bahn in die Stadt deutlich angenehmer und kürzer als bei meinem letzten Tokio-Besuch. Die verrückten U-Bahn-Karten und Ticketautomaten hatte ich noch in guter Erinnerung…

Nach einigen Tagen in Tokio sollte es schließlich in der Japan Airlines First Sky Suite über den Pazifik bis nach San Francisco gehen (Review: Japan Airlines First Class Boeing 777 Tokio Haneda nach San Francisco). Auf diesen Flug und auch auf die First Class Lounge von JAL war ich besonders gespannt (Review: Japan Airlines First Class Lounge Tokio Haneda). Von der Airline hört und sieht man dann doch deutlich weniger als von den anderen asiatischen Carriern. Ich wurde aber nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Lounge und Flug haben mir sehr gut gefallen.

Die Japan Airlines First Class Lounge Tokio Haneda verfügt mit der Red Suite über einen einzigartigen Bereich für Vielflieger

Die Japan Airlines First Class Kabine und Sitz wirken zwar schon etwas älter und nicht ganz so “frisch” wie andere First Class Kabinen, in Sachen Komfort und Service konnte sie aber auf jeden Fall mithalten.

Japan Airlines First Class Sitz

Insbesondere das Bett war sehr bequem. Mein Nachtflug von Tokio nach San Francisco über die Internationale Datumsgrenze war dadurch sehr gut auszuhalten.

Japan Airlines First Class Bett

Bei Ankunft in den USA war zunächst nicht klar in welcher Form ich meine Reise fortsetzen würde können. Aufgrund von Hurricane Harvey war der Flughafen in Houston, mein nächster Zwischenstopp, erst gerade wieder geöffnet worden und nicht klar welche Flüge pünktlich abheben würden…

Mein Flug von San Francisco nach Houston mit anschließendem Weiterflug nach Santiago der Chile in der United Polaris Business Class verlief dann aber nach Plan. Leider wird auf dieser Strecke noch die alte Business Class Kabine von United eingesetzt, allerdings mit dem neuen Polaris Service. Soll heißen: Man erlebt hier das neue Servicekonzept mit besserem Essen, sowie hochwertigerem Amenity Kit und Bettwäsche von Saks Fifth Avenue, aber eben den alten Sitzen. Da die Sitze aber noch in einer 2 – 1 – 2 Konfiguration verbaut sind, hat man als Passagier nicht besonders viel Platz. Wirklich Platz um die ganzen tollen Decken und Kissen zu verstauen hat man auch nicht. Im Prinzip musste ich meinen Sitzplatz erstmal ausgraben. Da es sich um einen Nachtflug mit spätem Abflug handelte, habe ich aber die Möglichkeit genutzt mich einfach schlafen zu legen. Erst kurz vor der Landung wurde ich wach und konnte beim Landeanflug auf Santiago de Chile den Ausblick auf die Anden genießen.

Landeanflug auf Santiago de Chile

Wenige Tage später brachte mich ein kurzer Hüpfer in der Boeing 787 von LATAM von Santiago de Chile über die Anden nach Buenos Aires. Dieses Mal war Economy Class angesagt…

Der kürzeste Flug meiner Weltreise erfolgte in der Latam Economy Class

Dank nagelneuer Boeing 787 und einem eigenem Bildschirm am Platz, war der Flug aber überraschend gut. Insbesondere wenn man bedenkt, was man auf einem 2-stündigen Flug innerhalb Europas mittlerweile geboten bzw. nicht geboten bekommt. Auch der Ausblick auf die Anden hat natürlich nicht enttäuscht.

Die Anden kurz nach dem Start in Santiago de Chile

Der letzte Flug zurück nach Deutschland erfolgte dann wieder in der Lufthansa First Class. Dieses Mal an Bord der neuen 747-8 (Review: Lufthansa First Class Boeing 747-8 Buenos Aires nach Frankfurt). Die First Class Kabine hier befindet sich auf dem Unterdeck ganz vorne in der Nase des Jumbos und bietet dadurch eine einzigartige Atmosphäre.

Die Lufthansa FIrst Class Kabine an Bord der 747-8 befindet sich in der Nase des Jumbos

Auch wenn das Lufthansa First Class Produkt im Wesentlichen identisch zu dem an Bord des Lufthansa A380 und A330 ist, der Flug in der 747 ist etwas Besonderes. Ganz vorne in der runden Nase des Flugzeugs zu sitzen, hat schon etwas. Der Flug war damit ein sehr würdiger Abschlussflug meiner Weltreise in der First Class.

