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21. Februar 2026 Markus 0 News

Bahrain will zum interkontinentalen Drehkreuz und MRO-Standort aufsteigen

Im Rahmen der „Bahrain Economic Vision 2030“ soll der Bahrain International Airport zu einem interkontinentalen Drehkreuz und zu einen Zentrum für Wartung und Logistik ausgebaut werden. Hierfür hat das Königreich am Persischen Golf bereits Partnerschaften mit Airlines vereinbart, die unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen.

Verschiedene Staaten im Nahen Osten haben Pläne entwickelt, um ihre Wirtschaft weniger abhängig von der Förderung fossiler Brennstoffe zu machen. Das Königreich Bahrain hat hierfür die „Bahrain Economic Vision 2030“ entwickelt. Bestandteil dieser Vision, die die Wirtschaft des Landes diversifizieren soll, ist die „National Aviation Strategy (2026–2027)“. Der Inselstaat will sich im globalen Luftverkehr als regionales und globales Kompetenzzentrum im Luftfahrtsektor positionieren.

Bahrain soll zum Zentrum für Wartung und Logistik werden

Zwar ist es Bestandteil der National Aviation Strategy, den Bahrain International Airport zu einem regionalen und interkontinentalen Drehkreuz aufzubauen, doch will das Königreich weniger mit den bereits bestehenden Mega-Hubs in der Golfregion in Konkurrenz treten als mehr eine Nische zu besetzen. So soll sich Bahrain als ein Zentrum für Wartung, Reparatur und Betrieb (Maintenance, Repair and Operations, MRO), für Fracht und Logistik sowie für Business Aviation etablieren.

DHL Express gab beispielsweise im November 2025 bekannt, dass man den Bau eines Flugzeugwartungshangars am Bahrain International Airport plane. Der Wartungshangar soll im August 2028 in Betrieb gehen und wird der erste Wartungshangar von DHL im Nahen Osten sein. Auch der Flagcarrier Bahrains, Gulf Air, der malaysische Billigflieger Air Asia sowie Premium-Leisure-Airline Beond planen den Bau von MRO‑Einrichtungen oder Schulungszentren.

Bahrain als interkontinentales Drehkreuz im Passagierverkehr

Bahrain setzt beim Ausbau des Bahrain International Airport zu einem interkontinentalen Drehkreuz auf eine größere Diversität bei den Airline-Partnern sowie eine gezielte Expansion der staatlichen Fluggesellschaft.

Am 15. Februar 2026 verkündeten Beond und das Königreich die geplante Gründung einer Premium-Leisure-Airline mit Sitz und Hub in Bahrain. Beond will – gemäß ihrem Geschäftsmodell – bis 2030 bis zu zehn Schmalrumpfflugzeuge in Bahrain stationieren, die ausschließlich mit einer Business Class ausgestattet sind. Von Bahrain sollen die Flugzeuge hochpreisige Freizeit- und Geschäftsreiseziele bedienen und die Gäste ggf. auf die Malediven bringen.

Beond Airlines Airbus A319 Muenchen Copyright
Beond will bis zu zehn Flugzeuge in Bahrain stationieren

Wenige Tage zuvor gab der malaysische Low-Cost-Carrier Air Asia bekannt, in Bahrain ein Drehkreuz als Teil eines interkontinentalen Low-Cost-Netzwerk aufbauen zu wollen. Gespräche mit dem Königreich liefen bereits seit November 2025. Die geografische Lage Bahrains ermöglicht es Air Asia, ihren südostasiatischen Kernmarkt mit Europa und gleichzeitig mit dem Nahen Osten zu verbinden. In einer Pressemeldung vom 11. Februar 2026 teilte die Air Asia Group mit, dass ihre Tochtergesellschaft Air Asia X am 26. Juni 2026 eine neue Strecke von Kuala Lumpur über Bahrain nach London Gatwick aufnehmen wird. Es ist der zweite Anlauf von Air Asia in Europa Fuß zu fassen. Zwischen 2009 und 2012 flog der Billigflieger bereits von Kuala Lumpur nach London, damals jedoch nonstop.

airasia flugzeug
Über Bahrain will Air Asia Südostasien mit Europa verbinden

Auch der Flagcarrier Gulf Air soll für Wachstum am Bahrain International Airport sorgen. Im Juli 2025 bestellte die Airline bis zu 18 Boeing 787 Dreamliner. Mithilfe dieser Langstreckenflugzeuge will Gulf Air ihr Netzwerk in Richtung Asien, Europa und Nordamerika ausbauen. Im Oktober 2025 nahm Gulf Air wieder eine Verbindung nach New York JFK auf, die letztmals in den 1990er-Jahren durchgeführt wurde. Gleichzeitig stieg 2025 die Zahl der beförderten Passagiere von Gulf Air um 5 Prozent auf rund 6,6 Millionen. Der durchschnittliche Sitzladefaktor konnte auf 81,6 Prozent (2024: 77,0 Prozent) gesteigert werden.

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