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18. September 2020 Markus 1 Coronavirus, News

Analyse der Deutschen Bahn: Kein erhöhtes Infektionsrisiko in Zügen

Die Deutsche Bahn hat von der Charité Research Organisation untersuchen lassen, ob das Personal, das in den Zügen eingesetzt wird, einer höheren Infektionsgefahr ausgesetzt ist, als ihre Kollegen ohne Kundenkontakt. Das Ergebnis könnte eine Auskunft darüber geben, ob (längeres) Zugfahren mit der Deutschen Bahn das Infektionsrisiko erhöht.

Aufbau der Studie der Charité Research Organisation

Die Studie läuft über mehrere Monate und ungefähr 1.100 Mitarbeiter der Deutschen Bahn wurden bis jetzt auf das Corona-Virus bzw. auf Antikörper getestet. Insgesamt gibt es drei Testphasen. Die 1. Phase lief vom 29. Juni bis 03. Juli, die 2. Phase wird im Oktober stattfinden und die 3. Phase ist für den Februar 2021 geplant. Die zentrale Fragestellung der Studie lautet: Besteht für Mitarbeiter in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn ein erhöhtes Risiko, an Corona zu erkranken?

In der ersten Phase wurden mehr als 600 zufällig ausgewählte Zugbegleiter, 200 Lokführer und über 200 Instandhaltungstechniker aus Berlin, Hamburg, Frankfurt und München getestet. Dabei wurden zwei verschiedene Tests durchgeführt:

  1. Ein PCR-Test, um akut ein etwaige Corona-Infektion festzustellen
  2. Ein Antikörpertest, der eine vergangene Corona-Infektion aufdecken soll

Bei den 1.072 ausgewerteten PCR-Tests war lediglich ein Werksmitarbeiter positiv, alle anderen Testergebnisse fielen negativ aus. Bei 1.064 auswertbaren Antikörpertests waren es 20 positive Ergebnisse (Zugbegleiter: 8, Lokführer: 6 und Instandhalter: 6). Das bedeutet, dass 1,3 Prozent der getesteten Zugbegleiter Anzeichen auf eine überstandene COVID-Infektion aufwiesen, während es bei den Lokführern und Instandhaltern 2,7 Prozent waren.

Zwischenergebnis der Studie

Die aktuelle Antwort auf die obige zentrale Frage: Nein, Zugbegleiter im DB-Fernverkehr sind auf Basis der Testdaten keinem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt, als ihre Mitarbeiter der Bahn ohne Kundenkontakt. Laut der Veröffentlichung der Deutschen Bahn gilt diese Erkenntnis auch für die Fahrgäste: „Bei Zugbegleitern, die für gewöhnlich signifikant längere Aufenthaltsdauern in Zügen haben als Reisende, gibt es nach den Analysen der Charité Research Organisation (CRO) keine Hinweise auf eine erhöhte Rate an SARS-CoV-2-Antikörpern, die ein Indiz für ein möglicherweise erhöhtes Infektionsrisiko in den Zügen darstellen könnten.“

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