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24. Januar 2025 Mark 1 Anfänger Tutorial, Verfügbarkeiten finden

Prämienflug-Verfügbarkeiten finden – Die Grundlagen

Die Suche nach Prämienflug-Verfügbarkeiten stellt Meilensammler regelmäßig vor Herausforderungen. Doch wer die wichtigsten Konzepte versteht und entsprechende Tools zu nutzen weiß, erhöht seine Chancen, passende Verfügbarkeiten zu finden, massiv. In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Grundlagen.

Was sind Prämienflug-Verfügbarkeiten?

Prämienflug-Verfügbarkeiten bezeichnen diejenigen Flüge, die mit gesammelten Vielfliegermeilen gebucht werden können. Bei der großen Mehrheit aller Vielfliegerprogramm weltweit gilt, dass mit Meilen buchbare Flüge kontingiert sind. Das bedeutet, dass Airlines nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen für die Buchung mit Meilen freigeben. Nicht jeder Flug einer Airline (und insbesondere nicht jeder Sitzplatz) ist mit Meilen buchbar.

Die Star Alliance nutzt für ihre Prämienflug-Kontingente zum Beispiel getrennte Buchungsklassen. Flüge in den Buchungsklassen X (Economy Class), I (Business Class) und O (First Class) sind über alle Star Alliance Vielfliegerprogramme buchbar.

Welche Faktoren haben Einfluss auf Verfügbarkeiten?

Wie gut oder schlecht die Verfügbarkeiten ausfallen, kann sich von Airline zu Airline stark unterscheiden. Prämienflug-Verfügbarkeiten hängen im Allgemeinen von den folgenden Faktoren ab.

  • Airline: Wie viele Verfügbarkeiten freigegeben werden, legt jede Airline selbst fest. So sind beispielsweise Qantas und Air New Zealand dafür bekannt fast nie Verfügbarkeiten in der Business oder First Class zur Buchung freizugegeben.
  • Beliebtheit der Strecke: Je höher die Nachfrage nach Tickets auf einer Strecke ist, desto unwahrscheinlicher ist, dass Verfügbarkeiten für Meilenbucher vorhanden sind.
  • Reisezeit/Saison: An Feiertagen oder während Ferienzeiten, also in Zeiten mit hoher saisonaler Auslastung, nehmen Verfügbarkeiten in der Regel stark ab.
  • Zeitpunkt der Buchung: Die besten Chancen Verfügbarkeiten zu finden bestehen tendenziell für sehr frühzeitige oder kurzfristige Buchungen. Denn zu diesem Zeitpunkt ist es am wahrscheinlichsten, dass ein Flug nicht ausgelastet ist.
  • Vielflieger-Status: Verfügbarkeiten können Meilensammlern mit einem Status vorbehalten sein. So können Prämienflüge in der Swiss First Class beispielsweise nur von Miles & More Senator oder HON Circle Statusinhabern gebucht werden.

Warum gibt es Verfügbarkeiten?

Dass Airlines und Vielfliegerprogramme nicht jeden Flug für die Buchung mit Meilen freigeben, hat einen einfachen Grund: Opportunitätskosten. Je höher die Nachfrage auf einer bestimmten Route ist, desto einfacher ist es für die Airline den Flieger mit regulär zahlenden Passagieren zu füllen. Und je ausgelasteter ein Flug ist, desto eher lassen sich hohe Ticketpreise durchsetzen. Meilensammler haben in diesem Fall das Nachsehen. Beispiel: In den Tagen vor Weihnachten steigen Flugpreise in der Regel stark an, da eine hohe Nachfrage auf ein begrenztes Angebot trifft. Für die Airline ist es lohnender teure Tickets zu verkaufen als ein Meilenticket, dessen Preis – je nach Programm – immer der gleiche ist.

