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06. Dezember 2025 Mark 3 Flying Blue Tutorial, Meilen & Punkte einlösen, News

Flying Blue Stopover – So bucht man sie

Flying Blue verfügt im weltweiten Vergleich über eine der großzügigsten Stopover-Regelungen. Das Vielfliegerprogramm erlaubt unbegrenzt viele kostenlose Stopover auf Flügen mit Air France, KLM und allen Partnerairlines – und das auch für Oneway-Flüge. Doch was heißt “kostenlos” bei dynamischen Preisen?

Flying Blue Stopover – Terminologie

Zunächst etwas Terminologie: Ein Stopover ist ein Zwischenziel auf einer Reiseroute an dem mehr als 24 Stunden verblieben wird. Alle Aufenthalte unter 24 Stunden werden dagegen als Layover bezeichnet. Ist ein Stopover erlaubt, heißt das also, dass ihr euch ein Zwischenziel auf dem Weg zum eigentlichen (finalen) Reiseziel auch für mehrere Tage (oder länger) anschauen könnt. Im Falle von Flying Blue kann ein Stopover bis zu 12 Monate dauern.

Flying Blue Stopover – Die Regeln

Obwohl Stopover bei Flying Blue bereits Ende 2022 angekündigt und wenig später eingeführt wurden, gibt es bis heute nur wenige öffentliche Informationen zu diesem Programmbestandteil. In einem Air France/KLM Live Webinar (ab ca. Minute 17:30) von Ende 2022 ging Benjamin Lipsey, Senior Vice President of Flying Blue, erstmals auf das Thema Stopover ein. Im Mai 2023 folgte eine Infoseite bei Flying Blue, die die einige wenige Informationen aufführt. Die ausführlichste Quelle ist die FAQ-Sektion auf einer Flying Blue Infoseite zum Einlösen von Meilen (Link). Basierend auf diesen Quellen und Erfahrungsberichten gilt:

  • Flying Blue Stopover sind mit allen Flying Blue Partnerairlines möglich.
  • Flying Blue Stopover sind an allen Flughäfen möglich.
  • Flying Blue Stopover sind nur kostenlos, wenn alle Segmente von der gleichen Airline ausgeführt werden.
  • Flying Blue Stopover können bis zu 12 Monate dauern. Das gesamte Ticket muss innerhalb von 12 Monaten abgeflogen werden.
  • Flying Blue erlaubt eine unbegrenzte Anzahl an Stopovern.
  • Flying Blue Stopover sind für Oneway-Flüge möglich.
  • Backtracking ist nur für Flüge innerhalb Europas erlaubt. Beispiel: Ein Prämienflug von Miami nach New York mit kostenlosem Stopover in Paris ist nicht möglich, da die Flugrichtung gewechselt wird.
  • Stopover können nur telefonisch gebucht werden.

Flying Blue Stopover – Was heißt kostenlos?

Das Flying Blue Programm nutzt dynamische Preise für Prämienflüge. Die Preise für Prämienflüge hängen von Angebot und Nachfrage ab. Der zuvor gültige zonenbasierte Flying Blue Awardchart mit festen Preisen wurde mit der Umstellung abgeschafft und von einem Meilenplaner (Link) abgelöst der unter Angabe von Abflug- und Zielort die Mindestanzahl der erforderlichen Meilen ausgibt. Ein Limit nach oben gibt es jedoch aufgrund der dynamischen Struktur nicht.

Was also bedeutet “kostenloser Stopover” in diesem Zusammenhang? Erfahrungsberichten nach können wir davon ausgehen, dass der Gesamtpreis für einen Flug mit Stopover dann dem Flying Blue Mindest- bzw. Minimalpreis für diese Strecke entspricht, wenn die Teilstücke ebenfalls zum Minimalpreis (Saver Award) zu finden sind. Diesen Minimalpreis könnt ihr mit dem Meilenplaner (Link) ermitteln. Scrollt dazu auf der verlinkten Seite ganz nach unten.

