Boon Planet Beboon
11. Februar 2020 Kai 7 Meilen & Punkte sammeln, Meilen sammeln von der Couch

Mit boon.PLANET Meilen sammeln

boon.PLANET ist, kurz gesagt, die deutsche Antwort auf Revolut – eine Kombination aus Debitkarte und Banking-App mit einer deutschen IBAN, deutscher Einlagensicherung, deutschsprachigem Support und der gleichen Möglichkeit, das Konto mit einer meilenfähigen Kreditkarte wie der Miles & More Gold Kreditkarte oder der Hilton Kreditkarte aufzuladen und damit Meilen zu sammeln. Hinter Boon steht mit der Wirecard AG ein arrivierter Zahlungsdienstleister, der über eine deutsche Banklizenz verfügt. Ich habe mich angemeldet und mir boon.PLANET mal genauer angeschaut. Wie es mir gefällt und wie man mit boon.PLANET Meilen sammeln kann, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Im Grunde genommen bin ich mit Revolut hochzufrieden. Mich stört die englische IBAN nicht. Im Gegenteil, sie ist ganz nützlich, wenn ich meine Miete an meinen englischen Vermieter bezahle. Doch in den letzten Wochen kochten Gerüchte hoch, Miles & More würde das Aufladen des Revolut-Kontos nicht mehr mit Meilen belohnen, womit der Sinn des Kontos für mich weitgehend hinfällig wäre. Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und siehe da: Es gibt seit ein paar Monaten eine deutsche Banking App, die zwar vom Aufbau und den Funktionen etwas anders aussieht als Revolut, aber die grundlegende Idee ist die gleiche. Man kann das Konto nämlich mit einer Kreditkarte aufladen. Das kostet euch nichts und bringt sogar Prämienmeilen, wenn es die Miles & More Kreditkarte ist. Auch mit der Hilton Honors Kreditkarte kann man Punkte sammeln, nicht jedoch mit American Express und auch nicht mit den Eurowings Kreditkarten.

boon.PLANET – Das aktuelle Angebot

  • Bankkonto inklusive Debit Mastercard
  • Deutsche IBAN
  • Keine Jahresgebühr/Dauerhaft kostenlos
  • Kostenlose Aufladung mit Kreditkarte
  • 0,75% Guthabenzins p.a. bis 10.000€
  • Keine Fremdwährungsgebühren
  • Zentrale Steuerung und Verwaltung über die App
  • Kompatibel mit Apple Pay, Google Pay, Garmin Pay und Fitbit Pay

Zum Angebot

Wer oder was ist Boon oder boon.PLANET?

Boon ist ein Tochterunternehmen der Wirecard AG, welche es als Payment-Lösung bereits seit 2015 gibt. Es gibt boon in verschiedenen Varianten. Erstaunlicherweise sind (noch?) alle kostenfrei. Jedenfalls sind die essenziellen Funktionen kostenlos, und es wird bei keiner Variante eine monatliche Gebühr erhoben. Allerdings hat nur boon.PLANET, das es erst seit Herbst 2019 gibt, die für uns so attraktive Funktionalität eines Bankkontos. Boon basic und boon Plus dagegen sind reine digitale Zahlkarten mit Payment-Anbindungen wie Apple Pay oder Google Pay. Ferner habt ihr eine digitale Debit Mastercard, mit der ihr mobil und online bezahlen könnt.

Boon Pakete

boon.PLANET Vorteile

Von Boon Planet profitieren können nicht nur Vielreisende und App-affine Bankkunden, sondern auch Meilensammler. Das Konto und Kreditkarte können einfach über die App bedient werden, Auslandsumsätze sind gebührenfrei und bei Aufladung des Kontos mit der Kreditkarte können Meilen gesammelt werden.

