Mit Revolut in der Schweiz kostenlos Meilen sammeln

Bereits seit Ende Dezember 2018 hat Revolut eine Schweizer IBAN. Seitdem ist es endlich möglich über reguläre Banküberweisungen kostenlos Geld auf das Konto von Revolut zu transferieren. Für das Aufladen mit einer Kreditkarte wurden allerdings nach wie vor Gebühren erhoben, meist im Bereich von etwa 2%, abhängig von der benutzten Karte. Nun ist es offenbar möglich, vollkommen kostenlos das Revolut Konto mit der Kreditkarte aufzuladen…

Revolut kombiniert Girokonto, Kreditkarte und Banking App
Revolut kombiniert Girokonto, Kreditkarte und Banking App

Mit Revolut in der Schweiz kostenlos Meilen sammeln – Übersicht

Wer noch nie etwas von Revolut gehört oder gelesen hat, liest sich am besten unseren Artikel Mit Revolut Meilen sammeln – So führt jede Überweisung zur Gutschrift auf dem Meilenkonto durch, hier ist alles ausführlich erklärt. Im Wesentlichen erlaubt Revolut seinen Nutzern das Aufladen des Revolut Kontos auf verschiedene Arten, die interessanteste davon für uns Meilensammler ist das Aufladen mit Kreditkarte, denn so können wir auch Meilen durch Umsätze sammeln. Das Geld befindet sich anschließend auf einem Girokonto, welches mit einer virtuellen oder physischen Kreditkarte verknüpft ist. Somit könnt ihr dann nicht nur Überweisungen tätigen, durch welche ihr Meilen sammelt (sei das Miete, Krankenkasse oder sonstige Rechnungen), sondern auch im Ausland mit der Revolut Kreditkarte bezahlen, ohne dass euch dafür die Auslandseinsatzgebühr berechnet wird. All das geschieht dabei über die Revolut App.

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Mit Revolut in der Schweiz kostenlos Meilen sammeln – Details

Bisher war es für Leute mit Schweizer Bankkonto in der Regel mit Kosten verbunden, Geld auf das Revolut Konto zu laden, und hat sich dadurch eigentlich nicht gelohnt. Der Grund dafür war, dass Revolut keine Schweizer IBAN Nummer hatte, und Überweisungen bzw. Aufladungen mit der Kreditkarte immer mit Gebühren verbunden waren. Für das Aufladen von 10 Franken auf mein Revolut Konto mit meiner Cornèrcard Miles & More Visa Classic wurden mir 25,20 Franken berechnet, kein sehr gutes Geschäft. Zwar waren die 2% transparent angegeben, aber Cornèrcard kategorisiert derlei Aufladungen wohl als Barabhebung im Ausland, und damit wurde eine zusätzliche Gebühr von 15 Franken erhoben.

Seit Ende Dezember verfügt Revolut über eine Schweizer IBAN Nummer. Damit sind nun Überweisungen von einem Schweizer Konto kostenlos, auch wenn es dadurch noch nicht möglich ist Meilen zu sammeln. Bei einem weiteren Versuch mit der Swisscard Miles & More Mastercard vor etwa zwei Wochen wurden mir immer noch 1,8% Gebühren berechnet, welche ebenfalls wieder transparent dargestellt waren. Immerhin blieb mir dieses mal die Barabhebungsgebühr erspart. Sowohl im Falle von Cornèrcard als auch bei Swisscard wurden mir die Meilen übrigens entsprechend gutgeschrieben (5 Meilen bei Cornèrcard, 4 Meilen bei Swisscard).

Gestern habe ich dann in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass Revolut derzeit keine Gebühren für das Aufladen mit Kreditkarten verlangt, so wie es in Deutschland auch immer wieder einmal der Fall ist.

Keine Gebühren für das Aufladen mit der Kreditkarte - Fröhliches Meilen sammeln
Keine Gebühren für das Aufladen mit der Kreditkarte – Fröhliches Meilen sammeln

Wie ihr im obigen Screenshot sehen könnt, heißt es an der Stelle wo normalerweise die Gebühren zu sehen sind „keine Gebühr“. Aber Vorsicht: Cornèrcard behandelt Aufladungen auf Revolut nach wie vor als Barabhebung, so dass zwar keine 20 Rappen Einsatzgebühr, aber eben die 15 Franken berechnet werden, und Meilen gibt es auch nicht dafür. Somit bleibt als Alternative eigentlich nur das Duo von Swisscard. Und auch hier gibt es einen Haken: Das Revolut Konto kann lediglich mit einer Visa oder Mastercard aufgeladen werden, weder Amex noch Diners Club werden akzeptiert. Da Cornèrcard keine Option ist, bleiben nur noch die verschiedenen Mastercards von Swisscard, welche je nach Version (Classic, Gold, Platinum) lediglich zwischen 0,3 und 0,5 Meilen gibt. Aber wie heißt es so schön, Kleinvieh macht auch Mist.

