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28. März 2021 Mark 2 Executive Club Tutorial, Meilen & Punkte einlösen, Must Reads

Executive Club Steuern und Gebühren – Wie hoch sind sie und wie kann man sie vermeiden?

Wer im Executive Club von British Airways Prämientickets mit Avios bucht, muss neben den Avios auch noch Steuern und Gebühren zahlen. Wer schon einmal einen Langstreckenflug mit British Airways selbst gebucht hat, sollte über das Thema gestolpert sein, denn neben den einzulösenden Avios werde gerne mal mehrere hundert Euro Zuzahlungen fällig. Darunter finden sich nicht nur Flughafengebühren, Sicherheitsgebühren und nationale Steuern, wie die Air Passanger Duty (APD), sondern auch die berühmten Treibstoffzuschläge, die mittlerweile etwas treffender als Carrier imposed surcharges bezeichnet werden. Dieser Post erläutert zunächst, nach welchem System sich die Höhe der Treibstoffzuschläge auf einem Executive Club Prämienticket bestimmt. In einem zweiten Schritt schauen wir uns dann an, mit welchen Strategien sich im Executive Club von British Airways und Gebühren vermeiden lassen…

Steuern und Gebühren & Treibstoffzuschläge – Was ist das?

Steuern und Gebühren von Flugtickets können ein verwirrendes Thema sein. Das ist nicht nur dem Gesetzgeber, sondern insbesondere auch den Airlines zu verdanken. Denn neben echten Steuern und Gebühren, wie Flughafengebühren, Sicherheitsgebühren und nationale Steuern (Beispiel: deutsche Luftverkehrsabgabe), erheben viele Airlines zusätzlich die berühmten Treibstoffzuschläge, die mittlerweile etwas treffender als Carrier imposed surcharges bezeichnet werden.

Was umgangssprachlich oft als Treibstoffzuschlag bezeichnet wird, ist der Teil der Steuern und Gebühren auf einem Prämienticket, der nicht nur von der Airline eingezogen sondern auch einbehalten wird. Dieser wurde zu Zeiten hoher Öl- und Kerosinpreise eingeführt, längst aber nicht von jeder Airline wieder abgeschafft, nachdem die Ölpreise wieder gefallen waren. Geändert hat man alleinig die offizielle Bezeichnung: Aus Treibstoffzuschlägen wurden Carrier imposed surcharges – von der Fluggesellschaft erhobene Gebühren. Durch die Aufführung dieser Zuzahlung unter dem Kürzel YQ/YR können diese für den Laien zunächst wie eine echte Steuer wirken, zu deren Einzug die Airline verpflichtet ist. Doch die Einnahmen werden im Gegensatz zu den echten Steuern und Gebühren weder an den Staat noch an Flughäfen o.Ä. abgeführt. Die Einnahmen gehen direkt an die Airline. Prinzipiell sollten Carrier Imposed Surcharges daher in die Basisfare eines Tickets mit eingegliedert werden. Das dies nicht so ist, hat vor allem einen Grund: Mit Meilen gebuchte Prämientickets.

Für jemanden, der ein Ticket ganz regulär kauft, ist in der Regel natürlich völlig egal, aus welchen Preiskomponenten sich ein Ticket zusammensetzt. Entscheidungsrelevant für den Kauf ist ja nur der Gesamtpreis. Wichtig wird es aber für diejenigen, die ein Ticket mit Meilen buchen wollen. Denn der Preis eines Prämientickets setzt sich immer zusammen aus den erforderlichen Meilen und den zusätzlich erhobenen Steuern und Gebühren. Preislich macht es dann natürlich einen großen Unterschied, ob man nun die Carrier Imposed Surcharges dazu zählt oder nicht – insbesondere wenn diese mehrere hundert Euro hoch sind. Im Endeffekt sind Treibstoffzuschläge also eine Stellschraube, die es Airlines ermöglicht den Preis eines Prämienticket zu verteuern – und zwar auf recht intransparente Weise für den Kunden/Vielflieger. Vermutlich ist das der Hauptgrund dafür, warum diese Zuzahlungen auch in Zeiten niedriger Ölpreise weiter Bestand haben.