Lufthansa First Class Champagner vor dem Start

Nach 13 Stunden Flugzeit, die wie im Nu vergangen sind, war ich dann auch schon zurück in Deutschland. Die 747-8 ist ein faszinierendes Flugzeug. Schade, dass neben Lufthansa nicht mehr Airlines auf die neueste Generation des Jumbos setzen. Auf dem folgenden Foto, dass ich nach der Ankunft in Frankfurt gemacht habe, ist die Lage der First Class Kabine übrigens gut zu erkennen. Alle Fenster auf dem Unterdeck und vor der vorderen Gangway gehören zur First Class.

Lufthansa Boeing 747-8 nach der Ankunft in Frankfurt

Zum Abschluss findet ihr hier nocheinmal alle 11 Flüge in einer tabellarischen Übersicht. Insgesamt habe ich einen Flugdistanz von 37.388 Meilen zurückgelegt, was etwa 1,5 Erdumrundungen entspricht.

StartZielAirlineFlugzeugtypKlasseFlugdauerEntfernung
FrankfurtDubaiLufthansaAirbus 330First06:253.013 Meilen
Abu DhabiSydneyEtihadAirbus 380First Apartment14:057.492 Meilen
SydneySingapurSingapore AirlinesAirbus 380Suites08:153.908 Meilen
SingapurBangkokSingapore AirlinesBoeing 777Business02:30876 Meilen
BangkokHongkongEmiratesAirbus 380First03:001.050 Meilen
HongkongTokioCathay PacificBoeing 777First04:051.805 Meilen
TokioSan FranciscoJapan AirlinesBoeing 777First (Sky Suite)09:405.124 Meilen
San FranciscoHoustonUnitedAirbus 320Economy04:041.636 Meilen
HoustonSantiago de ChileUnitedBoeing 767Business Polaris09:204.646 Meilen
Santiago de ChileBuenos AiresLATAMBoeing 787Economy02:05710 Meilen
Buenos AiresFrankfurtLufthansaBoeing 747First13:157.133 Meilen

Round the World in First Class – Welcher Flug war der beste?

Bei insgesamt 6 verschiedenen Airlines (Lufthansa, Etihad, Singapore Airlines, Cathay Pacific, Emirates und Japan Airlines) fällt die Wahl des besten First Class Produktes gar nicht so leicht aus. Alle sechs Airlines gehören zur Weltspitze. Auch die sehr unterschiedlichen Flugdauern und Zeiten erschweren den Vergleich. Ein 14 Stunden First Class Flug ist nur schwer mit einem First Class Flug auf der Kurzstrecke zu vergleichen. Eigentlich alle Flüge waren absolut hervorragend und ich würde jede der Airlines ohne zu Zögern wieder fliegen. Ich versuche deshalb mal anhand verschiedener Kategorien festzumachen, welche First Class mich am meisten überzeugt hat.

Der beste First Class Kabine?

Ginge es nur im die First Class Kabine an sich, fiel meine Wahl definitiv auf das Etihad First Class Apartment. Die Suite mit separatem Sitz und einer Couch, die sich in ein vollwertiges Bett umwandeln lässt, ist einfach spektakulär. Selbst bei hergerichtetem Bett hat man noch Platz sich in der Kabine zu bewegen. Auf der Couch könnten ohne Probleme noch 4 weitere Personen Platz nehmen. Die Tatsache, dass man als einzige Airline nur einen statt zwei Gänge an Bord des A380 hat, verdeutlicht zusätzlich wie großzügig das Platzangebot ist. Wer einen Platz direkt am Fenster wählt, genießt ein ungeahntes Maß an Privatsphäre.

Reisende im Etihad First Class Apartment verfügen über eine Suite mit Sitz und Couch
Die 9 Etihad First Class Apartments befinden sich auf dem Oberdeck des A380

Der Sitz an sich war für mich im Vergleich mit den anderen First Class Produkten zudem der bequemste. Die sich gegenüber befindende Couch führt dazu, dass man auch in der Start und Landeposition schon extrem bequem sitzt und die Füße hochlegen kann. Das Sitzen in anderen First Class Sitzen, wie zum Beispiel in der Lufthansa First Class, ist aus meiner Sicht erst dann wirklich angenehm, sobald man den Sitz entsprechend in Position gefahren hat. Dies ist natürlich erst nach Erreichen der Reiseflughöhe möglich.

