Eva Air Business Class B787 10 Kabine Vorne
05. November 2022 Sebastian 4 Business Class Review

Review: EVA Air Business Class Boeing 787-10 Wien nach Bangkok

Fast auf den Tag genau vor vier Jahren sind wir das erste Mal mit EVA Air in der Business Class von Wien über Bangkok nach Taipeh geflogen, damals noch in der alten Business Class der Boeing 777-300ER. Dieses Mal stand ein Flug in der EVA Air Business Class in der Boeing 787-10 an. An den Service während unseres Erstfluges mit EVA Air haben wir nur gute Erinnerungen und waren deshalb gespannt, ob das Soft Product bei EVA Air nach wie vor mit dem vor der Pandemie vergleichbar ist oder ob die Auswirkungen der Pandemie auch bei EVA Air spürbar sind. Das und mehr erfahrt ihr in diesem Review…

Seit 1991 fliegt EVA Air zwischen Wien und Taipeh. Wien war die erste europäische Stadt, die von EVA Air ins Streckennetz aufgenommen wurde und so ist es nicht verwunderlich, dass EVA Air die Verbindung auch nach der Corona Pandemie weiterhin fortführt. Dreimal die Woche gibt es einen Direktflug zwischen den beiden Städten und an den anderen Tagen legt EVA Air einen Zwischenstopp in Bangkok ein, bevor es weiter nach Taipeh geht.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Die wichtigsten Daten

  • Airline: EVA Air
  • Flugzeugtyp: Boeing 787-10
  • Flugnummer: BR062
  • Flugzeit: 09:43 Std.
  • Tag/Nacht: Nachtflug
  • Reiseklasse: Business Class
  • Kabinen-Konfiguration: 1 – 2 – 1
  • Kabinen-Größe: 34 Thompson Aero Vantage XL Sitze
  • Sitzbreite: 23 Zoll / 58 cm
  • Bettlänge: 76 Zoll / 193 cm
  • Recline: 180 Grad
  • Bildschirmgröße: 18 Zoll / 46 cm

Eva Air Business Class B787 10 Flugzeug

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Buchung

Die Buchung erfolgte über Miles & More für 71.000 Miles & More Meilen und 243 CHF an Steuern und Gebühren pro Person. Es sollte von Basel über Wien nach Bangkok gehen.

Kurz vor Abflug sollte es aber nochmal spannend werden. Drei Tage vor Abflug schickte mir Benedikt eine Nachricht, dass am Tag unseres geplanten Abflugs die Fluglotsen streiken würden. Ich hatte gehofft, dass uns dieser nicht betreffen würde, da der Flughafen Basel zwar in Frankreich liegt, der Schweizer Teil des Flughafens jedoch durch eine Zollfreistraße mit dem Schweizer Staatsgebiet verbunden ist.

Einen Tag später wurden wir eines Besseren belehrt und unser Zubringerflug von Basel nach Wien wurde storniert. In der Nachricht von Miles & More hieß es, dass wir gleich eine Alternative zugeschickt bekommen würden. Ich griff zum Telefon und rief direkt bei Miles & More an. Noch während ich in der Warteschleife hing, bekam ich die Alternative – ein Flug von Basel nach Frankfurt mit anschließendem Thai Airways Flug nach Bangkok. Auf die Alternative mit Thai Airways hatten wir weniger Lust und ich loggte mich direkt bei Miles & More ein, suchte selbst nach Alternativen und war überrascht, dass unsere Plätze für den EVA Air Flug von Wien nach Bangkok wieder bei Miles & More verfügbar waren, dieses Mal sogar ab Zürich.

Gleichzeitig war ich immer noch in der Warteschleife und noch bevor ich jemanden bei Miles & More am Telefon hatte, buchte ich direkt Zürich nach Wien und weiter nach Bangkok mit EVA, quasi unseren ursprünglichen Flug. Ich finde es schon dreist, dass der eigentliche Langstreckenflug storniert wird bevor ein Kundenberater persönlich Kontakt aufgenommen hat, um mögliche Alternativen zu finden. Irgendwann hatte ich auch einen Service Mitarbeiter bei Miles & More am Telefon und erklärte ihm meine Situation. Die Alternative, die uns vorgeschlagen wurde und unsere ursprüngliche Buchung wurden kostenlos storniert und die Meilen wurden mir unmittelbar wieder gutgeschrieben.

