American Airlines AAdvantage – Eine Einführung

American Airlines AAdvantage gehört zu den größten und bekanntesten Vielfliegerprogrammen weltweit. Das ist keine große Überraschung, denn schließlich ist American Airlines die größte Airline der Welt, wenn man die Anzahl der beförderten Passagiere oder die Flottengröße zugrunde legt. Auch wenn uns europäischen Vielfliegern mit dem Executive Club von British Airways eine solide Alternative aus der oneworld Allianz zur Verfügung steht, gibt es genug Gründe sich das Vielfliegerprogramm von American Airlines mal im Detail anzuschauen. Überzeugen kann es – wie die anderen amerikanischen Vielfliegerprogramme auch – unter anderem damit Meilen mehrmals im Jahr günstig zum Verkauf anzubieten. Damit ist es zum Beispiel möglich günstig in der Cathay Pacific oder auch Etihad First Class zu reisen…


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American Airlines Boeing 777-300ER © American Airlines

Über American Airlines

American Airlines ist die gemessen am jährlichem Passagieraufkommengrößte die größte Fluggesellschaft der Welt und hat ihre Basis auf dem Dallas/Fort Worth International Airport. American Airlines wurde im Jahr 1930 aus dem Zusammenschluss von mehreren regionalen Airlines gegründet. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg begann man bereits damit internationale Verbindungen zu bedienen und stieg schnell zu einer der größten Airlines weltweit auf. In den Folgejahren entwickelte man zusammen mit IBM das erste elektronische Buchungsprogramm namens Sabre. Im Jahre 1981 führte man das Vielfliegerprogramm AAdvantage ein.

Boeing 777-300 First Class © American Airlines

Das Jahr 2001 war wohl das bedeutendste Jahr in der Geschichte von American Airlines, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Nachdem Aufkauf von Trans World Airlines (TWA) stieg man zur größten Fluglinie weltweit auf. Das traurige Kapitel aus dem Jahr 2001 waren die Terroranschläge vom 11. September, bei denen Flug AA11 in den Nordturm des World Trade Centers gelenkt wurde und Flug AA77 in das Pentagon in Washington. Im Jahr 2011 meldete American Airlines Insolvenz nach Chapter 11 an, wodurch der Flugbetrieb aufrecht erhalten werden konnte. American Airlines erwirtschafte zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren hohe Verluste und kämpfte seit langem gegen die Konkurrenz im eigenen Land und gegen die aufstrebenen Airlines aus Asien und dem Nahen Osten auf internationalen Strecken. Anfang des Jahres 2013 führte man ein komplett neues Design ein, wechselte vom Aluminium Look zu einer matten Lacckierung der Flugzeuge und fusionierte kurze Zeit später mit US Airways (damals Mitglied von Star Alliance). Mit dem neuen Design und der Fusion ging es auch finanziell wieder bergauf und American Airlines konnte wieder Gewinne einfahren. Mittlerweile fährt die Airlines fast jedes Jahr aus Neue Rekordgewinne ein.

American Airlines ab Deutschland und der Schweiz

American Airlines fliegt täglich von Frankfurt, München und Zürich in die USA. Von Frankfurt aus geht es täglich nach Charlotte, Dallas und Philadelphia. Von München fliegt ihr täglich nach Philadelphia und von Zürich aus kommt ihr nach New York.

  • Frankfurt – Charlotte / 09:20 – 13:00 / Airbus A330-200
  • Frankfurt – Dallas / 11:10 – 14:55 / Boeing 777-200
  • Frankfurt – Philadelphia / 10:30 – 13:35 / Airbus 330-200
  • München – Philadelphia / 12:40 – 15:55 / Airbus 330-200
  • Zürich – New York / 10:15 – 13:25 / Boeing 767-300

Mehr Infos zu den Flügen von American Airlines ab Deutschland findet ihr unter Flugpläne und Benachrichtigungen.

American Airlines Streckennetz

Aktuell bedient American Airlines zusammen mit Partner American Eagle 350 Ziele in 50 Ländern. American Eagle ist ein Netzwerk aus 10 regionalen Fluggesellschaften, die über Codeshares und eine Servicevereinbarung mit American Airlines kooperieren. Insgesamt werden täglich 3.400 Flüge zu 240 Zielen in den USA, Kanada, der Karibik und Mexiko abgewickelt. Hinzu kommen weitere Codeshare-Verbindungen mit den Partnern aus der oneworld Allianz. Innerhalb Europas gibt es eine verstärkte Partnerschaft mit British Airways, Iberia und Finnair (mehr dazu findet ihr unter flytransatlantic.com). So kommt es unter anderem zu 15(!) Direktverbindungen zwischen London Heathrow und New York im Laufe eines Tages. Durchgeführt werden die Flüge von American Airlines und British Airways. Einen Überblick über die Ziele findet ihr auf der Homepage von American Airlines unter der Streckennetzkarte. Alternativ könnt ihr in „Flugrouten finden mit der oneworld oder Star Alliance Karte“ nachlesen, wie ihr schnell und einfach die Routen verschiedener Airlines findet. American Airlines betreibt zudem zahlreiche Hubs innerhalb der USA, dazu zählen:

  • Charlotte Douglas International (CLT)
  • Chicago O’Hare International (ORD)
  • Miami International (MIA)
  • New York John F. Kennedy International (JFK)
  • New York La Guardia (LGA)
  • Philadelphia International (PHL)
  • Phoenix Sky Harbor International (PHX)
  • Washington Ronald Reagan National (DCA)

American Airlines Flotte

American Airlines verfügt laut Planespotters insgesamt über eine Flotte von 946 Flugzeugen und ist nach Flottengröße die größte Airline der Welt.