Lässt man die Größe und Funktionalität außen vor und konzentriert sich auf das Design der Kabine an sich, ist für mich die Lufthansa First Class das attraktivste Produkt. Keine andere First Class Kabine wirkt für mich optisch so ansprechend und aufgeräumt. Besonders begeistert hat mich dabei die Kabine an Bord der Boeing 747-8, die sich in der Nase des Jumbos befindet. Die sich nach vorne hin schmaler werdende Kabine gibt einem fast das Gefühl in Flugrichtung blicken zu können. Gleichzeitig führt dieses offene Kabinendesign aber auch dazu, dass man in der Lufthansa First Class im Vergleich mit der Konkurrenz  über eine nicht ganz so hohe Privatsphäre verfügt.

Lufthansa First Class Kabine an Bord der 747-8

Deutlich weniger spektakulär ist im Vergleich zum Beispiel die Emirates Kabine. Diese ist mit 14 Suiten nicht nur weniger exklusiv, sondern bietet im Vergleich auch weniger Platz als die anderen von mir geflogenen Airlines.

In der Emirates First Class an Bord des A380 haben 14 Passagiere Platz

Jede Menge “Glitzer”, sowie die Dusche und Bar an Bord verschaffen diesem Produkt natürlich trotzdem viel Aufmerksamkeit…

Gewinner Beste Kabine: Etihad und Lufthansa

Das beste Bett?

Wichtiger als der Sitz ist bei einem Langstreckenflug oft das Bett. An dieser Stelle ist mein Vergleich etwas unvollständig, denn nicht jeder meiner Round the World Flüge war lang genug, um während des Fluges zu schlafen. Emirates und Cathay Pacific fallen daher aus diesem Vergleich heraus. Gerade Cathay ist dabei eigentlich für ihren unfassbar breiten Sitz bzw. Bett berühmt. Von den verbleibenden vier Airlines (Etihad, Lufthansa, Japan Airlines, Singapore Airlines) überzeugt auf dem Paper zunächst wieder Etihad. Durch die geschlossene Suite mit getrenntem Sitz und Bett fühlt man sich wie einem sehr kleinen Zimmer. Der getrennte Sitz und Bett haben zudem den Vorteil, dass man letzteres schon zu einem beliebigen Zeitpunkt herrichten lassen kann. Nach Belieben wechselt man dann einfach ins Bett. Bei anderen Airlines muss man hier etwas mehr “planen”. Das Bett selbst war dann aber erstens im Vergleich mit den anderen First Class Produkten etwas schmaler und zweitens vergleichsweise hart. Durch die geschlossenen Türen der Suite fühlt man sich aber absolut ungestört, was deutlich zum Schlafkomfort beiträgt.

Die Couch an im Etihad First Class Apartment lässt sich in ein vollwertiges Bett umwandeln

Die Betten in den offenen First Class Kabinen von Lufthansa und Japan Airlines bieten im Vergleich zwar deutlich mehr Platz und Komfort (bei Japan Airlines hat man sogar die Wahl zwischen einer weichen und harten Matratzenauflage), allerdings sind sowohl Lufthansa als auch JAL Sitz so offen gestaltet, dass man sich nicht ganz so ungestört fühlt.

Der Gewinner in der Kategorie Schlafen ist für mich deshalb letzten Endes Singapore Airlines. Nicht nur verfügt man an Bord des A380 über eine eigene Suite bei der sich die Türen verschließen lassen, auch geht Singapore Airlines einen Sonderweg was die Matratze angeht. Im Vergleich zu anderen Airlines wird nämlich hier einfach der gesamte Sitz umgeklappt. Die Rückseite des Sitzes wird zur Matratze. Dies hat den Vorteil, dass weniger Kompromisse zwischen Sitz- und Schlafkomfort eingegangen werden müssen. Bei anderen Airlines merkt man nämlich oft trotz Matratzenauflage noch, dass man auf einem Sitz liegt.

Singapore Airlines Suite Bett

Auch mit dem Doppelbett für die Passagiere in der Mitte der Kabine setzt Singapore Airlines natürlich weiterhin Maßstäbe…

Singapore Airlines Suite Doppelbett

Gewinner Bett: Singapore Airlines

Das beste Essen?

Auch hier fällt mir zuerst Etihad ein. Denn keine andere Airline, hatte einen mitfliegenden Koch bzw. in meinem Fall Köchin. Kurz nach dem Boarden wurde ich persönlich begrüßt und konnte mich bei der Essenswahl im Detail beraten lassen. Gefühlt war auch kein anderes Crewmitglied so begeistert von seinem/ihrem Job. Vielleicht war es nur Einbildung, aber das Essen war dann auch wirklich überdurchschnittlich gut. Mein Wagyu Striploin Steak samt Pommes war exzellent.

