Review: Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 Zürich – Hongkong

Der Airbus A350-1000 hat seinen Weg Ende Dezember des letzten Jahres zu Cathay Pacific gefunden und feierte auf der Route von Hongkong nach Amsterdam sein Debüt. Seit April findet man den A35K aber auch auf der Strecke zwischen Zürich und Hongkong, und ebenfalls seit April steht der Flieger bzw. die Route auf meiner “To-Fly” Liste. Vor wenigen Tagen hat sich dann die Möglichkeit ergeben, das Produkt auf einem Trip nach Asien ausgiebig zu testen, und soviel sei schon einmal verraten: Es hat sich gelohnt…

Cathay Pacific Business Class an Bord des A350-1000
Cathay Pacific Business Class an Bord des A350-1000

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Die wichtigsten Daten

  • Airline: Cathay Pacific
  • Flugzeugtyp: Airbus A350-1000
  • Flugnummer: CX382
  • Reiseklasse: Business Class
  • Kabinen-Konfiguration: Reverse Herringbone 1-2-1
  • Kabinen-Größe: 46 Sitze in 12 Reihen
  • Pitch/Sitzabstand: 45 Zoll / 114,3 cm
  • Bettlänge: 75 Zoll / 190,5 cm
  • Sitzbreite: 20 Zoll / 50,8 cm
  • Bildschirmgröße: 18,5 Zoll / 47 cm
  • Recline: 180 Grad

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Buchung & Boarding

Gebucht habe ich den Flug 4 Tage vor Abreise mit Alaska Airlines Mileage Plan, wo ein Business Class Flug von Europa nach Hongkong nur 42.500 Meilen in der Business Class kostet (Alaska Airlines Mileage Plan Meilen einlösen – Die Sweetspots). Neben den 42.500 Meilen sind noch Steuern & Gebühren von 62,80 USD (ca. 56 EUR) angefallen, inklusive Partner- und Telefonbuchungsgebühr. Was mir bis anhin auch nicht klar bzw. wieder entfallen war, obwohl es sogar im Award Chart steht, ist die fehlende Möglichkeit eines Anschlussfluges. Von Europa kommt ihr effektiv nur bis Hongkong, wohingegen ihr bei Abflug USA ganz Asien ansteuern könnt.

Alaska Airlines Mileage Plan Award Chart für Europa - Hongkong
Alaska Airlines Mileage Plan Award Chart für Europa – Hongkong

Flüge mit Cathay Pacific lassen sich bei Mileage Plan nur telefonisch abfragen und buchen, eine Online-Suche ist leider nicht möglich. Um Verfügbarkeiten zu finden habe ich die Suche von Qantas benutzt, hier gibt es eine sehr übersichtliche Kalenderfunktion zu den verschiedenen Klassen.

Qantas Prämienverfügbarkeit für Cathay Pacific
Qantas Prämienverfügbarkeit für Cathay Pacific

Während die Verfügbarkeiten bei Qantas und Mileage Plan in der First Class oftmals nicht übereinstimmen, so habe ich bei der Business Class die Erfahrung gemacht, dass alles, was bei Qantas zu sehen ist, letztlich auch telefonisch über Alaska Airlines gebucht werden kann.

Alaska Airlines Mileage Plan ist leider kein Transferpartner von American Express, und die Meilen sind auch sonst nicht unbedingt einfach zu generieren. Am ehesten empfiehlt sich entweder der Punktetausch von Marriott Bonvoy, wo ihr für 60.000 Marriott Bonvoy Punkte 25.000 Meilen erhaltet, oder ihr kauft die Meilen direkt in einem der zahlreichen Alaska Meilen-Sales für 1,76 EUR-Cent pro Meile. Damit kostet ein Oneway-Flug von Zürich nach Hongkong inklusive Steuern und Gebühren effektiv 804 Euro, was kein schlechter Preis für einen Nonstop Flug ist. Die Prämienverfügbarkeit für den Flug ist sehr variabel, aber mit ein bisschen Flexibilität findet man Flüge für ein oder zwei Personen eigentlich recht gut.

