Singapore Airlines entwertet den KrisFlyer Awardchart zum 24.01.2019

Unangenehme Überraschung bei KrisFlyer: Singapore Airlines entwertet den KrisFlyer Awardchart zum 24.01.2019. Ab diesem Zeitpunkt erhöht sich die Anzahl erforderlicher Meilen für Prämienflüge mit Singapore Airlines und Silk Air. Glücklicherweise fallen die Änderungen recht moderat aus. Zudem betreffen die Änderungen nur den Awardchart für Flüge mit Singapore Airlines und Silk Air, der Awardchart für Flüge mit den Star Alliance Airlines bleibt unverändert…

Singapore Airlines Suite
Bald etwas teurer: Prämienflüge in der Singapore Airlines Suite

Das Singapore Airlines KrisFlyer Vielfliegerprogramm nimmt für ein asiatisches Vielfliegerprogramm auch recht hohen Stellenwert auf meilenoptimieren.com ein (KrisFlyer Tutorial). Das liegt zum einen daran, dass Singapore Airlines Prämienflüge in der First und Suite Class (mit wenigen Ausnahmen) nur an Nutzer des eigenen KrisFlyer Programms herausgibt. Wer ein Prämienticket in der hochgelobten Singapore Airlines Suite im A380 buchen möchte, kommt an KrisFlyer daher nicht vorbei. Spannend ist das Programm auch für Inhaber einer deutschen American Express Kreditkarte, denn mit der Karte gesammelte Membership Rewards Punkte können unter Anderem zu KrisFlyer transferiert werden. Damit wird es recht einfach eine große Zahl an Meilen im KrisFlyer Programm zu sammeln. Zu guter Letzt ermöglicht KrisFlyer in Kombination mit einer American Express Platinum Kreditkarte sogar das Erfliegen des Star Alliance Gold Status mit nur drei Flügen.

Singapore Airlines entwertet den KrisFlyer Awardchart – Die Details

Umso ärgerlicher ist es, dass sich Singapore Airlines nun dazu entschieden hat den Awardchart für Prämienflüge mit Singapore Airlines und Silk Air zu entwerten (der Star Alliance Chart ist unverändert). Dabei sind die letzten Änderungen am Awardchart noch gar nicht so lange her. So wurde der KrisFlyer Award Chart zuletzt Ende März 2017 abgewertet. Im Gegenzug wurden allerdings auch die Zuzahlungen, sprich Treibstoffzuschläge, für Prämienflüge reduziert/abgeschafft, sodass diese Änderung im Großen und Ganzen neutral ausfiel.

Die letzte Änderung am KrisFlyer Star Alliance Awardcharts folgte im Dezember 2017 und verteuerte Prämienflüge mit den Star Alliance Partnerairlines, wie Lufthansa und Thai Airways im Schnitt um ca. 10% bis 20%.

Die aktuelle Änderung ist damit die dritte Anpassung in nicht einmal 2 Jahren. Der neue KrisFlyer Awardchart, welcher für Buchungen ab dem 24.01.2019 gültig sein wird, ist bereits auf der Singapore Airlines KrisFlyer Webseite einsehbar.

Wie bei den vorherigen Änderungen beträgt die Vorwarnzeit damit gerade einmal 3 Wochen, was viele Nutzer des Programms verärgern dürfte.

Die Änderungen beziehen sich primär auf Prämienflüge in der Business und First Class und fallen im Großen und Ganzen recht moderat aus. Auf den meisten Strecken erhöht sich der Meilenpreis um ca. 5.000 bis 10.000 KrisFlyer Meilen oneway. Damit lässt sich von einer durchschnittlichen Entwertung in Höhe von ca. 10% sprechen. Folgende Werte gelten für dich wichtigsten Singapore Airlines Verbindungen ab Deutschland.

