Ein kaum schlagbarer Schnäppchenpreis in der leidig engen Brussels Business Class war für uns Anlass für eine Woche nach Tel Aviv zu fliegen, um von dort mit Israel sowie Palästina zwei „heilige Länder“ für drei Weltreligionen (Juden, Christen & Muslime) zumindest ansatzweise zu erkunden. Dieser kurze Review soll unsere persönlichen Eindrücke der Dan Lounge im Concourse C am Terminal 3 des internationalen Flughafens Ben Gurion vor dem Rückflug im Mai 2023 beschreiben.
Dan Lounge Tel Aviv Ben Gurion Airport – Lage und Zugang
Nach den (bei Besitz biometrischer Pässe überwiegend automatischen) Sicherheitskontrollen gelangt man über einen längeren Gang in das Terminal-Zentrum, von wo sternförmig die einzelnen Concourses abgehen. Soweit feststellbar, gibt es zumindest an den Flugsteigen B, C und E von der Dan Hotels Gruppe betriebene sowie bei guter Ausschilderung barrierefrei auf gleicher Ebene unschwer zu findende Lounges, wobei zu unserer Zeit um 2 Uhr am frühen Morgen lediglich jene am Concourse C geöffnet war.
Zugangsberechtigt sind nach Aussage der Mitarbeiterin an der Lounge-Rezeption auf Einladung der Airlines Status- und Premiumkunden bzw. Reisende mit einem Business- Ticket für ausschließlich Abflüge am Terminal 3. Kinder unter zwei Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Passagiere der israelischen Fluggesellschaft El Al (LY) werden exklusiv in einer eigenen Lounge begrüßt. Hingegen wurde die Zusammenarbeit mit Priority Pass und weiteren Karten-Anbietern zumindest gegenwärtig beendet. Ebenso wenig ist ein käuflicher Zugang möglich. Geschlossen ist der Aufenthaltsbereich lediglich am höchsten jüdischen Feiertag „Jom Kippur“.
Dan Lounge Tel Aviv Ben Gurion Airport – Ausstattung
Linker Hand vom Eingang kommt der Besucher in einen klimatisierten, überwiegend mit Teppichboden, zum Teil aber auch mit Holz-Laminat ausgelegten, zweigeteilten, länglichen Raum mit einem eingeschränkten Vorfeldblick. Eine Gepäckablage war nicht vorhanden. Insgesamt bietet die Lounge mindestens 150 Sitzgelegenheiten auf Ledersesseln, Stühlen mit Stoffbezug und aus Holz sowie größeren Bänken in verschiedenen Ausführungen bzw. Sitzhöhen ergänzt von unterschiedlich gearbeiteten, zumeist runden, Tischen, Tischchen und Ablagen. Auffällig in diesem Zusammenhang ist eine relativ hohe Anzahl von für Einzelreisende bzw. Paare geeigneten Zweier-Anordnungen, die man nicht mit Fremden teilen muss.
Kostenloses Wifi stand zur Verfügung. Ein Businesscenter gab es bei keinen sichtbaren Ladestationen für elektronische Geräte jeglicher Art und nur vereinzelten Steckdosen nicht. Das Entertainment-Angebot beschränkte sich auf zwei Großbildschirme mit Fernsehprogramm und eine Anzeigetafel für die abgehenden Flüge; Tageszeitungen – zumindest in der Nacht, Fehlanzeige. Die sauberen Sanitäranlagen waren mit lediglich drei Toiletten (eine für behinderte Personen) keinesfalls überdimensioniert. Einen Babywickeltisch oder Duschen gab es nicht.
Dan Lounge Tel Aviv Ben Gurion Airport – Speisen und Getränke
Während man sich bei den ausschließlich kalten Speisen an einem Buffet mit u. a. Obst, Müsli, Joghurt, Toast, Käse, Oliven, Humus, nur einem Salat, Marmeladen und Konfitüren, verschiedenen, ebenso gluten- bzw. zuckerfreien, Keksen sowie Gebäck selbst bedienen durfte, war dies bei den Getränken mit Ausnahme von Kaffee und Tee an zwei Stationen, bedingt bei den üblichen alkoholfreien Getränken aus Großflaschen sowie bereitgestelltem Eistee nicht möglich. Der Wunsch nach einem gezapften Carlsberg-Bier oder einem Glas Wein wurde bei zur Auswahl stehend jeweils zwei aus roten bzw. aus weißen Rebsorten gekelterten Produkten der israelischen Weingüter Barkan, Segal und Teperberg mit etwas Wartezeit erfüllt.
Dan Lounge Tel Aviv Ben Gurion Airport – Fazit
Der für seine strikten Sicherheitsvorkehrungen hinlänglich bekannte Ben Gurion Airport in Tel Aviv stellte für uns kein wirkliches Problem dar. Der Aufenthalt in der Dan Lounge hatte am sehr frühen Morgen bei insgesamt einem doch überschaubaren Angebot bzw. Service dennoch einen gewissen Charme und war dem im Zeitverlauf rasch zunehmenden Treiben in den fünf Concourses am Terminal 3 eindeutig vorzuziehen.
Danke an Andreas für diesen Gastbeitrag!
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