Austrian Airlines A319 Kabine
02. August 2020 Lothar 3 Business Class Review, Coronavirus, Economy Class Review, Österreich

Review: Austrian Airlines in Zeiten von Corona

Meine erste Flugreise seit Beginn der Corona-Krise führte mich mit Austrian Airlines von Wien nach Zypern und zurück. Nach einem Besuch der Sky Lounge Schengen am Flughafen Wien konnte ich zunächst die Austrian Airlines Business Class im Airbus A319 und fünf Tage später beim Rückflug dann eine etwas “optimierte” Economy Class im Airbus A320 testen. Dabei bin ich zu einem doch etwas überraschenden Fazit gekommen…

Die Lounge: SKY Lounge Wien (Schengen)

Zutritt und Lage

Die Sky Lounge Schengen befindet sich im Schengen-Bereich des Terminals 3 vor den F-Gates. Sobald ihr den Security-Check hinter euch habt, bewegt ihr euch zunächst geradeaus in Richtung der Shoppingfläche. Kurz davor befindet sich auf der linken Seite ein Aufgang zur Ebene 2 – auf der rechten Seite ist die Passkontrolle zu den G-Gates, auf der linken Seite ein schmaler Gang, welchen ihr entlang gehen müsst. Schließlich stößt ihr dann rechts auf einen Bereich, in dem sich der Eingang zur Sky Lounge Schengen sowie daneben auch den Austrian Lounges Schengen befindet. Vor dem schmalen Gang befindet sich derzeit ein Schild mit einem Hinweis auf die aktuellen Öffnungszeiten.

Bis auf die SKY Lounge Schengen (tgl. von 5:00 bis 20:00 Uhr) sind derzeit alle Lounges am Flughafen Wien geschlossen. In der SKY Lounge Schengen herrschte während unseres Besuches – im Gegensatz zum sonstigen Flughafen – keine Maskenpflicht. Austrian Airlines Business Class Passagiere und Miles & More Statuskünden erhalten derzeit anstelle des Zugangs zu den Austrian Business Class/Senator/HON Lounges ebenfalls Zugang zur SKY Lounge Schengen. Den “regulären” kostenlosen Zugang zur Sky Lounge Schengen habt ihr etwa als Priority Pass Mitglieder, aber auch als Inhaber einer Diners Club Vintage Card oder Austrian Miles & More World Mastercard Platinum. Eine vollständige Übersicht über die zulässigen Kreditkarten findet ihr hier auf der Webseite des Flughafens Wien.

Ausstattung, Essen und Getränke

Die Lounge ist durchschnittlich groß und in zwei Bereiche geteilt. Im rechten Bereich der Lounge findet sich das Buffet samt verschiedenen Sitzgelegenheiten entweder an der Wand oder im hinteren Bereich auch in Form von Stehtischen. Das Design der Lounge gefällt mir gut und würde ich in erster Linie als “loungetypisch” beschreiben. Ins Auge sticht dabei gleich nach Betreten des Buffetbereichs ein großes Porträt, das mich etwas an Falco erinnert. Bei den Sitzgelegenheiten an der Wand zeigt sich gleich, dass Anpassungen für Social Distancing vorgenommen wurden. So befindet sich nun zwischen jeder “Sitzkoje” eine Plastiktrennwand. Meine Freundin und ich empfanden dies eigentlich als ziemlich angenehm, da dies für zumindest ein kleines bisschen mehr an Privatssphäre gesorgt hat – kann also gerne auch nach der Corona-Krise so bleiben. Ansonsten befanden sich um das Buffet herum am Boden Abstandsmarkierungen und – wie in der ganzen Lounge – Desinfektionsmittelspender.

Auf der linken Seite der Lounge finden sich sehr viele Sitzgelegenheiten (Loungestühle, Sofas), hier sorgen von der Decke herabhängende Sichtschutzwände für mehr Privatsphäre und potentiell erhöhten Schutz vor etwaigen Tröpfchen. Diese Sitzgelegenheiten bieten zum Teil (gefühlt bei jedem 2. Sitz) auch Steckdosen, um etwa Laptops oder Mobiltelefone aufzuladen. Ich fand die Sitzgelegenheiten komfortabel und auch der Privatssphärefaktor war in Ordnung. Da die Lounge im linken Bereich leider sehr voll war, konnte ich hier keine Fotos machen.