Airbus A319125
Airbus A32048
Airbus A321219
Airbus A330-20015
Airbus A330-3009
Boeing 737-800302
Boeing 75738
Boeing 767-30025
Boeing 777-20047
Boeing 777-30020
Boeing 787-820
Boeing 787-912
Embraer E19020
McDonnell Douglas MD-8210
McDonnell Douglas MD-8336

AAdvantage – Das Vielfliegerprogramm von American Airlines

Das Vielfliegerprogramm von American Airlines nennt sich AAdvantage und wird häufig als das erste Vielfliegerprogramm überhaupt bezeichnet. Die eigentlich Ehre gebührt aber der deutlich kleineren Texas International Airlines, welche 1979 als erste Airline ein Vielfliegerprogramm entwickelte. Das AAdvantage Programm wurde dagegen im Jahr 1981 vom damaligen American Airlines Chef Robert Crandall ins Leben gerufen. Nur wenig später folgten United und Delta mit eigenen Programmen.

Die AAdvantage Elite-Statuslevel

AAdvantage bietet 4 Elite-Statuslevel, sowie den sogenannten Million Miler. Die niedrigste Mitgliedsstufe ist AAdvantage Gold (klassisches amerikanisches Marketing bereits die niedrigste Statusstufe mit Gold zu bezeichnen ;) ), gefolgt von AAdvantage Platinum, AAdvantage Platinum Pro und AAdvantage Executive Platinum. Habt ihr insgesamt eine Million Meilen mit American Airlines erflogen, erhaltet ihr den Million Miler. Um eines dieser Statuslevel zu erreichen, sammelt ihr Elite-Qualification-Miles (EQMs), Elite-Qualification-Segments (EQSs) und – da es sich um ein umsaztbasiertes Vielfliegerprogamm handelt – Elite-Qualification-Dollars (EQDs). Weiterhin sammelt ihr natürlich auch noch Bonusmeilen (Award Miles), welche euch unter anderem das Buchen von Prämienflügen oder Upgrades ermöglichen.

Der Qualifikationszeitraum für einen Status beträgt ein Kalenderjahr, läuft also vom 01. Januar bis 31. Dezember. Sobald ihr einen Status erreicht habt, ist dieser gültig ab dem 01. Februar (sofern ihr es schafft diesen bereits innerhalb des Januars zu erfliegen), oder ab dem Tag eurer Qualifizierung. Gültigkeit hat der Status immer bis zum 31. Januar des Folgejahres. Angenommen ihr erreicht am 31.10.2017 den Platinum Status, dann ist dieser Gültig bis 31.01.2019. Das gleiche gilt, wenn ihr euren Status bereits am 31.08.2017 erreicht hättet, dann wäre dieser ebenfalls bis 31.01.2019 gültig gewesen. Um euch für eines dieser Statuslevel zu qualifizieren, benötigt ihr eine gewisse Anzahl an Elite-Qualification-Miles (EQMs) oder Elite-Qualification-Segments (EQSs) und Elite-Qualification-Dollars (EQDs). Das Erreichen eines Status ist also nicht nur daran geknüpft, wie viel ihr fliegt, sondern auch wie viel ihr für eure Tickets ausgebt. Eine Unsitte, die von den amerikanischen Programmen begonnen wurden und mittlerweile auch auf die ersten europäischen Programme übergegriffen hat. Nach Air France Flying Blue folgte vor kurzem auch Lufthansa Miles & More (Miles & More wird zu einem umsatzbasierten Vielfliegerprogramm). Folgende Anforderungen müssen für das Erreichen eines Status im Detail erfüllt werden:

Gold Status (entspricht oneworld Ruby Status)

  • 25.000 EQM innerhalb von 12 Monaten oder 30 Linienflüge mit American Airlines oder einer anderen oneworld-Fluggesellschaft innerhalb von 12 Monaten
  • 3.000 EQD innerhalb von 12 Monaten

Platinum Status (entspricht oneworld Sapphire Status)

  • 50.000 EQM innerhalb von 12 Monaten oder 60 Linienflüge mit American Airlines oder einer anderen oneworld-Fluggesellschaft innerhalb von 12 Monaten
  • 6.000 EQD innerhalb von 12 Monaten

Platinum Pro Status (entspricht oneworld Sapphire Status)

  • 75.000 EQM innerhalb von 12 Monaten oder 90 Linienflüge mit American Airlines oder einer anderen oneworld-Fluggesellschaft innerhalb von 12 Monaten
  • 9.000 EQD innerhalb von 12 Monaten

Executive Platinum Status (entspricht oneworld Emerald Status)

  • 100.000 EQM innerhalb von 12 Monaten oder 120 Linienflüge mit American Airlines oder einer anderen oneworld-Fluggesellschaft innerhalb von 12 Monaten
  • 12.000 EQD innerhalb von 12 Monaten

Ich persönlich, finde umsatzbasierte Qualifikationsbedingungen extrem nervig. Das liegt unter anderem daran, dass sich diese Anforderung nicht optimieren lassen. Vielfliegerprogamme, bei denen sich ein Status über Statusmeilen sammeln lässt, wecken dagegen den „Spieltrieb“, indem man sich Airlines und Routing überlegen kann, auf denen ein Status besonders schnell erflogen werden kann. Hinzu kommt, dass umsatzbasierte Qualifikationsanforderungen unnötig kompliziert sind, da sie nie ohne Ausnahmen auskommen. Das liegt daran, dass sich für eine Airline nur begrenzt nachvollziehen lässt wieviel für ein Ticket ausgeben wurde. Beispiel: American Airlines kann natürlich ohne Probleme EQDs für ein über AA.com gekauftes Ticket vergeben, schließlich weiß man was der Kunde für das Ticket bezahlt hat (Im Ticketpreis enthaltene Steuern und Gebühren sind übrigens nicht anrechungsfähig). Nun lassen sich EQDs aber auch auf Flügen mit den oneworld Partnerairlines sammeln. Allerdings weiß AA hier nicht wieviel das Ticket gekostet hat, die Buchung erfolgte ja in der Regel über eine andere Webseite als aa.com. Man muss sich also eine Behelfslösung einfallen lassen, um trotzdem die Elite Qualifying Dollar für Flüge mit anderen Airlines, wie bspw. British Airways zu vergeben. Dazu „schätzt“ AAdvantage eure Ausgaben über die Flugdistanz und Buchungsklasse. Beispiel: Fliegt ihr mit British Airways in einer hohen Economy Buchungsklasse (Y, B) werden euch 20% der geflogenen Distanz als EQD gutgeschrieben. Für einen 5.000 Meilen langen Flug gibt es also 1.000 Elite Qualifying Dollars. Klingt idiotisch und ist es auch, denn im Endeffekt ist man hier wieder bei einem klassischen entfernungsabhängigen Statusmeilensystem. Nur macht man es allen Teilnehmern unnötig schwer das System zu durchblicken.