Mit boon.PLANET Meilen sammeln für jede Überweisung

Wir stellen Boon in diesem Artikel vor, da es ein weiterer Baustein für eine erfolgreiche Meilensammelstrategie sein kann. Denn Boon macht es wie Revolut letztendlich möglich mit jeder Überweisung Meilen zu sammeln. Vielleicht habt ihr euch schon einmal geärgert, dass ihr mit großen monatlichen Ausgaben, wie der Miete, Strom-, Gas- und Internetrechnung keine Meilen sammeln könnt, da ihr per Banküberweisung zahlen müsst und euer Vermieter o. Ä. natürlich in der Regel keine Zahlung per Kreditkarte akzeptiert. Mit boon.PLANET als Zwischenschritt wird aber das Sammeln von Meilen für diese Überweisungen doch möglich. Dazu ladet ihr euer Konto einfach mit einer Kreditkarte, wie der Miles and More Kreditkarte, auf und überweist dann das Geld im zweiten Schritt von boon.PLANET auf das gewünschte Konto. Weder für das Aufladen per Kreditkarte, noch für die Überweisung fällt eine Gebühr an. Beispiel: Zahlt ihr eure 1.000 Euro Miete per boon.PLANET, sammelt ihr bei Aufladung mit der privaten Miles and More Kreditkarte 500 Miles & More Meilen (1 Meile je 2 Euro Umsatz). Nach aktuellem Stand werden die Miles & More Kreditkarten und die Hilton Kreditkarte für die Aufladung akzeptiert. Die Nutzung einer unter Meilensammlern so beliebten American Express Kreditkarte, wie der Amex Gold oder Amex Platinum, ist dagegen nicht möglich.

Vollwertiges Konto

Mit boon.PLANET erhaltet ihr ein vollwertiges deutsches Bankkonto mit einer deutschen IBAN. Ihr könnt also auch Daueraufträge anlegen und SEPA-Mandate einziehen lassen.  Überweisungen in Echtzeit funktionieren offenbar noch nicht, sollen aber wohl bald kommen. Wie bei Revolut auch könnt ihr aber natürlich an andere boon-Nutzer Geld in Echtzeit senden. Normale SEPA-Überweisungen mit banküblicher Laufzeit funktionieren natürlich auch problemlos, aber eben nur mit boon.PLANET. Die Funktionalitäten von Boon Basic und Boon Plus habt ihr in boon.PLANET ebenfalls.

Kostenlose Kreditkarte

Boon.PLANET ist grundsätzlich und dauerhaft kostenlos. Kostenlos ist auch die physische Debit Mastercard.

Keine Auslandseinsatzgebühr

Bei den meisten Kreditkarten werden Auslandseinsatzgebühren in Höhe von ca. 2% fällig. Bei der Boon Mastercard fallen dagegen keine Gebühren an.

0,75% Guthabenzinsen

Seit dem 01.02.2020 gibt es bei boon.PLANET 0,75% Zinsen auf euer Guthaben. Allerdings ist der Zinssatz auf ein Guthaben von 10.000 Euro begrenzt. Maximal erhaltet ihr also 75 Euro Zinsen pro Jahr. Das ist nicht so wahnsinnig viel, aber für ein kostenloses Konto, mit dem ihr auch noch Meilen generieren könnt, ist das dann doch nicht schlecht – vor allem vor dem Hintergrund der desolaten Lage auf dem Markt für Tagesgeld.

Einfache Beantragung

Die Eröffnung eines Boon Planet Kontos könnte einfacher und schneller nicht sein. Da ihr Konto und Prepaid-Kreditkarte im Guthaben führt, ist kein Bonitätsnachweis erforderlich. Für die Registrierung, die bei mir weniger als zehn Minuten gedauert hat, ladet ihr euch zunächst die App von boon.PLANET aus dem App Store oder Google Play herunter. Ihr öffnet die App und beginnt die Registrierung mit der Eingabe eurer persönlichen Daten. Im zweiten Schritt müsst ihr euch identifizieren. Dafür benötigt ihr eure persönliche Steuer-Identifikationsnummer (findet ihr oben auf eurem letzten Steuerbescheid) und euren Personalausweis oder Reisepass, denn im nächsten Schritt werdet ihr zum Video Chat weitergeleitet, wo das Ident-Verfahren mit euch durchgeführt wird. Nach erfolgreicher Identifikation werdet ihr zurück in die App geleitet, wo ihr nun ein Passwort und eine PIN einrichten müsst und dann als erstes gefragt werdet, wie ihr euer Konto aufladen möchtet. Testweise habe ich die Miles & More Kreditkarte hinterlegt und 50 Euro aufgeladen, welche in Echtzeit verfügbar waren.