Kurz vor dem Boarding ging es von der Aspire Lounge E zum Abfluggate. Pünktlich um 12:50 wurden zunächst Oneworld Emerald Mitglieder zum Boarding gebeten, anschließend kamen die Passagiere der Business Class bzw. Oneworld Sapphire Mitglieder dran, darauf folgend die Premium Economy Class und Economy Class Passagiere. Das Boarding war deutlich angenehmer als bei meinem Swiss Business Flug nach Los Angeles im März und ging geordnet von statten.

Cathay Pacific A350-1000 - Mein Flieger nach Hongkong
Cathay Pacific A350-1000 – Mein Flieger nach Hongkong

Erfreulich war auch, dass das Boarding sowohl über die Türen 1L als auch 2L abgewickelt wurde, so hielt sich der Fußverkehr durch die Business Class sehr in Grenzen. An der Tür wurde ich zunächst freundlich begrüßt und anschließend zu meinem Platz gewiesen. Mit 23K konnte ich den letzten freien Fensterplatz auf der rechten Seite ergattern, unmittelbar vor der Galley. Keine 5 Minuten nach dem Betreten des Fliegers, kam ein Flugbegleiter mit einer Auswahl an Champagner, Orangensaft oder Wasser vorbei. Kurz darauf gab es bereits das erste von insgesamt vier warmen Tüchern.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Die Kabine

Cathay Pacific hat in ihrer Flotte ausschließlich Widebody Flugzeuge und setzt dieser daher auch innerasiatisch ein. Diese Flieger haben teilweise eine regionale Business Class verbaut, bei der Angle Flat Business Class Sitze verbaut sind. Auf echten Langstrecken bietet Cathay Pacific allerdings ein einheitliches Produkt an Reverse Herringbone Lie Flat Sitzen von Zodiac, lediglich das Fluggerät unterscheidet sich. Auf der Strecke zwischen Zürich und Hongkong fliegt seit Beginn des Jahres der A350-1000 anstelle der 777-300ER, Dadurch ist die First Class auf dieser Route verschwunden und die Anzahl der Business Class Sitze wurde ebenfalls reduziert, im Gegenzug hat man aber einen erst wenige Monate alten Flieger mit brandneuer Kabine!

Cathay Pacific A350-1000 Business Class Seat Map © Seatguru
Cathay Pacific A350-1000 Business Class Seat Map © Seatguru

Insgesamt befinden sich an Bord des A350 46 Business Class Sitze zwischen den Türen 1 und 2 in einem Kabinenabschnitt. Im Gegesatz zu anderen Airlines, wie z.B. Qatar Airways, hat sich Cathay Pacific dazu entschieden Overhead Bins über den Sitzen in der Mitte zu installieren. Dadurch wirkt die Kabine nicht ganz so geräumig, aber störend ist es keinesfalls.

A350-1000 Business Class Kabine
A350-1000 Business Class Kabine

Hinter Sitzreihe 23 befindet sich zunächst die Galley sowie zwei WCs, hinter dem darauf folgenden Vorhang findet man dann die Premium Economy Class. Obwohl ich Sitz 23K hatte, habe ich nicht wirklich viel von der Galley mitbekommen, was sicher auch daran lag, dass diese ebenfalls mit einem dicken Stoffvorhang abgetrennt war und lediglich das WC für die Business Class Passagiere zugänglich war (was ebenfalls nicht bemerkbar war, da an der gegenüberliegenden Wand). Wer ein paar Wingshots haben möchte sollte sich möglichst im hinteren Viertel der Kabine einen Platz aussuchen, denn selbst dort muss man sich schon etwas verdrehen, um diesen zu sehen bzw. aufs Bild zu kriegen.