Wer sich mit dem Thema Steuern und Gebühren auf Flügen im Detail und über die Treibstoffzuschläge hinaus, auseinandersetzen möchte, sei auf diesen Artikel verwiesen: Wie setzen sich die Steuern und Gebühren auf einem Flugticket zusammen?

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Wer über den Executive Club einen Prämienflug mit Cathay Pacific bucht, muss dafür auch die ungeliebten Treibstoffzuschläge bezahlen, welche bei Cathay Pacific allerdings sehr gering sind

Wann müssen Treibstoffzuschläge gezahlt werden und wann nicht?

Ob man Treibstoffzuschläge bzw. Carrier Imposed Surcharges bei der Buchung eines Meilentickets zahlt, hängt im Allgemeinen von zwei Faktoren ab. Erstens: Sind Carrier Imposed Surcharges Bestandteil des Tickets der Airline, mit der man fliegen möchte (Welche Airlines erheben (keine) Treibstoffzuschläge und wie hoch sind diese?). Und zweitens: Gibt das Vielfliegerprogramm, mit dem man besagte Airline buchen möchte, diese Zuschläge weiter (Welche Vielfliegerprogramme erheben (keine) Treibstoffzuschläge?)?

Der Executive Club gibt Treibstoffzuschläge zum Beispiel generell weiter, wenn sie von der Airline mit der man fliegen möchte auf einem regulären Ticket erhoben werden. Wer im Executive Club Steuern und Gebühren vermeiden möchte, muss also Flüge buchen auf denen von vorneherein von der ausführenden Airline kein Treibstoffzuschlag erhoben wird. Denn dann kann etwas vereinfachend gesagt der Executive Club diese auch nicht weitergeben.

Andere Vielfliegerprogramme, wie Uniteds Vielfliegerprogramm MileagePlus geben Treibstoffzuschläge dagegen generell nie weiter – unabhängig davon, ob die Airline mit der man fliegt prinzipiell Treibstoffzuschläge erhebt oder nicht. Als Vielflieger bei United braucht man sich also keine Sorgen machen. Neben den Meilen für das Prämienticket, zahlt man nur die echten Steuern und Gebühren…

Executive Club Steuern und Gebühren – British Airways Prämienflüge

Nicht wenige stolpern das erste Mal über die Thematik der Treibstoffzuschläge, wenn es darum geht mit Avios einen Prämienflug mit British Airways zu buchen. Doch gerade bei der Mutterairline des BA Vielfliegerprogramms sind die Zuzahlungen besonders hoch. Neben den eingesetzten Avios sollen auch noch mehrere hundert Euro an Zuschlägen gezahlt werden. Sucht man beispielsweise nach einem Economy Flug mit British Airways von London nach New York (oneway), soll man neben 13.000 Avios auch noch 274 Euro Zuzahlungen entrichten:

Executive Club Pramienflug British Airways Economy Class London New York

Damit macht das Einlösen von Avios wenig bis gar keinen Sinn. Schließlich kann man ein Ticket nach New York für diesen Preis auch einfach kaufen, ob nun bei BA selbst oder vielen anderen Airlines. Dass es sich bei diesen 274 Euro keinesfalls nur um echte Steuern und Gebühren handelt, wird spätestens dann klar, wenn man sich in der Buchungsübersicht die Steuern und Gebühren aufschlüsseln lässt:

  • Passenger Service Charge – United Kingdom: 46,50€
  • Airport cost recovery – United Kingdom: 10,32€
  • Air Passenger Duty – United Kingdom: 95,04€
  • Immigration User Fee – USA: 5,92€
  • Animal & Plant Health User Fee (Aphis) – USA: 3,35€
  • Customs User Fee – USA: 5,07€
  • International Transportation Tax – USA: 16,15€
  • Carrier Imposed Charge: 92,73€

Verantwortlich für die hohen Zuzahlungen sind also nicht nur die Flughafenabgaben und die Air Passenger Duty von 80 GBP (95 EUR), die vom Staat für alle Abflüge aus dem Vereinigten Königreich erhoben wird. Den Großteil macht mit 92,73€ der von der British Airways auferlegte Zuschlag aus. Mit einer Steuer hat diese Zuzahlung nichts zu tun…