boon.PLANET – Der Aufbau der App

Die App- Oberfläche ist relativ minimalistisch aufgebaut. Unter “Übersicht” findet ihr eine Übersicht eurer Transaktionen, die von boon in Kategorien wie “Lebenshaltung” oder “Wohnen” eingeordnet werden. Unter “Geld senden” ist die wichtigste Funktion hinterlegt, nämlich Daueraufträge anlegen oder Überweisungen tätigen. Anders als bei Revolut müsst ihr Empfänger nicht erst anlegen sondern Kontakte werden nach einer Überweisung automatisch gespeichert. Unter diesem Punkt findet ihr auch die Auflade-Funktion rechts oben. Obwohl damit geworben wird, dass auch automatische Aufladungen geplant werden können, finde ich dazu keine Option. Über den Button aufladen, kann man jedenfalls nur manuell aufladen. Dafür könnt ihr mehrere Kreditkarten zum Aufladen hinterlegen. Aufladen könnt ihr natürlich auch durch Überweisung, doch da ihr damit keine Meilen generieren könnt, ist das für unsere Zwecke jedenfalls nicht die beste Wahl. Ich werde diese Option jedenfalls frühestens nach Erreichen meines Aufladelimits für die Kreditkarte nutzen.

Der dritte Button “Account” beherbergt schließlich eure persönlichen Daten wie die Daten der virtuellen Mastercard für Online-Zahlungen und eure IBAN. Hier findet ihr außerdem eure Kontoauszüge und Einstellungen. Unter den Einstellungen befinden sich ein paar sicherheitsrelevante Möglichkeiten. So könnt ihr z.B. Limits für bestimmte Arten von Zahlungen selbst setzen. Wenn ihr z.B. die mobile Zahlungsfunktion gar nicht nutzen wollt, macht es Sinn, das Limit hier auf Null zu setzen. Gleiches gilt für Limits für Geldabhebungen. Ferner gibt es im Bereich “Account” den Support. Hier erwartet euch eine echte telefonische Hotline mit echten Menschen, die Deutsch sprechen. Die Nummer ist eine Berliner Festnetznummer, die täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr erreichbar ist. Ich habe die Hotline noch nicht genutzt, doch wird von Nutzern berichtet, dass es sich nicht um ein ausgelagertes Callcenter handeln soll sondern um Boon-Mitarbeiter, die wissen, wovon sie reden. Berichtet in den Kommentaren gerne von euren eigenen Erfahrungen. Der Kundenservice ist auch per Mail erreichbar und es gibt auch einen Chatbot, von dem ich allerdings nicht viel erwarte. Außerdem gibt es natürlich eine kostenlose Notrufnummer für die Sperrung der Karte, die 24/7 erreichbar ist.

boon.PLANET Nachteile

Wer nicht so sehr an den Funktionen eines Girokontos interessiert ist, sondern einfach nur einen Weg sucht, Meilen zu generieren, der wird wenig zu meckern haben. Wer mit dem Gedanken spielt, das Konto auch gleich zu seinem Hauptkonto zu machen, der wird allerdings ein paar Haare in der Suppe finden.