Da ich bisher lediglich Aufladungen mit diesen zwei Produkten getätigt habe kann ich nichts zu anderen Kreditkarten sagen, allerdings sind diese aufgrund der (meist) fehlenden Sammelfunktion wohl nicht so stark von Interesse.

Mit Revolut in der Schweiz kostenlos Meilen sammeln – Fazit

Bisher war Revolut für mich nicht mehr als eine Spielerei, denn in dem Moment in dem ich 1,8% Gebühren für das Aufladen bezahle, lohnen sich auch Überweisungen nicht, da 1,8 Rappen (1,59 Cent) kein Betrag ist zu dem ich normalerweise Meilen kaufe. Und auch im Ausland halte ich es dann lieber einfach und bezahle direkt mit der Karte, groß ist der Unterschied mit der Fremdwährungsgebühr dann auch nicht mehr. Wenn es nun aber regelmäßig möglich ist komplett ohne Kosten Geld auf das Girokonto von Revolut zu laden und dieses für Rechnungen und Ausgaben im Ausland zu nutzen, dann wird sich dies ziemlich rasch ändern und die Karte wird aus der Schublade geholt und einen Platz in meinem Portemonnaie finden.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Revolut gemacht? Welche Karten habt ihr genutzt und welche Gebühren sind dabei angefallen?

Zum weiterlesen:

18 Kommentare

  1. Die meisten Einzahlungsscjeine haben aber keine iban nummer, welche von revolut verlangt wird. Wie macht ihr das?

    • Hi Giampi

      Ja, das habe ich letzte Woche auch bemerkt. Da es schnell gehen musste habe ich es übers ebanking gemacht.
      Durch googeln habe ich erfahren, dass es wohl einen IBAN-Finder gibt, allerdings hilft das nichts bei Kontonummern die mit 01-XXX anfangen. Wenn es hohe und wiederkehrende Beträge sind lohnt es sich bestimmt nach der entsprechenden IBAN Nummer zu fragen. Das ist jedenfalls das, was ich bei der CSS machen werde.

      Gruss Benedikt

  2. Auch interessant: mit cashback mastercard von swisscard revolut aufladen und 0.5% cashback sichern ohne aufladegebühren. Selbet getestet. Funzt.

  3. Hallo Benedikt

    Danke für den Artikel, echt spannend!

    Im Ausland verwende ich immer die Amex Gold von Swisscard weil CHF 1.00 = 1 Meile. Jedoch für den inländischen (CH) Zahlungsverkehr könnte dies echt eine gute Alternative sein, auch wenn der «Meilenumrechnungskurs» nicht so hoch ist.

    Habe ich das richtig Verstanden, dass aktuell keine zusätzlichen Gebühren entstehen, wenn ich über Revolut bezahle. Das Revolut-Konto würde ich mit der Mastercard Gold von Swisscard aufladen.
    Besten Dank.

    Gruess,
    Thomas

    • Hi Thomas

      Darf ich fragen, wieso du es nicht andersrum nutzt, das würde doch mehr Sinn machen?
      Im Inland mit der Amex bezahlen bzw. für Überweisungen eben diesen Service nutzen; und im Ausland mit der Revolut Visa zahlen und die Fremdwährungsgebühren sparen, welche ja gerade bei Swisscard mit 2,5% astronomisch sind. Damit kauft man sich diese 1 Meile für umgerechnet 2,5 Rappen, der schlechtere Wechselkurs mal aussen vor.

      Ich habe mir nun für meinen anstehenden USA-Urlaub ein paar Hundert Franken auf das Konto geladen, so dass ich vor Ort lediglich noch in Dollar zum Mittelkurs wechseln muss und dann mit meiner Visa alles bezahlen kann. Meilen habe ich bereits durch das Aufladen gesammelt (0,4 pro Franken), aber dafür auch keinerlei Gebühren am Ende.

      Ja genau, derzeit fallen keinerlei Gebühren für das Aufladen mit der Swisscard Mastercard (und anderen) Kreditkarten in der Schweiz an. Das aufgeladene Geld kann dann ganz normal ausgegeben werden ohne Zusatzkosten.