Die Requalifikationsanforderungen um einen bereits vorhanden Status zu erhalten sind im Übrigen identisch zu den ursprünglichen Qualifikationsanforderungen. Eine andere Möglichkeit ist es den Status zu verlängern, indem ihr eine Verlängerung für das Folgejahr kauft. Am Ende des Jahres verschickt American Airlines E-Mails mit einem Angebot zu Verlängerung an ihre Statusinhaber, welche sich in der Regel zwischen 499$ für den Gold Status und 2.799$ für den Executive Platinum Status bewegt.

American Airlines – Million Miler

Für ihre treuesten Vielflieger hat American Airlines noch zwei weitere Sonder-Statuslevel. Diese fallen in das Million Miler Programm von American Airlines. Für den Million Miler-Status gutgeschriebene Meilen werden bei von American Airlines angebotenen Flügen auf Grundlage der Flugstrecke und bei anrechenbaren Flügen von Partnerairlines anhand der Basismeilen berechnet.

Ab einer Million Meilen genießt ihr folgende Vorteile:

  • AAdvantage Gold Status für die gesamte Laufzeit des Programms
  • Einmalig 35.000 Prämienmeilen

Ab zwei Millionen Meilen genießt ihr folgende Vorteile:

  • AAdvantage Platinum Status für die gesamte Laufzeit des Programms
  • Vier Upgrades von allen Business- und Economy Class-Tarifen auf die nächsthöhere Serviceklasse für je einen einfachen Flug

Für jeden weitere Million, die ihr erreicht, bekommt ihr vier weitere Upgrades von allen Business- und Economy Class-Tarifen auf die nächsthöhere Serviceklasse für je einen einfachen Flug.

AAdvantage – Statusleistungen

American Airlines belohnt euch für das regelmäßige Fliegen und den damit einhergehenden Status natürlich auch mit mehr Privilegien als Fluggast. Die folgenden Tabellen geben euch einen Überblick über die wichtigsten Privilegien mit denen ihr je Status rechnen könnt. Eine vollständige Auflistung gibt es auf der AAdvantage Webseite.

Vorteil/StatusExecutive PlatinumPlatinum ProPlatinumGold
Priorität bei Check-in, Gepäckkontrolle und BoardingJAJAJAJA
Anzahl Gepäckstücke, die kostenlos aufgegeben werden können3221
Priorität bei der GepäckausgabeJAJAJA
Kostenloses Standby am selben TagJAJAJAJA
Kostenlose Flugänderung am selben TagJA
Ermäßigte Admirals Club MitgliedschaftJAJAJAJA
Bei Flügen mit American Airlines auch am First Class-Schalter eincheckenJAJAJA
Bei Flügen mit American Airlines am Business Class-Schalter eincheckenJAJAJAJA
Keine Verwaltungsgebühr für PrämienflügeJAJAJAJA
Erweiterte Verfügbarkeit von Prämienflug-Plätzen bei American AirlinesJA
Keine Gebühr für AAdvantage-Prämienänderung und -wiedergutschriftJA

Natürlich genießt ihr auch zahlreiche Vorteile bei den Partnern von oneworld, abhängig von eurem Status. Als Gold Statusinhaber erhaltet ihr den oneworld Ruby Status. AAdvantage Platinum und Platinum Pro entsprechen dem Sapphire Status bei Oneworld. Und mit dem Executive Platinum Status erhaltet ihr sogar den Oneworld Emerald Status. Mehr zum Thema oneworld und den Sapphire Status findet ihr in dem Artikel „Alle Oneworld Sapphire Status Vorteile – Was bringt’s?…

Vorteil/StatusRubySapphireEmerald
Wartelisten PrioritätJAJAJA
Standby PrioritätJAJAJA
Bevorzugte Sitzplatzwahl/SitzplatzreservierungJAJAJA
Checkin am Business SchalterJAJAJA
Priority Boarding-JAJA
Zutritt zu Business Class Lounges-JAJA
Bevorzugte Gepäckbehandlung-JAJA
Zusätzliches Freigepäck-JAJA
Zutritt zu First Class Lounges--JA
Checkin am First Schalter--JA
Fast Track für die Sicherheitskontrolle--JA

American Airlines AAdvantage – Regeln zum Loungezugang

Vielleicht habt ihr in den oberen Tabellen vergeblich nach dem Thema Loungezugang gesucht. Das liegt daran, dass das Loungekonzept von American Airlines eine Wissenschaft an sich ist. Generell betreibt man zwei Typen von Lounges. Das sind die American Airlines Flagship Lounges und Admirals Club Lounges.

American Airlines Flagship Lounges

Die sogenannten Flagship Lounges richteten sich lange Zeit primär an Reisende in der internationalen First Class. Diese Lounges findet man derzeit an den Flughäfen New York, Chicago und Miami. Im Laufe des folgenden Jahres sollen Los Angeles, Dallas, London Heathrow und Philiadelphia folgen. In Dallas, Los Angeles und London gibt es bereits eine International First Class Lounge, allerdings sollen diese durch die neuen Flagship Lounges abgelöst werden. Zugang zu diesen Lounges werden haben:

  • Business und First Class Reisende auf den internationalen Flügen von American Airlines oder den oneworld Airlines
  • AAdvantage Platinum, Platinum Pro und Executive Platinum Statusinhaber auf internationalen Flügen
  • Oneworld Sapphire und Emerald Statusinhaber (erworben über ein anderes Programm als AAdvantage) auf allen Flügen

Das heißt, dass AAdvantage die eigenen Vielflieger gegenüber anderen Vielfliegerprogrammen aus der oneworld Allianz benachteiligt. Denn diese können die Lounge, auch auf Flügen innerhalb der USA nutzen, während AAdvantage Statusinhaber die Lounge nur auf internationalen Flügen nutzen können. Die Info welcher Flug genau als internationaler Flug gilt und alle weiteren Infos zu den Flagship Lounges findet ihr hier auf der AAdvantage Webseite.

