Czech Airlines, kurz CSA, gehört zu den ältesten aktiven Fluggesellschaften der Welt. Doch die 1923 gegründete Airline wird ab Herbst 2024 keine Flüge mehr unter dem eigenen IATA-Code „OK“ durchführen. Stattdessen wird sie im Auftrag ihrer Schwestergesellschaft Smartwings unterwegs sein.
Wetlease-Anbieter für Smartwings
Stattdessen werden ab dem Winterflugplan 24/25, der am 27. Oktober 2024 startet, alle Flüge von Czech Airlines unter dem Code der Schwestergesellschaft Smartwings „QS“ abgewickelt. Dies berichtete das Portal „aeroTELEGRAPH“, das sich auf tschechische Medien beruft. Ab dem Winterflugplan 24/25 fungiert die CSA dann nur noch als Wetlease-Anbieter von Smartwings und fliegt, kurz nach ihrem 101. Geburtstag, nicht mehr auf eigene Rechnung. Es ist der vorläufige Tiefpunkt des allmählichen Niedergangs der CSA, die seit 2001 Mitglied der Luftfahrtallianz SkyTeam ist.
CSA ist seit Jahren in Schwierigkeiten
Wiederholt geriet Czech Airlines in finanzielle Schieflage und wurde 2018 von Travel Service, der Muttergesellschaft des tschechischen Low-Cost-Carriers Smartwings, übernommen. Im Februar 2021 meldete die Fluglinie Insolvenz an, Streckennetz und Flotte wurden auf ein Minimum reduziert und das Insolvenzverfahren Mitte 2022 abgeschlossen. Im Sommerflugplan 2024 fliegt Czech Airlines nach Paris (zweimal täglich) und nach Madrid (viermal pro Woche). In der Flotte sind zwei Airbus A320 mit einem Durchschnittsalter von fast 19 Jahren zu finden. Ursprünglich wollte die CSA mehrere Airbus A220 einflotten, dazu gekommen ist es aber nie. Noch gut drei Monate wird die traditionsreiche Fluglinie noch unter eigener Flugnummer ab Prag unterwegs sein. Der letzte Flug mit einer OK-Flugnummer wird von Paris nach Prag führen. Ob und wie Czech Airlines im SkyTeam verbleibt, ist aktuell unklar.
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