Etihad Wagyu Striploin Steak

Wer dagegen Wert auf Kaviar an Bord legt, wird vermutlich eher mit Lufthansa und Japan Airlines glücklich. Aus politischen und/oder Kostengründen verzichten mittlerweile einige Airlines darauf diesen zu servieren.

Japan Airlines First Class Kaviar

Darüberhinaus hat mich Japan Airlines generell mit ihrem Essensservice überzeugt. Sowohl das Essen an sich, als auch die Präsentation und Service der Crew waren hervorragend. Gäste können zwischen einem japanischen und westlichen Menü wählen. Überzeugt hat mich am Ende aber vermutlich einfach die große Kaffeekanne ;)

Japan Airlines Frühstück

Gewinner Essen: Etihad und JAL

Die beste Crew? Der beste Service?

Hier einen Gewinner zu küren, fällt recht schwer. Was man als guten Service empfindet, hängt einfach auch stark von den eigenen Vorstellungen und Stimmung ab. Mir persönlich gefällt ein etwas zurückhaltender Service normalerweise ganz gut. Eine zu aufmerksame Crew kann auch mal ins Gegenteil umschlagen und das Gefühl hervorrufen sich fast schon beobachtet zu fühlen. Prinzipiell kommt mir damit der etwas reserviertere Service bei Lufthansa oder Japan Airlines etwas mehr gelegen. Als Singapore Airlines Fan gefällt mir aber meist auch die herzliche und warme Art der Singapore Airlines Crew. Gefühlt am meisten Spaß an ihrem Job hatte die Crew bei Etihad. Alle waren zu Späßen aufgelegt und an einem Gespräch mit ihren Gästen interessiert. Auch hat man hier besonders großzügig Champagner ausgeschenkt, was vielleicht zu meinen sehr positiven Eindruck vom Etihad First Class Apartment beigetragen hat ;)

Etwas desorganisiert erschien mir dagegen die Emirates First Class Crew. Womöglich lag dies aber einfach daran, dass die First Class Kabine aufgrund einer Überbuchung eines anderen Fluges vermutlich kurzfristig restlos ausgebucht war und die Crew hier nicht so richtig drauf eingestellt war. Der kurze Flug von Bangkok nach Hongkong macht es zusätzlich schwer den Service hier einzuordnen.

Das beste Bad?

Hier stechen ganz klar Etihad und Emirates heraus. Denn beide Airlines bieten ihren First Class Gästen eine Dusche an Bord an. Der ansonsten eher schlecht nutzbare Platz rundherum um die Treppe auf dem Oberdeck des A380 hat beide Airlines dazu inspiriert hier im Vergleich mit anderen Flugzeugtypen besonders großzügige Bäder zu verbauen. Dabei setzt Emirates den Maßstab. Das Bad kann es in der Größe fast mit einem Hotel aufnehmen. Leider war mein Emirates Flug von Bangkok nach Hongkong zu kurz um die Dusche nutzen zu können.

Die Emirates First Class Dusche an Bord des A380

Während Emirates jeweils ein Bad links und rechts der Treppe verbaut hat, befinden sich bei Etihad beide Bäder auf der einen Seite (auf der anderen findet sich die exklusive Etihad Residence). Daher hat “nur” eines der Bäder eine Dusche und man hat längst nicht so viel Platz im Bad wie bei Emirates.

Etihad First Class Dusche an Bord des A380

An Bord zu Duschen ist aber so oder so eine faszinierende Erfahrung. So erfrischt und erholt habe ich mich noch keinem 14 Stunden Flug gefühlt.

Etihad First Class Dusche an Bord des A380 – Ein Farbskala zeigt an wieviel Wasser noch verbleibt

Gewinner Bad: Emirates

Der beste Checkin und Boarding?

Zu einem First Class Flug gehört natürlich auch der Service am Boden. Bei Checkin, Lounge und Boarding hebt sich meiner Meinung keine Airline mehr von der Konkurrenz ab als Lufthansa. Mit dem First Class Terminal in Frankfurt bietet man First Class Passagieren ein eigenes Gebäude abseits des eigentlichen Flughafens.

Das Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt steht exklusiv First Class Reisenden und HON Circle Membern zur Verfügung

Als Passagier nutzt man nicht nur eine private Sicherheitskontrolle, man wird auch von einem persönlichen Assistenten begleitet und aus der Lounge abgeholt wenn es Zeit fürs Boarden ist. Auch das normalerweise unspektakuläre Boarding ist dann nochmal ein Highlight. First Class Passagiere, die ihre Reise im First Class Terminal starten, werden in der Limousine direkt zum Flugzeug gefahren.

Lufthansa First Class Passagiere, die ihre Reise im First Class Terminal in Frankfurt beginnen, werden in der Limousine zum Flugzeug gefahren.

