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09. Februar 2021 Markus 0 News

Condor prüft weitere Beschwerde gegen Lufthansa

Seit Wochen liegt Condor mit der Lufthansa Group wegen gekündigten Abkommen und Gründung der Eurowings Discover im Clinch. Der kleinere Ferienflieger wirft dem Lufthansa Konzern vor, ihn aus dem Markt drängen zu wollen. Deshalb hat Condor bei deutschen und europäischen Behörden Beschwerde gegen das Vorgehen der Lufthansa eingelegt.

Lufthansa greift Condor auf dem touristischen Markt an

Die Lufthansa Group plant das touristische Langstreckenangebot des Konzerns unter einer Flugbetreiberlizenz und dem Namen „Eurowings Discover“ zu bündeln. Eurowings Discover wird als Konkurrenz zu Condor und TUIfly aufgebaut, da man in der Branche mit einer schnelleren Erholung des Privatreiseverkehrs im Vergleich zum Geschäftsreiseverkehr rechnet. Zudem hat Lufthansa ein Zubringerabkommen mit Condor im Dezember 2020 gekündigt. Bei der betroffenen Konkurrenz, vor allem bei Condor, stößt dieser Frontalangriff selbstverständlich auf wenig Gegenliebe. Ein solches Zubringernetz für ihre Langstrecken kann Condor selbst nicht aufrechterhalten.

Condor legt Beschwerde bei Behörden ein

Deshalb prüft Condor erneut rechtliche Schritte gegen die Lufthansa Group. Diesmal offenbar auf europäischer Ebene. Vor Wochen hatte Condor bereits beim Bundeskartellamt eine Beschwerde eingereicht. Der Ferienflieger wirft der Lufthansa den Missbrauch ihrer marktbeherrschenden Stellung in Deutschland und Europa vor, um kleinere Mitbewerber zu verdrängen. Laut Medienberichten hat Condor eine Beschwerde bei der Europäischen Union eingereicht. Offiziell bestätigen wollte die Fluglinie dies jedoch nicht. Condor argumentiert, dass die Lufthansa Group die erhaltene Staatshilfe in Höhe von neun Milliarden Euro nicht nutzen darf, um ihre Monopolstellung auszubauen, jedoch genau dies tue. „Wir prüfen alle juristischen Optionen, um gegen den Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung von Lufthansa vorzugehen“, erklärte eine Sprecherin auf Medienanfrage. Lufthansa begründet die Kündigung des Zubringerabkommens und die Fokussierung auf das touristische Geschäft damit, dass der Konzern in der kommenden Zeit versucht, die eigenen Flugzeuge zu füllen und den Angestellten Arbeit zu geben.


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