Am Ende hatte ich Glück, dass ich genügend Meilen für eine zweite Buchung auf meinem Konto hatte. Dieses Glück hat sicherlich nicht jeder und so mancher spart fleißig seine Meilen, um mit Singapore Airlines, ANA, oder einer anderen Top Airline der Star Alliance zu fliegen und wird dann kurzfristig auf Lufthansa umgebucht, weil irgendein Computer mit einer Alternative um die Ecke kommt.

Es sei angemerkt, dass EVA Air zum ersten Mal nach 25 Jahren neue Direktflüge von und nach Europa in ihr Angebot mit aufgenommen hat. Ab dem 03.11.2022 geht es viermal wöchentlich in einer Boeing 787-9 von München nach Taipeh.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Kabine/Boarding

Insgesamt hat EVA Air sechs Boeing 787-10 in Ihrer Flotte. Die Flugzeuge verfügen über 10 Business Class (EVA Air verwendet die Bezeichnung Royal Laurel Class) Reihen in einer 1 – 2 – 1 Konfiguration mit insgesamt 34 Sitzen. Es folgen 308 Economy-Class Sitze in einer 3 – 3 – 3 Konfiguration. Im Vergleich zur Boeing 777-300ER wurde keine Premium Economy-Class verbaut, die Gründe sind mir nicht bekannt. Eigentlich verwunderlich, da sich die Premium Economy-Class mittlerweile bei vielen Fluggästen großer Beliebtheit erfreut. Nicht ohne Grund haben Airlines wie Emirates, KLM oder auch die Swiss nachgerüstet und vor kurzem ein Premium Economy Produkt in einigen ihrer Flugzeuge installiert.

Eva Air Business Class B787 10 Aerolopa Seatmap
EVA Air Boeing 787-10 Seatmap © aeroLOPA

Beim Betreten der Boeing 787-10 wirkt die Business Class Kabine eher schlicht und langweilig, neumodern wie so mancher vielleicht sagen würde. Für die Kabine wurde ein Farbmix aus dunklen Farben gewählt, grau, schwarz und braun. Sicherlich kein Design was einem langfristig in Erinnerung bleibt.

Im Gegensatz dazu sticht das Kabinenlicht während des Nachtfluges heraus. Mit den rosa und blauen Farbtönen und dem Sternenhimmel wurde meiner Meinung nach ein angenehmes Licht zur Entspannung gewählt. Auf Overhead Bins wurde in der Mitte der Business Class Kabine der 787-10 zwar nicht verzichtet, allerdings lassen die mittleren Overhead Bins durch ihre schmale Größe die Kabine nicht kleiner wirken.

Insgesamt gibt es drei Toiletten für die Business Class Passagiere, eine im vorderen Teil und zwei zwischen der Business und Economy Class. Auf der Seatmap könnt ihr sehen, dass die Toilette auf der rechten Seite um einiges größer ist als die Toilette auf der linken Seite. Während unseres gesamten Fluges stand die Toilette im vorderen Bereich den Fluggästen aus einem mir nicht bekannten Grund nicht zur Verfügung.

Bevor das Boarding gestartet wurde mussten Passagieren die mit einem Zubringer nach Wien geflogen sind noch einmal zum Bodenpersonal am Gate um notwendige Dokumente zu überprüfen. Da wir aus Zürich kamen traf dies auch auf uns zu. Für Bangkok mussten wir lediglich ein Impfzertifikat in englischer Sprache vorweisen. Dies sollte für Thailand bald der Vergangenheit angehören. Dazu bekamen wir noch einmal EVA Air Boardkarten ausgestellt. Das Boarding begann fünf Minuten früher als geplant und alle Passagiere sollten über die zweite Tür links boarden. Die Business Class war auf unserem Flug komplett ausgebucht.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Sitz/Bett

Vor mehr als drei Jahren sind wir bereits einmal in der neuen EVA Air Business Class von Taipeh nach Hongkong geflogen (Review: EVA Air neue Business Class Boeing 787-9 Taipei – Hong Kong). Damals war die Business Class gerade neu und es war einer der Erstflüge, wo das neue Produkt getestet wurde, bevor es auf Langstrecke eingesetzt werden sollte. Die Thomson Vantage XL Sitze haben mich damals schon überzeugt, aber konnten sie dieses auch auf der Langstrecke?