Frankfurt – New York

  • Business Class: 65.000 72.000 Meilen oneway (+11%)
  • First/Suite Class. 76.000 86.000 Meilen oneway (+13%)

Deutschland – Singapur

  • Business Class: 85.000 92.000 Meilen oneway (+8%)
  • First/Suite Class. 115.000 125.000 Meilen oneway (+9%)

Deutschland – Singapur – Australien/Neuseeland

  • Business Class: 105.000 116.000 Meilen oneway (+10%)
  • First/Suite Class. 148.000 163.000 Meilen oneway (+10%)

Flüge von Singapur nach Hongkong, welche die günstigste Möglichkeit darstellen einen Prämienflug in der neuen Singapore Airlines Suite zu buchen, verteuern sich von 37.500 auf 40.500 Meilen oneway – ein Anstieg um 8%.

Singapore Airlines entwertet den KrisFlyer Awardchart – Fazit

Negative Änderungen am Awardchart eines Vielfliegerprogramms sind immer ärgerlich. Mit einer durchschnittlichen Verteuerung von 10 Prozent fallen die Änderungen letztendlich aber recht moderat aus. Von anderen Vielfliegerprogrammen ist man an dieser Stelle deutlich Schlimmeres gewohnt. Falls ihr einen Prämienflug mit Singapore Airlines im Jahr 2019 geplant habt, empfiehlt es sich in den kommenden 3 Wochen zu buchen. Denn auch wenn euer Flug nach dem 24.01.2019 stattfindet, gilt bei einer rechtzeitigen Buchung noch der aktuelle Awardchart.

Danke OMAAT!

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4 Kommentare

  1. @snowfan: Volkommen richtig; diese Aussage kann ich zu 100% unterstützen und ärgere mich hierbei ebenso. Wenn es bei LH M&M wäre und somit der Vertragspartner in Deutschland wäre, müsste man glatt über eine Klage nachdenken. Wie ist Eure (“neutrale”) Meinung hierzu, liebes M.O.-Team?

    • Hi Phil

      Das Problem ist in solchen Fällen die (meist) fehlende Gesetzesgrundlage.
      Wenn ich richtig informiert bin gab es in einem ähnlichen Fall der LH eine Klage, daraufhin hat sich die LH selbst dazu verpflichtet, etwaige Änderungen an M&M mindestens 3 Monate im Voraus anzukünden.
      In den meisten anderen Ländern, darunter die USA und Singapur, ist das leider reines Wunschdenken. Hier können wir froh sein, wenn wir 3 Wochen Vorlaufzeit erhalten. Gerade heute hat auch American Airlines angekündigt, dass ab dem 31. Januar die Preise von und nach Hawaii bzw. Flüge mit Lie Flat Business Class inneramerikanisch generell teurer werden.
      Das ist eines der Risiken beim Sammeln bzw. vor allem “Sparen” von Meilen, sie können ziemlich schnell und ohne grosse Ankündigung entwertet werden, so wie es auch Qatar Airways über Nacht gemacht hat…Begeistert bin ich darüber auch keinesfalls, aber man muss halt damit zurecht kommen.

      Gruss Benedikt

    • Hi snowfan & Phil,
      ich habe mich glaube ich einfach über die Jahre einfach zu sehr an dieses Spielchen gewöhnt und sehe Meilen seitdem als Währung an, die einer gewissen Inflation unterliegt. Was mich persönlich noch viel mehr stört, ist wenn man versucht die Abwertungen als Verbesserungen zu verkaufen. Diesen Weg hat dieses Mal auch leider KrisFlyer eingeschlagen. Vier mehr oder weniger neutrale “Verbesserungen” werden der Abwertung vorangestellt und Teilnehmer erst ganz am Ende der Email über die Abwertung informiert. Ich sehe es deswegen so: Es hätte schlimmer kommen können und 10% Abwertung alle zwei Jahre sind besser als 50% Abwertung über Nacht.
      Viele Grüße
      Mark

  2. Dafür Verständnis zu haben, entzieht sich meiner Logik: Wenn dies für Meilen gilt, die ich ab dem Zeitpunkt dieser Veröffentlichung erhalte, verstehe ich das. Man weiß dann, was man bekommt. Aber Meilen, die ich vorher bekommen habe, basieren auf einer anderen Grundlage, einem anderen Meilenprogramm. Das bedeutet, ich bekomme nicht das , was mir angeboten wurde, obwohl ich dafür bezahlt habe. Ich halte diese Vorgehensweise schlicht für Betrug, egal was in irgendwelchen Kleingedruckten steht.

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