British Airways erhöht erneut die Kosten für Prämienflüge im British Airways Club. Ab dem 27. Mai 2026 steigt der Cash-Anteil des Preises für Reward Flights auf Kurz- und Langstrecken teils deutlich an. Die benötigte Anzahl an Avios soll dagegen unverändert bleiben. Besonders ärgerlich: British Airways nennt erneut nur wenige Beispiele statt vollständiger Details.
British Airways erhöht Zuzahlungen ab 27. Mai 2026
British Airways hat in einer Mitteilung an ihre Programmteilnehmer angekündigt, die Zuzahlungen für Prämienflüge ab dem 27. Mai 2026 zu erhöhen. Betroffen ist ausschließlich der Cash-Anteil der Buchung. Die benötigten Avios sollen laut Airline unverändert bleiben. Die Änderungen gelten ausschließlich für Neubuchungen ab dem 27. Mai 2026. Bereits ausgestellte Prämientickets behalten ihre bisherigen Preise.
Wie bei der letzten British Airways Club Abwertung im Dezember 2025 kommuniziert British Airways die Anpassungen erneut nur sehr eingeschränkt anhand von wenigen Beispielen. Dadurch bleibt unklar, wie stark die Preiserhöhung tatsächlich ausfällt.
Nur Beispiele statt vollständiger Details
British Airways nennt nur genau vier Beispiele für die neuen Preise. Nicht einmal die aktuellen Preise nennt British Airways als Referenz. Diese haben wir im Folgenden ergänzt.
British Airways Business Class London – New York (return)
- Bisher: 176.000 Avios + 399 GBP
- Zukünftig: 176.000 Avios + 499 GBP
British Airways Economy Class London – Kapstadt (return)
- Bisher: 66.000 Avios + 170 GBP
- Zukünftig: 66.000 Avios + 190 GBP
British Airways Business Class London – Rom (oneway)
- Bisher: 22.000 Avios + 15 GBP
- Zukünftig: 22.000 Avios + 20 GBP
British Airways Economy Class London – Amsterdam (oneway)
- Bisher: 10.000 Avios + 1 GBP
- Zukünftig: 10.000 Avios + 2,50 GBP
Wie zu sehen ist, kommen für einen Langstreckenflug in der Business Class von London nach New York 100 GBP (etwa 115 Euro) an Zuzahlungen hinzu. Am anderen Ende sind es für einen Economy Class Flug auf der Kurzstrecke nur 1,50 GBP und damit nicht einmal zwei Euro.
Dabei ist zu beachten, dass sich die genannten Preise jeweils auf Off-Peak-Termine und die Preisoption mit möglichst geringer Zuzahlung beziehen. Diese Option ist fast nie eine gute Wahl. Doch wie sich die anderen Preisoptionen ab dem 27. Mai verändern werden, gibt British Airways nicht preis.
Warum niedrige Zuzahlungen oft die schlechtere Wahl sind
British Airways bietet bei Prämienflügen mehrere Preisoptionen an. Programmteilnehmer können wählen, ob sie mehr Avios und weniger Geld oder weniger Avios und mehr Geld einsetzen möchten. Die von British Airways veröffentlichten Beispiele beziehen sich auf die Option mit den höchsten Avios-Kosten und den niedrigsten Zuzahlungen. Genau diese Option ist jedoch meist keine gute Wahl.
Beispiel: Für einen British Airways Economy Class Flug von London nach Amsterdam stehen sechs Kombinationen aus Avios und Cash zur Auswahl. Wer sich mit Avios auskennt, erkennt schnell, dass 10.000 Avios + 1 GBP deutlich unattraktiver sind als 5.250 Avios + 29 Euro. Denn setzt man zum Beispiel einen Gegenwert von 1 Cent pro Avios an, ergibt sich ein indirekter Preis von 101 Euro für die erste Option und 82 Euro für die letzte Option.

Zwar lässt sich keine allgemeingültige Aussage machen, welche Avios-Preisoption die beste (oder schlechteste) ist. Oft findet ihr die beste Option jedoch irgendwo in der Mitte. Warum dies so ist, erklärt der folgende Artikel im Detail.
Welche British Airways Club Avios Preisoption ist die beste?
British Airways kündigt Preiserhöhung an – Fazit
Mit der neuen Preiserhöhung verschlechtert British Airways die Einlösemöglichkeiten im British Airways Club erneut. Bitter ist, dass die letzte Abwertung erst im Dezember 2025 erfolgte. Damals wurden Avios- und Cash-Anteil teurer. Dieses Mal ist es laut Ankündigung nur der Cash-Anteil. Hintergrund dürfte die Iran-Krise sein, auch wenn British Airways keine konkrete Begründung für die Anpassung nennt.
Enttäuschend ist erneut die fehlende Transparenz. Es gibt nur wenige Tage Vorwarnung, und das nicht einmal mit vollen Details, sondern lediglich wenigen und zudem unvollständigen Beispielen. Wie stark die Preiserhöhung tatsächlich ausfällt, wird sich daher erst nach dem 27. Mai 2026 zeigen.
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