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01. Mai 2021 Markus 0 News

Schlechte Quartalszahlen: SWISS muss sich wohl weiter verkleinern

Die Lufthansa Group hat kürzlich das Ergebnis und die Verkehrszahlen für das erste Quartal 2021 veröffentlicht. Vor allem die Lufthansa-Tochter SWISS zeichnet eine düstere Prognose. Zwar konnte der Verlust durch Kosteneinsparungen in Grenzen gehalten werden, aber der Rückgang des Geschäftsreiseverkehrs trifft SWISS härter als andere (Lufthansa-)Airlines. Deshalb muss sich SWISS wohl noch weiter verkleinern.

SWISS im besonderen Maße von Passagierrückgang betroffen

Bei der Durchsicht der Verkehrszahlen fiel auf, dass es die schweizerische Lufthansa-Tochter SWISS überdurchschnittlich getroffen hat. Während der konzernweite Rückgang des Passagieraufkommens bei 86 Prozent liegt, umfasst er bei SWISS 90,4 Prozent (exkl. Edelweiss). Nur Eurowings hat einen noch stärkeren Rückgang zu beklagen. In Summe wurden von SWISS rund 290.000 Passagier befördert. Hier geht es zur kompletten Übersicht der Verkehrszahlen der Lufthansa Group in Q1 2021. Das liegt u.a. daran, dass SWISS das Flugangebot von und nach Genf enorm verringern musste und zwischenzeitlich nur drei Ziele anfliegen konnte (Bis Ende Februar: SWISS reduziert Flugangebot in Genf drastisch).

Durch weitere wegfallende Buchungen belief sich der Umsatz der SWISS im ersten Quartal 2021 auf 299,6 Millionen CHF. Vor einem Jahr waren es noch 923 Millionen CHF. Trotz massiver Kosteneinsparungen und höherer Gewinne im Frachtgeschäft, musste SWISS einen Verlust in Höhe von 201 Millionen CHF verbuchen. Die Liquidität sei trotzdem gesichert.

Weitere Verkleinerung könnte die Folge sein

Grund zur Hoffnung sieht das Management wenig. Mittelfristig würde sich die Nachfrage nicht auf das Vorkrisenniveau erholen. Die Schweizer gehen davon aus, dass sich vor allem der Geschäftsreiseverkehr in den kommenden Jahren um mindestens 20 Prozent verringern wird. Das würde das Geschäftsmodell der SWISS besonders hart treffen. Die Lufthansa-Tochter ist beispielsweise eine der letzten Airlines, die auf allen Langstrecken eine First Class anbietet. Ob das auch zukünftig so sein wird oder ob die Zahl der First Class Sitze pro Flugzeug verringert wird, steht gerade intern zu Diskussion. Fest steht, durch die schwierige Marktsituation sind weiter Sparmaßnahmen zur erwarten. Dieter Vranckx, CEO von SWISS, sagte dazu:

„Angesichts der bisher ausgebliebenen Erholung und des sich immer weiter verzögernden Aufschwungs ist auch die grösste Kostendisziplin nicht mehr ausreichend, um die künftige Wettbewerbsfähigkeit von SWISS sicherzustellen. Wir sind gezwungen, eine signifikante Redimensionierung des Unternehmens zu prüfen.“

Die Analyse, inwieweit sich die SWISS weiter verkleinern muss, sei aber noch nicht abgeschlossen. Weitere Details sollen in den nächsten Wochen kommuniziert werden. Eine Verkleinerung der Flotte hätte gleichzeitig auch die Verkleinerung des Streckennetzes sowie der Belegschaft zur Folge.

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