Die beste Aussicht die es gibt
Die beste Aussicht die es gibt

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Sitz/Bett

Durch die 1-2-1 Reverse Herringbone Anordnung hat jeder Sitz direkten Zugang zum Gang, so dass ein Über-den-Nachbar-steigen nicht von Nöten ist wenn man mal aufstehen möchte.

Dabei sind alle Sitze gleich, unabhängig davon ob ihr einen Fensterplatz habt oder in der Mitte sitzt, lediglich die Richtung in welche ihr schaut ist unterschiedlich. Die Mittelsitze eignen sich wohl am besten für Zusammenreisende, denn hier sind keine Trennwände vorhanden, welche sich herausziehen lassen können. Allerdings muss man sich nach vorne lehnen um die andere Person zu sehen, und im Fußbereich gibt es eine Trennwand, so dass es auch im Falle von fremden Sitzpartnern genügend Privatsphäre gibt.

Von den mittleren Sitzen habe ich leider keine Fotos, da sich bereits Leute eingerichtet hatten bis ich mit dem Fotoshooting an meinem Platz durch wahr. Nächstes mal dann die andere Reihenfolge.

Zum Gang hin bieten zudem sämtliche Sitze eine Art Privacy Shield auf Kopfhöhe, welches euch vom Gang abschirmt, und auch die Armlehne lässt sich per Knopfdruck herausfahren bzw. versenken.

Das Privacy Shield war dabei übrigens keinesfalls beengend, man konnte problemlos schräg geradeaus blicken, lediglich das direkte Sichtfeld zum Gegenüber wird damit geblockt. Überraschend positiv fand ich die Platzverhältnisse zum Schlafen. Reverse Herringbone Sitze kenne ich bisher nur mit einer kleinen und engen Fußablage, bei der man kaum die Möglichkeit hat die Füße zu bewegen. Nicht so bei Cathay Pacific, hier ist diese Ablage groß und offen, und erstreckt sich seitlich sogar noch weiter bis unter den Tisch.

Fußablage im A350-1000 von Cathay Pacific
Fußablage im A350-1000 von Cathay Pacific

Dadurch kann man sich im Bettmodus drehen und wenden wie man will, man hat eigentlich immer Platz für die Füße und die Knie. Für mich persönlich ist das der bisher beste Business Class Sitz was das Schlafen angeht, einfach weil er so geräumig ist und dabei trotzdem viel Privatspähre bietet. Wie durchdacht das Konzept ist zeigt sich auch an der kleinen Sitzerweiterung in Bild 4, welche sich auf Knopfdruck hochklappen lässt. Hier erhält man noch einmal gute 5 bis 7 Zentimeter an Sitzbreite dazu.

Eine einstellbare Sitzhärte oder eine Massagefunktion, wie bei der Swiss zu finden, bieten die Sitze von Cathay Pacific zwar nicht, allerdings soll es ab Herbst eine Matratzenauflage geben. Den Pyjama muss man aber auch dann noch selbst mitbringen. Das Bett ist mit 190 cm Länge auf dem Papier durchschnittlich, auf mich hat es allerdings größer gewirkt. Während des Fluges wurde die Kabinentemperatur auf einem angenehmen Niveau gehalten, so dass man zum Schlafen tatsächlich auch mal die Decke nutzen konnte ohne zu schwitzen. Letztere ist übrigens sehr angenehm und weich, was auch auf das Kissen zutrifft, welches allerdings etwas “benutzt” aussah.

Cathay Pacific Business Class Decke und Kissen
Cathay Pacific Business Class Decke und Kissen

Die Bedienelemente des Sitzes sind seitlich angebracht und somit außer Gefahr, dass man durch Ablegen des Arms den Sitz verstellt. Ebenfalls dort angebracht ist eine Leselampe sowie der IFE-Controller, auf welchem sich auch die Knöpfe für das Deckenlicht und um die Flugbegleiter herbeizurufen befinden.

