Noch bis zum 05. März buchen – Änderung der Awardkategorien für 323 Marriott Hotels

Letzten August ging der Merger von Marriott und SPG über die Bühne. Nach wie vor bestehen zahlreiche Baustellen, sei es die korrekte Berechnung der Nächte oder die Wartezeiten beim Servicecenter. Allerdings hat der Zusammenschluss auch etwas Positives mit sich gebracht, und das war die Möglichkeit, zahlreiche Hotels für maximal 60.000 Punkte die Nacht buchen zu können, auch wenn diese eigentlich in der Kategorie 8 zu finden waren und somit bis zu 100.000 Punkte in der Peak Season aufrufen. Diese Schonfrist ist ab dem 05. März zu Ende, sodass diese Hotels je nach Saison zwischen 70.000 und 100.000 Punkte kosten werden. Zusätzlich zu diesen bereits angekündigten 57 Hotels werden am 05. März 323 weitere Marriott Hotels eine Änderung ihrer Awardkategorie erfahren…

St. Regis Maldives - Garden Villa © Marriott
St. Regis Maldives – Garden Villa © Marriott

„Aktivierung“ der Kategorie 8 – Die Details

Nicht nur werden am 05. März die Kategorien für 323 Hotels geändert, sondern auch die seit August bekannten Kategorie 8 Hotels werden teurer. Bisher gab es für diese 57 Hotels eine Schonfrist, und es mussten lediglich 60.000 Punkte pro Nacht, und damit der Kategorie 7 Preis, bezahlt werden, wobei jede 5. Nacht zudem gratis war, sofern mit Punkten bezahlt wurde. Besonders die sehr teuren Luxushotels wie das St. Regis Maldives oder das Al Maha Resort in Dubai waren somit relativ erschwinglich. Hat man im letzten SPG Punktesale im Juli 2018 noch Punkte gekauft, so waren diese Hotels für einen nächtlichen Preis von 455 USD (364 USD bei 5 Nächten) zu haben, was bei den regulär aufgerufenen Preisen von bis zu 1.500 USD vor Steuern und Gebühren ein sensationeller Deal ist. Der neue Awardchart sieht allerdings Preise zwischen 70.000 und 100.000 Punkte für diese Hotels vor, abhängig von der Saison.

Neuer Marriott Awardchart - Gültig ab dem 5. März
Neuer Marriott Awardchart – Gültig ab dem 5. März

Indirekte Verteuerung für Punktekäufer

Für Punktekäufer gibt es indirekt noch eine zusätzliche Verteuerung, denn Marriott Punkte sind deutlich teurer zu erwerben als es bei Starpoints der Fall war. Bei Marriott gab es (bisher) keinerlei Rabatte auf Punktekäufe. Konnte man bei SPG 30.000 Punkte jährlich (umgerechnet 90.000 Marriott Punkte) für 682,50 USD kaufen, so ist man bei Marriott auf 50.000 Punkte für 625 USD im Jahr limitiert. Das ist nicht nur deutlich weniger, sondern auch noch knapp 65% teurer als zuvor bei Starwood.

Sitzt ihr noch auf einer großen Anzahl von Marriott Punkten und habt eines der Luxushotels im Auge – jetzt ist der richtige Augenblick gekommen, diese Punkte einzulösen. Für eine Übersicht aller 57 Kategorie 8 Hotels folgt ihr diesem Link und sortiert die Spalte ganz rechts nach den Kategorie 8 Hotels.

Änderung der Awardkategorien für 323 Marriott Hotels – Die Details

Ebenso wie bei Hyatt (World of Hyatt Award Kategorien werden für zahlreiche Hotels neu zugeordnet) gibt es auch bei Marriott Änderungen bei den Awardkategorien. Diese sind angesetzt für den 05. März und betreffen 323 Hotels. Die Liste für alle 323 Hotels findet ihr unter diesem Link (Vorsicht PDF). Wie könnte es auch anders sein, ein Großteil der aufgelisteten Hotels steigt um eine Kategorie auf, und nur eine Handvoll der Unterkünfte sinkt um eine Kategorie. Ein kleines Trostpflaster: Bei Marriotts knapp 7.000 Hotels weltweit wirken sich diese Änderungen auf nur rund 5% der Hotels aus, 95% sind nicht betroffen.

