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07. April 2020 Kai 2 Coronavirus, News

Lufthansa schickt den A380 nach Neuseeland

Ungewöhnliche Bilder gibt es derzeit regelmäßig von den Flughäfen Neuseelands am anderen Ende der Welt. Sieht der reguläre Flugplan keine Flüge der Lufthansa nach Down Under vor, geben sich deutsche Airlines aktuell in Neuseeland die Klinke in die Hand. Kaum hat Condor das Rollfeld geräumt, auf dem die Crew eines Rückholfluges im Auftrag des Auswärtigen Amtes für ein seltenes Foto posiert hatte, schickt der deutsche Flagcarrier gleich eine ganze Kolonne an Doppeldeckern nach Neuseeland, um gestrandete Urlauber zurück zu holen. Insgesamt zehn A380 und Boeing 747 sind derzeit im Einsatz.

12.000 Deutsche in Neuseeland gestrandet

Nirgendwo sonst auf der Welt haben sich so viele Deutsche beim Auswärtigen Amt für Rückholflüge angemeldet, wie in Neuseeland. Rund 12.000 Urlauber saßen zu Beginn der Coronakrise im über 18.000 Kilometer entfernten Neuseeland fest. Die Entfernung dürfte auch eine große Rolle spielen, weshalb so viele Menschen dort gestrandet sind. Denn während man aus den meisten anderen Urlaubsgebieten noch bis vor ein paar Wochen mit ein bisschen Suche einen Linienflug zurück nach Deutschland finden konnte, ist die Rückreise von Neuseeland eben aufgrund der Entfernung und des ausgedünnten Flugkalenders deutlich schwerer geworden. Condor, Lufthansa und sogar Air New Zealand, für die der deutsche Luftraum ebenso Premiere war wie für die deutschen Airlines der neuseeländische, haben in der letzten Woche bereits hunderte deutsche Staatsangehörige zurück nach Deutschland geflogen. Wegen der Vielzahl an immer noch in Neuseeland wartenden Urlaubern hat sich Lufthansa nun entschlossen zu klotzen statt zu kleckern und schickt die beiden doppelstöckigen Flugzeugtypen mit der größten Kapazität nach Down Under: Fünf Airbus A380 mit 509 Sitzplätzen sowie fünf Boeing 747 mit je 371 Sitzen werden in dieser Woche auf den Weg gebracht. Die ersten beiden Flieger werden am Dienstagabend kurz vor Mitternacht (eine Boeing 747-400 aus Christchurch) und am frühen Mittwochmorgen (ein A380 aus Auckland) zurück in Frankfurt erwartet.

Logistisch ist der Trip um die Welt eine Herausforderung, denn aufgrund der gesetzlichen Ruhezeiten kann keine Crew den Flug komplett durchführen. Deshalb waren Ersatz-Crews bereits im Vorfeld in Bangkok stationiert worden, wo dann gewechselt wird. Insgesamt 210 Crew Member sind an den Rückholflügen in dieser Woche beteiligt. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl von Lufthansa Mitarbeitern auf freiwilliger Basis bereit erklärt, die ankommenden Rückkehrer am Airport Frankfurt gemeinsam mit Fraport Mitarbeitern zu versorgen. Anwesend werden auch Beamte der Bundespolizei sowie des Gesundheitsamtes sein.

In den vergangenen Wochen waren bereits Lufthansa und Condor, aber auch Swiss und Austrian Airlines zu Rückholflügen in Australien gewesen und hatten hunderte Staatsbürger ihrer jeweiligen Länder heimgeholt. Dabei war aber noch kein einziger A380 im Einsatz. Condor hatte eine vielbeachtete “Polonaise” aus vier Boeing 767 nach Perth durchgeführt. Lufthansa schickte eine B747 und Austrian Airlines führte sogar einen Nonstop-Flug mit einer Boeing 777 von Wien nach Sydney durch.

Lufthansa schickt den A380 nach Neuseeland – Fazit

In den vergangenen Wochen war viel über die Zukunft des Großraumflugzeugs A380 auch bei Lufthansa spekuliert worden. In dieser ganz speziellen Situation ist der A380 natürlich Gold wert. Ob das ausreicht, um sein Ende in der kommerziellen Luftfahrt noch langfristig hinauszuzögern, wird sich entscheiden, wenn der Flugverkehr wieder anzieht.

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