Im Vergleich zu anderen Airlines, welche oftmals eine Reverse Heringbone Konfiguration in ihrer Business Class verbaut haben, ist der Sitz bei EVA Air gerade in Flugrichtung ausgerichtet. Ich persönlich bevorzuge eine gerade Ausrichtung des Sitzes. Die Passagiere in einem Sitz mit einer ungeraden Nummer sitzen direkt am Fenster und die Ablagefläche befindet sich rechts, so dass zwischen Sitz und Gang noch eine kleine Trennung vorhanden ist, wohingegen auf den geraden Sitznummern die Ablagefläche am Fenster ist und somit dem Passagier direkten Zugang zum Gang gewährt. Ich persönlich empfinde dieses aber nicht als störend, da auf Kopfhöhe ein Sichtschutz verbaut ist, was einem lediglich die Sicht auf den Monitor des Sitznachbars ermöglicht. Die Ablagefläche in einem hellen Grauton gefällt mir ebenfalls, diese ist nicht verwinkelt und bietet genug Platz, um ein Buch, Notebook, Smartphone oder Tablet gleichzeitig zu platzieren.

Am Ende der Ablagefläche wurde in der Sitzschale ein kleiner Stauraum für die Kopfhörer verbaut, die neben einem Fiji Wasser dort bereits zum Start des Fluges auslagen. Auf der Innenseite der Tür befindet sich ein Spiegel. An dem seitlichen Ende der Ablagefläche sind die Sitzeinstellungen, Steckdosen sowie der Inflight Entertainment Controller für den Monitor verbaut. Dieser hat ein kleines Farbdisplay auf dem sich separat vom Hauptmonitor ebenfalls Filme oder die Routenkarte öffnen lassen.

Ich finde den seitlichen Schutz gut gelöst, denn so wird verhindert, dass ein Smartphone aus Versehen zwischen Sitz und Wand des Flugzeuges rutschen kann, was ich in letzter Zeit vermehrt wahrgenommen habe. Stewardessen oder Stewards versuchten mit allem Einsatz das Smartphone des Passagiers aus den neuen modernen Sitzschalen der Business Class Sitze zu retten, während der Passagier aufgeregt neben dem Kabinenpersonal steht und auf ein Wiedersehen seines Smartphone hofft. Befindet sich die Ablagefläche zum Gang hin, dann kann zusätzlich eine Sichtschutzwand herausgezogen werden, die ein bisschen mehr Privatsphäre garantiert. Je nachdem auf welcher Seite sich die Ablagefläche befindet, ist noch eine kleine Leselampe oberhalb des Schulterbereiches angebracht.

Der Tisch ist unter der Ablagefläche verstaut und lässt sich via Knopfdruck lösen und herausziehen. Unter dem Tisch sind nochmals 4 Knöpfe für die Sitzeinstellungen verbaut, so dass ihr diese auch aus der Schlafposition schnell erreichen könnt. Links/rechts vorne an der Seitenwand sind noch zwei Ablagefächer verbaut, zu klein für ein Notebook, aber groß genug für ein Tablet, Buch oder eine kleine Handtasche. Die Fußablage ist ebenfalls großzügig gestaltet, trotz Schuhgröße 48, konnte ich meine Füße frei bewegen ohne irgendwo gegenzustoßen.

