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14. November 2019 Lothar 0 News, Österreich

Austrian Airlines tauscht Miami gegen Boston

Wie bereits letzte Woche bei der Präsentation des neuen Sparprogrammes angedeutet, hat Austrian Airlines heute mit Boston eine neue Langstreckendestination im Nordamerika-Portfolio angekündigt. Es handelt sich dabei um die erste Direktverbindung zwischen Wien und Boston. Die Flüge nach Miami werden im Gegenzug nicht mehr fortgesetzt und auch auf anderen Strecken nach Nordamerika kommt es zu Veränderungen…

Austrian nimmt Flüge nach Boston auf

Ab dem 29. März 2020 wird Austrian Airlines zunächst viermal pro Woche (dienstags, donnerstags, samstags, sonntags), ab Mitte April sechsmal pro Woche (zusätzlich mittwochs und freitags) nonstop von Wien nach Boston fliegen. Der Hinflug mit der Flugnummer OS 91 startet um 13:25 Ortszeit (GMT+1) in Wien und landet am gleichen Tag nach 9 Stunden und 5 Minuten um 16:30 Uhr (GMT-5) in Boston. Der Rückflug mit der Flugnummer OS 92 ist um knapp eine Stunde kürzer, startet in Boston um 18:15 Uhr und landet am nächsten Tag nach 8 Stunden und 10 Minuten um 8:25 Uhr in Wien. Zum Einsatz kommen bei den Flügen Flugzeuge des Typs Boeing 767-300ER mit einer Bestuhlung von 211 Sitzen, davon 26 Sitze in der Business Class, 18 Sitze in der Premium Economy Class sowie 167 Plätzen in der regulären Economy Class.

Austrian 767 Seatmap Copyright
Die Seatmap der Austrian B767-300ER © Austrian Airlines

Die Flüge sind dabei zunächst nur für den Sommerflugplan vorgesehen. Die neu angekündigten Austrian-Flüge verstärken die bereits ohnehin massive Präsenz der Lufthansa Gruppe am Flughafen Boston. So fliegen im kommenden Sommer auch Lufthansa (2x täglich ab Frankfurt, 1x täglich ab München im Airbus A380) sowie Swiss (2x täglich ab Zürich) die größte Stadt Neu-Englands an. Ansprechen will Austrian mit dieser Route sowohl Touristen, als auch Geschäftsreisende und Transferpassagiere nach Zentral- und Osteuropa.

Austrian streicht die Miami-Flüge und stärkt Chicago

Bereits vergangene Woche hat Austrian Airlines angekündigt, dass die bisherigen Flüge nach Miami nicht fortgeführt werden. Die Flüge nach Miami wurden ab dem Jahr 2015 zunächst ganzjährlich durchgeführt und seit Oktober 2018 nur noch im Sommerflugplan. Da die Strecke die Erwartungen im vergangenen Sommer nicht erfüllen konnte, werden die Flüge im kommenden Sommerflugplan gar nicht mehr aufgenommen. Durch die dadurch freiwerdende Flugzeugkapazität (Miami wurde mit einer Boeing 767-300ER angeflogen) werden die neuen Boston-Flüge für Austrian Airlines ermöglicht.

Doch es kommt noch zu weiteren Veränderungen im Nordamerikanetz. So kommen auf den täglichen Flügen nach Chicago nunmehr ausschließlich Boeing 777-200ER zum Einsatz, während vormals zwei der sieben Flüge von den kleineren Boeing 767-300ER durchgeführt wurden. Dadurch können pro Woche 200 Sitze zusätzlich angeboten werden. Die Flüge nach Los Angeles (ausschließlich im Sommerflugplan) werden hingegen von 7 auf 5 wöchentliche Rotationen gekürzt.

Austrian auf dem Prüfstand

Austrian hat seit 2018 auf der Kurz- und Mittelstrecke gegen die massiv gewachsene Konkurrenz aus dem Billigflugsegment am Flughafen Wien und den damit einhergehend niedrigen Preisen zu kämpfen. Nachdem man in den letzten Jahren noch Gewinne erwirtschaften konnte, droht man im Jahr 2019 erstmals wieder in die roten Zahlen zu rutschen. Dementsprechend wurde vergangene Woche bereits ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, welches unter anderem auch den Abbau von bis zu 800 Personalstellen vorsieht.

Für Austrian ist es daher wichtiger denn je, auf der Langstrecke profitabel zu sein. Mit 12 Langstreckenflugzeugen (6x Boeing 767-300ER, 6x Boeing 777-200ER) verfügt Austrian über eine verhältnismäßig kleine Langstreckenflotte – das Ausprobieren neuer Langstreckendestinationen sowie die wiederum relativ zügigen Einstellungen der Strecken, wenn diese nicht die wirtschaftlichen Ziele erreichen, kommt bei Austrian daher besonders häufig vor. So wurden in den letzten Monaten und Jahren zahlreiche neu aufgenommene Destinationen nach nicht allzu langer Zeit wieder eingestellt (z.B. Hongkong, Seychellen, Havanna oder Colombo).

Lufthansa Swiss Austrian 787 Render Copyright
Austrian würde gerne an der 787/A350-Bestellung der Lufthansa partizipieren © Lufthansa

Die Ankündigung der Verbindung nach Boston passt zudem zur aktuellen Austrian-Strategie, auf der Langstrecke verstärkt auf hohe Frequenzen nach Nordamerika und dort wiederum an die Ostküste zu setzen, um verstärkt Geschäftsreisende anzusprechen. Dass die Strecke unter diesem Gesichtspunkt allerdings vorerst nur halbjährlich bedient wird, wirft wiederum Fragezeichen auf.

Zudem ist die Langstreckenflotte der Austrian nicht mehr die Jüngste – ein Großteil stammt noch aus dem Bestand der ehemaligen Lauda Air. Die älteste Boeing 767-300ER ist zudem bereits über 28 Jahre alt – kein Wunder also, dass schon länger über eine Flottenerneuerung diskutiert wird. Seitens der Lufthansa wurde in der Vergangenheit ein laufender Jahresgewinn in Höhe von 100 bis 150 Millionen Euro von Austrian gefordert, damit die Investition “Erneuerung der Langstreckenflotte” finanzierbar wäre. Solche Zahlen dürften angesichts der derzeitigen Rahmenbedingungen jedenfalls ausgeschlossen sein – die Flugzeuge altern natürlich dennoch weiter. Es wird daher spannend, wie es mit der Langstreckenflotte der Austrian weitergeht. So hat der AUA-Vorstand bereits Interesse bekundet, an der 787 und A350 Bestellung der Lufthansa partizipieren oder zumindest indirekt durch Flottenverschiebungen davon profitieren zu wollen.

Wie beurteilt ihr diese Ankündigungen?

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