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23. Mai 2020 Markus 0 Coronavirus, News

Austrian Airlines senkt Personalkosten und verlängert Grounding

Es gibt Neuigkeiten von Austrian Airlines, die durch eine Restrukturierung und staatliche Hilfe versucht, die Coronakrise zu überstehen. Neben der Flottenverkleinerung sollen die Personalkosten der Austrian Airlines um 20 Prozent gesenkt werden. Hier hat die Airline eine Einigung mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern erzielt. Außerdem wurde das Grounding der Austrian Airlines vom 07.06.2020 auf den 14.06.2020 verlängert. Die Verhandlungen um Staatshilfen laufen weiter.

Grounding erneut verlängert

Austrian rechnet mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs, der am 19.03.2020 eingestellt wurde, am 15.06.2020. Dann könnten – ähnlich wie bei SWISS und Lufthansa – Flugzeuge der AUA zu europäischen Hauptstädten und Urlaubszielen in Südeuropa starten. In einer Twitter Meldung erwähnte Austrian, dass die Flotte von 80 auf 60 Maschinen verkleinert werden wird. Über die deutliche Flottenverkleinerung bei Austrian Airlines haben wir bereits im April berichtet.

Austrian Airlines senkt Personalkosten um 20%

Austrian Airlines hat mit dem Kabinen- als auch mit dem Bodenpersonal eine Einigung über einen umfassenden Gehaltsverzicht erzielt. Die Gehäter werden um bis zu 15 Prozent reduziert. So können bis 2024 ungefähr 300 Millionen Euro Personalkosten eingespart werden. Die Kurzarbeit wird vermutlich bis zum 1. Quartal 2022 verlängert und im Anschluss kommt es zu gestaffelten Gehaltskürzungen für Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal. Pro Jahr verzichten die rund 7.000 Mitarbeiter der Austrian auf 80 Millionen Euro. Laut Kurier verzichtet das Bodenpersonal auf 2 bis 15 Prozent und das Kabinenpersonal auf 5,9 bis 12,7 Prozent des Lohnes. Mit dieser Maßnahme hofft die Austrian Airlines auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu können. Jens Ritter, COO der Austrian, schrieb: “Das Personalpaket erlaubt uns in der Krise möglichst viele Mitarbeiter halten zu können. ”

Verhandlungen über Staatshilfen laufen noch

Über die geplante Staatshilfe in Höhe von knapp 770 Millionen Euro wird in Österreich noch verhandelt. Es gebe “deutliche Verhandlungsfortschritte”. Womöglich braucht die Airline nämlich gar keine 770 Millionen Euro, sondern “nur” 650 Millionen Euro. Dieser Betrag würde sich aus staatlich garantierten Krediten in Höhe von 300 Millionen Euro und aus Zuschüssen des österreichischen Staates, sowie der Lufthansa zusammensetzen. Bei Austrian Airlines ist man zuversichtlich, von den Wirtschaftsprüfern von PwC eine positive Fortbestandsprognose zu erhalten und die Coronakrise letztlich zu überstehen.

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