Nach dem Essen habe ich den Sitz in ein Bett umgewandelt und die Liegefläche bot mir bei einer Größe von 188cm genug Platz. Die Polsterung des Sitzes empfand ich als sehr angenehm zum Sitzen und Liegen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass ich nicht mehr sitzen konnte. In der Schlafposition konnte ich allerdings nur gerade liegen, oder mit den Knien angewinkelt in Richtung Gang, denn ansonsten bin ich mit meinen Knien an die Sitzschale gestoßen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Sitz zu meinen bevorzugten Business Class Sitzen auf dem Markt gehört. Der Sitz ist breit, bietet genug Ablageflächen und Verstaumöglichkeiten und das wichtigste für mich, ich sitze gerade und nicht irgendwie verwinkelt. Fast vergessen: Der Sitz hat einen Dreipunktgurt verbaut, welcher im Vergleich zu der Lufthansa Philippine Airlines Konfiguration keineswegs am Hals kratzte oder unangenehm störte.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Service und Essen

Eventuell haben ein paar von euch vor kurzer Zeit meinen Review zur neuen Lufthansa bzw. Philippine Airlines Business Class im A350-900 gelesen.  Wow, kaum vorstellbar das Lufthansa vor kurzem noch als 5-Sterne Airline und auf gleichem Niveau wie EVA Air bewertet war. Für mich persönlich liegen Welten zwischen den beiden Airlines. Hatte ich bei Lufthansa den Eindruck, dass Passagiere schnellstmöglich mit Getränken und Essen versorgt werden sollten, damit diese und womöglich auch die Crew ihre Ruhe hat, hatte ich bei EVA Air das Gefühl, dass die Crew besser auf die Bedürfnisse der Passagiere eingegangen ist und sich beim Servieren Zeit gelassen hat. Ich fühlte mich als Passagier willkommen und hatte den Eindruck, dass die Crew mir ein besonderes Erlebnis bieten wollte, wie es in der Business Class ja auch sein sollte. Lediglich ein oder zwei minimale Kritikpunkte habe ich im Vergleich zu meinem ersten Flug mit EVA Air. Dazu gleich mehr.

Vor dem Einsteigen wurden die Gäste gebeten eine Maske aufzusetzen. Ich weiß nicht, ob auf den Flügen nach Thailand generell noch eine Maskenpflicht herrscht, oder ob dieses eine Anordnung von EVA ist. Während des Fluges wurde aber nicht permanent darauf geachtet, ob eine Maske getragen wurde und die Stewardessen wiesen auch nicht permanent darauf hin bitte eine Maske aufzusetzen.

Beim Betreten des Flugzeuges wurde ich sehr freundlich von den Stewardessen begrüßt und mir wurde auf den ersten Gang gezeigt, wo sich mein Sitzplatz 6A befand. Am Sitz angekommen lagen dort bereits ein großes Kissen, eine sehr flauschige Decke, Slipper (nicht in meiner Größe) sowie das Amenity Kit. Kurz nachdem ich mich am Platz eingerichtet und meine Sachen verstaut hatte kam die Stewardess, begrüßte mich beim Namen und stellte sich selbst kurz vor. Sie bot mir einen O-Saft, Wasser oder ein Glas Sekt zur Begrüßung an. Auf Wunsch gab es auch etwas anderes, denn der Herr hinter mir bestellte direkt einen Gin-Tonic. Im Anschluss fragte die Stewardess nach unserem Getränkewunsch sowie zum Essen.

Kurz vor dem Pushback kam die Stewardess und überprüfte unser gewähltes Hauptmenü, welches wir bereits online bestellt hatten. Online gab es zwei zusätzliche Menüs, die auf der Karte im Flugzeug nicht angeboten wurden, dass war einerseits das Lachs Teriyaki und das Beaf Steak. Leider gab es auf diesem Flug kein Menü welches dem Gast ausgehändigt wurde, lediglich in der App oder im Entertainment System konnte ich mir das Menu noch einmal anschauen. Drei verschiedene Cocktails wurden serviert. Leider hatte ich das zu spät gesehen und zum Frühstück wollte ich mir keinen Cocktail mehr gönnen.

Mit zirka 15 Minuten Verspätung wurden wir vom Gate gepusht und es startete der Sicherheitsvideo. Dreißig Minuten nach dem Take-off begann der Service und hier kommen meine minimalen Kritikpunkte. Zuerst kamen die Stewardessen mit der Tischdecke und es war leider nicht mehr die klassische Tischdecke mit den aufgestickten Hirschen. Diese hatte ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Airlines. Es war leider nur eine simple Tischdecke im Karomuster. Vor dem Hauptgang wurde mir mein Drink zusammen mit einer Tüte Nüsse serviert, wie ihr auf dem Foto weiter oben entnehmen könnt. Dies ist mein zweiter Kritikpunkt, denn das ist für mich in der Business Class ein No-Go und in dem Fall können die Nüsse bei einer fünf Sterne Airline durchaus in einer Schale serviert werden. Diese beiden Punkte sind aber Klagen auf hohem Niveau und haben keine Auswirkungen auf dem Gesamteindruck auf den Flug mit EVA Air.

