Indien gilt als der Wachstumsmarkt in der Luftfahrt und im bevölkerungsreichsten Land der Erde herrscht eine gewisse Goldgräberstimmung. Etablierte Fluggesellschaften in Indien geben Großbestellungen bei Airbus und Boeing ab, um ihre Flotten zu vergrößern und auch neue Fluglinien gehen an den Start und denken ebenfalls groß. So treibt die junge, indische Fluggesellschaft Akasa Air ihre Expansion ebenfalls mit einer Großbestellung bei Boeing voran. In diesem Beitrag schauen wir uns den Billigflieger genauer an.
Was ist Akasa Air?
Akasa Air (QP) wurde im Dezember 2021 gegründet. Den Erstflug führte der Low-Cost-Carrier am 07. August 2022 durch. Mitgründer und CEO von Akasa Air ist Vinay Dube, der bereits CEO bei den beiden indischen Fluglinien Jet Airways und GoAir (ehemals Go First) war. Unterstützt wurde die Akasa Air vom indischen Milliardär Rakesh Jhunjhunwala, der in das Start-Up investierte. Ziel der Airline ist es, der indischen Bevölkerung das Reisen mit dem Flugzeug durch günstige Preise zu ermöglichen. Deshalb lautet der Slogan von Akasa Air: „It’s Your Sky“. Gleichzeitig möchte man ein verlässliches Produkt in der Luft und am Boden anbieten. Das Logo stellt ein „A“ dar, das in Orange gehalten ist. Die Airline selbst nennt es „The Rising A“. Die Bezeichnung Akasa könnte sich von „Akasha“ aus dem Sanskrit ableiten. Eine Bedeutung dieses Wortes, auch in anderen indischen Sprachen, ist Himmel.

Streckennetz von Akasa Air
Akasa Air ist aktuell nur innerhalb Indiens aktiv und fliegt dort 18 Destinationen an. Die Hauptbasen sind derzeit Mumbai und Bengaluru. Dabei verbindet der Low-Cost-Carrier nicht nur die bekannten Metropolen des Landes miteinander, sondern achtet darauf, auch Flughäfen der zweiten Reihe anzufliegen. Ohnehin soll dies erst der Anfang sein. Neben einer starken Expansion innerhalb Indiens, plant man auch die Aufnahme von internationalen Strecken in den kommenden Monaten.

Flotte von Akasa Air
Um eine neue Strecke aufnehmen zu können, benötigt es auch ausreichend Flugzeuge in der Flotte, weshalb Akasa Air mehrere Bestellungen bei Boeing abgegeben hat. Derzeit verfügt Akasa Air über eine Flotte von 22 Boeing 737 MAX 8. Das ist für einen Low-Cost-Carrier recht überschaubar, stellt gleichzeitig aber nur den Anfang dar. Unlängst hat die Fluglinie 150 weitere Flugzeuge bei Boeing bestellt. Dabei hat man sich auf die MAX-Reihe festgelegt und erwartet in den kommenden Jahren insgesamt 204 Flugzeuge. Bei der letzten Bestellung, Ende Januar 2024, hat man sich für die Boeing 737 MAX 10, die längste Variante der Baureihe, sowie für die Boeing 737 MAX 8-200, eine Spezialversion für Billigflieger, entschieden. Beide Varianten können, je nach Bestuhlung, mehr als 200 Passagiere befördern. Zumindest die 737 MAX 8-200 wird bei den Indern etwas weniger als 200 Sitzplätze haben.

Reiseklassen bei Akasa Air
Da sich die Airline selbst als Low-Cost-Carrier bezeichnet, könnte man davon ausgehen, dass alle Flugzeuge der Flotte mit einer reinen Economy-Class-Bestuhlung ausgestattet sind. Jedoch haben aber 11 Boeing 737 MAX 8 auch eine kleine Business Class an Bord, die aus Recliner Seats besteht, die in einer 2-2 Konfiguration verbaut sind. Dies geschah jedoch nur aufgrund von Lieferengpässen bei den Economy-Class-Sitzen, weshalb man den freien Raum kurzerhand mit den Recliner-Sitzen belegte. Tatsächlich wird Akasa Air diese Sitze wieder ausbauen und, wie ursprünglich geplant, zu einer reinen Economy-Class-Bestuhlung wechseln.
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