Admirals Club Lounge

Der Admirals Club wurde 1936 gegründet und ist ein Produkt von American Airlines. Mit über 50 Lounges ist das Netz an Admirals Club Lounges deutlich dichter als das der Flagship Lounges. Der Zugang erfolgt basierend auf einem Vielfligerstatus oder einer Mitgliedschaft, die man auch käuflich erwerben kann. Im Detail Zugang zu den Admirals Club Lounges haben:

  • Admiral Club Mitglieder (Mitgliedschaft kann gekauft werden)
  • Business und First Class Reisende auf den internationalen Flügen von American Airlines oder den oneworld Airlines
  • AAdvantage Platinum, Platinum Pro und Executive Platinum Statusinhaber auf internationalen Flügen
  • Oneworld Sapphire und Emerald Statusinhaber auf allen Flügen

Auch hier sind oneworld Statusinhaber gegenüber AAdvantage Vielfliegern wieder im Vorteil. Zusätzlich habt ihr außerdem die Möglichkeit die Mitgliedschaft im Admirals Club käuflich zu erwerben. Ihr könnt den Zugang kaufen oder über eure gesammelten Prämienmeilen erwerben.

Admirals Club Mitgliedschaft kaufen © aa.com

Eine neue Mitgliedschaft im Admirals Club als Nicht-Statusinhaber kostet also 550 USD. Alternativ kann man auch 85.000 AAdvantage Meilen einlösen um diese zu erhalten.

Admirals Club Mitgliedschaft mit Meilen kaufen © aa.com

Die Mitgliedschaft kann bis zu 120 Tage vor Ablauf verlängert werden. Alle online erworbenen Mitgliedschaften, die mit einer Kreditkarte bezahlt wurden, werden automatisch verlängert, es sei denn, das Kontrollkästchen „Auto Renew“ (Automatische Verlängerung) wurde beim Erwerb der Mitgliedschaft deaktiviert. Mehr zum Thema findet ihr auch auf der Homepage von American Airlines unter Am Flughafen – Lounges.

American Airlines Meilen – Elite Qualification Miles und Prämienmeilen sammeln

Ähnlich wie bei anderen Vielfliegerprogrammen unterscheidet auch AAdvantage in Wesentlichen zwei Meilenarten. Zunächst gibt es Elite Qualifying Miles (EQM) zum Erreichen eines besseren Statuslevels, sowie Prämienmeilen (Award Miles), die für Prämienflüge, Upgrades in eine höhere Buchungsklasse oder andere Privilegien eingelöst werden können (mehr dazu unten). In welcher Form man Meilen sammelt, hängt in erster Linie davon ab mit welcher Airline man fliegt. Hinzu kommen Elite Qualifying Segments (EQS), die ein Erfliegen eines Status über die Anzahl geflogener Segmente ermöglichen. Da es sich bei AAdvantage um ein umsatzbasiertes Programm handelt, sind außerdem Elite Qualifying Dollars (EQD) Grundlage für den Erwerb eines Vielfliegerstatus.

AAdvantage macht das Sammeln von Meilen mit dieser Regelung maximal kompliziert und für den durchschnittlichen Nutzer fast undurchschaubar. Zunächst werden Prämienmeilen basierend auf dem Ticketpreis vergeben. Statusmeilen vergibt man dagegen klassisch nach der geflogenen Distanz und Buchungsklasse. Anderseits führt man mit den Elite Qualifying Dollars eine weitere Größe ein, die umsatzbasiert ist, und ebenfalls für das Erreichen eines Status relevant ist. Im Endeffekt hängen als die gesammelten Prämienmeilen und der Status von eurem Umsatz bei American Airlines ab. Nur wenn der Ticketpreis AAdvantage nicht bekannt ist, lässt sich dieses umsatzbasierte System umgehen. Für Flüge mit den Partnerairlines gibt es daher jede Menge Ausnahmen und alternative Lösungen um die Anzahl vergebener Meilen zu sammeln. Ich hoffe die folgende Erläuterungen dröseln es halbwegs auf.

Meilen sammeln auf American Airlines Flügen

Bei Flügen mit American Airlines selbst sammelt ihr Elite Qualifying Miles (EQM) und Award Miles (Prämienmeilen) zwar parallel, aber die Art der Berechnung ist unterschiedlich. EQMs werden basierend auf Flugdistanz und Buchungsklasse vergeben. Prämienmeilen hingegen erhaltet ihr abhängig vom Ticketpreis und eurem Elite Status. Im Folgenden zunächst eine Übersicht, wieviel EQMs ihr in Abhängigkeit von der Buchungsklasse bei American Airlines sammelt:

Meilenvergabe auf Flügen mit American Airlines © aa.com

Fliegt ihr beispielsweise in der Buchungsklasse A von Frankfurt nach Philadelphia und legt dabei eine Entfernung von 3.950 Meilen zurück, werden euch 200% der Entfernungsmeilen in Form von EQMs gutgeschrieben. Ihr erhaltet also für diesen Flug 7.900 EQMs. Sollte ein Flug mal kürzer als 500 Meilen sein, erhaltet ihr trotzdem 500 EQM gutgeschrieben, denn dies ist das Minumum für Flüge mit American Airlines, Alaska Airlines und den oneworld Airlines. Eine Ausnahme stellen Flüge in der Basic Economy dar. Hier beträgt der Mindestsatz nur 250 EQM.

Der obigen Grafik könnt ihr außerdem entnehmen, dass man auf Flügen mit American Airlines natürlich auch Elite Qualifying Dollars sammelt. Dazu wird der Ticketpreis (nach Abzug der Steuern und Gebühren) mit einem Status-abhängigen Faktor multipliziert. Sollte AAdvantage keinen Zugriff auf den Ticketpreis haben – zum Beispiel weil ihr euren Flug über einen Reiseveranstalter gebucht habt – wird auch für die Berechnung der EQD die Entfernung zugrunde gelegt. Mehr Infos dazu gibt es hier auf der AAdvantage Webseite.