Hotels welche um eine Kategorie aufsteigen

Insgesamt steigen 286 Hotels um eine Kategorie auf, verteilt auf folgende Kategorien:

  • 34 Hotels steigen von Kategorie 1 (7.500 Punkte) auf in Kategorie 2 (12.500 Punkte)
  • 37 Hotels steigen von Kategorie 2 (12.500 Punkte) auf in Kategorie 3 (17.500 Punkte)
  • 49 Hotels steigen von Kategorie 3 (17.500 Punkte) auf in Kategorie 4 (25.000 Punkte)
  • 64 Hotels steigen von Kategorie 4 (25.000 Punkte) auf in Kategorie 5 (35.000 Punkte)
  • 72 Hotels steigen von Kategorie 5 (35.000 Punkte) auf in Kategorie 6 (50.000 Punkte)
  • 22 Hotels steigen von Kategorie 6 (50.000 Punkte) auf in Kategorie 7 (60.000 Punkte)
  • 8 Hotels steigen von Kategorie 7 (60.000 Punkte) auf in Kategorie 8 (85.000 Punkte)

Über 35% der Änderungen betrifft dabei die obersten drei Kategorien, wovon 8 Hotels zusätzlich zu den bereits 57 Hotels in die Kategorie 8 aufsteigen. Namentlich handelt es sich dabei um folgende Hotels:

  • Scrub Island Resort, Spa & Marina, Autograph Collection
  • The London EDITION
  • Las Alcobas, a Luxury Collection Hotel, Napa Valley
  • Pine Cliffs Residence, a Luxury Collection Resort, Algarve
  • The Ritz-Carlton Ras Al Khaimah, Al Hamra Beach
  • The Ritz-Carlton, Dubai
  • W Hong Kong
  • The Westin Europa & Regina, Venice

Besonders schmerzhaft sind auch die 72 Hotels welche von Kategorie 5 aufsteigen, haben damals doch sehr viele Mitglieder die Kategorie 5 Travel Packages gekauft welche für diese Hotels gültig sind. Hier finden sich zum Beispiel das Ritz Carlton Coconut Grove in Miami, das Le Dokhan’s in Paris oder das Delta Hotel in Whistler Village…

Hotels welche um eine Kategorie absteigen

Insgesamt fallen 37 Hotels um eine Kategorie, verteilt auf folgende Kategorien:

  • 1 Hotel sinkt von Kategorie 2 (12.500 Punkte) ab in Kategorie 1 (7.500 Punkte)
  • 4 Hotels sinken von Kategorie 3 (17.500 Punkte) ab in Kategorie 2 (12.500 Punkte)
  • 9 Hotels sinken von Kategorie 4 (25.000 Punkte) ab in Kategorie 3 (17.500 Punkte)
  • 12 Hotels sinken von Kategorie 5 (35.000 Punkte) ab in Kategorie 4 (25.000 Punkte)
  • 3 Hotels sinken von Kategorie 6 (50.000 Punkte) ab in Kategorie 5 (35.000 Punkte)
  • 7 Hotels sinken von Kategorie 7 (60.000 Punkte) ab in Kategorie 6 (50.000 Punkte)
  • 1 Hotel sinkt von Kategorie 8 (85.000 Punkte) ab in Kategorie 7 (60.000 Punkte)

Ernüchternd sieht hingegen der Abstieg der Hotels aus. Mit 37 Hotels sind das nicht einmal 13% der betroffenen Hotels, welche im Preis reduziert werden. Als einziges Hotel der Kategorie 8 steigt das St. Regis Osaka bereits wieder ab, bevor die 85.000 Punkte überhaupt in Kraft getreten sind und verbleibt damit bei 60.000 Punkten.