Wer all seine Habseligkeiten bei sich haben möchte, der braucht nicht weiter zu suchen und wird bei Cathay Pacific glücklich. Auch hier zeigt sich wieder das durchdachte Konzept des Sitzes, denn es gibt sehr viel Stauraum, selbst für Laptops, eReader und Co., jedoch ohne dabei wirklich Platz von der Sitzfläche wegzunehmen oder die Ablagefläche negativ zu beeinflussen. So gibt es in der Fußablage integriert ein großes Staufach, in dem problemlos ein 13 Zoll Laptop, einige technische Geräte, und Zeitschriften Platz haben. Vorne unter der Fußablage hat es außerdem genügend Platz für eine kleine Tasche oder Schuhe.

Zusätzlich habt ihr rechts neben euch, hinter der Ablagefläche, eine Türe zum öffnen, in welcher sich beim Boarding die Kopfhörer, das Amenity Kit, sowie eine Flasche Evian Wasser befinden. In der Klappe ist ein kleines Netz, welches ideal ist um kleinere Gegenstände wie den Pass, Kopfhörer oder ein Handy zu halten.

Auf der linken Seite des Sitzes, versteckt unter der herausfahrbaren Armlehne, findet ihr eine Flaschenhalterung (welche bei mir allerdings nicht sehr sauber aussah). Im Sitz eures Vordermannes befindet sich oben ein Kleiderhaken integriert, wobei ein dort aufgehängtes Kleidungsstück beim rein- und rausgehen in den Sitz wohl mehr stören würde als im Overhead Bin. Unten befindet sich ein Zeitschriftenfach, welches allerdings so eng befüllt ist, dass nicht wirklich noch etwas hineinpasst.

Kleiderhaken im Vordersitz
Kleiderhaken im Vordersitz

Letztlich gibt es noch den Stromanschluss zu erwähnen. Dieser befindet sich in dem kleinen Stauraum hinter den Kopfhörern und bietet einen universellen 110V Anschluss sowie eine USB Ladebuchse. Das aufzuladende Gerät kann man dann bequem in das Netz stecken oder auf die Ablagefläche vornedran legen.

Stromanschlüsse in der Cathay Pacific Business Class
Stromanschlüsse in der Cathay Pacific Business Class

Die Mehrheit von euch dürfte es schon beim Lesen festgestellt haben: Der Sitz begeistert mich! Alles scheint wohlüberlegt platziert zu sein, so dass es genügend Stauraum gibt, der Sitzplatz aber dennoch nicht beengend wirkt. Die Privatsphäre ist ebenfalls vorhanden, gleichzeitig ist man aber nicht komplett abgeschirmt. Wenn ich etwas bemängeln müsste wäre es wohl der fehlende Divider in den Mittelsitzen und das Fehlen der Einstellung der Sitzhärte. Ansonsten kann ich beim besten Willen nichts Negatives ausmachen.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Entertainment

Ebenso wie das Flugzeug ist auch das Entertainment System im Cathay A350 auf dem neuesten Stand. Der 18,5 Zoll große HD Monitor und der IFE Controller lassen sich ohne Mühe bedienen und reagieren umgehend auf Befehle. Der Monitor ist schräg im Vordersitz integriert und lässt sich durch einen Knopfdruck herausziehen. Ich weiß nicht, ob es wirklich Gate-to-Gate Entertainment ist oder ob man einfach nicht darauf geachtet hat, aber sowohl beim Start als auch bei der Landung wurde man nicht darauf hingewiesen, dass man den Monitor doch verstauen solle. Neigbar ist der Monitor übrigens nicht, aber selbst beim “Loungen” hatte ich keine Probleme mit dem Blickwinkel. Die Airshow kann man sich unabhängig voneinander sowohl auf dem Monitor als auch auf dem Controller anschauen.