Soweit die Theorie zur Vergabe der Statusmeilen (EQM) und EQD. Schauen wir uns nun an nach welchem Prinzip Prämienmeilen (Award Miles) vergeben werden. Ähnlich wie bei den Vielfliegerprogrammen der anderen beiden großen amerikanischen Airlines, Delta und United, sind die gesammelten Prämienmeilen abhängig vom Preis eures Flugtickets und eurem aktuellen Elite-Status. So sammelt ihr die folgende Anzahl an Prämienmeilen für euren Flug:

  • AAdvantage Mitglied – 5 Meilen/USD
  • Gold Mitglied – 7 Meilen/USD (40% Bonus)
  • Platinum Mitglied – 8 Meilen/USD (60% Bonus)
  • Platinum Pro Mitglied – 9 Meilen/USD (80% Bonus)
  • Executive Platinum Mitglied – 11 Meilen/USD (120% Bonus)

Um die Anzahl gesammelter Prämienmeilen zu ermitteln, zieht man vom Ticketpreis die Steuern und Gebühren (Flughafengebühren, nationale Steuern etc.) ab, und multipliziert den „Nettopreis“ dann mit dem Statusabhängigen Multiplikator. Auch von der Airline direkt erhobene Gebühren sind für die Meilenvergabe relevant.

„Für Reisen ab dem 1. August 2016 erhalten Sie für alle prämienberechtigten Tickets für von American Airlines angebotenen Flüge (Flüge mit einer American Airlines-Flugnummer) eine Meilengutschrift auf Basis des Ticketpreises (Grundpreis plus Gebühren). Steuern und Abgaben sowie optionale Airline-Gebühren, z. B. für Umbuchungen, Ticketausstellung, Sitzplätze und aufgegebenes Gepäck, werden nicht in die Berechnung der Meilengutschrift einbezogen.“

Zahlt ihr  als Platinum Mitglied also 450 USD (Steuern und Gebühren bereits abgezogen) für einen Flug, erhaltet ihr 3.600 Prämienmeilen.

AAdvantage Mileage Multiplier: Reichen euch die Prämienmeilen, die ihr mit einem Flug von American Airlines oder American Eagle sammelt, nicht aus, habt ihr außerdem die Möglichkeit bei eurer Buchung den Mileage Multiplier zu nutzen. Ihr könnt das Doppelte, das Dreichfache und das Vierfache eurer ursprünglichen Distanz an Meilen nochmal hinzukaufen. Die Kosten belaufen sich auf effektiv ca. 3 USD-Cent pro Meile plus Steuern und Gebühren. Damit handelt es sich nur um Prämienmeilen, auf den Status haben diese gekauften Meilen keinen Einfluss. Letztendlich ist es aber günstiger die Meilen bei einer der zahlreichen Meilenverkäufe von AAdvantage zu kaufen. Hier betragen die Preise meist weniger als 2 Cent/Meile (American Airlines AAdvantage Meilen mit bis zu 80% Bonus kaufen (=1,49 EUR-Cent pro Meile)).

Auf der Partnerairlines Seite von American Airlines findet ihr alle Airlinepartner inklusive einer genauen Übersicht wie EQMs, EQDs und Prämienmeilen gesammelt werden können. Für Flüge mit British Airways Flügen sieht diese zum Beispiel so aus:

Meilenvergabe auf Flügen mit British Airways © aa.com

Fliegt ihr beispielsweise mit British Airways in Buchungsklasse I von London nach Helsinki und legt dabei eine Entfernung von 1.152 Meilen zurück, sammelt ihr 1.152 * (100% + 25%) = 1.728 Prämienmeilen (Award Miles). Hinzu kommen 1,5 * 1.152 = 1.728 Statusmeilen (EQM) und 0,3 * 1.152 = 346 Elite Qualifying Dollars (EQD).

Als wäre das noch nicht kompliziert genug, müsst ihr bei der Meilenvergabe auch noch darauf achten, wo ihr das Ticket gebucht habt. Sollte der Flug von British Airways durchgeführt werden, aber über American Airlines unter einer AA Flugnummer gekauft worden sein, gilt was das sammeln von EQMs, EQDs und Prämienmeilen betrifft der American Airlines Chart. Von American Airlines:

„Auf Flügen, die von American Airlines angeboten (mit AA-Flugnummer gebucht) und von British Airways durchgeführt werden, werden AAdvantage-Bonusmeilen, für den Elite-Status anrechnungsfähige Meilen (EQMs), für den Elite-Status anrechnungsfähige Flugsegmente (EQSs) und für den Elite-Status anrechnungsfähige Ausgaben (EQDs) gemäß der AA-Meilengutschriftsübersicht gesammelt.“

Um das System für die Meilenvergabe bei AAdvantage vollständig zu verstehen bedarf es also einiger Einarbeitung. Ich wage zu bezweifelen, dass die große Mehrheit der AAdvantage Teilnehmer hier durchblickt…

Sonstige Möglichkeiten American Airlines Prämienmeilen zu sammeln

Während man Elite Qualifying Miles nur mit Flügen sammeln kann, können Prämienmeilen auch mit verschiedenen Partnerunternehmen am Boden gesammelt werden. Darunter sind unter anderem diverse Hotelketten, wie z.B. Marriott, Hyatt und IHG. Eine genaue Übersicht und wieviele Meilen man für jede Übernachtung oder in Abhängigkeit des Umsatzes bekommt, lässt sich der AAdvantage Hotelübersicht entnehmen. Ihr könnt nicht nur Prämienmeilen bei diversen Hotels sammeln, sondern könnt auch Punkte von eurem Hotel-Treueprogramm zu AAdvantage transferieren. Teilnehmende Hotelpartner sind unter anderem Hilton, Best Western, oder SPG, wie ihr weiter unten nachlesen könnt.