Auch wenn es diesen Service von Lufthansa in dieser Form nur in Frankfurt gibt, keine der anderen von mir geflogenen Airlines bot auch nur annähernd etwas Ähnliches. Auch an einem weiteren kleinen Detail lässt sich erkennen, wieviele Aufmerksamkeit Lufthansa auch den Feinheiten des First Class Erlebnisses schenkt. Keine andere Airline überreicht ihren First Class Passagieren das First Class Ticket in einem speziellen Tickethalter.

Lufthansa First Class Ticket

Gewinner Checkin und Boarding: Lufthansa

Die beste Lounge?

Als Kathedrale aller Vielflieger und beste Lounge weltweit gilt vielen das bereits angesprochene Lufthansa First Class Terminal in Frankfurt. Dementsprechend viel hört und liest man von dieser Lounge. Nach vorherigen Besuchen wusste ich hier auch schon was mich erwartet und ohne Zweifel gehört diese Lounge zu den besten überhaupt. Mit einem A la Carte Restaurant, Bar, Ruheräumen, Zigarrenlounge und eigenem Duty Free Shop findet man hier alles was das Vielfliegerherz begehrt.

Lufthansa First Class Terminal Frankfurt

Besonders beeindruckt neben dem FCT haben mich aber zudem die Cathay Pacific First Class Lounge The Pier in Hongkong und die Japan Airlines First Class Lounge Tokio Haneda. Erstere wirkt eher wie ein privates Apartment. Bei den Materialien setzt man auf Holz, Bronze und Onyx. Letzteres schafft durch den Grünschimmer eine einzigartige Atmosphäre. Ich war absolut begeistert von der Lounge.

Cathay Pacific First Class Lounge The Pier Hongkong

Die Japan Airlines First Class Lounge Haneda ist wenig pompös aber durchaus luxuriös, wie man es in Japan erwarten kann. Herausstechendes Feature der Lounge ist die Red Suite, eine Mischung aus Vielfliegerausstellung und Spielzimmer für Erwachsene.

Japan Airlines First Class Lounge Tokio Haneda
Japan Airlines First Class Lounge Tokio Haneda Red Suite

Auch die Etihad First Class Lounge am Flughafen Abu Dhabi kann sich durchaus sehen lassen. Die Lounge bietet unter anderem ein À la Carte Restaurant, Bar, Fitness Raum, Zigarrenlounge, Spa, Barber, Nagelstudio, sowie Fernsehraum und Ruheraum.

Etihad First Class Lounge Abu Dhabi

Vor meinem Flug von Abu Dhabi nach Sydney war ich zeitweilig sogar der einzige Passagier in dieser mit 1.700 Quadratmeter riesigen Lounge.

Etihad First Class Lounge Abu Dhabi Bar

Gewinner Lounge: Lufthansa, Cathay Pacific und Etihad

Round the World in First Class – Die Kosten

Die Buchung eines Round the World First Class Tickets war natürlich nur durch den Einsatz von Vielfliegermeilen möglich. Hätte ich die Tickets über die Airlinewebseiten direkt gebucht, wären Kosten in Höhe von ca. 38.000 Euro angefallen. Durch den Einsatz von Meilen reduzierten sich die Kosten auf ziemlich genau 1.007€. Schließlich müssen auch beim Einsatz von Meilen noch Flughafengebühren, Sicherheitsgebühren und zum Teil auch Treibstoffzuschläge beglichen werden. Mehr als die Hälfte der gesamten Zuzahlungen wurde durch die hohen Zuzahlungen für die beiden Lufthansa First Class Flüge am Anfang und Ende der Reise verursacht. Dazu kommen dann noch insgesamt 581.082 eingesetzte Vielfliegermeilen aus verschiedenen Vielfliegerprogrammen. Welche Vielfliegerprogramme dies sind und wieviele Meilen genau erforderlich waren, seht ihr in der folgenden Tabelle.

