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12. September 2021 Markus 0 News

Philippine Airlines meldet Insolvenz nach Chapter 11 an

Eigentlich hat Philippine Airlines (PAL) in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen, wurde aber von der Coronakrise stark gebeutelt und hat nun Insolvenz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts in den USA beantragt. Flüge der PAL sollen während der Restrukturierung weiter abheben und Tickets, Meilen und Gutscheine behalten ihre Gültigkeit.

Umstrukturierung beschlossen

Insgesamt musste Philippine Airlines über 80.000 Flüge streichen und die Zahl der Passagiere fiel von 30 Millionen (2019) auf 7 Millionen (2020). Dementsprechend brach auch der Umsatz der Fluglinie ein und trotz durchgeführter Sparmaßnahmen, wie Kündigungen von Mitarbeitern und Neuverhandlungen von Verträgen mit Zulieferern, ist die PAL am Ende und geht in Gläubigerschutz. Das gab die Fluggesellschaft am 03. September bekannt. Dafür nutzt sie Chapter 11 des US-Insolvenzrechts, da Philippine Airlines an der New Yorker Börse gelistet ist. Als Teil der Umstrukturierung wird die Flotte um ein Viertel verkleinert. Rund 22 Flugzeuge könnten an die Leasinggeber zurückgegeben werden. Zudem wird Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzender Lucio Tan die Fluggesellschaft finanziell unterstützen. Der Flugbetrieb soll weiter durchgeführt werden und an dem Wiederaufbau des ursprünglichen Streckennetzes wird weiter gearbeitet. Auf der Sonderseite erklärt die PAL, dass Tickets, Gutscheine und Meilen ihre Gültigkeit behalten.

A note from our team: Philippine Airlines ​continues to serve our valued customers as we embark on a key stage of our recovery with the support of our stakeholders and the commitment of our personnel. ​ ​

For more information, please visit https://t.co/qyz7aCKmVf. pic.twitter.com/fveK7HCXqS

— Philippine Airlines (@flyPAL) September 4, 2021

Insolvenz nach Chapter 11

Der Weg der Restrukturierung über das amerikanische Insolvenzrecht ist (nicht nur) bei Airlines beliebt, lässt es doch dem Unternehmen die Möglichkeit, das operative Geschäft unter eigener Feder fortzuführen, während man aber vor Forderungen von Gläubigern geschützt ist. Trotzdem ist die Restrukturierung in Eigenregie natürlich mit engen Auflagen verknüpft, die penibel eingehalten werden müssen, um den Fortbestand des eigenen Unternehmens sicherzustellen. Das amerikanische Insolvenzrecht, das nach dem 11. September bereits viele Unternehmen vor der Pleite gerettet hat, diente dem deutschen Schutzschirmverfahren gewissermaßen als Blaupause. Insolvenz nach Chapter 11 kann jedes Unternehmen beantragen, das in den USA entweder eine Niederlassung oder relevante Vermögenswerte besitzt. In den vergangenen Monaten machten vor allem Fluggesellschaften aus Lateinamerika, konkret Aeromexico, Avianca und LATAM, davon Gebrauch.

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