Hotels, welche bereits gebucht sind, im Preis aber dennoch günstiger werden, sollten die Differenz automatisch zurückerstatten. Bei den aktuellen Problemen würde ich mich darauf aber definitiv nicht verlassen und es noch einmal überprüfen, wenn es soweit ist.

Änderung der Awardkategorien für 323 Marriott Hotels – Fazit

Im Gegensatz zu Hyatt, wo das Roulette noch einigermaßen glimpflich verlief, hat es uns bei Marriott deutlich schlimmer erwischt. Zwar betreffen die Änderungen nur einen Bruchteil der beinahe 7.000 Hotels im Portfolio, allerdings sind hier zahlreiche der interessanten Hotels dabei. Sind wir ehrlich, was interessiert es mich, ob ein Four Points in Russland oder ein Aloft in Abu Dhabi eine Kategorie absteigt, wenn im Gegenzug das JW in New Orleans statt bisher 35.000 Punkte neu 50.000 Punkte kostet.

Ich denke wir sind uns alle bewusst, dass die Tendenz generell in Richtung höhere Punktepreise für die schönen Hotels gehen wird. Aber gleichzeitig sollte man auch versuchen, uns bei der Stange zu halten. In dem Moment, wo alle der erstrebenswerten Hotels in einer Kategorie außerhalb unserer Reichweite sind, werden wir uns einfach neu orientieren. Bei den derzeitigen Zuständen nach dem Merger und Aussagen des CEOs, dass derlei (rechtmäßige) Beschwerden von jahrelangen Statusmitgliedern lediglich „noise around the edges“ seien, sollte man eher schauen, dass man diese wieder gewogen stimmt, und nicht noch Salz in die Wunden streuen indem einfach alles teurer wird.

Ich bin auf die Zukunft von Marriott Bonvoy gespannt bzw. darauf, ob wir irgendwann auch einmal wieder etwas Positives berichten dürfen…

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2 Kommentare

  1. Hallo Benedikt,
    vielen Dank für den ausführlichen Artikel.
    Die Wahrnehmung vom Marriott CEO ist nicht ganz vollständig. Die Statusmitglieder welche sich bei ihm beschweren sind nur ein Bruchteil derer, die sich lautlos verabschieden…
    Im letzten Jahr habe ich die 10 Jahre Platin Member vollgemacht. Freundlicher Weise hat Marriott die Anzahl der Übernachtungen zum Lifetime Platinum von 400 auf 600 Übernachtungen erhöht. Es ist schon ein kleiner Unterschied ob man nur noch 74 Übernachtungen bräuchte oder jetzt 274 Übernachtungen… Ich bin vorerst raus. Hilton ist mit entsprechendem Status eine perfekte Alternative.
    Kann man nur hoffen, das der Marriott CEO auch an den Mitgliederzahlen gemessen wird. Sein Umsatz wird vorerst lautlos schrumpfen zur Freude seine Mitbewerber.

    • Hi Frank

      Danke für deinen Erfahrungsbericht. Wie du sagst scheint man sich bei Marriott tatsächlich nicht wirklich bewusst zu sein, dass die „paar Wenigen“ die sich aus ihrer Sicht beschweren längst nich alle Mitglieder sind, welche einen Grund haben sich zu beschweren.
      In den USA dürfte dieses Problem der Abwanderung noch grösser sein, dort gibt es ja den Hilton Diamond Status für 450$ im Jahr mit einer Kreditkarte. Da besteht dann bei teilweise besseren Benefits (Frühstück in ALLEN Hotels, nicht nur in ausgewählten Marken) absolut kein Grund mehr die Nächte bei Marriott voll zu machen…Mal sehen wann man das bemerkt.

      Gruss Benedikt

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