Wie hoch dieser Zuschlag bei im Executive Club gebuchten Prämienflügen genau ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wohin geflogen wird. Auf Langstreckenflügen mit British Airways von London nach Nordamerika, Asien etc. liegt dieser in einer Größenordnung von ca. 100 Euro bis 200 Euro je Richtung. Zusammen mit den echten Steuern und Gebühren sind die Zuzahlungen für British Airways Prämienflüge in vielen Fällen so hoch, dass man das Ticket auch direkt kaufen könnte. Das gilt zumindest für Tickets in der Economy Class. Bei einem Business oder First Class Ticket mit BA lassen sich mehrere hundert Euro Zuzahlungen noch eher verschmerzen.

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Reward Flight Saver Prämienflüge weisen niedrige Zuzahlungen auf

Anders sieht es auf British Airways Kurzstreckenflügen innerhalb Europas aus. Wer die vorangegangen Artikel unseres Executive Club Tutorials gelesen hat, weiß, dass auf diesen kurzen Flügen mit einer Länge von bis zu 2.000 Meilen die sogenannte Rewards Flight Saver Regelung zum Tragen kommt. Das Besondere an den Reward Flight Saver Flügen im Executive Club sind die gedeckelten Steuern und Gebühren für einen Prämienflug. Auf einem Economy Flug werden diese mit maximal 23 Euro je Flug abgegolten, für einen Business Class Flug sind es maximal 30 Euro. Bei einem Returnflug verdoppeln sich diese Werte. So fliegt man beispielsweise für 9.500 (Nebenreisezeit) bzw. 10.500 Avios (Hauptreisezeit) und 46 Euro Zuzahlungen mit British Airways von Frankfurt nach London und zurück.

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Wer British Airways auf der Kurzstrecke fliegt, profitiert von gedeckelten Steuern und Gebühren. Treibstoffzuschläge spielen hier also keine Rolle…

Auf Flügen, bei denen die Reward Flight Saver Regelung zum Einsatz kommt, ist es also egal, wie hoch Flughafengebühren, Sicherheitszuschläge usw. tatsächlich sind, es werden einfach pauschal die oben genannten Beträge in Rechnung gestellt. Aus dem gleichen Grund sind auch Treibstoffzuschläge bei diesen Flügen irrelevant. Wer Avios für Prämienflüge mit British Airways einlösen möchte, sollte dies innerhalb Europas tun, denn hier werden aufgrund des Reward Flight Savers keine Treibstoffzuschläge fällig. Langstreckenflüge mit BA sollte man in diesem Hinblick dagegen eher vermeiden.

Nun kann man mit Avios natürlich nicht nur Flüge mit British Airways buchen. Über 20 Partnerairlines stehen ebenfalls zur Auswahl. Doch für Prämienflüge mit welchen dieser Airlines sollte man Avios einlösen? Bei welcher Airline werden hohe Zuzahlungen fällig und bei welcher nicht?

Exkurs: Über welche Partnerairlines verfügt der Executive Club von British Airways?

Als Oneworld Airline kooperiert British Airways bzw. der Executive Club natürlich mit allen Oneworld Airlines, auf deren Flügen ihr Meilen sowohl sammeln als auch einlösen könnt. Dazu kommen noch einige unabhängige Airlines. In Kombination habt ihr die Möglichkeit bei den folgenden Airlines Meilen zu sammeln und einzulösen. Mit einem * versehene Airlines lassen sich nur telefonisch buchen, alle anderen auch online über die Executive Club Webseite.