Über die Hotelbuchungsportale Rocketmiles und PointsHound könnt ihr ebenfalls Meilen bei AAdvantage sammeln. Eine weitere hervorragende Möglichkeit sind die amerikanischen Kreditkarten, die AAdvantage Prämienmeilen vergeben. Als Europäer hat man hier aber eher schlechte Karten. Oder aber man kauft die Meilen einfach direkt

AAdvantage Prämienmeilen kaufen

American Airlines AAdvantage bietet dauerhaft die Möglichkeit Meilen zu kaufen. Der reguläre Preis beträgt recht teure 3 Cent pro Meile. Dabei ist es irrelevant, wieviele Meilen man kauft; der Durchschnittspreis bleibt der gleiche. Bis zu 150.000 Meilen pro Jahr kann man auf diese Weise kaufen. Regelmäßig werden aber Aktionen angeboten, bei denen man zusätzliche Bonusmeilen erhalten kann. Durchschnittspreise von bis zu 1,5 EUR-Cent pro Meile sind so immer wieder möglich. American Airlines hatte lange Zeit einen der attraktivsten Awardcharts, sodass sich das Kaufen der Meilen zum Aktionspreis durchaus lohnen kann. Leider hat sich der Awardchart von American Airlines AAdvantage zu Ende März 2016 verschlechtert und einige Prämienflüge sind nun teurer als vorher. Interessante Einlösemöglichkeiten gibt es aber trotzdem noch. Die folgenden Beispiele basieren auf einem Meilenpreis von 1,49 EUR-Cent pro Meile und beziehen sich auf einen Oneway Flug:

  • Etihad First Class Apartment von Abu Dhabi nach London (oneway): 62.500 AAdvantage Meilen + ca. 20USD –> ca. 950€
  • Etihad First Class Apartment von Abu Dhabi nach Sydney (oneway): 100.000 AAdvantage Meilen + ca. 20USD –> ca. 1.500€
  • Cathay Pacific First Class von New York nach Vancouver (oneway): 55.000 AAdvantage Meilen + minimale Steuern und Gebühren –> ca. 850€
  • Cathay Pacific First Class von Asia 2 (z.B. China, Thailand, Singapur) nach Südpazifik (z.B. Australien, Neuseeland, Fiji, etc.) für 50.000 Advantage Meilen + minimale Steuern und Gebühren –> ca. 800€

Mehr Hintergrund-Infos zum Kauf von AAdvantage Meilen findet ihr in diesem Post: 

American Airlines AAdvantage Meilen mit bis zu 50% Bonus kaufen (=1,79 EUR-Cent pro Meile)

SPG Starwood Punkte in AAdvantage Prämienmeilen umwandeln

Eine weitere Option AAdvantage Prämienmeilen zu sammeln, ist das Umwandeln von SPG Starpoints. Die Punkte können im Verhältnis 1 zu 1 transferiert werden, sprich für einen Starpoint gibt es 1 Meile. Ihr müsst mindestens 2.500 Starpoints transferieren, bei maximal 79.999 Meilen pro Transaktion. Den optimalen Nutzen habt ihr aber, wenn ihr 20.000 Starpoints transferiert, denn dann bekommt ihr einen Bonus von zusätzlich 5.000 Punkten (Meilen). Somit werden euch für 20.000 Starpoints 25.000 Meilen gutgeschrieben. Mehr dazu findet ihr in dem Artikel SPG Starpoints in Meilen zahlreicher Vielfliegerprogramme umwandeln. Auch Starpoints lassen sich mehrmals im Jahr vergünstigt kaufen. Ob es ein Angebot gibt, erfahrt ihr hier:

SPG Punkte kaufen: 35% Rabatt bis zum 29.12.2017 (Meilen bei über 30 Vielfliegerprogrammen für 1,57 Cent/Meile kaufen) – Lufthansa First Class für 800€ fliegen

AAdvantage Prämienmeilen einlösen

AAdvantage verfügt über einen klassischen zonenbasierten Awardchart, bei dem Abflug- und Zielregion die Anzahl erforderlicher Meilen für einen Prämienflug festlegen. Allerdings gibt es leicht unterschiedliche Awardcharts für Prämienflüge mit American Airlines und den restlichen Partnerairlines. Auch die Aufbereitung der Informationen ist bei AAdvantage etwas anders als bei anderen Vielfliegerprogrammen. Statt alle erforderlichen Informationen in einem großen Awardchart unterzubringen, muss man zunächst Reiseklasse und Abflugsregion auswählen. Im Anschluss öffnet sich dann eine Tabelle mit den Prämienflugpreisen.

Prämienmeilen für Prämienflüge mit American Airlines einlösen

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Anzahl erforderlicher Meilen für Prämienflüge mit American Airlines. Bei der Anzahl erforderlicher Meilen für einen Prämienflug unterscheidet AAdvantage insgesamt 4 Preise: MileSAAver Off Peak, MileSAAver, AAnytime Level 1 und AAnytime Level 2. Alle Angaben beziehen sich auf einen Oneway Flug. Das Ganze sieht dann im Falle von Economy Flügen mit Start in den USA beispielsweise so aus:

Der MileSAAver ist dabei der eigentliche „Standardpreis“ für einen Prämienflug. Zu bestimmten Reisezeiten werden manche Prämienflüge aber auch für weniger Meilen angeboten. Diese Flüge nennen sich dann MileSAAver Off Peak (deutsch MileSAAver Nebensaison). Für Flüge zwischen Europa und den USA gelten zum Beispiel die Zeiträume 10. Januar – 14. März und 01. November – 14. Dezember als Nebensaison. Wer in diesem Zeitraum reist, zahlt beispielsweise nur 22.500 statt 30.000 Meilen für einen Economy Flug (oneway). Weitere Informationen zu den Off Peak Zeiten der einzelnen Regionen findet ihr unter AAdvantage Prämienübersicht.

Hinzu kommen außerdem AAnytime Level 1 und Level 2 Prämienflüge. Gegen Zahlung eines höheren Meilenpreises räumen euch diese mehr Verfügbarkeiten ein. Fliegt ihr zum Beispiel aus den USA nach Europa kostet dieser Flug regulär 30.000 Meilen. Als AAnytime Level 2 Award kann dieser aber mit 65.000 Meilen auch mehr als das Doppelte kosten. Im Gegenzug habt ihr also einfach größere Chancen, dass dieser Flug auch tatsächlich zur Verfügung steht.