Zum Frühstück gab es einen kalten Aufschnitt (Schinken, Salami, Käse), Bircher-Müsli sowie Marmeladen (Marille und Beeren) und Brot, Semmeln und frisch aufgebackene Croissants als Gebäck dazu. Ich mag dieses Angebot persönlich sehr, obwohl es eigentlich seit Jahren identisch und eben nur ein “kaltes Frühstück” ist. Gerade die Salami ist immer sehr saftig und geschmacksintensiv. Dazu gab es die übliche Auswahl an Getränken (Tee, diverse Kaffees vom Automaten, Wasser und verschiedene Säfte) und Alkohol (Bier, Wein, Sekt, Spirituosen). Hier war das Speisen- und Getränkeangebot also soweit identisch mit dem Status quo vor Corona.

Um Punkt 11 Uhr fand der Wechsel zum Mittagessen statt und hier zeigte sich nun ein deutlicher Unterschied zur vor-Corona-Zeit. So gab es nun gar keine warmen Speisen – weder Suppen, noch warme Hauptspeisen. Stattdessen gab es nun Sandwiches (Gurke-Minze oder Putenschinken), Liptauer-Aufstrich als Dip und Salate zur Auswahl. Als Dessert gab es Marillenkuchen. Da das Boarding schon bald begann und uns im Flugzeug eine Business Class Mahlzeit erwarten sollte, haben wir dieses eingeschränkte Mittagessensangebot nicht genützt. Und so machten wir uns auf in Richtung Passkontrolle und zu unserem Gate.

Der Hinflug: Austrian Airlines A319 Business Class Wien – Larnaka

Da Zypern kein Schengenstaat ist, mussten wir auf dem Weg zu unserem Gate zunächst durch die Passkontrolle. Direkt hinter dieser befinden sich die SKY Lounge Non-Schengen sowie die Austrian Business Class Non-Schengen, welche wie erwähnt derzeit beide geschlossen sind. Unser Gate G01 fand sich praktischerweise gleich am Anfang des G-Gatebereichs. Hier herrschte im Gegensatz zum Schengen-Bereich, wo eigentlich für einen Mittwochmorgen durchschnittlich viel los war, eine fast schon gespenstische Leere – zumindest bis wir dann bei unserem Gate waren, wo es doch wieder voller war. Die Maskenpflicht, welche am gesamten Flughafen (außer innerhalb der Lounge) herrscht, wurde soweit von allen eingehalten. Das Boarding verlief pünktlich, wenngleich eher etwas chaotisch – wir haben es aber zwecks Kabinenfotos dennoch als erste in das Flugzeug geschafft.

Die Buchung & Meilengutschrift

Gebucht hatten wir ursprünglich den Economy Light (Buchungsklasse T) Tarif und in Folge per Festpreisupgrade um 109€ pro Person in die Business Class (Buchungsklasse Z) geupgraded. Aufgabegepäck ist durch das Upgrade nicht inkludiert, dafür jedoch zwei 8kg Handgepäckstücke statt nur einem. Die mir gutgeschriebenen Statusmeilen entsprachen der Business Class Buchungsklasse Z, die Prämienmeilen dem vierfachen Wert des ursprünglichen Ticketpreises + des Upgradepreises. Alternativ hätte es auch noch die Option des “Smart Upgrade” gegeben, dort lag das Mindestgebot bei 80€ und das Maximalgebot bei 750€. Ein Meilenupgrade wäre auf Grund der niedrigen Economy-Buchungsklasse nicht möglich gewesen. Als Prämienflug hätte der Business Class Hinflug 25.000 Miles & More Meilen + rund 51€ an Steuern und Gebühren gekostet.

Die wichtigsten Fakten

  • Flug und Reiseklasse: OS831 in der Austrian Airlines Business Class
  • Flugzeug: Airbus A319-100 (OE-LDG, 14 Jahre alt)
  • Flugdauer: 3 Stunden (tatsächliche Flugzeit 2 Stunden 30 Minuten)
  • Kabinengröße: 3 Reihen Business Class (erweiterbar bis zu den ersten 5 Reihen), 3-3 Anordnung mit geblocktem Mittelsitz
  • Beinfreiheit: 32 Zoll / ~ 81 cm Sitzabstand

Kabine und Sitz

Austrian Airlines bietet wie die meisten europäischen Fluglinien in ihren Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen keine eigenen Business Class Sitze an. Die Sitze sind die gleichen Slimline-Sitze wie in der Economy Class, der Sitzabstand ist mit 32 Zoll aber großzügiger und der Mittelsitz bleibt frei. Bei den Mittelsitzen handelt es sich um ganz reguläre Sitze – bei anderen Fluglinien wie etwa Aegean Airlines kann direkt aus dem Mittelsitz ein kleiner Tisch ausgeklappt werden um dort etwa Getränke abzustellen – dies ist bei Austrian nicht der Fall. Für rund drei Stunden fand ich den Sitz in Ordnung, er wäre mir weder positiv noch negativ besonders aufgefallen. Die Rückenlehne konnte allerdings nur sehr gering verstellt werden, wiederum geringer als dies etwa bei Aegean der Fall ist – zumindest habe ich dies so in Erinnerung.

