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18. Juni 2021 Markus 0 News

Lufthansa Group kommuniziert ehrgeizige Ziele für 2024

Die Lufthansa Group hat sich ehrgeizige Ziele für das Jahr 2024 gesetzt. Sie will nach der größten Krise der Branche mittelfristig ähnlich profitabel sein wie in den Jahren zuvor. Als Zielwerte nennt der Konzern eine adjusted EBIT-Marge von 8,4% und eine bereinigte Rendite auf das eingesetzte Kapital von mindestens 10%.

Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2017 wies die Lufthansa Group eine adjusted EBIT-Marge von 8,4% und eine bereinigte Rendite auf das eingesetzte Kapital von 11,6 % aus. In einem umfassenden Statement legt der Konzern dar, mit welchen Maßnahmen ambitionierten Ziele im Jahr 2024 erreicht werden sollen.

Senkung der Kosten

Einige dieser Maßnahmen sind seit längerem bekannt, wie die radikale Senkung der Personal- und Betriebskosten oder auch die Fokussierung auf Privatreisen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 sollen sich die Kosten im Jahr 2024 um 3,5 Milliarden Euro reduziert haben. Dafür hat sich die Lufthansa Group bereits von fast 26.000 Mitarbeitern getrennt, was einer Personalkosteneinsparung von 900 Millionen Euro entspricht. Dieser Betrag soll sich bis 2023 sogar verdoppeln und daher plant der Konzern, weitere 10.000 Stellen in Deutschland abzubauen. Die Senkung der Betriebskosten wird durch die Modernisierung und Harmonisierung der Flotte sowie der Reduzierung von Büroflächen, IT-Systemen und einer verschlankten Organisation erreicht.

Nutzen der Chancen im Markt

Auf der anderen Seite soll der Umsatz gesteigert werden. Da sich der Privatreiseverkehr deutlich schneller erholt, als das Geschäftsreisesegment, fokussiert sich die Lufthansa Group auf dieses Segment und treibt die Expansion von zwei ihrer touristischen Airlines, Eurowings (EW) und Eurowings Discover (4Y), voran. Während im Sommer 2021 vier Airbus A330 für Eurowings Discover unterwegs sein werden – der Start verzögert sich jedoch, da das nötige Luftverkehrsbetreiberzeugnis noch fehlt – sollen es im Jahr schon 21 Flugzeuge sein. Die Flotte von Eurowings Discover umfasst dann 11 Airbus A330 und 10 Airbus A320 die auf jeden Fall ab Frankfurt und höchstwahrscheinlich ab München operieren. Währenddessen gründet Schwesterairline Eurowings Basen im europäischen Ausland, wie in Prag, oder erhöht ihre Präsenz an dezentralen Standorten wie Dortmund und Berlin.

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Hauptsächlich Eurowings Discover soll schnell wachsen

Erneute Kapitalerhöhung in Planung

Andere Maßnahmen, wie eine erneute Kapitalerhöhung zur Rückzahlung von Staatshilfen, waren weniger bekannt. Hierfür sucht die Lufthansa Group die Unterstützung der Bank of America, der Deutschen Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan zur Vorbereitung dieser Maßnahme. Die Kapitalerhöhung könnte einen Umfang von bis zu 5,5 Milliarden Euro haben. Mit diesem Geld sollen erhaltene Staatshilfen zurückgezahlt werden.

Lufthansa Group kommuniziert ehrgeizige Ziele für 2024 – Fazit

Die Lufthansa Group treibt ihre Transformation weiter voran. Am Aktienmarkt konnte diese Nachricht aber keine Euphorie auslösen. Im Vergleich zur Vorwoche korrigierte der Kurs der Lufthansa Aktie, nach einem kurzen Sprung, zwischenzeitlich um 5%.

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