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09. Oktober 2020 Markus 9 Coronavirus, News

In welche Länder darf oder kann man ohne Einschränkung reisen? [Update]

Zum 01. Oktober 2020 wurde die pauschale Reisewarnung vom Auswärtigen Amt tatsächlich aufgehoben. Seitdem gelten weltweit differenzierte Reisehinweise des Auswärtigen Amts. Um herauszufinden, in welche Länder man ohne große Probleme einreisen kann, haben wir euch einen Leitfaden erstellt.

Die weltweite Reisewarnung wurde zum 15. Juni 2020 für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien aufgehoben und dann auf Basis nach Pandemieentwicklung wieder für einzelne Regionen oder Staaten in der EU ausgesprochen. Für alle weiteren Drittstaaten galt bis zum 30. September 2020 eine recht undifferenzierte, pauschale Reisewarnung. Doch mit der Neuerung zum 01. Oktober 2020 kann man nun in einige Länder außerhalb der Europäischen Union bzw. des Schengen-Raums ohne Einschränkung reisen. Diese Länder haben wir im unteren Abschnitt für euch identifiziert.

Welche Einschränkungen gibt es?

Wir haben drei Einschränkungen identifiziert, die man nacheinander überprüfen sollte:

  1. Dürfen Touristen in das Zielland (ohne verpflichtende Quarantäne) einreisen? – Falls nein, kann man die Reiseplanung bereits hier (vorerst) beenden.
  2. Besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes? –  Falls ja, besteht womöglich kein Versicherungsschutz.
  3. Ist das Land oder die Region ein Risikogebiet? –  Falls ja, droht bei der Rückkehr nach Deutschland eine häusliche Quarantäne.

Einreisebestimmungen und Reisewarnung

Um die ersten beiden Einschränkungen zu recherchieren, gibt es eine wichtige Anlaufstelle: Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts. Um herauszufinden, ob eine touristische Einreise überhaupt möglich ist und/oder eine Reisewarnung für das Reiseziel besteht, sollte man sich auf der Webseite des Auswärtigen Amts schlau machen. Auf der Startseite klickt man auf „Sicher Reisen“ und dann auf „Ihr Reiseland“. Im folgenden Fenster lässt sich dann das Zielland suchen und auswählen. Alternativ lässt sich auch der Pfad gehen, der im folgenden Screenshot angezeigt wird. Auf der Übersichtsseite des Ziellands angekommen, sind v.a. zwei Abschnitte wichtig: „1. Aktuelles“ und „5. Einreise und Zoll“.

Auswaertiges Amt Reise Und Sicherheitshinweise Australien
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Australien © Auswärtiges Amt

Für unser Beispiel nehmen wir Australien und finden bereits im ersten Abschnitt die Antworten auf unsere Fragen. Erstens können keine ausländischen Reisenden ohne ständigen Aufenthaltstitel in Australien einreisen, zweitens besteht für Australien noch eine Reisewarnung. Grundsätzlich gilt seit 01. Oktober eine Reisewarnung für die Länder und Regionen, die vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft werden.

Auswaertiges Amt Sicher Reisen Australien Einreisebestimmungen
Aktuelle Einreisebestimmungen und ausgesprochene Reisewarnung: Australien © Auswärtiges Amt

Risikogebiete

Um die dritte Einschränkung zu überprüfen, braucht man die Ressource des Robert Koch-Instituts. Denn ob ein Land oder eine Region vom Robert Koch-Institut zu einem Risikogebiet erklärt wurde, kann man schnell aus der entsprechenden Liste ablesen, die permanent aktualisiert wird. Steht das Land nicht auf der Liste, ist es auch kein Risikogebiet. Hier geht es zu den Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI.

Neue Einteilung seit 01. Oktober

Alle nicht aufgeführten Länder gelten als Risikogebiet oder eine Einreise deutscher Staatsbürger zu touristischen Zwecken ist nicht gestattet (Stand: 07.10.2020).

Kein Risikogebiet, keine Reisewarnung, Einreise ohne Einschränkungen

  • Antigua und Barbuda
  • Barbados
  • Dominica
  • Griechenland
  • Italien
  • Liechtenstein
  • Malta
  • Monaco
  • Polen
  • Ruanda
  • San Marino
  • Schweden
  • Seychellen
  • St. Lucia
  • Uganda
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Kein Risikogebiet, keine Reisewarnung, Einreise mit Einschränkungen (z.B. Quarantäne)

  • Grenada
  • Lettland
  • Mauritius
  • Norwegen
  • Palau
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Kuba (Könnte die Landesgrenzen zum 17. Oktober öffnen)

Teilweise Risikogebiet, teilweise Reisewarnung, Einreise ohne Einschränkungen

  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Frankreich
  • Irland
  • Kroatien
  • Niederlande
  • Österreich
  • Portugal
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Vereinigtes Königreich