Tipp: Austrian Airlines hat eine “flexible Business Class” – der Business Class Vorhang lässt sich zwischen der 2. und 5. (A319) bzw. 7. (A320 und A321) Reihe frei platzieren, so dass die Größe der Business Class jeweils an die Nachfrage angepasst werden kann. In den ersten fünf bzw. sieben Reihen beträgt der Sitzabstand demnach 32 Zoll – deutlich mehr als die sehr engen 29 Zoll bei den sonstigen Sitzen im Flugzeug (abgesehen von den Notausgangplätzen). Diese Plätze (in der Regel Reihen 4-5 bzw. 4-7) könnt ihr beim Online-Check-In, sofern ihr schnell genug seid, kostenlos reservieren, wodurch euer Flug deutlich angenehmer werden kann. Allerdings: Die fünf ehemaligen Airberlin-A320 mit den Registrierungen OE-LXA bis OE-LXE sowie die sechs neuen A320 mit der Registrierung OE-LZA bis OE-LZF sind davon ausgenommen und durchwegs eng bestuhlt (teilweise sogar mit nur 28 Zoll).

An Bord herrschte eine Maskenpflicht für Crew und Passagiere, diese wurde soweit ich dies sehen konnte auch von allen befolgt. Ausgenommen davon ist natürlich die Zeit während des Essens und Trinkens. Nach dem Start wurden die Vorhänge zur Economy Class und zur Galley zugezogen, wodurch ein nettes Gefühl eines privaten Abteils entstand. Die Kabine war sauber und beim Boarding wurde an alle Passagiere ein Reinigungstuch verteilt. Die Sitze verfügen über keine Steckdosen oder USB-Anschlüsse. Derzeit gibt es, sozusagen als “Corona-Benefit”, in allen Airbussen der AUA kostenloses Internet (“Flynet”), mit welchem sich durchaus auch YouTube-Videos in niedriger bis mittelguter Qualität anschauen ließen.

Essen, Trinken und Service

Ich habe mir vor dem Flug einige Berichte zum Austrian Airlines Business Class Service auf der Mittelstrecke (etwa Larnaka, Tel Aviv oder Kairo) durchgelesen, zudem wusste ich was Lufthansa auf solchen Strecken in der Business Class serviert. Dies und der Umstand, dass Austrian immer für das tolle Do & Co Catering gepriesen wird, war wohl der Grund für meine Ernüchterung über das in diesem Flug Gebotene:

  • Kein Willkommensgetränk, keine Speisekarte, kein heißes Tuch
  • Keine Nüsse/Snacks zur ersten Getränkerunde
  • Keine Vorspeise, keine Wahlmöglichkeit zur Hauptspeise, kein Käse
  • Weder Eiswürfel noch Spirituosen geladen

All das sollte auf der Mittelstrecke jedoch eigentlich vorhanden sein, zumindest in nicht-Corona-Zeiten. Für einiges davon habe ich auf jeden Fall Verständnis – für das Willkommensgetränk würde man die Maske runtergeben, während sämtliche Economy-Passagiere das Flugzeug gerade neben einem boarden. So ähnlich wäre es wohl auch mit dem heißen Tuch und die Speisekarte ist wohl an sich auch verzichtbar – wenn es denn aber zumindest eine Wahl zwischen Gerichten gegeben hätte. Meine Vermutung ist, dass Austrian Airlines aufgrund der Corona-Krise (hoffentlich nur temporär) die Differenzierung zwischen Kurzstrecken- und Mittelstreckencatering eliminiert hat und somit aktuell auch auf Mittelstrecken “nur” Kurzstreckenservice bietet. Das ist – sofern ich informiert bin – bei der Mutter Lufthansa bzw. der Schwester Swiss jedoch aktuell nicht der Fall, weshalb mich dies schon etwas verwunderte.

