Die australische Qantas hat eine Strategie zur Restrukturierung vorgestellt, mit der sie sich in den kommenden drei Jahren von der Corona-Krise erholen möchte. Ziel ist es, in den kommenden Jahren mit Inlandsflügen profitabel zu sein und dadurch Vermögenswerte und Arbeitsplätze so weit wie möglich zu erhalten.
Qantas plant Restrukturierung
Insgesamt möchte Qantas innerhalb der nächsten drei Jahre, mit Hilfe der Restrukturierung, bis zu 15 Milliarden AUD (ca. 9,1 Milliarden Euro) einsparen. Die Belegschaft der Qantas wird um 6.000 Stellen oder anders gesagt, um jede fünfte Stelle reduziert. Der Stellenabbau trifft Mitarbeiter aller Bereiche, von der Technik bis zur Crew. Zudem werden rund 15.000 Mitarbeiter – vor allem diejenigen, die auf internationalen Flügen arbeiten -weiterhin beurlaubt oder in unbezahlten Urlaub geschickt.
Die sechs verbliebenen Boeing 747-4 werden umgehend ausgeflottet, sechs Monate früher als ursprünglich geplant. Weitere 100 Flugzeuge, vor allem die internationalen Flotte, werden noch zwölf Monate oder länger am Boden bleiben. Es ist außerdem möglich, dass einige geleaste Flugzeuge nie mehr für Qantas abheben werden. Die Auslieferungen neuer Airbus A321neo und Boeing 787-9 werden verschoben. Die zwölf vorhandenen Airbus A380 wurden bereits in der Wüste geparkt und werden dort bis 2023 auch bleiben.
Qantas konzentriert sich auf australischen Markt
Denn Qantas geht für 2021 und 2022 nur von einer leichten Erholung des internationalen Luftverkehrs aus. Deshalb rechne sich die Wiederinbetriebnahme der Airbus A380 vor 2023 nicht. Qantas-CEO Alan Joyce kündigte an, dass bis Mitte 2021 keine internationalen Flüge der Qantas stattfinden werden, außer ein Corona-Impfstoff wird entwickelt. Einzige Ausnahme werden die Flüge innerhalb des geplanten Reisekorridors zwischen Australien und Neuseeland sein. Die Einführung dieses Reisekorridors ist für September 2020, nach den Wahlen in Neuseeland, geplant. Womöglich wird dieser Korridor dann schrittweise um ein paar weitere Länder erweitert. Durch die Konzentration auf den inneraustralischen Markt und den Verkehr nach Neuseeland, kann sich Qantas finanziell erholen. Denn vor der Krise machten die Inlandsflüge fast zwei Drittel des Umsatzes der Australier aus.
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