Risikogebiete in Europa

  • Albanien (seit 15. Juni)
  • Andorra – das Fürstentum Andorra (seit 26. August)
  • Armenien (seit 15. Juni)
  • Aserbaidschan (seit 15. Juni)
  • Belarus (seit 15. Juni)
  • Belgien – das gesamte Land (seit 30. September)
  • Bosnien und Herzegowina (seit 15. Juni)
  • Bulgarien – die folgenden Verwaltungsbezirke („Oblaste“) gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Blagoevgrad (seit 7. August)
    • Targowischte (seit 7. Oktober)
  • Dänemark – die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Region Hovedstaden (seit 23. September)
  • Estland – die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Ida-Viru (seit 30. September)
  • Frankreich – die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Kontinentalfrankreich mit Ausnahme der Region Grand-Est (seit 30. September) und Korsika (seit 7. Oktober)
    • Überseegebiet: Französisch-Guyana (seit 21. August)
    • Überseegebiet: Guadeloupe (seit 26. August)
    • Überseegebiet: St. Martin (seit 26. August)
    • Überseegebiet: La Réunion (seit 16. September)
  • Georgien (seit 7. Oktober)
  • Irland – die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Region Dublin (seit 23. September)
    • Region Border (seit 30. September)
  • Island (seit 30. September)
  • Kosovo (seit 15. Juni)
  • Kroatien – die folgenden Gespanschaften gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Dubrovnik-Neretva (seit 9. September)
    • Krapinsko-zagorska županija (seit 7. Oktober)
    • Lika-Senj (seit 23. September)
    • Požega-Slawonien (seit 9. September)
    • Sisačko-moslavačka (seit 7. Oktober)
    • Split-Dalmatien (seit 20. August)
    • Virovitica-Podravina (seit 16. September)
    • Vukovarsko-srijemska (seit 7. Oktober)
  • Litauen – die folgenden Bezirke gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Kaunas (seit 7. Oktober)
    • Šiaulių (seit 30. September)
  • Luxemburg (14. Juli – 20. August und seit 25. September)
  • Montenegro (15. – 19. Juni und seit 17. Juli)
  • Niederlande – die folgenden Provinzen bzw. autonomen Länder gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Gesamt Niederlande mit Ausnahme der Provinz Zeeland (seit 7. Oktober)
    • Aruba (seit 26. August)
    • Curacao (seit 7. Oktober)
    • St. Maarten (seit 26. August)
  • Nordmazedonien (seit 15. Juni)
  • Österreich – die folgenden Bundesländer gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Bundesland Wien (seit 16. September)
    • Bundesland Vorarlberg (seit 23. September) mit Ausnahme der Gemeinde Mittelberg / Kleinwalsertal (seit 2. Oktober)
    • Bundesland Tirol (seit 25. September) mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz (seit 2. Oktober)
  • Portugal– die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
    • Region (Großraum) Lissabon (seit 23. September)
  • Republik Moldau (seit 15. Juni)
  • Rumänien – das gesamte Land (seit 7. Oktober)
  • Russische Föderation (seit 15. Juni)
  • Schweiz – folgenden Kantone gelten als Risikogebiete:
    • Genf (seit 9. September)
    • Waadt (Vaud) (seit 9. September)
  • Serbien (seit 15. Juni)
  • Slowakei – folgende Verwaltungsbezirke/Kraj gelten als Risikogebiete:
    • Bratislava (seit 7. Oktober)
    • Nitra (seit 7. Oktober)
    • Prešov (seit 7. Oktober)
    • Trnava (seit 7. Oktober)
    • Zilina (seit 7. Oktober)
  • Slowenien – folgende Regionen gelten als Risikogebiete:
    • Gorenjska (seit 7. Oktober)
    • Koroška (seit 30. September)
    • Osrednjeslovenska seit 7. Oktober)
    • Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain) (seit 23. September)
    • Savinjska (seit 7. Oktober)
    • Zasavska (seit 7. Oktober)
  • Spanien – ganz Spanien, einschl. Kanarische Inseln (seit 2. September)
  • Tschechien – ganz Tschechien (seit 25. September)
  • Türkei (seit 15. Juni)
  • Ukraine (seit 15. Juni)
  • Ungarn – folgende Regionen/ Komitate gelten als Risikogebiete:
    • Baranya (seit 7. Oktober)
    • Borsod-Abaúj-Zemplén (seit 7. Oktober)
    • Csongrád-Csanád (seit 30. September)
    • Györ-Moson-Sopron (seit 23. September)
    • Hajdú-Bihar (seit 7. Oktober)
    • Hauptstadt Budapest (seit 16. September)
    • Jász-Nagykun-Szolnok (seit 7. Oktober)
    • Komárom-Esztergom (seit 7. Oktober)
    • Nógrád (seit 7. Oktober)
    • Pest (seit 30. September)
    • Szabolcs-Szatmár-Bereg (seit 7. Oktober)
    • Vas (seit 30. September)
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland – folgende Regionen und Nationen gelten als Risikogebiete:
    • Nordirland (seit 30. September)
    • North East (seit 2.Oktober)
    • North West (seit 2.Oktober)
    • Wales (seit 30. September)
    • Yorkshire and the Humber (seit 2.Oktober)
    • Schottland (seit 2.Oktober)
    • das britische Überseegebiet Gibraltar (seit 26. August)

Kommt ein Ampelsystem?

Die Europäische Union bzw. die Bundesregierung plant die Einführung eines Ampelsystems. Länder und Regionen, die vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen sind, sollen künftig „rot“ eingestuft werden. „Gelb“ werden Länder markiert, wenn die Infektionszahlen im Land gering sind, es jedoch für deutsche Urlauber Einreisebeschränkungen gibt, zum Beispiel eine verpflichtende Quarantäne. Auf „grün“ springt die Ampel, wenn Reisen in ein Land als unbedenklich gelten und eine Einreise zudem ohne Probleme möglich ist.

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