Prämienflüge mit American Airlines könnt ihr direkt über die Homepage von American Airlines suchen und buchen. Setzt dazu in der normalen Buchungsmaske auf der AA Webseite einen Haken bei „Meilen einlösen“:

American Airlines Buchungsmaske

Im Anschluss öffnet sich eine Wochenübersicht für verfügbare Prämienflüge. Im folgenden Screenshot seht ihr zum Beispiel, dass noch MileSAAver Tarife für die Business Class verfügbar sind und für 57.500 Meilen pro Strecke buchbar sind. Ebenfalls gut zu erkennen ist, dass für die Economy Class auch MileSAAver Nebensaison Tarife für 22.500 Meilen verfügbar sind. Denn wie ihr dem Awardchart oben entnehmen könnt, fällt der ausgewählte Zeitraum in die Nebensaison für Europa. Für die Business Class gibt es leider keine Nebensaison.

Nachteil der Flugsuche bei AAdvantage ist, dass man erst nach einem Klick auf „Weiter“ die Uhrzeit und die Airline sehen kann. Diese Information wäre generell sehr wertvoll, da sich die Steuern und Gebühren für Prämientickets in Abhängigkeit von der Airline stark unterscheiden können.

Erst im nächsten Schritt der Buchung seht ihr dann die verfügbaren Airlines, die den gesuchten Flug durchführen. In unserem Beispiel würden die Flüge von British Airways und Alaskaskywest durchgeführt.

Prämienmeilen für Prämienflüge mit oneworld und anderen Partnerairlines einlösen

Natürlich könnt ihr die erworbenen Prämienmeilen auch für einen Flug mit anderen oneworld Mitgliedern oder Partnerairlines einsetzen. Hierzu hilft ein Blick auf den Awardchart für Prämienflüge mit den Partnerairlines. Auch dieser Awardchart ist nach Zonen und Beförderungsklassen unterteilt. Die Meilenpreise für Prämienflüge entsprechen denen der MileSAAver Preise von American Airlines. Die für Flüge mit AA verfügbaren Tarif MilesSAAver, AAnytime Level 1 und 2, werden dagegen bei den Partnerairlines nicht angeboten. Die oneworld Awardcharts sind ebenfalls nach Regionen unterteilt und es gibt keinen „großen“ Awardchart. Auch hier müsst ihr also zunächst eure Abflugregion auswählen. Der folgende beispielhaft aufgeführte Awardchart bezieht sich auf Flüge von und in die Vereinigten Staaten (ohne Alaska und Hawaii). Vergleichbare Charts gibt es dann natürlich auch für alle anderen Regionen. Diese findet ihr hier auf der AAdvantage Webseite

AAdvantage Awardchart für Prämienflüge mit den oneworld Partnerairlines (Abflugs- oder Zielregion USA)

Neben American Airlines lassen sich auch noch Flüge mit Alaska Airlines/Horizon Air (bis 31.12.2017), British Airways, Finnair,Hawaiian Airlines, Iberia, Qantas und Royal Jordanian Airlines online über die AAdvantage Webseite buchen. Flüge mit allen anderen Airlines müsst ihr telefonisch buchen.

American Airlines Award Map

Zum Ende möchte ich noch kurz auf ein kleines Tool verweisen, mit dem AAdvantage das Finden von Prämienflügen vereinfachen möchte: Die American Airlines Award Map. Auf Basis eines Abflugortes (z.B. Frankfurt), einer Zielregion (z.B. USA) und eines Reisezeitraumes könnt ihr euch anzeigen lassen, welche Ziele mit euren vorhanden Meilen erreichbar sind. Leider seht ihr auf der Karte nicht welche Airline diesen Flug anbietet, aber mit einem Klick auf „book now“ in der Ergebnisliste kommt ihr zur Airline und auch Flugzeugtyp.

AAdvantage Award Map

AAdvantage Treibstoffzuschläge bei Prämienflügen

AAdvantage gehört zu den wenigen Vielfliegerprogrammen, welches generell (fast) nie Treibstoffzuschläge, oder genauer gesagt die sogenannten Carrier Imposed Surcharges erhebt – auch wenn die Airline mit der geflogen wird diese eigentlich ausweist. Sprich: AAdvantage gibt Treibstoffzuschläge nicht an die Teilnehmer ihres Vielfliegerprogramms weiter. Es müssen einzig echte Steuern und Gebühren, wie Flughafengebühren und staatlich erhobene Steuern entrichtet werden. Das heißt ihr könnt generell mit sehr geringen Zuzahlungen bei Prämienflugbuchungen rechnen. Eine der wenigen negativen Ausnahmen sind Flüge mit British Airways und Iberia. Hier gibt auch AAdvantage die Zuschläge weiter. Für einem Transatlantikflug mit British Airways muss man also mit mehreren hundert Euro Zuzahlungen rechnen. Mehr Infos zur Thematik Steuern und Gebühren im Allgemeinen erhaltet ihr übrigens hier: Wie setzen sich die Steuern und Gebühren auf einem Flugticket zusammen?

AAdvantage – Sweetspots

Durch die Mitgliedschaft in der oneworld Allianz verfügt American Airlines über einige interessante Partner, unter anderem Cathay Pacific, JAL, Qantas oder Qatar, bei denen ihr eure gesammelten Meilen einlösen könnt. Hinzu kommen mit Etihad und Fiji Airways weitere allianzunabhängige Partner. In Kombination ergeben sich einige sehr lohnenswerte Prämienflüge, die wir hier als Sweetspots bezeichnen. Insbesondere Etihad ist dabei ein spannender Partner. Denn das Etihad First Class Apartment, welches vielen als das beste First Class Produkt der Welt gilt, lässt sich durch diese Kooperation mit AAdvantage Meilen buchen. In dem kürzlich erschienen Artikel American Airlines AAdvantage Meilen einlösen – Die Sweetspots findet ihr alle interessanten Sweetspots von AAdvantage.

