Virgin Australia Boeing 737 800
07. August 2020 Markus 0 News

Virgin Australia stellt sich für die Zukunft neu auf

Wie viele andere Airlines auch, wird sich Virgin Australia für die Zukunft neu ausrichten. Nachdem im April eine Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet wurde, hat mittlerweile der US-amerikanische Finanzinvestor Bain Capital die Airline übernommen. Das Streckennetz und die Flotte werden angepasst vereinfacht, sodass Virgin Australia die Kosten spürbar senken kann.

Zukunft der Virgin Australia: keine Langstrecken und nur noch B737

Paul Scurrah, CEO der Virgin Australia Group, geht davon aus, dass es mindestens drei Jahre für eine Erholung des inneraustralischen Marktes sowie der internationalen Kurzstrecken in der Region benötigt. Noch schlechter sieht es bei den Langstrecken von/nach Australien aus. Deshalb wird Virgin Australia, bis auf weiteres, ihre Langstreckenflüge von Brisbane nach Tokio Haneda und von Los Angeles nach Brisbane, Sydney und Melbourne einstellen. In Zukunft wird sich Virgin Australia auf Inlandsflüge in Australien und internationale Flüge in der Region konzentrieren. Dazu wird die Fluglinie ihre Flotte komplett vereinheitlichen. Alle ATR, Boeing 777, Airbus A330 und Tigerair Airbus A320 werden ausgeflottet, sodass Virgin Australia nur noch mit Boeing 737 fliegen wird. Dies ist eine typische Strategie von Low-Cost-Carriern, um die Kosten für Wartung und Personal so gering wie möglich zu halten. Apropos Tigerair Australia. Die Marke Tigerair Australia wird vorerst aufgegeben. Doch Virgin Australia gibt das Betreiberzeugnis (AOC) nicht auf, sonder behält es in der Hinterhand, falls ein Ultra-Low-Cost-Carrier in den kommenden Jahren wieder gebraucht wird. Die Gesellschafft „Virgin Australia Regional Airlines“ wird aber weiter bestehen bleiben und regionale Flüge sowie Charterflüge durchführen.

Kosteneinsparung durch Personal- und Loungeabbau

Neben der Rationalisierung der Flotte und des Streckennetzes, werden auch an anderen Stellen Veränderungen vorgenommen, um langfristig Kosten zu senken. So werden 3.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen, während 6.000 Angestellte bleiben dürfen. Langfristig, nach der Erholung der Branchen, rechnet Virgin Australia mit 8.000 Angestellten. Des Weiteren werden die Domestic Lounges in Perth (Terminal 2) und Alice Springs sowie die internationale Lounge am Wellington Airport in Neuseeland komplett geschlossen. Immerhin Mitglieder von Velocity Frequent Flyer können aufatmen. In der Pressemitteilung wurde bestätigt, dass die Velocity Punkte und Status Credits ihre Gültigkeit behalten.

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