Die Filmauswahl ist recht umfassend, und bietet neben neuen Blockbustern auch zahlreiche weitere Filme und Serien, darunter auch ganze Box-Sets. Wirklich begeistern konnten mich allerdings die wenigsten der Filme, was aber wohl auch daran lag, dass es in letzter Zeit nicht so viele (für mich) interessante Filme gab, welche ich gerne im Flugzeug schauen würde. Etwas das mich gestört hat waren die 6:30 Minuten Werbung vor einem Film. Das ist fast schon Kino-Niveau, allerdings kann man es wenigstens vorspulen.

Die zur Verfügung gestellten Kopfhörer sahen ganz ok aus, allerdings habe ich meine eigenen benutzt. Das ist problemlos möglich, auch wenn es einen Doppelstecker als Anschluss hat. Einfach in einen der beiden Anschlüsse reinstecken und es sollte funktionieren.

Kopfhörer der Cathay Pacific Business Class
Kopfhörer der Cathay Pacific Business Class

Die Airshow im A350 ist auch einen Blick wert. Zum einen gibt es die gewohnten Angaben zur Flugroute, Distanz etc. sowie eine Livemap. Zusätzlich dazu gibt es noch die Möglichkeit verschiedenste Städte anzuwählen und eine Kurzübersicht über diese zu lesen. Natürlich dürfen bei einem so neuen Flugzeug auch die Kameras nicht fehlen, welche sowohl unter dem Flugzeug als auch am Heck zu finden sind, und damit eine geniale Perspektive (vor allem bei der Landung) bieten.

Landeanflug Hongkong
Landeanflug Hongkong

Für einen langen Flug sollte es also genügend Unterhaltungsoptionen geben, um diesen nicht in voller Langeweile zu verbringen. Notfalls gibt es ja noch die Möglichkeit zu schlafen oder aus dem Fenster zu schauen.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Essen/Service

Nach dem pünktlichen Boarding um 12:50 Uhr dauerte es noch über eine Stunde bis zum Pushback (was sehr gut kommuniziert wurde). In dieser Zeit hat man sich gut um die Passagiere in der Business Class gekümmert, und es blieb nicht bei nur einem Glas Champagner. Noch während wir am Gate standen hat man die Essensbestellung aufgenommen und die Karte für das Frühstück ausgefüllt und abgegeben. Nach dem verspäteten Take-Off um 14:18 gab es zunächst einmal einen weiteren Getränkeservice sowie eine Runde warme Nüsse.

Champagner mit Nüssen
Champagner mit Nüssen

Um etwa 15:30 begann man mit dem Essensservice. Dabei wird gänzlich auf einen Trolley verzichtet, und stattdessen wird zunächst ein Tablett mit der Vorspeise serviert, und anschließend daran der Hauptgang. Vorher gab es aber noch einmal ein warmes Tuch. Die Essenskarte auf der Route von Zürich nach Hongkong liest sich dabei wie folgt:

Los ging es mit der Vorspeise, bestehend aus mariniertem (und geräuchertem?) Zanderfilet mit einer Gurken-Sellerie-Yoghurt Remoulade. Dazu gab es einen grünen Salat mit Gurken und Tomaten sowie eine Auswahl an Brötchen und Brot, in meinem Fall war es das Knoblauchbrot. Außerdem gab es eine weitere Getränkerunde, wobei mein Rotwein leider verloren ging und es erst zum Dessert zu mir geschafft hat. Ich esse eigentlich weder Fisch noch Meeresfrüchte, aber das Zanderfilet fand selbst ich ganz gut.

Zanderfilet mit einer Gurken-Sellerie-Yoghurt Remoulade sowie Salat und Knoblauchbrot
Zanderfilet mit einer Gurken-Sellerie-Yoghurt Remoulade sowie Salat und Knoblauchbrot

Keine 5 Minuten, nachdem ich mit der Vorspeise fertig war, brachte man bereits den Hauptgang, Schweins Spare-Ribs Wuxi Style mit gedämpftem Jasminreis, Pok Choy und Pilzen. Das Essen erhält einen Podestplatz bei den besten Flugzeugessen auf meinen Reisen und war das absolute Highlight des Fluges. Selten habe ich was besseres in 10.000 Metern Höhe gegessen.

