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17. April 2021 Markus 0 News

Lufthansa musste noch keinen Slot in Frankfurt und München abgeben

Um das Stabilisierungspaket der Bundesregierung in Höhe von neun Milliarden EUR zu erhalten, verpflichtete sich die Lufthansa im vergangenen Sommer dazu, bis zu 24 Slots an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München an die Konkurrenz abzugeben. Bisher musste Lufthansa aber noch keinen einzigen Slot in Frankfurt oder München abgeben.

Abgabe der Slots war Bedingung für Rettungspaket

Slots sind Zeitnischen, die Airlines zum Starten und Landen ihrer Flugzeuge an einem Flughafen zur Verfügung gestellt werden. Gerade an den großen internationalen Drehkreuzen sind Slots normalerweise sehr begehrt, da Mangelware. Wer mal einen Slot besitzt, kann diesen, durch die sogenannten „Großvaterrechte“, relativ einfach behalten und es Mitbewerbern erschweren, an diesem Flughafen Fuß zu fassen. Die Abgabe von 24 Slots würde es einer anderen Fluglinie nun ermöglichen, bis zu vier Flugzeuge an den zwei Lufthansa-Drehkreuzen zu stationieren. Mit dieser Bedingung beabsichtigte die EU-Kommission, den Wettbewerbsvorteil von staatlich-gestützten Airlines abzuschwächen. Im Sommer 2020 war folgendes Vorgehen zur Verteilung der Slots geplant: Die Zeitnischen sollten per Bieterverfahren an Airlines gehen, die keine wesentliche Staatshilfe während der Corona-Pandemie erhielten und aktuell noch keine Flugzeuge in Frankfurt bzw. München stationiert haben. Sollten sich bis Sommer 2022 keine Interessenten für die Slots finden, so können auch Airlines mitbieten, die bereits an den Lufthansa-Drehkreuzen über Start- und Landerechte verfügen und nicht mit der Lufthansa verbunden sind.

Bisher geringes Interesse – Lufthansa musste noch keinen Slot abgeben

Im Gegensatz zu den Erwartungen war das Kaufinteresse der Konkurrenz allerdings gering, was wohl auch darin liegt, dass die Krise länger anhält als gedacht und somit auch das Geld fehlt, um neue Slots in Frankfurt oder München zu erwerben. Letzten Sommer hatte zumindest Ryanair Interesse am Erwerb der Start- und Landerechte bekundet. Nun berichtete aeroTELEGRAPH, dass die 24 Slots weiterhin im Besitz der Lufthansa sind. Es gab wohl ein Gebot für den Sommerflugplan 2021, das jedoch von der EU-Kommission abgelehnt wurde, da es offenbar „aus wirtschaftlicher oder betrieblicher Sicht als nicht glaubwürdig“ eingeschätzt wurde. Um welche Airlines es sich bei dem Bieter handelt und für welchen Flughafen das Angebot gemacht wurde, ist unklar. Gebote für den Winterflugplan 21/22 liegen, laut aeroTELEGRAPH, nicht vor. Lufthansa muss die Slots noch für vier weitere Flugplanperioden zum Kauf zur Verfügung stellen.

Easyjet Flugzeug auf dem Flughafen in Malta
Wird easyJet auf die Lufthansa-Slots in Frankfurt und München bieten?

Easyjet könnte auf Lufthansa-Slots bieten

Sehr wahrscheinlich ist, dass die britische Easyjet ein Auge auf die Lufthansa-Slots in Frankfurt und München geworfen hat. Wie aero.de berichtet, will die Low-Cost-Airline die Schwächephase der Konkurrenz sowie eine solch günstige Gelegenheit zum Wachstum nicht verstreichen lassen. In der Vergangenheit hatte sich Easyjet in London Gatwick Slots gesichert, die Norwegian Air Shuttle abgab. Neben Lufthansa muss auch Air France Slots in Paris-Orly im Austausch gegen Staatshilfe abgeben.

aero.de bezieht sich auf ein Interview von Easyjet-Chef Johan Lundgren mit der britischen Zeitung “The Mail on Sunday”. Einen Online-Artikel konnte ich nicht finden, nur einen Tweet der Redakteurin der Zeitung, die das Interview ankündigt.

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