Thai Airways Boeing 777 300
19. Mai 2020 Kai 3 News

Keine weitere Staatshilfe – THAI Airways vor der Insolvenz

Nun war es der thailändischen Regierung offenbar doch zu viel. Der Premierminister Prayut Chan-o-cha hat bekannt gegeben, dass das Regierungskabinett dem Vorschlag des Verkehrsministeriums zugestimmt hat, dass Thai Airways beim Central Bankruptcy Court Insolvenz anmelden kann, um nach dem Insolvenzgesetz restrukturiert zu werden. Damit ist ein monatelanges Tauziehen um die Zukunft der National-Airline Thailands, die in diesem Monat 60 Jahre alt geworden ist, beendet.

“Es war der beste Weg, um der in Schwierigkeiten geratenen Fluggesellschaft wieder auf die Beine zu helfen. Im Rahmen des Rehabilitationsplans erhält Thai Airways keine finanzielle Unterstützung von der Regierung und seine 20.000 Mitarbeiter werden nicht entlassen. Es war eine schwierige Entscheidung, aber sie liegt im nationalen und öffentlichen Interesse. Mit professionellem Management wird die Airline ihre Stärke wiedererlangen. Die Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze und es wird umstrukturiert. Das Gericht wird über die Einzelheiten entscheiden”, verkündete der thailändische Regierungschef in einer ungewöhnlich kurzen Mitteilung.

Thailands Regierung will Anteile an THAI verkaufen

Laut Nation Thailand lehnte es der Ministerpräsident ab, sich zu Einzelheiten zu den Umstrukturierungsplänen zu äußern. Allerdings hat das Kabinett Berichten zufolge einen Plan des Finanzministeriums, das Hauptaktionär von Thai Airways ist, genehmigt, drei Prozent seiner Anteile an der Fluggesellschaft an den zweitgrößten Aktionär, den Vayupak-Fonds zu verkaufen. Das Ministerium hält derzeit 51% der Anteile der Fluggesellschaft, während der Vayupak-Fonds, ein ebenfalls staatlich geführter Investmentfonds, rund 15% und die staatliche Savings Bank rund 2,1% hält. So würde der thailändische Staat inklusive der Savings Bank immer noch die hauchdünne Mehrheit von 50,1% an THAI Airways halten – wenn man denn annimmt, dass der Investmentfonds nicht unter politischem Einfluss steht.

Der amtierende Präsident der Fluggesellschaft, Chakkrit Parapuntakul, sagte, dass die Airline “nicht bankrott gehen” wird, sondern ihren Rehabilitationsplan effektiv durchführen wird. Während des Restrukturierungsprozesses wird Thai Airways seinen normalen Flugbetrieb fortsetzen. Eine Liquidation schloss Parapuntakul ebenso aus wie eine mögliche Zerschlagung von THAI Airways. Parapuntakul sagte, THAI sei entschlossen, alles zu tun, um aus der Krise herauszukommen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um eine stärkere und nachhaltigere Einheit zu schaffen, fügte er hinzu. Das Vermögen der Fluggesellschaft wurde Ende letzten Jahres auf ungefähr 256 Milliarden Baht geschätzt, während die Gesamtverschuldung laut SET (Börse von Thailand) bei 245 Milliarden Baht liegt. Im Jahr 2018 verzeichnete Thai Airways International einen Nettoverlust von 11,6 Milliarden Baht (346 Millionen Euro) und im Jahr 2019 von 12 Milliarden Baht (ungefähr 358 Millionen Euro). Die Fluggesellschaft wird im ersten Halbjahr diesen Jahres voraussichtlich 18 Milliarden Baht verlieren, was zum größten Teil natürlich auf die Auswirkungen der internationalen Covid-19-Krise zurückzuführen ist.

Die Airline teilte mit, dass alle Tickets ihre Gültigkeit behalten würden und besorgte Passagiere über die Webseite von THAI oder deren Callcenter weitere Informationen erhalten können.

Keine weitere Staatshilfe – THAI Airways vor der Insolvenz – Fazit

Die thailändische Regierung hatte dem Unternehmen noch vor einem Monat Hoffnung auf weitere Staatshilfen gemacht, gilt THAI Airways im Land doch als nationales Symbol und ist immerhin Arbeitgeber von ca. 20.000 Menschen. Wie eine Restrukturierung ohne Arbeitsplatzverluste funktionieren soll, bleibt das Geheimnis des thailändischen Ministerpräsidenten. Die Wahrheit ist, dass die Airline ohne einen deutlichen Schnitt mit einer Verkleinerung und Vereinheitlichung der Flotte kaum mehr überlebensfähig sein wird – damit einhergehen werden zwangsläufig auch Stellenstreichungen.

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