Nun aber zu den Sachen, die es gab. Als Hauptspeise gab es Pasta mit einer normalen Tomatensauce und geschmolzenem Parmesan. Das Gericht war sehr gut – das sage ich als jemand, der Pastagerichte in Flugzeugen sonst bisher meist geschmacklos und enttäuschend wahrgenommen hat. Dazu gab es warme Brötchen, Semmeln oder Kornspitze aus dem Brotkorb. Die Schokoladen-Schnitte war ebenfalls sehr gut und sehr intensiv schokoladig. Dazu gab es Kaffee und Tee. Als Getränke standen Wasser, Softdrinks, Sekt (Schlumberger), verschiedene Weine sowie Bier (Ottakringer, Gösser, Egger) zur Auswahl. Das Egger Bier (dieses hatte ich bisher eher als “billiges” Bier wahrgenommen, hat tatsächlich aber eine hohe Falstaff-Auszeichnung) und der Schlumberger Sekt waren ganz gut.

Der Purser auf diesem Flug war sehr nett und auch äußert motiviert – unser Tisch war schnell nahezu mit Getränken überladen. In der zweiten Hälfte des Fluges sah man den Purser dann jedoch nicht mehr aus der Galley hervorkommen. In einer kurzen Unterhaltung in der Galley wollte mir der Purser zunächst ein Glas Bayleys anbieten, merkte in Folge jedoch, dass weder Eiswürfel noch Spirituosen geladen wurden. Als “kleine Entschädigung” brachte er uns in Folge zwei Merci-Schokoriegel – wirklich nett! Der sonstige Flug verlief ohne besondere Vorkommnisse. Das Deboarding in Larnaka erfolgte eher mittelmäßig erfolgreich nach aufgerufenen Reihen. Die Einreise dauerte dann auf Grund der langen Schlange fast 30 Minuten, es hatten insgesamt nur drei von geschätzt etwa zehn Passkontrollschaltern offen. Gleichzeitig lief die ganze Zeit die Durchsage, dass man bitte mindestens zwei Meter Abstand halten möge – irgendwie schon paradox. Wieso nicht einfach mehr Schalter öffnen und diese Schlangen gar nicht erst entstehen lassen? Wofür sind die zusätzlichen Schalter denn da, wenn man sie zu Stoßzeiten nicht besetzt?

Der Rückflug: Austrian Airlines A320 Economy Class Larnaka – Wien

Nach fünf wunderschönen Tagen in Paphos und einer 90-minütigen Taxifahrt waren wir wieder am Flughafen Larnaka angekommen. Die Situation bei der Passkontrolle und dem Securitycheck war genauso wie schon bei der Ankunft. Trotz flughafenweiter Maskenpflicht schien es mir so, dass hier deutlich mehr Menschen ohne oder mit halb heruntergezogener Maske herumliefen.

Eigentlich wollten wir am Flughafen Larnaka die Aspire Aphrodite Lounge testen, doch diese sollte nach monatelanger Corona-Schließung ausgerechnet erst einen Tag nach unserem Abflug wieder öffnen. Wir vertriebenen uns die eine verbleibenden Stunde bis zum Boarding dann einfach mit einem Bier in einem Flughafenrestaurant in unmittelbarer Nähe zu unserem Gate.

Die wichtigsten Fakten

  • Flug und Reiseklasse: OS832 in der Austrian Airlines Economy Class
  • Flugzeug: Airbus A320-200 (OE-LBI, 17 Jahre alt)
  • Flugdauer: 3 Stunden 25 Minuten (tatsächliche Flugzeit 2 Stunden 50 Minuten)
  • Kabinengröße: 26 Reihen Economy Class, 2 Notausgangreihen, 3-3 Anordnung
  • Beinfreiheit: 34 Zoll / ~ 86 cm Sitzabstand beim Notausgang (geschätzt)

Notausgangreihe und Do & Co à la Carte Menü

Unser Rückflug fand in der Economy Class statt. Wir hatten hier den oben beschriebenen Trick angewandt und uns Fenster- und Gangplätze in der 4. Reihe gesichert, in der Hoffnung auf einen freien Mittelsitz. Bei der Gepäckaufgabe (Austrian bittet Passagiere derzeit, Handgepäcktrolleys kostenlos einzuchecken) informierte uns die nette Mitarbeiterin, dass jemand zwischen uns sitzt und bat uns Notausgangplätze an, was wir natürlich dankend annahmen. Da auch noch unser Nebenplatz in der Notausgangreihe frei blieb, hatten wir im Endeffekt drei Plätze mit maximalen Sitzabstand für uns – also noch besser als vorne in der Business Class. Wie in der Notausgangreihe üblich gab es sehr viel Beinfreiheit – die Rückenlehne konnte jedoch nicht verstellt werden, da hinter uns die zweite Notausgangreihe war. In der Economy Class (Kurz- und Mittelstrecke) verstellen wir die Rückenlehne – außer der Platz hinter uns ist frei – aber ohnehin nicht.