Schweins Spare-Ribs Wuxi Style mit gedämpftem Jasminreis, Pok Choy und Pilzen
Schweins Spare-Ribs Wuxi Style mit gedämpftem Jasminreis, Pok Choy und Pilzen

Das Fleisch ließ sich einfach mit der Gabel vom Knochen ziehen. Einfach fantastisch! Zwischen Hauptgang und Dessert vergingen dann etwa 20 Minuten, wobei ich mich dann für ein Erdbeereis von Mövenpick entschied. Nichts besonderes, aber ich war so voll, dass ich sowieso nicht mehr geschafft hätte.

Mövenpick Erdbeereis
Mövenpick Erdbeereis

Um 16:45, also etwa 2,5 Stunden nach dem Start, war der komplette Essensservice mit mir in der letzten Reihe auf Sitz 23K beendet und die Lichter wurden langsam heruntergefahren. Nachdem ich etwa 2 Stunden lang vergeblich versucht hatte zu schlafen (ein Tagflug, wer kann das?) habe ich es aufgegeben und mir die Zeit mit Filmen sowie Essen und Trinken vertrieben. Als der Flugbegleiter gemerkt hat, dass es bei mir mit dem Schlaf nicht so recht klappen wollte, hat er mir einen Midflight Snack angeboten, den ich dankend angenommen habe. Cola und Karamel-Popcorn sind eine gute Filmbegleitung…

Cathay Pacific Midflight Snack - Cola und süßes Karamel-Popcorn
Cathay Pacific Midflight Snack – Cola und süßes Karamel-Popcorn

Der Esstisch ist bei Cathay Pacific übrigens relativ klein und fährt von unter der Ablagefläche hervor. Man muss auch ein wenig mit dem Tablett oder darauf befindlichen Gegenständen jonglieren, wenn man aufstehen möchte, denn einfach vorschieben kann man den Tisch nicht, ohne dass er unter der Ablage verschwindet.

Cathay Pacific Business Class Esstisch
Cathay Pacific Business Class Esstisch

Zurück zum Essen: Nach einigen weiteren Stunden hatte ich das Gefühl, ich müsste noch etwas von der Karte bestellen, natürlich nur um hier darüber berichten zu können. Also habe ich den Beef Burger bestellt. Eine wirklich gute Wahl, das Fleisch war kein bisschen trocken und die Pommes kein bisschen feucht. Alles war so, wie es sein muss.

Cathay Pacific Midflight Snack der Zweite - Beef Burger
Cathay Pacific Midflight Snack der Zweite – Beef Burger

Etwa 90 Minuten vor der Landung gingen die Lichter wieder langsam an, und ein weiteres warmes Tuch wurde gereicht. Daran könnte man sich doch gewöhnen. Anschließend wurde zunächst der Smoothie gebracht, losgelöst vom restlichen Frühstück, wieso auch immer. Etwa 10 Minuten später kam dann mein Frühstück, bestehend aus Früchten, warmem Gebäck, Marmelade, und Rührei zusammen mit Chorizo und spanischer Kartoffel-Tortilla. Noch voll vom Burger habe ich gegessen was ging, die Chorizo und die Tortilla mussten allerdings leider unangetastet zurück gehen.