  • Aer Lingus*
  • Alaska Airlines*
  • American Airlines
  • British Airways
  • Cathay Pacific
  • Comair (British Airways Franchise)
  • Finnair
  • Iberia
  • Japan Airlines
  • LATAM
  • Malaysia Airlines
  • Qantas
  • Qatar Airways
  • Royal Air Maroc
  • Royal Jordanian
  • SriLankan
  • Sun Air of Scandinavia (British Airways Franchise)*
  • S7 Airlines

Übertragt ihr Avios zu Iberia Plus (Wann sich ein Transfer von Avios vom Executive Club zu Iberia Plus lohnt) könnt ihr außerdem bei den folgenden Airlines Prämienflüge buchen:

  • Avianca
  • Binter Canarias
  • Iberia Express
  • Iberia Regional Air Nostrum
  • LEVEL
  • Vueling

Executive Club Steuern und Gebühren – Partnerairlines von British Airways

Hier wird es spannend. Wer unseren Artikel zu den Executive Club Sweetspots gelesen hat, weiß, dass man beim Einlösen von Avios in vielen Fällen auf Prämienflüge mit den Partnerairlines ausweichen sollte. Deren Treibstoffzuschläge sind zum Teil deutlich niedriger bzw. im besten Fall gar nicht vorhanden.

Bei über 20 Partnerairlines verliert man schnell den Überblick. Wir haben die erforderlichen Zuzahlungen für die wichtigsten Partnerairlines deshalb mal systematisch ausgewertet und in der folgenden Tabelle aufgelistet. Diese enthält neben der Info ob bzw. wann eine Airline Treibstoffzuschläge (YQ) erhebt, auch ein konkretes Beispiel für die Treibstoffzuschläge auf einer stellvertretenden Strecke. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Onewayflug von Deutschland zum Hub der jeweiligen Airline. Sollte Deutschland von der Airline nicht angeflogen werden, habe ich auf einen Flughafen in einem europäischen Nachbarland zurückgegriffen. Natürlich sind die Zuschläge auf diesen Strecken nicht unbedingt repräsentativ für das komplette Streckennetz der jeweiligen Airline, sie geben aber einen guten Überblick, was man an Zuzahlungen prinzipiell erwarten kann. Wiederum sind nur die Carrier Imposed Surcharges aufgeführt. Echte Steuern und Gebühren, wie Flughafensteuern sind heraus gerechnet. Alle Angaben gelten für einen Returnflug.

  • Aer Lingus (EI) Frankfurt – Dublin: 85€ Economy
  • Alaska Airlines (AS) Seattle – Honolulu: 0€ Economy / 0€ Business
  • American Airlines (AA) Frankfurt – Dallas: 225€ Economy / 452€ Business
  • British Airways (BA) London – Los Angeles: 243€ Economy / 464€ Business
  • Cathay Pacific (CX) Frankfurt – Hongkong: 68€ Economy / 68€ Business
  • Comair (MN) Johannesburg – Kapstadt: 42€ Economy / 107€ Business
  • Finnair (AY) Helsinki – Hongkong: 250€ Economy / 370€ Business
  • Iberia (IB) Madrid – Miami: 81€ Economy / 366€ Business
  • Japan Airlines (JL) Frankfurt – Tokio: 5€ Economy / 5€ Business
  • LATAM (LA) : 0€ Economy / 0€ Business
  • Malaysia Airlines (MH) London – Kuala Lumpur: 269€ Economy / 304€ Business
  • Qantas (QF) Sydney – Singapur: 23€ Economy / 23€ Business
  • Qatar Airways (QR) Frankfurt – Doha: 279€ Economy / 435€ Business
  • Royal Air Maroc (AT): 85€ Economy / 135€ Business
  • Royal Jordanian (RJ) Frankfurt – Amman: 177€ Economy / 177€ Business
  • SriLankan (UL) London – Colombo: 285€ Economy / 285€ Business
  • S7 Airlines (S7) München – Moskau: 70€ Economy / 70€ Business

Auf einen Blick ist ersichtlich, dass viele der British Airways Partnerairlines ebenfalls Treibstoffzuschläge erheben und diese daher auch bei der Buchung eines Prämienfluges über den Executive Club zu entrichten sind. Bei vielen dieser Airlines sind Zuschläge aber niedriger als bei einem vergleichbaren Prämienflug mit British Airways selbst. So werden bei Flügen mit Japan Airlines oder Cathay Pacific zwar generell Treibstoffzuschläge erhoben, doch diese betragen auf den meisten Flügen, ob Kurz- oder Langstrecke, weniger als 50 Euro pro Richtung. So fliegt man mit Cathay Pacific zum Beispiel für 123.750 Avios und nur 137 Euro in der First Class von Frankfurt nach Hongkong. Nur 34 Euro davon fallen auf die YQ. Bei den restlichen 103 Euro handelt es sich um echte Steuern und Gebühren, wie Flughafengebühren und die deutsche Luftverkehrabgabe.

