Boeing 767 200 Erstflug Titelbild Copyright
09. Januar 2021 Markus 1 News

Milliardenzahlung von Boeing verhindert Strafverfahren

Wie das US-Justizministerium in Washington mitteilt, wird der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing eine Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden USD leisten. Dadurch vermeidet das Unternehmen die Aufnahme eines Strafverfahrens wegen Betrug und Vertuschung gegen sich.

Betrug- und Vertuschungsvorwürfe

Der Flugzeugbauer hat nicht nur die Boeing 737 MAX offensichtlich viel zu früh auf den Markt gebracht und niedrigere Kosten der Sicherheit vorgezogen. Sondern Boeing wird auch Betrug und Vertuschung bei der Aufarbeitung der Abstürze zweier Boeing 737 MAX in Indonesien und Äthiopien vorgeworfen. Ein kürzlich bekanntgewordener Untersuchungsbericht des US-Senats wirft Boeing und der US-Luftfahrtaufsicht FAA vor, Tests, die nach den beiden Abstürzen durchgeführt wurden, manipuliert zu haben. So wurden Piloten mindestens in einem Fall vor dem Simulatortest gezielt auf das Verfahren hingewiesen, mit dem sich die Trimmautomatik MCAS sofort ausschalten lässt. Das MCAS spielte bei den zwei Abstürzen eine entscheidende Rolle. In einigen Ländern, wie Brasilien und den USA, ist die Boeing 737 MAX wieder zugelassen.

500 Millionen gehen an Hinterbliebene

Um das strafrechtliche Verfahren beizulegen, hat Boeing nun einer Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden USD (ca. 2,04 Milliarden EUR) zugestimmt. Laut dem Fernsehsender CNBC sind rund 244 Millionen USD als gesetzliche Strafe anzusehen. 500 Millionen USD gehen als Entschädigung an die Hinterbliebenen der 346 Opfer der beiden Abstürze. 1,77 Milliarden USD werden als Entschädigung an die Kunden, sprich Airlines, gezahlt, denn der Flugzeugtyp war anderthalb Jahre gegroundet. Die Nachrichtenagentur reuters geht davon aus, dass der Skandal um die 737 MAX das Unternehmen rund 20 Milliarden USD gekostet hat. Im Vergleich dazu sind die 2,5 Milliarden USD Strafzahlung überschaubar. Doch weitere Zahlungen können noch hinzukommen, denn noch laufen Zivilklagen gegen Boeing. Anwälte der Hinterbliebenen gaben bekannt, dass die Klagen ihrer Mandanten aufrecht erhalten werden.

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