Tipp: Mit der Flying Blue Kalendersuche lassen sich mit wenigen Klicks die günstigsten Preise für ein ganzes Jahr ermitteln. Die günstigsten Saver Preise werden in der Regel in Grün hervorgehoben.

Beispiel: Der Mindestpreis für Prämienflüge in der Air France Business Class von Deutschland nach Paris entspricht 25.000 Meilen oneway. Für Prämienflüge von Paris nach Nordamerika liegt der Mindestpreis bei 60.000 Meilen. Der Mindestpreis für einen Business Class Prämienflug von Deutschland über Paris nach Nordamerika liegt ebenfalls bei 60.000 Meilen oneway. Die Nutzung eines Stopovers bzw. das Zusammenlegen beider Flüge in einer Buchung spart also 25.000 Meilen.

Flying Blue Stopover – Ein Extrembeispiel

Laut Flying Blue Regelwerk ist eine unbegrenzte Anzahl an Stopovern möglich, wenn alle Flüge mit der gleichen Airline durchgeführt werden und kein Backtracking betrieben wird. In der Praxis ist man daher meist auf zwei, oder drei Segmente und damit maximal ein oder zwei Stopover eingeschränkt, denn die meisten Airlines, darunter Air France und KLM betreiben einen einzelnen Hub, über den (fast) alle Flüge routen.

Beispiel: Mit KLM ließe sich Frankfurt – Amsterdam (Stopover) – Singapur (Stopover) – Denpasar, Bali buchen. Ein Routing wie bspw. New York – Amsterdam – Miami wäre aufgrund der verletzten Backtracking Regel nicht erlaubt. Kompliziertere Routings sind nicht möglich, da wiederholtes Routen über Amsterdam nicht erlaubt ist.

Great Circle Mapper New York Cincinatti Salt Lake City Portland Seattle
© gcmap.com

Deutlich mehr Möglichkeiten die Stopover-Regelung zu maximieren, bieten Airlines mit mehreren Hubs. Ein mögliches Beispiel ist Delta. Wie Frequent Miler in einem Test zeigen konnte, ist es möglich mehrere US-Inlandsflüge aneinander zu hängen und jeweils einen Stopover einzulegen. Beispiel: Das Routing New York (JFK) – Cincinatti (CVG) – Salt Lake City (SLC) – Portland (PDX) – Seattle (SEA) erlaubt Stopover in drei Städten. Frequent Miler beobachtete dabei jedoch eine leichte Preiserhöhung gegenüber dem Direktflug. So war New York – Seattle als Direktflug für 20.000 Meilen buchbar, während das genannte Routing mit drei Stopovern 29.000 Meilen erforderte – immer noch eine sehr deutliche Ersparnis gegenüber der Einzelbuchung aller Segmente.

Flying Blue Stopover – Buchung nur telefonisch

Bisher ist nur eine telefonische Buchung von Flying Blue Stopovern möglich, wie sich der Flying Blue Webseite hier entnehmen lässt.

“Simply log in and contact our customer service using the phone number available in the “Contact us” section of the website. We will be happy to make all the arrangements for you.”

Am besten informiert ihr euch vor eurer Buchung eigenständig über die Verfügbarkeiten auf den Teilstrecken eures Routings. Dabei helfen kann die Flying Blue Kalendersuche.

Flying Blue Stopover – Fazit

Stopover gehören zu den besten Möglichkeiten den Wert eingesetzter Meilen noch weiter zu erhöhen. Wer an einem zusätzlichen Stopp interessiert ist, bekommt auf diese Weise mehr Ziele zum gleichen Preis zu sehen. Insofern ist es sehr erfreulich, dass Flying Blue die Möglichkeit kostenloser Stopover bietet. Aus deutscher Sicht bieten sich insbesondere Amsterdam und Paris als spannende Stopover-Ziele an. Wer weltweit unterwegs ist, findet noch viele weitere Möglichkeiten.

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