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15. November 2020 Markus 0 News

Lufthansa einigt sich mit ver.di und platziert Wandelanleihe

Deutschlands größte Airline kämpft an vielen Fronten für ihre Zukunft. So hat sie diese Woche zwei wirtschaftliche Erfolge erzielt. Mit ver.di hat sich Lufthansa über ein 200 Millionen schweres Krisenpaket geeinigt, das die Personalkosten reduziert. Zudem wurde eine Wandelanleihe an der Börse platziert, was der Lufthansa 600 Millionen Euro einbringt.

Lufthansa einigt sich mit ver.di über Krisenpaket

Die Lufthansa und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben sich diese Woche auf ein Krisenpaket geeinigt. Die Vereinigung gingen lange und intensive Verhandlungen voraus. Das vereinbarte Paket hat ein Volumen von 200 Millionen EUR. Von den Maßnahmen unmittelbar betroffen ist das tariflich beschäftigte Bodenpersonal der Deutschen Lufthansa AG, Lufthansa Technik AG und Lufthansa Cargo AG, was rund 24.000 Mitarbeitern entspricht. Das Weihnachtsgeld für 2020 und 2021 und das Urlaubsgeld für das Jahr 2021 entfallen. Die Kurzarbeit wird fortgeführt und die Aufstockung zum Kurzarbeitergeld wird für 2021 von 90 auf 87 Prozent verringert. Im Austausch wird Lufthansa für das kommende Jahr einen Kündigungsschutz gewähren, der vor Entlassungen bis Ende März 2022 schützt. Außerdem werden Altersteilzeit und andere freiwillige Maßnahmen angeboten. Da das Kurzarbeitergeld zum 31.12.2021 entfällt, sind frühzeitige Gespräche zwischen den Interessensgruppen geplant, um über langfristige Reduzierungen der Personalkosten zu verhandeln.

Lufthansa platziert Wandelanleihe von 600 Millionen Euro

Auch am Aktienmarkt war der Kranich aktiv. So hat die Deutsche Lufthansa AG eine nachrangige und ungesicherte Wandelanleihe am Kapitalmarkt platziert. Die Anleihe mit einer Stückelung von 100.000 Euro wird mit zwei Prozent pro Jahr verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Lufthansa nimmt damit 600 Millionen Euro frisches Geld ein, dass sie zur Sicherung ihrer Liquidität benötigt. Laut Pressemitteilung lagen die liquiden Mittel am 30.09.2020 bei 10,1 Milliarden Euro. Der Zeitpunkt hätte für die Lufthansa nicht besser sein können. Denn die Ankündigung über eine baldige Zulassung eines Coronaimpfstoffs und die daraus resultierende Hoffnung auf ein Ende der Coronapandemie führte am Montag zu deutlichen Steigungen der Aktienkurse. Die Anleihen können von den Investoren bis zum 17.11.2025 umgewandelt werden.

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