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02. Dezember 2025 Markus 0 News

Flughafen Wien baut keine dritte Start- und Landebahn

Am Flughafen Wien wird keine dritte Start- und Landebahn gebaut. Dies beschloss der Vorstand der Flughafen Wien AG am 25. November 2025. Das Projekt wird nicht weiterverfolgt.

Flughafen entscheidet sich gegen die dritte Piste

Der Vorstand der Flughafen Wien AG kam nach „eingehender Analyse aller relevanten Entscheidungsfaktoren“ zu diesem Entschluss, heißt es in der Pressemitteilung des Flughafens. Die prognostizierten Baukosten würden rund zwei Milliarden Euro betragen. Und da der Flughafen auch mit dem bestehenden Zwei-Pisten-System seine Kapazität erweitern kann, bestünde kein Bedarf für eine dritte Start- und Landebahn. Mit dem geplanten Ausbau der Terminalkapazität könnten jährlich bis zu 52 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 betrug das Passagieraufkommen am Flughafen Wien 31,72 Millionen Passagiere. Platz für Wachstum ist also vorhanden.

Neben den hohen Kosten dürfte auch eine Rolle spielen, dass „die größten Airline-Kunden am Standort dem Projekt negativ gegenüberstehen.“ Damit sind höchstwahrscheinlich die Lufthansa Group bzw. ihre Tochtergesellschaft Austrian Airlines gemeint. Denn der Bau der dritten Start- und Landebahn müsste auch über eine Erhöhung der Gebühren am Flughafen Wien finanziert werden. Naturgemäß stößt dies auf wenig Gegenliebe bei den Fluggesellschaften.

Planung der dritten Start- und Landebahn zog sich über Jahre hin

Die dritte Piste (11R/29L) wäre 2.400 Meter südlich und parallel zur bestehenden Piste 11L/29R in drei Ausbaustufen entstanden. Zudem wären zusätzliche Infrastrukturen erforderlich gewesen, etwa eine weitere Feuerwache und Winterdiensthallen.

Flughafen Wien Dritte Start Und Landebahn Lage
Geplante Lage der dritten Start- und Landebahn © Flughafen Wien AG

Der Antrag zum Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen Schwechat wurde 2007 bei der niederösterreichischen Landesregierung eingereicht. Dem ging ein jahrelanges Mediationsverfahren, an dem rund 50 Interessensgruppen vertreten waren, voraus. Themen des Mediationsverfahrens waren beispielsweise die Belastung durch Fluglärm und die Versiegelung von Ackerflächen. 2019 gab es grünes Licht für den Bau der dritten Start- und Landebahn, die nun doch nicht realisiert wird.

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