Früchte, warmes Gebäck, Marmelade, und Rührei zusammen mit Chorizo und spanischer Kartoffel-Tortilla
Früchte, warmes Gebäck, Marmelade, und Rührei zusammen mit Chorizo und spanischer Kartoffel-Tortilla

Sowohl das Essen als auch der Service haben mich beinahe vollkommen überzeugt. Lediglich bei letzterem gibt es einen Punkt Abzug, aufgrund des verloren gegangenen Rotweins zum Hauptgang. Keine große Sache, aber ein bisschen Kritik muss ja schließlich auch sein. Dafür war man während dem Rest des Fluges proaktiv, und auch für ein kurzes Schwätzchen in der Galley war man zu haben, was mich immer besonders freut. Während des Landeanflugs (bei dem es noch das vierte und letzte warme Tuch gab) kam die Kabinen-Managerin bei jedem Gast vorbei um sich zu bedanken und nach dem Flug zu erkundigen, und auch beim Verlassen des Flugzeugs wünschte man mir viel Spass in Hongkong und eine gute Weiterreise.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Amenities

Beim Einsteigen in das Flugzeug hat im kleinen Stauraum bereits das Amenity Kit von Seventy Eight Percent gewartet. Diese sind relativ klein, aber dafür bis obenhin gefüllt mit den üblichen Inhalten: Ein Paar Überziehstrümpfe, eine Augenmaske, eine Zahnbürste mit Zahnpasta und Mundspülung, Ohrstöpsel, sowie drei verschiedene Cremes von Jurlique: einen Lippen-Balsam, Hand-Creme und Feuchtigkeitscreme. Außerdem gab es noch je einen Gutschein mit 10-15% Rabatt auf Produkte von Jurlique und Seventy Eight Percent.

Slipper oder einen Pyjama gibt es bei Cathay Pacific leider nicht in der Business Class.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Bad

Cathay Pacific hat in den Airbus A350-1000 drei WCs für die Passagiere der Business Class, je eines vorne links und rechts, sowie eines hinten rechts, vor der Premium Economy Class. Das WC, welches man auf der linken Seite auf der Seat Map sieht ist, soweit ich mich recht erinnere, für die Passagiere der Premium Economy Class. Die WCs sind nicht sehr groß, sind aber wohl etwas verschönert und bieten verschiedene Pflegeprodukte und wurden während des Fluges imemr sauber gehalten.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – WiFi

Auf den A350 bietet Cathay Pacific verschiedene WiFi-Pakete an, wobei cathaypacific.com sowie deren Partnerwebseiten, der Duty Free Katalog und Informationen zum Flughafen kostenlos abrufbar sind:

  • Bei Flügen, die bis zu 6 Stunden dauern, 12.95 USD
  • Bei Flügen, die länger als 6 Stunden dauern, 19.95 USD
  • Eine Stunde durchgängige Nutzung auf allen Flügen zum Preis von 9.95 USD

Ich habe mich für das Paket für 19,95 US-Dollar entschieden. Insgesamt war die Verbindung in Ordnung, allerdings hatte es hin und wieder Aussetzer, und schnell war es auch nicht unbedingt. Um ein paar Mails zu schreiben, Whatsapp zu benutzen oder etwas im Internet zu surfen hat es aber gereicht.

Cathay Pacific Business Class Airbus A350-1000 – Fazit

Der Flug mit dem neuen Flaggschiff von Cathay Pacific hat mich ziemlich beeindruckt und bestärkt einmal mehr meine hohe Meinung von asiatischen Carriern. Hier war beinahe alles perfekt, vom Essen über den Service bis hin zum Sitz und dem Entertainment System. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es eine andere Abflugs- und Ankunftszeit, denn der Flug startet Nachmittags europäischer Zeit und landet dann um etwa 6 oder 7 Uhr morgens in Hongkong. Dadurch, dass ich nicht wirklich schlafen konnte und es schon wieder 5 Uhr morgens in Zürich war, bis ich im Hotel ein Zimmer hatte, habe ich nichts weiter gemacht und bin direkt schlafen gegangen. Bei einem Abendflug passiert mir das eigentlich nie. Ansonsten ein Top-Produkt, welches ich absolut jedem empfehlen kann!

Was haltet ihr von den neuen A350 von Cathay Pacific? Wart ihr ebenso begeistert von eurem Flug wie ich, oder gab es etwas, das ihr bemängeln würdet?

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