FlugStreckeMeilenSteuern und GebührenVielfliegerprogrammReview
Lufthansa First ClassFrankfurt - Dubai35.000372 SGD (236 EUR)Singapore Airlines KrisFlyerReview
Etihad First Class ApartmentAbu Dhabi - Sydney126.082868 AED (201 EUR)Etihad GuestReview
Singapore Airlines First Class SuiteSydney - Singapur - Bangkok80.000106 SGD (67 EUR)Singapore Airlines KrisFlyerReview
Emirates First ClassBangkok - Hongkong37.500750 THB (19 EUR)Emirates SkywardsReview
Cathay Pacific First ClassHongkong - Tokio Haneda40.00036 EURBritish Airways Executive ClubReview
Japan Airlines First Class SuiteTokio Haneda - San Francisco100.000107 EURBritish Airways Executive ClubReview
United Business Class PolarisSan Francisco - Houston - Santiago50.0008 SGD (5 EUR)Singapore Airlines KrisFlyer
LATAM Economy ClassSantiago - Buenos Aires7.50026 EURBritish Airways Executive Club
Lufthansa First ClassBuenos Aires - Frankfurt105.0006,460 ARS (310 EUR)Lufthansa Miles & MoreReview

Ich habe also insgesamt 5 verschiedene Vielfliegerprogramme genutzt um gezielt die Sweetspots der jeweiligen Programme nutzen zu können. Mit Ausnahme der beiden Lufthansa Flüge hielten sich die Zuzahlungen im Rahmen. Die Tabelle zeigt auch, dass sich selbst First Class Flüge für eine recht geringe Anzahl an Meilen buchen lassen. Die Flüge mit Cathay Pacific, Emirates und Lufthansa auf der Kurz- und Mittelstrecke waren mit maximal 40.000 Meilen besonders günstig. Ein Sammlung an Posts zum Thema Sweetspots findet ihr übrigens unter der Kategorie Sweet Spot.

Meilen für First Class Flüge sammeln

Einige der Vielfliegerprogramme erscheinen auf den ersten Blick nicht besonders naheliegend um dort Meilen zu sammeln. Doch auch hier gibt es die ein oder andere Möglichkeit schnell ein paar Meilen zu sammeln. Hier sind ein paar Vorschläge:

Lufthansa Miles & More Meilen

Bei wohl keinem anderen Vielfliegerprogramm lassen sich so einfach und günstig Prämienmeilen sammeln. Die Möglichkeiten Miles & More Meilen auch am Boden zu sammeln sind fast unendlich. Neben der Miles & More Gold Kreditkarte als Klassiker (15.000 bzw. 20.000 Meilen für 110€ mit der Miles & More Credit Card Gold World Plus) sind außerdem die Zeitschriftenabos des Leserservices der Deutschen Post eine hervorragende Möglichkeit schnell und einfach Meilen zu sammeln. Hier “kauft” man Miles & More Meilen für etwa 1 Cent pro Meile (Link: Alle Meilenabos in der Übersicht). Zum Vergleich: Wer Miles & More Meilen für First Class Flüge einlöst, erzielt damit einen Gegenwert von bis zu 10 Cent pro Meile. Darüberhinaus lassen sich auch mit Konten schnell mehrere zehntausend Miles & More Meilen sammeln, in vielen Fällen kostenlos.

Dies waren nur einige der Möglichkeiten Miles & More Meilen zu sammeln. Eine vollständige Übersicht gibt es hier:

Miles & More Tutorial Teil 14 – 19 Arten auf die man Miles & More Meilen sammeln kann

British Airways Avios sammeln

Der Executive Club von British Airways gehört zu meinen Favoriten unter den Vielfliegerprogrammen. Kein anderes Programm bietet so attraktive Preise für Meilentickets auf kurzen Flügen in der Economy, Business und First Class. So konnte ich für nur 7.500 Avios in der LATAM Economy von Santiago de Chile nach Buenos Aires oder für nur 40.000 Avios in der Cathay Pacific First Class von Hongkong nach Tokio fliegen.

Die erforderlichen Meilen dafür sind schnell gesammelt. Eine der besten Möglichkeiten war lange Zeit die British Airways Barclaycard. Hier konnte man bis zu 20.000 Avios nur für den Abschluss erhalten. Leider gibt es diese Kreditkarte auf dem deutschen Markt nicht mehr. Weiterhin möglich ist aber das Sammeln über die deutschen American Express Kreditkarten, denn der Executive Club ist ein Transferpartner von American Express. Mit jedem Euro Umsatz sammelt man bis zu 1,2 Avios. Hinzu kommen hohe Willkommensboni für den Abschluss. Die American Express Gold, das aus meiner Sicht derzeit attraktivste Kreditkartenprodukt für Meilensammler auf dem deutschen Markt, vergibt bei Abschluss zum Beispiel bis zu 20.000 Membership Rewards Punkte und damit 16.000 Avios. Meilen sammeln mit den American Express Kreditkarten – Alle Infos, Tipps und Tricks…

Es ist außerdem möglich British Airways Avios einfach zu kaufen. Regulär kosten diese in Abhängigkeit von der Kaufmenge 3,6 bis 1,9 Cent pro Avios. Während Sonderaktionen lässt sich aber auch schon mal ein Preis von nur 1,2 Cent pro Avios erzielen. Bedenkt man, dass man bereits ab 18.000 Avios Prämienflüge in der First Class von zum Beispiel Cathay Pacific buchen kann, lassen sich so First Class Flüge für nur wenige hundert Euro kaufen. Ob es gerade ein aktuelles Angebot gibt, erfahrt ihr in diesem Post.