Executive Club Pramienflug Cathay Pacific First Class Frankfurt Hongkong

Bei manchen Airlines, darunter Alaska Airlines und LATAM werden sogar gar keine Treibstoffzuschläge fällig. Bucht man über den Executive Club einen Prämienflug mit diesen Airlines, zahlt man also nur echte Steuern und Gebühren und keine Treibstoffzuschläge.

Auch American Airlines gehört eigentlich zu den Airlines, die keine Treibstoffzuschläge erheben. Aufgrund des transatlantischen Joint Ventures mit British Airways, Iberia und Finnair, muss man diese auf Transatlantikflügen aber dennoch erwarten. Wer dagegen einen American Airlines Flug innerhalb von Nordamerika oder von Nordamerika nach Asien mit Avios bucht, bleibt von den Zuzahlungen verschont. Einen Sonderfall stellt außerdem Qantas dar, welche jahrelang recht hohe Zuzahlungen gefordert hat, sich mittlerweile aber fast auf allen Strecken von Treibstoffzuschlägen verabschiedet hat. Eine der wenigen Ausnahmen sind Flüge ab London (das einzige Ziel von Qantas in Europa). Hier muss man nach wie vor mit einer YQ-Zuzahlung von über 100 Euro rechnen.

Durch die Wahl der richtigen Airline kann man Avios mehr oder weniger weltweit einlösen ohne Treibstoffzuschläge zu entrichten. Dies ist definitiv die einfachste und beste Strategie um den Gegenwert von Avios zu maximieren. Es gibt allerdings noch eine weitere Möglichkeit…

Steuern und Gebühren vermeiden – Wahl des Abflugortes

Neben der Airline hat aber noch ein weitere Faktor Einfluss auf die Treibstoffzuschläge – nämlich der Abflugort. Einige Länder, wie Brasilien, Japan, Hongkong und die Philippinen untersagen diese nämlich gesetzlich oder beschränken zumindest deren Höhe. Um von diesen Gesetzgebungen Gebrauch machen zu können, muss allerdings der Abflug in diesem Land erfolgen. Beispiel: Während ein Prämienflug in der British Airways Business Class von London nach Rio de Janeiro und zurück 457€ Zuschläge nach sich zieht, entfallen diese auf dem Ticket Rio – London komplett, da Brasilien die Zuschläge gesetzlich untersagt. Übrig bleiben nur die zu entrichtenden Flughafensteuern etc., wie an den beiden folgenden Screenshots schön zu erkennen ist.

Executive Club Pramienflug British Airways Business Class London Rio

Executive Club Pramienflug British Airways Business Class Rio London

Auch auf British Airways Onewaytickets mit Abflug in Japan, Hongkong bzw. Brasilien lässt sich dies schön erkennen. In allen Fällen betragen die Zuzahlungen weniger als 100€, was auf die Abwesenheit von Treibstoffzuschlägen zurückzuführen ist (Achtung: Oft werden die Steuern und Gebühren erst in der Zahlungsübersicht korrekt angezeigt.)

Nun kann zugegebenermaßen nicht jeder etwas mit einem Flug von Japan nach London anfangen, ohne vorher dorthin geflogen zu sein. Die meisten wollen ihre Reise ja vermutlich in Deutschland bzw. Europa beginnen. Jedoch kann man auf ähnliche Weise auch die Zuzahlungen auf einem Returnflug reduzieren. Dazu bucht man den gewünschten Flug einfach als zwei Oneways und spart dann immerhin auf einem Flug.