Umgekehrt gilt: Schafft es eine Airline nicht genügend Tickets auf einer Route zu verkaufen und das Flugzeug zu füllen, ist es wahrscheinlich, dass Verfügbarkeiten für Meilensammler freigeschaltet werden. Im aus Airline-Sicht besten Fall, bucht ein Meilensammler einen Sitzplatz, der auf regulärem Wege nicht mehr verkauft worden wäre. Ein Meilen-Ticket ist in diesem Fall nicht mit einem Einnahmeausfall und nur mit minimalen zusätzlichen Kosten verbunden.

Verfügbarkeiten und dynamische Awardcharts

Es sind diese Opportunitätskosten und der Wunsch nach mehr Verfügbarkeiten, die einige Airlines in den letzten Jahren auf ein dynamisches Preissystem für Prämienflüge umsteigen lassen hat. Bei diesen Programmen folgt der Meilenpreis dem regulären Preis eines Tickets. Je teurer der reguläre Flugpreis, desto höher der Meilenpreis. Statt die Verfügbarkeiten einzuschränken, werden dann einfach hohe bis exorbitant hohe Meilenpreise verlangt. In der Praxis sind dann zwar Verfügbarkeiten vorhanden, doch deren Buchung ist aufgrund des hohen Preises meist nicht mehr sinnvoll.

Flying Blue Kalender Frankfurt New York
Flying Blue nutzt dynamische Preise

Wann werden Verfügbarkeiten freigeschaltet?

Die Freischaltung von Prämienflug-Verfügbarkeiten variiert je nach Airline und Vielfliegerprogramm. Die meisten Airlines öffnen ihre Buchungssysteme etwa 330 bis 360 Tage vor dem Abflugdatum und geben ab diesem Zeitpunkt auch die ersten Verfügbarkeiten frei. Im Laufe der Zeit können dann in Abhängigkeit von der Nachfrage und Auslastung zusätzliche Verfügbarkeiten freigegeben oder entfernt werden. Besonders wahrscheinlich ist die Freigabe von zusätzlichen Verfügbarkeiten wenige Tage vor dem Abflug, wenn dieser nicht stark genug ausgelastet ist. Es lässt sich daher kaum vorhersagen, nach welchem “Muster” Verfügbarkeiten freigegeben werden. Der Prozess ist für jede Airline und Strecke individuell.

Wie weit im Voraus sind Prämienflüge buchbar?

Wie erhöht man die Chance Verfügbarkeiten zu finden?

Die besten Chancen Verfügbarkeiten zu finden, haben diejenigen, die sowohl zeitlich auch örtlich flexibel sind. Auch wer sehr spontan reist und erst wenige Tage vor Abflug bucht, hat gute Chancen. Ist man nicht flexibel und auf eine bestimmte Strecke und Reisezeitraum eingeschränkt, sollte man sich möglichst frühzeitig mit den Verfügbarkeiten auf der Strecke auseinandersetzen und diese beobachten. Idealerweise plant man sehr weit im Voraus und bucht sobald das Vielfliegerprogramm den Kalender öffnet. Bei Miles & More könnt ihr Prämienflüge beispielsweise maximal 360 Tage im Voraus buchen. In der Regel werden mit dem Öffnen des Kalenders Verfügbarkeiten freigegeben.

Miles And More Kalender Vorausbuchungsfrist 360 Tage
Der Miles & More Kalender öffnet 360 Tage vor Abflug

Der British Airways Executive Club wiederum öffnet seinen Kalender 355 Tage vor Abflug und gibt dabei sogar die Garantie, dass vier Plätze in der Business Class freigegeben werden. Mehr Infos dazu findet ihr hier auf der BA Webseite.

Wie werden Verfügbarkeiten geteilt?