British Airways Avios mit bis zu 35% Bonus kaufen (=1,33 Cent pro Meile) – Cathay First Class für 300€ fliegen

Eine weitere Alternative sind Hotelbuchungen über Portale wie Rocketmiles und Kaligo, die für jeden Aufenthalt Vielfliegermeilen bei mehreren Dutzend Programmen vergeben.

Singapore Airlines KrisFlyer / Emirates Skywards / Etihad Guest Meilen sammeln

Die Vielfliegerprogramme von Singapore Airlines, Emirates und Etihad gehören für deutsche Vielflieger vielleicht nicht unbedingt zur ersten Wahl, doch wer die First Class Kabinen dieser drei Airlines fliegen möchte, kommt an dem jeweiligen Programm eigentlich nicht vorbei. Neben Flügen gibt es aber auch bei diesen drei Programmen die Möglichkeit Meilen am Boden zu sammeln. Hervorzuheben sind auch hier zunächst wieder die American Express Kreditkarten, denn alle drei Vielfliegerprogramme sind Transferpartner von American Express. Mit den Kreditkarten könnt ihr deshalb bis zu 1,2 KrisFlyer/Skywards/Etihad Guest Meilen pro 1€ Umsatz sammeln. Hinzu kommt ein Willkommensbonus bei Abschluss von bis zu 40.000 Meilen für die teure American Express Business Platinum Card oder 16.000 Meilen für die im 1. Jahr kostenlose American Express Gold Kreditkarte. Warum die American Express Kreditkarten das spannendste Kreditkartenprodukt für Vielflieger sind, erfahrt ihr hier:

Meilen sammeln mit den American Express Kreditkarten – Alle Infos, Tipps und Tricks

Darüberhinaus kann auch hier wieder der Kauf von Meilen Sinn machen. Zwar ist der Direktkauf von Meilen bei Singapore Airlines und Emirates recht teuer, doch hier kann man sich den Umstand zu Nutze machen, dass das Hotelprogramm Starwood Preferred Guest die sogenannten Starpoints verkauft, welche wiederum zu insgesamt 36 Vielfliegerprogrammen transferierbar sind. So kauft man Emirates Skywards, Etihad Guest oder Singapore Airlines KrisFlyer Meilen für teils deutlich unter 2 Cent pro Meile.

SPG Starpoints kaufen: 35% Rabatt bis zum 14.07.2017 (Meilen bei über 30 Vielfliegerprogrammen für 1,63 Cent/Meile kaufen) – Lufthansa First Class für 800€ fliegen

Etihad Guest Meilen kann man zudem auf der Etihad Webseite direkt für 2 USD-Cent pro Meile kaufen. Das ist auf den ersten Blick noch nicht besonderes interessant. Mit einem kleinen Trick drückt man die Kosten für einen Teil der Meilen aber sogar auf nur 0,78 EUR-Cent pro Meile. Denn bei Etihad Guest könen bis zu 25% der erforderlichen Meilen für einen Prämienflug während der Buchung über die Miles Plus Cash Option (Meilen “strecken”: Vielfliegerprogramme mit Miles + Cash Funktion) dazugekauft werden. Dabei sind die Meilen mit einem Preis von ca. 0,78 Cent/Meile unfassbar günstig. In Kombination bucht man jeden beliebigen Etihad First Class Flug für ca. 600€ bis 2.000€ – eine Ersparnis gegenüber dem Direktkauf von mehr als 50%. Etihad Guest Meilen für 0,78 Cent/Meile kaufen und für 600€ Etihad First Class fliegen…

Alle “Round the World in First Class” Artikel in der Übersicht

Neben den Reviews zu den First Class Flügen, findet ihr folgend die Links zu den detaillierten Tutorials, die erläutern, wie sich diese Flüge auch für einen Normalsterblichen günstig buchen lassen.

