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28. Juni 2024 Markus 5 News

Lufthansa Group führt Umweltkostenzuschlag ein

Die Lufthansa Group hat einen neuen Umweltkostenzuschlag für ihre Passagiere eingeführt, der die steigenden Kosten von Umweltauflagen auf Fluglinien abdecken soll.

Der Umweltkostenzuschlag (Environmental Cost Surcharge) gilt für alle Flüge, die von der Lufthansa Group vermarktet und durchgeführt werden und in den 27 Ländern der Europäischen Union sowie aus Großbritannien, Norwegen und der Schweiz starten. Alle Tickets, die ab 26. Juni 2024 ausgestellt wurden und der Abflug nach dem 31. Dezember 2024 liegt, beinhalten diese neue Gebühr, die – je nach Flugstrecke und Tarif/Reiseklasse – zwischen einem Euro und 72 Euro variiert. Einzige Ausnahme sind offenbar Flüge von Eurowings, die über die eurowings.com gebucht werden. Prämienflüge, mit Meilen gebucht, werden diesen neuen Zuschlag wahrscheinlich auch beinhalten. Wie das Portal „fvw“, mit Verweis auf interne Dokumente berichtet, werden folgende Umweltkostenzuschläge (pro Flugsegment) erhoben:

  • Economy Class, Kurz- und Mittelstrecke: 1 bis 5 Euro
  • Economy Class, Langstrecke: 6 bis 12 Euro
  • Premium Economy Class, Langstrecke: 9 bis 18 Euro
  • Business Class, Kurz- und Mittelstrecke: 1,50 bis 7 Euro
  • Business Class, Langstrecke: 18 bis 36 Euro
  • First Class, Langstrecke: 36 bis 72 Euro

Für einen einfachen Flug in der Economy Class von Frankfurt nach Paris fällt beispielsweise ein Umweltkostenzuschlag in Höhe von zwei Euro an.

Lufthansa Umweltkostenzuschlag Einfuehrung Juni 2024
Umweltkostenzuschlag in der Economy Class von Frankfurt nach Paris

Als Grund für die Einführung dieses neuen Umweltkostenzuschlags nennt der Konzern die steigenden Kosten für die Einhaltung regulatorischer Umweltauflagen für  Fluglinien durch die Politik und Verbände. So verlangt die Europäische Union bspw. von den Airlines, dass ab dem 01. Januar 2025, bei Abflügen aus ihren Mitgliedsstaaten, eine Beimischungsquote von nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF) in Höhe von zwei Prozent. Ab 2030 soll die Beimischungsquote dann bei sechs Prozent, ab 2035 bei 20 Prozent und ab 2050 bei 70 Prozent liegen.

Laut Pressemeldung der Lufthansa Group entstehen dem Konzern dadurch bereits jetzt Mehrkosten in Milliardenhöhe. Diese Mehrkosten kann oder will die Lufthansa Group nicht alleine tragen und reicht diese teilweise an den Kunden, mit Hilfe des neuen Umweltkostenzuschlags weiter. Diese Idee ist nicht neu und wurde bzw. wird in Form des Treibstoffzuschlags bzw. der Carrier Imposed Surcharges umgesetzt, um die Kerosinkosten an die Kunden weiterzugeben. Ein großer Kritikpunkt an diesen, von den Airlines gestalteten, Zuschlägen ist deren intransparente Berechnungsgrundlage. Der Treibstoffzuschlag wird von Lufthansa nicht mehr als solcher benannt, sondern taucht (s.o.) als “internationaler/nationaler Zuschlag” in der Preisübersicht auf.

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