Das Konto verfügt über eine kostenlose physische Debit Mastercard, die ihr euch bestellen könnt. Echte Vorteile habt ihr damit allerdings nicht. Zwar zahlt ihr weltweit keine Auslandseinsatzgebühr, doch Bargeldabhebungen kosten sowohl in Euro (2 Euro je Abhebung) wie auch in Fremdwährung (4 Euro je Abhebung) Gebühren. Da gibt es zu viele kostenlose Kreditkarten auf dem Markt, als dass man in Versuchung geraten würde, dieses Angebot zu nutzen. Fremdwährungskonten, eine der ganz großen Stärken von Revolut, gibt es bei boon.PLANET offenbar nicht, auch Überweisungen im SWIFT-Verfahren werden nicht angeboten. Ihr könnt also keine Zahlungen in einer anderen Währung als Euro vornehmen.

Boon.PLANET hat klar definierte Limits, die alle so hoch sind, dass sie bei normaler Nutzung des Kontos nicht erreicht werden. Für die Meilenjäger ist natürlich das Limit für die Aufladungen mit Kreditkarte am interessantesten. Das Tageslimit ist mit 5.000 Euro auch wieder sehr hoch angesetzt; lediglich das Jahreslimit ist mit 50.000 Euro eher knapp bemessen. Allerdings halte ich das für einen schlauen Schachzug von boon.PLANET, denn das Problem solcher Konstrukte ist ja oft, dass es Leute gibt, die es mit dem Generieren von Meilen schlicht übertreiben. Diese Gefahr ist bei einem Jahreslimit von 50.000 Euro und damit einem Limit von 25.000 Prämienmeilen extra im Jahr vermutlich geringer, denn der Anreiz, sinnlos Geld hin und herzuschicken, um damit Meilen zu generieren, ist damit genommen. Bei normaler und “echter” Nutzung des Bankkontos sollte man mit dem Limit leben können. Trotzdem ist ein Limit eben ein Limit und das kann man auch als Nachteil werten.

Automatische Aufladungen gibt es noch nicht, auch wenn das offenbar bald kommen soll. Wer nicht dauerhaft die 10.000 Euro wegen der Guthabenzinsen hier parkt, muss daher im Auge behalten, wann welche Zahlungen von eurem Konto abgehen sollen. Besonders wenn ihr viele SEPA-Mandate erteilt, die nur einmalig eingezogen werden, müsst ihr gut im Blick haben, wann wie viel Geld von eurem Konto abgebucht wird. Ihr habt wie bei Revolut auch keinen Dispositionsrahmen, das Konto wird also ausschließlich auf Guthabenbasis geführt. Können Lastschriften wegen mangelnder Deckung nicht ausgeführt werden, kann es teuer werden. Auch sonst lohnt sich ein Blick in die Gebührentabelle, denn dort sind einige Posten, die man von Revolut vielleicht so nicht kennt.

Ein Problem bekommt, wer mit boon.PLANET sein neu gekauftes Auto bezahlen will, denn es gibt ein Tageslimit für Überweisungen von 10.000 Euro. Genug für die meisten Ausgaben des täglichen Lebens, aber vermutlich zu wenig für ein neues Auto. Das wöchentliche Limit für SEPA- Überweisungen beträgt immerhin schon 25.000 Euro. Für einen Gebrauchtwagen dürfte man mit diesen Limits vermutlich zurechtkommen. Die Preisliste für Services und die verschiedenen Limits findet ihr hier.

Meilen sammeln mit boon.PLANET – Fazit

Wem es wie mir ausschließlich um die Möglichkeit geht, mit Überweisungen und SEPA-Lastschriften Miles & More Meilen zu generieren und wer keine Zahlungen in Fremdwährungen durchführen möchte und auch keine weitere Kreditkarte zum Geldabheben braucht, für den ist boon.PLANET optimal. Die Verifizierung geht schnell und das Bankkonto mit deutscher IBAN ist einfach zu bedienen. Wer darüber hinaus noch Verwendung für die sonstigen Features hat, ist doppelt gut bedient.

Zum Angebot

Habt ihr schon ein boon.PLANET-Konto? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Hinterlasst einen Kommentar.

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