Ein warmes oder kaltes Tuch gab es auch nicht, aber dafür wurden ziemlich häufig (ca. 6 mal auf dem gesamten Flug) verpackte Erfrischungstücher verteilt, gefühlt nach jedem Gang bzw. Service. Was mich im Vergleich zur Lufthansa besonders beeindruckt hat, war der aktive Service der Stewardessen. Es wurde oftmals nach einem weiteren Getränkewunsch oder noch mehr Nüssen gefragt. Nach 50 Minuten begann die Crew mit dem Service für das Hauptgericht.

Vor kurzem wurden auch bei EVA Air Vor- und Hauptspeise, sowie Nachtisch auf einem Tablet serviert. Zu unserem Glück wurde der vereinfachte Service vor ein paar Wochen eingestellt. EVA Air ist mittlerweile zum Service von vor der Corona Pandemie zurückgekehrt und serviert alles separat. Zuerst wurde mir das Brot mit Olivenöl, Salz und Pfeffer serviert. Kurz darauf kam die Stewardess und fragte, ob ich noch Knoblauchbrot zu meinem Brot haben möchte. Das Brot war optimal temperiert. Während des Essens kam die Stewardess nochmal und fragte erneut.

Insgesamt war das Essen sehr lecker, der Tuna als Vorspeise, der Lachs Teriyaki und auch der Nachtisch waren qualitativ wirklich top! Kein Vergleich zum Angebot bei Lufthansa vor einigen Wochen. Beim Nachtisch war man nicht auf ein Angebot beschränkt. Eine Stewardess servierte von einem kleinen Wagen. Insgesamt war eine Stewardess für fünf Reihen zuständig, aber zugleich haben die anderen Stewardessen, welche nicht direkt für einen verantwortlich waren, proaktiv gearbeitet, wenn es etwas zum Abräumen oder Nachfüllen gab.

Nachdem alles abgeräumt war, kam die Stewardess und fragte, ob ich einen Pyjama benötigen würde. Dieses bejahte ich natürlich, denn von meinen letzten Flügen mit EVA Air wusste ich, dass diese äußerst bequem sind. Ich sollte die Entscheidung nicht bereuen, denn die neuen Pyjamas von Jason Wu waren nochmals bequemer als die Vorgänger-Modelle. Leider habe ich vergessen von diesen ein Foto zu machen.

Nach dem Hauptgericht bis zum Frühstück haben die meisten Passagiere eine Runde geschlafen. In der Galley fand ich leider keine Getränke oder kleine Snacks, diese musste ich über den Service Knopf direkt bei eine der Stewardessen bestellen. Zirka 2,5 Stunden vor Ankunft in Bangkok wurde den Gästen noch ein Frühstück serviert. Die Stewardessen fragten vor dem Start, ob ich für das Frühstück geweckt werden möchte. Ich hatte mich für die asiatische Variante zum Frühstück entschieden. Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig so früh Rind zu essen, aber es gab ebenfalls nichts zu beanstanden und die Qualität war wirklich gut. Meine Partnerin bestellte sich die Turkey Ham Rolle und war ebenfalls zufrieden. Der gute Service zog sich über den ganzen Flug, denn auch beim Frühstück wurde proaktiv nachgefragt, ob wir noch einen weiteren Kaffee oder irgendwas anderes haben möchten. Zum Abschluss wurden noch Mint- und Zitronen-Bonbons ausgehändigt.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Amenity Kit

Das Amenity Kit war von Salvatore Ferragamo und war um einiges hochwertiger als einige der letzten Amenity Kits, die ich bei anderen Airlines erhalten habe. Das Amenity Kit lag bereits an meinem Sitz aus und war in einem kleinen Stoffbeutel verstaut. Die kleine Kulturtasche war gut verarbeitet und bietet Platz für einen Kamm, Zahnbürste plus Zahnpasta, Ohrstöpsel, Augenmaske und nochmal extra in einer kleinen Tasche verpackt, Lippenbalsam, Body Lotion und Handcreme.

