Lufthansa Flugzeuge Flughafen Frankfurt
07. Juli 2020 Markus 1 Coronavirus, News

Lufthansa Group veröffentlicht Restrukturierungsprogramm “ReNew”

Anfang April hatten wir von ersten Restrukturierungsmaßnahmen des Lufthansa Konzerns berichtet, nachdem der Fluglinie wegen Corona die Umsätze wegbrachen. Drei Monate später wurde nun ein umfassendes Restrukturierungsprogramm von der Lufthansa Group veröffentlicht, das auch die Maßnahmen aus dem April beinhaltet. Vor allem durch weiteren Personalabbau sollen die Kosten nachhaltig gesenkt werden.

Zur Erinnerung: Hauptsächlich ging es im ersten Teil der Lufthansa-Restrukturierung um die Verkleinerung der Flotte der Konzern-Airlines. Diverse ältere Flugzeugmodelle werden früher in Rente geschickt. Zudem wurde das Ende der Germanwings bekanntgegeben und fast alle Wetlease-Vereinbarungen gekündigt.

Restrukturierungsprogramm der Lufthansa Group

Nachdem nun die Rettungspakete der Regierungen in Deutschland und Österreich unter Dach und Fach sind, ist das Überleben der Lufthansa Group vorerst gesichert. Doch aufgrund der angestrebten Rückzahlung der Staatshilfe und der kommenden Zinsbelastungen, möchte die Lufthansa Group ihre Kosten nachhaltig senken. Deshalb wurde ein ganzes Restrukturierungsprogramm mit den Namen „ReNew“ erarbeitet, das die bereits getroffenen Maßnahmen vom April inkludiert und bis Dezember 2023 läuft. Hier die wichtigsten Punkte des Programms, das unter Leitung von Dr. Detlef Kayser, Vorstand Airline Resources & Operations Standards, umgesetzt wird:

  • Die staatlichen Kredite und Einlagen sollen schnellstmöglich zurückgezahlt werden, um die Zinslast zu verringern bzw. zu beseitigen.
  • Bis 2023 werden maximal 80 neue Flugzeuge zur Flotte der Lufthansa Group stoßen. Damit reduziert der Konzern seine Investitionen in neue Flugzeuge um die Hälfte.
  • An einer Verselbstständigung der Lufthansa Airline in eine eigene Gesellschaft wird weiter gearbeitet.
  • Nachdem bereits der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG verkleinert wurde, wird auch das Management bei den Tochtergesellschaften verkleinert. Die Gremien bei Lufthansa Cargo AG, LSG Group und Lufthansa Aviation Training werden um einen Posten reduziert.
  • Die Anzahl der Führungskräfte im ganzen Konzern wird um 20 Prozent verringert.
  • In der Verwaltung werden rund 1.000 Stellen gestrichen.

Um die Staatshilfe so schnell wie möglich zurückzuzahlen, ist Lufthansa bereit Kredite bei anderen Kreditgebern aufzunehmen.

Bundesregierung nun Großaktionär und 22.000 Stellen zu viel

Da nun die erste Staatshilfe geflossen ist, ist die Bundesregierung seit dem 02. Juli nun der größte Aktionär bei Lufthansa. In Form des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) hält der deutsche Staat nun 20,05 Prozent der Anteile.

Noch einmal weist die Fluglinie in ihrer Mitteilung darauf hin, dass bei der Lufthansa Group ein Personalüberhang von rund 22.000 Vollzeitstellen besteht. Es wird weiterhin betont, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen und deshalb Krisenpakete mit Arbeitnehmervertretern verhandelt werden. Momentan konnte sich Lufthansa aber nur mit der Gewerkschaft für das Kabinenpersonal (UFO) auf ein Paket einigen.

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