Die 13 besten American Airlines AAdvantage Prämienflüge

AAdvantage – Prämienflüge auf die Waitlist setzen

Eine klassische Warteliste für Prämienflüge gibt es bei American Airlines leider nicht. Wenn ihr euch aber mit der Buchung eures Award-Fluges noch nicht sicher seit, dann könnt ihr zumindest noch ein paar Tage darüber nachdenken. In Abhängigkeit von eurer Vorausbuchungsfrist, kann eine Reservierung bis zu 5 Tage „gehalten“ werden. Das kann praktisch sein, wenn ihr einen Meilentransfer zu AAdvantage vornehmen wollt und in der Zwischenzeit sicher gehen wollt, dass eure gefundene Verbindung nicht von jemand anderem gebucht wird.

Laut den FAQ von AAdvantage hält AAdvantage eure Reservierung für 5 Tage, wenn ihr zwischen 15 – 331 Tage im Voraus bucht. Bei 1 – 14 Tagen Vorausbuchungsfrist wird euch immerhin noch 1 Tag Zeit gegeben um euch zu entscheiden. Die Kurzentschlossenen unter euch können auch bei einer Buchung innerhalb von 24 Stunden vor Abflug immer noch 2 Stunden über ihre Entscheidung nachdenken.

AAdvantage Stopover und Open Jaws

Leider erlaubt AAdvantage keine Stopover auf Prämienflügen. Solltet ihr auf Inlandsflügen mehr als 4 Stunden und auf internationalen Flügen mehr als 24 Stunden Aufenthalt haben, dann werden euch leider zwei Prämienflüge berechnet. Während die Stopover bei AAdvantage also ein Schwachpunkt sind, ist es zumindest möglich Oneway Prämienflüge zu buchen. Darüberhinaus ist es mögliche Open Jaws zusammenzustellen. Deren Buchung ist über die AAdvantage Website möglich indem ihr MultiCity in der Buchungsmaske auswählt.

AAdvantage – Gebühren für Stornierung und Umbuchung

Über AAdvantage gebuchte Prämienflügekönnen storniert werden, wenn das Ticket noch nicht angeflogen wurde und der Flug nicht in der Vergangenheit liegt. Dabei muss man mit einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 150 USD rechnen. Laut AAdvantage FAQ sind nur Executive Platinum Statusinhaber von dieser Gebühr befreit. Im Anschluss an die Stornierung werden euch eure AAdvantage Meilen dann wieder gutgeschrieben. Auch Steuern und Gebühren, sowie – im Falle von Iberia oder British Airways Prämienflügen – Treibstoffzuschläge, erhaltet ihr zurück.

Im Vergleich zu europäischen Vielfliegerprogrammen ungewöhnlich ist die Regelung auch für die Buchung eines Prämienfluges eine Gebühr zu berechnen, wenn die Buchung weniger als 21 Tage vor Abflug erfolgt. Hierfür zahlt man immerhin 75 USD. AAdvantage Executive Platinum, Platinum Pro, Platinum und Gold Teilnehmer bleiben von der Gebühr verschont.

AAdvantage Prämienmeilen transferieren

Neben den Kauf von Prämienmeilen bei AAdvantage, wie bereits oben beschrieben, könnt ihr eure Prämienmeilen gegen eine Gebühr auch zu Familienmitgliedern oder Freunden transferieren. Dafür muss eure Mitgliedschaft bei AAdvantage älter als 30 Tage sein. EQMs könnt ihr nicht transferieren und Transfers können nicht storniert oder rückgängig gemacht werden. Pro Transaktion könnt ihr maximal 50.000 Meilen transferieren. Je 1.000 transferierte Meilen zahlt ihr 12,50 USD. Hinzu kommen noch Steuern und 15 USD für die Bearbeitung. Ein Transfer ist damit nur minimal günstiger als ein Direktkauf von Prämienmeilen während einer Promoaktion. Mehr zum Thema findet ihr unter Share Miles.

AAdvantage Prämienmeilen reaktivieren

Sollten eure Prämienmeilen verfallen sein, weil ihr innerhalb von 18 Monaten keine Transaktion bei American Airlines getätigt habt, ermöglicht euch AAdvantage eure Prämienmeilen zu reaktivieren – und zwar rückwirkend bis Dezember 2002! Die Preise und die Prämienmeilen-Blöcke, die ihr reaktivieren könnt, variieren. So zahlt ihr für die Reaktivierung von 1 bis 5.000 Meilen 40 USD und für die Reaktivierung von 250.001 bis 500.000 Meilen 2.000 USD. Effektiv zahlt ihr so ca. 0,8 bis 0,4 Cent pro reaktivierte Meile.

AAdvantage – Fazit

AAdvantage ist nicht nur eines der größten Vielfliegerprogramme nach Teilnehmerzahl, sondern auch eines der umfangreichsten und kompliziertesten Vielfliegerprogramme überhaupt. Insbesondere die umsatzbasierte Vergabe von Meilen macht das Programm für neue Teilnehmer schwer durchschaubar. Schade, dass auch Flying Blue und Miles & More diesen Weg eingeschlagen haben. Überzeugen kann AAdvantage, wie die anderen amerikanischen Vielfliegerprogramme auch, mit der Abwesenheit von Treibstoffzuschlägen auf den meisten Prämienflügen und der Möglichkeit Prämienmeilen mehrmals im Jahr günstig kaufen zu können. Auch bei den Sweetspots kann AAdvantage durchaus mit den Vielfliegerprogrammen von United  (United MileagePlus Meilen einlösen – Die Sweetspots) und Alaska Airways (Alaska Airlines Mileage Plan Meilen einlösen – Die Sweetspots) mithalten. In Summe dürfte das Vielfliegerprogramm auch für den ein oder anderen europäischen Vielflieger interessant sein…

AAdvantage – Die wichtigsten Links in der Übersicht

Zum Abschluss hier noch eine Übersicht über die wichtigsten Links zum AAdvantage Programm und dem Sammeln von American Airlines Meilen:

Weitere Einführungen für andere Vielfliegerprogramme

Star Alliance

Oneworld

SkyTeam

Allianzunabhängige Airlines

Was sind eure Erfahrungen mit American Airlines und dem AAdvantage Programm? Oder von welchem Vielfliegerprogramm würdet ihr gerne mehr erfahren. Hinterlasst einen Kommentar!


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