      Gruss Benedikt

  4. Habe mir auch die Revolut Karte bestellt. Leider habe ich erst da festgestellt das man, wenn man in der Schweiz lebt, beim Standard Plan keine Mastercard mehr sondern eine Maestro Karte erhält. Die ist aber ausserhalb Europa so gut wie nicht nutzbar. Auch für Online Bestellungen kann man sie vergessen. Schade. Sonst wäre es eine super Sache gewesen.

  5. Verwende revolut seit Januar und kann durchgehend nur positives berichten. Karte (Visa, MasterCard noch nicht getestet) wurde bisher in CH und DE überall akzeptiert. Der berechnete Kurs befindet sich tatsächlich unter dem Spot-Satz, welches ich durch das Bloomberg Terminal im Nachhinein für meine Transaktionen gecheckt habe. Revolut hat also nicht zu viel versprochen.

    Man sollte noch beachten, dass für Wochenende ein Kursaufschlag verwendet wird (je nach Währung mehr oder weniger). Selbst mit einem Aufschlag von 1% auf EUR-Transaktionen zahle ich deutlich weniger und befinde mich noch immer leicht unterhalb des Spot-Satzes.

    Insofern verwende ich revolut eigentlich nur für FX-Zahlungen, seit neustem auch für die inländischen CHF-Zahlungen. Die hinterlegte Swisscard M&M MasterCard Gold verwende ich lediglich als „Aufladekarte“ für mein Revolutkonto.

    Das Ganze beobachte ich dennoch skeptisch. Immerhin handelt es sich um ein FinTech, welches sich noch nicht vollends etabliert hat, Änderungen können immer eintreffen! Insofern: geniesst es, solange es geht :) Ich hoffe, dass uns Revolut lange begleiten wird.

    • Hi Dooly

      Wie bereits bei Christoph geschrieben kannst du die Referenznummer im letzten Schritt zusammen mit dem Betrag unter „Verwendungszweck“ angeben.

      Gruss Benedikt

  6. Revolut hat doch nicht Mal richtige E-Mail-Adresse, jetzt auf einmal schweizer IBAN. Aber vollwertige Bank ist Revolut für mich trotzdem nicht. Gibt doch überall Probleme, vor allem wenn man Konto für Geschäftsverkehr braucht. Und Kontoauszüge für Buchhaltung braucht.

    • Hi Bernd

      Ich würde Revolut auch nicht als einziges Bankkonto benutzen auf den ich meinen Lohn überweisen lasse, aber gerade für Ausgaben bei denen man keinerlei Meilen sammelt kommt es für mich in Frage. Aber auch im Ausland werde ich Revolut in 3 Wochen mal ausgiebig testen und versuchen einen Vergleich zwischen bisherigen Ausgaben mit Fremdwährungsgebühr zu machen.
      Revolut ist ein FinTech Startup, ich glaube nicht, dass man hier bereits auf Unternehmen fokussiert ist.

      Gruss Benedikt

  7. Hmmmm,
    Verstehe ich richtig, dass die Zusammenfassung dieses sehr langen Artikels lautet:
    – *Manchmal* kann man das Revolut Konto ohne Gebühr via Swisscard M&M MasterCard Kreditkarte laden und kriegt dafür 0.3/0.6 Meilen?

    • Hi Daniel

      Wenn du das alles bereits wusstest, ja, dann schon (Sind wir ehrlich, so lang ist der Artikel nun auch wieder nicht).
      Aber ich denke mir, dass nicht viele Leser einfach mal Geld mit verschiedenen Karten aufgeladen haben und darum die Unterschiede bei den Gebühren der Herausgeber kennen, diese sind ja letztlich noch das was Revolut zu einem Ja oder Nein macht.
      Übrigens gibt es je nach Karte 0,3 (Classic), 0,4 (Gold), und 0,5 (Platinum) Meilen pro Franken.

      Gruss Benedikt

    • Alles schwierig, vor allem wenn man das Konto für Geschäftsverkehr und Kontoauszüge für Buchhaltung braucht. Revolut ist dann eben doch keine vollwertige Bank trotz schweizer IBAN als Bankleitzahl, MasterCard’s usw

    • Hi Christoph

      Die Referenznummer kannst du nach Eingabe aller Daten für die Überweisung zusammen mit dem Geldbetrag im letzten Schritt unter „Verwendungszwecke“ angeben.

      Gruss Benedikt

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