 

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Entertainment

Nach meinem ersten Flug mit EVA Air hatte ich die geringe Anzahl an westlichen Filmen kritisiert und auch vier Jahre später ist die Auswahl nach wie vor etwas dürftig. Asiatische Filme und Dokumentationen machen sicherlich die Hälfte der angebotenen Filme auf diesem Flug aus. Dennoch gibt es einige Neuerscheinungen (teils in deutscher Sprache), sodass ich die Zeit zwischen Essen und Schlafen doch ganz gut überbrücken konnte. Ansonsten haben viele Gäste heutzutage ihre Lieblingsserie eh auf dem Smartphone oder Tablet geladen und sind gar nicht mehr  auf das Entertainment Programm angewiesen.

Der Monitor hat einen Bildschirmgröße von 18 Zoll, kräftige Farben und ich konnte jederzeit gut auf den Monitor sehen, sprich die unterschiedlichen Lichtverhältnisse hatten kein Einfluss auf die Qualität des Bildes. Wie bereits im vorherigen Abschnitt einmal erwähnt, gibt es mit dem Entertainment Controller noch einen kleinen weiteren Bildschirm auf dem ihr zum Beispiel neben dem Film, die Flugroute verfolgen könnt, oder umgekehrt. Wie bei vielen Airlines handelt es sich bei dem Programm für die Flugrouteninformation um Voyager 3D von Panasonic. Sowohl Touchscreen als auch die Bedienung mit dem Controller funktionierten einwandfrei. Detaillierte Information über das aktuelle Entertainment Programm von EVA Air findet ihr auf der offizielen Website von EVA Air.

Bei den Kopfhörern handelt es sich nach wie vor um Noise Cancelling Over Ear Kopfhörer von Thunder. Ich hatte nach längerem Tragen der Kopfhörer keinerlei Beschwerden oder das Gefüh, dass diesen unbequem seien. Es sind sehr angenehme Kopfhörer, die auch die Nebengeräusche gut unterdrücken.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – WiFi

Beim WiFi hat sich das Konzept ein wenig geändert. Vor vier Jahren wurden noch Pakete für eine gewisse Anzahl an Stunden angeboten, jetzt werden Megabyte Pakete verkauft. Die Preise wurden deutlich erhöht. So hättet ihr vor vier Jahren noch 22 USD für 24 Stunden gezahlt, was bedeutete, dass ihr das WiFi auf einem Anschlussflug von Taipeh nach XY nutzen konntet, sofern WiFi auf dem Flug zur Verfügung stand. Jetzt kostet das Gesamtpaket für diesen Flug knapp 40 USD. Daneben gibt es noch 100 MB für 15 USD und 300MB für 30 USD, oder die Light Variante, 30 MB für 5 USD, für was auch immer diese gut sein sollen.

EVA Air Business Class Boeing 787-10 – Fazit

Abschließend lässt sich festhalten, dass EVA Air wirklich fünf Sterne verdient hat. Bisher wurde ich auf meinen sechs Flügen mit EVA Air noch nicht enttäuscht und der gute Service zog sich über fast alle Flüge. Lediglich bei Qatar Airways und ANA habe ich über mehrere Flüge in der Business Class bisher gleich gute Erfahrungen machen können.

Wenn ich diesen Business Class Flug mit meinem EVA Air Flug von vier Jahren vergleiche, dann hat mir dieser Flug sogar nochmal besser gefallen. Der Sitz und Monitor ist moderner im Vergleich zu Boeing 777-300ER und auch beim Service konnte ich kaum Änderungen zum Service vor der Corona Pandemie erkennen. Das Business Class Produkt von EVA Air gehört nach wie vor zu meinen Top 3 Airlines und übertrumpft viele europäische Airlines, daher kann ich Miles & More Punktesammlern EVA Air nur wärmstens empfehlen. Mit der neuen Verbindung München – Taipeh ist eine weitere gute Option zum Meilen Einlösen dazugekommen.

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