Steuern und Gebühren vermeiden – Wahl des Vielfliegerprogramms

Wem die obigen Strategien nicht ausreichen, um im Executive Club Steuern und Gebühren zu vermeiden, ist möglicherweise mit einem alternativen Vielfliegerprogramm besser beraten. Innerhalb der Oneworld Alliance gehören zum Beispiel American Airlines AAdvantage und Alaska Airlines MileagePlan zu den Vielfliegerprogrammen, die generell keine Treibstoffzuschläge weiterreichen. Selbst wenn die Airline, mit der geflogen wird, auf ihren Tickets Treibstoffzuschläge aufweist – beide Programme geben diese nicht an den Kunden weiter. Wer sich über Treibstoffzuschläge keinen Gedanken machen will, sollte also auf eines dieser Programme ausweichen. Generell sind die amerikanischen Programme hier am kundenfreundlichsten. Mehr dazu in Welche Vielfliegerprogramme erheben (keine) Treibstoffzuschläge?

Wo findet man die Angaben zu Steuern und Gebühren? – Executive Club

Möglicherweise fragt ihr euch wo man die Höhe und Aufschlüsselung der Zuzahlung für einen Prämienflug herausfinden kann, um zu ermitteln welchen Anteil der YQ ausmacht. Dies hängt von der Airline ab, mit der ihr fliegen möchtet. Ist diese online über die Executive Club Suche buchbar, kann man sich die Steuern und Gebühren während der Buchung einfach aufschlüsseln lassen. Dazu klickt man in der Preisübersicht einfach auf das kleine Infosymbol. Es öffnet sich ein neues Fenster, das die Zuzahlungen in die einzelnen Bestandteile aufteilt.

Natürlich findet man diese Information auf der BA Seite nur für die Airlines, die sich online über die Executive Club Webseite buchen lassen. Das sind zwar mittlerweile so ziemlich alle Partnerairlines, doch falls ihr dennoch mal auf eine andere Option angewiesen sein solltet, könnt ihr euch mit der ITA Matrix einen Überblick über die Steuern und Gebühren verschaffen.

Wo findet man die Angaben zu Steuern und Gebühren? – ITA Matrix

Wer herausfinden möchte, wie hoch die Steuern und Gebühren auf einem Flugticket sind und wie sich diese zusammen setzen, benutzt dafür am besten die ITA Matrix, eine Flugsuchmaschine von Google (ITA Matrix Anleitung – Teil 1: Die Grundlagen). Wer dort nach einem Flug sucht, kann sich die Steuern und Gebühren im Detail aufschlüsseln lassen. Wenn wir dort zum Beispiel nach einem Flug mit Singapore Airlines von München nach Melbourne und zurück suchen, bekommen wir folgendes Ergebnis:

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Unter den Bestandteilen ist kein Carrier Imposed Surcharge zu finden. Dieser wäre am Kürzel YQ bzw. YR zu erkennen. Das heißt Singapore Airlines erhebt auf diesem Flug keine Treibstoffzuschläge. Bucht ihr genau diesen Flug über Miles & More, müsst ihr entsprechend ebenfalls keinen Treibstoffzuschlag für euren Prämienflug zahlen. Zu entrichten sind alleinig die aufgeführten Flughafengebühren etc., die sich in diesem Beispiel auf 150€ summieren. Irrelevant für eure Prämienflugbuchung ist die eigentliche Basisfare des Tickets (Fare 1 und Fare 2), denn diese wird bei einem Prämienticket quasi durch die Meilen ersetzt. Mehr dazu in Wie setzen sich die Steuern und Gebühren auf einem Flugticket zusammen?

Executive Club Steuern und Gebühren – Fazit

Treibstoffzuschläge bzw. Carrier Imposed Surcharges sind nicht ohne Grund ein ständiges Diskussionsthema bei Vielfliegern und Meilensammlern. Hunderte Euro Zuzahlung können einem das Einsetzen von Avios schnell vermiesen. Doch die Situation ist nicht hoffnungslos. Wer im Executive Club Steuern und Gebühren vermeiden möchte, nutzt einfach eine der oben vorgestellten Strategien. Insbesondere im Ausland ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten kostengünstig Avios einzulösen, ob es nun australische Inlandsflüge mit Qantas oder inneramerikanische Flüge mit American Airlines sind…

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