Ein wichtiges Konzept, mit dem auch viele erfahrene Meilensammler nicht vertraut sind ist die Systematik, nach welcher Verfügbarkeiten innerhalb einer Allianz (Star Alliance, SkyTeam oder Oneworld) geteilt werden. Zwar gibt es viele Einschränkungen und Besonderheiten zu beachten, doch grundsätzlich gilt, dass jede Airline in einer Allianz ein bestimmtes Kontingent an Prämienflügen für Partnerprogramme bereitstellt und alle Vielfliegerprogramme in der Allianz Zugriff auf diesen Pool an Prämienflügen haben. So haben beispielsweise die Star Alliance Vielfliegerprogramme United MileagePlus, Singapore Airlines KrisFlyer und Air Canada Aeroplan Zugriff auf das gleiche Inventar an Lufthansa Prämienflug-Verfügbarkeiten. Oder anders gesagt: Findet man über das Air Canada Aeroplan Programm Verfügbarkeiten für einen Lufthansa Flug, sollte dieser auch über das Singapore Airlines KrisFlyer Programm auffindbar und buchbar sein. Basierend auf dieser Grundregel gibt es einige Einschränkungen und Besonderheiten zu beachten.

Die meisten Airlines bevorzugen die Kunden ihrer eigenen Vielfliegerprogramme während Partnerprogramme eingeschränkt werden. Die besten Verfügbarkeiten für Lufthansa Prämienflüge findet man bei Miles & More. Partnerprogramme aus der Star Alliance erhalten Zugriff auf einen kleineren Pool an Flügen. Beispiel 1: Lufthansa First Class Prämienflüge sind nur bei Miles & More mehr als 2 Wochen im Voraus buchbar. Bei Programmen, wie bspw. Aeroplan oder KrisFlyer, sind nur kurzfristige Buchungen innerhalb der kommenden 2 Wochen möglich. Beispiel: Singapore Airlines gibt First Class Prämienflüge fast ausschließlich über KrisFlyer frei. Selbst Singapore Airlines Business Class Verfügbarkeiten sind kaum bei Partnern zu finden.

Darüber hinaus können technische Beschränkungen und zahlreiche andere Gründe zu Unterschieden bei den angezeigten Verfügbarkeiten führen. Zum Teil blenden Vielfliegerprogramme auch bewusst die Verfügbarkeiten bestimmter Airlines aus, wenn ihnen die Kompensationsraten für diese Flüge zu teuer erscheinen.

Wie findet man Verfügbarkeiten?

Sammelt man Meilen in einem bestimmten Vielfliegerprogramm und möchte diese dort für einen Prämienflug einlösen, ist die Prämienflugsuche des besagten Programms, in der Regel die erste Anlaufstelle für die Suche nach Verfügbarkeiten. Das muss sie jedoch nicht sein, wenn man versteht, wie die Verfügbarkeiten innerhalb von Allianzen geteilt werden. So bietet es sich an die Verfügbarkeiten für Star Alliance Airlines über die United MileagePlus Suche (Link) oder die Air Canada Aeroplan Suche (Link) zu recherchieren. Für Oneworld Prämienflüge bietet sich American Airlines AAdvantage (Link) an. Die Suchen dieser Programme sind schlicht und einfach besser als ihre Äquivalente bei Miles & More & Co. Eine bessere Filterlogik und eine Kalenderübersicht erleichtern und beschleunigen die Suche allgemein.

Noch einen Schritt weiter gehen externe Tools, wie Seat.aero, PointsYeah oder SeatSpy. Diese aggregieren die Suchergebnisse mehrerer Monate und/oder mehrerer Vielfliegerprogramme und machen das Auffinden von Verfügbarkeiten noch einfacher.

Prämienflug-Verfügbarkeiten finden – Fazit

Prämienflug-Verfügbarkeiten sind eine Wissenschaft für sich. Das Verstehen dieser ist gleichzeitig der Schlüssel für das erfolgreiche Sammeln und Einlösen von Meilen. Wer neben den Grundlagen auch die Besonderheiten versteht und die richtigen Tools zu nutzen weiß, erhöht seine Chancen passende Verfügbarkeiten zu finden massiv. Airline- oder Vielfliegerprogramm-spezifische Tipps findet ihr in unserer Artikelkategorie Verfügbarkeiten.

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