Der reguläre Service in der Economy Class besteht derzeit aus Getränkerunden mit stillem oder prickelndem Wasser sowie Kaffee und Tee. Insgesamt gab es zwei Getränkerunden während des Fluges. Zu Essen gab es somit nichts. Da wir dies auf Grund des Gesprächs mit dem Purser auf dem Hinflug bereits wussten, haben wir uns für den Economy Rückflug Do & Co à la Carte Menüs bestellt. Insgesamt stehen 9 verschiedene Menüs zur Auswahl, welche alle um 15€ bis zu 24 Stunden vor Abflug bestellt werden können. Eine Auflistung aller Menüs inklusive Fotos findet ihr hier.

Wir hatten uns für das Paprikahuhn entschieden und wurden nicht enttäuscht. Das Menü war sowohl qualitativ als auch quantitativ besser als die Business Class Mahlzeit am Hinflug. Als Vorspeise gab es Schaffrischkäse mit Cherrytomaten und einem Balsamico-Öl-Dressing – es schmeckte exzellent. Als Hauptspeise gab es das namensgebende Paprikahuhn mit Spätzle, welches ebenfalls sehr gut schmeckte. Die Nachspeise wird als “Mango und Limetten Meringue” tituliert, was mir erstmal nichts sagte. Wenn ich raten müsste, war die Kugel eine Mischung aus geschlagenem, hart gewordenem Schaum und Staubzucker. Es schmeckte jedenfalls hervorragend und war eigentlich das Highlight. Zusätzlich erhält man eine kleine Gebäcktüte mit einem kleinen Laugenbrötchen, einer kleinen Semmel und einem Mini-Kornspitz, alles warm aufgebacken. Ebenso erhält man noch eine kleine Mineralwasserflasche sowie eine Stoffserviette, ein echtes Glas und echtes Metallbesteck. Das Menü hat uns beide gut gesättigt und wir würden es auf jeden Fall wieder bestellen.

Austrian Airlines in Zeiten von Corona – Fazit

Der Corona-Aspekt der Reise hat mich überraschenderweise – von den indirekten Auswirkungen wie dem reduzierten Menü oder der Lounge-Schließung – eigentlich kaum gestört. Vielleicht bin ich das Maskentragen aber inzwischen auch einfach schon zu sehr gewöhnt. In der Wiener Lounge sowie im Flugzeug während des Services musste man zudem keine Maske tragen und die Desinfektion der Hände im Flugzeug oder am Flughafen wäre auch ohne Corona ratsam. Geärgert hat mich hier lediglich, dass die Ein- und Ausreise in Larnaka nicht besser organisiert war.

Was das Austrian Airlines Produkt betrifft, muss ich im Fazit überrascht feststellen, dass die – um den kostenlosen Notausgangplatz und das 15€ Do & Co à la Carte Menü “optimierte” – Economy Class mich mehr als die Business Class überzeugt hat. Der Platz in der Notausgangreihe war größer (wenngleich natürlich hier Zufall, dass der Nebensitz frei blieb), das Bestellmenü besser und umfangreicher und ein Priority Boarding ohne Willkommensgetränk erscheint bei einer Urlaubsreise relativ überflüssig (bzw. wäre bei Statuskunden ohnehin auch in der Economy dabei). Das Handgepäck konnte in beiden Klassen aufgegeben werden, ein klassisches Aufgabegepäckstück ist bei einem Festpreisupgrade auch nicht dabei.

Würde ich also nochmal in die Austrian Airlines Business Class upgraden? Auf der Kurzstrecke lautet die Antwort ganz klar Nein – hier ist man mit einem Bestellmenü und einer geschickten Sitzplatzreservierung besser bedient. Als Business Class Zubringer (ohne Aufpreis) zu einem Business Class Langstreckenflug ist es hingegen sicher eine nette Dreingabe. Auf der Mittelstrecke kommt es hingegen drauf an – bei über drei Stunden Flugzeit, geöffneten Lounges und einem wieder eingeführten, vollen Mittelstreckenservice wie vor Corona könnte ich es mir bei dem richtigen Preis schon vorstellen, in Zukunft mal wieder upzugraden.

Wie sind eure Erfahrungen mit Austrian Airlines und Flugreisen in der aktuellen Zeit?

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