Reviews:

First Class günstig buchen mit Meilen:

Round the World in First Class – Fazit

Mein Round the World Trip in der First Class war für mich ein einzigartiges Erlebnis und das bisherige Highlight meiner Vielflieger- und Meilensammel-Karriere. Die Reise war außerdem sicherlich ein Extrembeispiel dafür, was durch den Einsatz von Meilen möglich ist. Als ich vor ein paar Jahren als Student mit dem Meilen sammeln begonnen habe, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich einmal in der First Class um die Welt reisen würde. Auch wenn ich in der Vergangenheit schon in der Business und First Class gereist bin, einen großen Anteil meiner Reisen haben trotzdem Economy Flüge ausgemacht und in vielen Fällen waren meine Reisen eine Kombination aus verschiedenen Klassen. Umso faszinierender war es zu sehen, wie als First Class Passagier selbst die längste Reise komfortabler und unkomplizierter nicht sein könnte. Die Zeit ist im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge vergangen. Auch wenn der nächste First Class Flug schon gebucht ist, ist jetzt erstmal eine kleine Schocktherapie angesagt, damit ich auch in der Zukunft in der Lage bin Economy zu fliegen. Flüge in der Norwegian und British Airways Economy Class habe ich bereits hinter mir und ohne Probleme, wenn auch mit etwas Wehmut, überstanden :)

Bei all dem Spaß den mir diese Reise persönlich bereitet hat, hoffe ich aber auch, dass ihr als Leser Spaß an den Reviews und Artikeln drum herum hattet. Noch mehr hoffe ich, dass sich der ein oder andere mithilfe der Buchungsanleitungen für die sechs First Class Produkte selbst bald in der First Class wieder findet und dafür weniger Geld oder Meilen aufwenden muss als zunächst gedacht. Ein herzliches Danke möchte ich außerdem an alle Leser richten, die mir in persönlichen Nachrichten alles Gute für die Reise gewünscht haben und ihre eigenen Erfahrungen und Tipps geteilt haben. Diese sind eine große Bereicherung für diesen Blog und haben die ein oder andere Inspiration für Projekte angestoßen über die ihr euch in den kommenden Wochen und Monaten hoffentlich freuen dürft.

10 Comments

  1. Sehr schöner Bericht. Vielen Dank. Was mich aber besonders interessieren würde und was eigentlich nie erwähnt wird, welche Vorteile man bei den Einreisekontrollen nach dem Flug hat. Hat man überhaupt welche? Mich persönlich nervt es immer gewaltig, wenn ich nach einem Businessclass Flug mit LH in die USA mit allen anderen Gästen in der Schlange vor den Einreiseschaltern stehe.

    • Hi,
      in einigen Fällen, aber nicht in allen, erhält man einen Fasttrack Gutschein. Als in Dubai ankommender Lufthansa First Class Passagier, gab es zum Beispiel sogar einen persönlichen Assistenten, der einen vom Gate abholt und bis zum Taxi begleitet, sodass man sich um nichts kümmern muss. Das aber macht letztendlich jede Airline anders. Und bei manchen Airport benötigt man sowas auch eigentlich nicht, da die Abfertigung ohnehin sehr gut ist. Ich kann mich leider nicht mehr konkret an jede Einreisekontrolle erinnern. Ich werde deinen Vorchlag aber in kommende Berichte mit aufnehmen und auf diesen Teil ebenfalls eingehen…

  2. Schöner Artikel, danke dafür. Muss einen heiden Spaß gemacht haben. Werde hoffentlich bald auch die Ehre haben, das erste Mal mit CX in der First zu fliegen!

  3. Großartige Artikel! Vielen Dank für diesen Einblick!

    Könntest du in die Tabelle vielleicht noch dazu schreiben, bei welchen Programmen und wie weit im Voraus du die Meilen jeweils eingelöst hast?
    LH First z.B. über Lifemiles mit Risiko erst zwei Wochen vorher und ner anderen FC in Reserve oder über M&M?

    Schöne Grüße

    • Hi JC,
      danke dir! Freut mich zu hören! Das jeweilige Vielfliegerprogramm über das ich gebucht habe, steht oben in der Tabelle bereits dabei. Die einzige echte Buchungsrestriktion bei meinem Routing war der Lufthansa First Class Flug von Frankfurt nach Dubai, den ich mit KrisFlyer gebucht habe. KrisFlyer unterliegt als Fremdprogramm (sprich nicht Miles & More) der Einschränkung, diese Flüge erst 2 Wochen im Voraus buchen zu können. Während der Rest meiner Reise mit einem VOrlauf von ca. 2 Monaten gebucht war, habe ich hier einfach mit der Buchung gewartet und quasi gepokert. Ich hatte vorher die Verfügbarkeiten aber gut beobachtet und war mir recht sicher, dass das nicht zu Problemen führen würde. Zur Not wäre ich aber auch Eco geflogen. Ich hatte ja schon einen weiteren LH First Class FLug von Buenos Aires nach Frankfurt gebucht (mit Miles & More) :)

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*