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16. Dezember 2019 Benedikt 0 Hotel Review

Review: Hyatt on the Bund Shanghai

Egal ob man schon einmal in Shanghai war oder nicht, vermutlich kann sich jeder denken wie unfassbar groß die Hotelauswahl in der chinesischen Millionenmetropole ist. Für meinen ersten Besuch überhaupt in China wollte ich ein Hotel das relativ zentral ist bzw. nahe am Bund, idealerweise mit Sicht auf diesen. An verschiedenen Stellen wurde das Hyatt on the Bund Shanghai in dieser Hinsicht gelobt, es gebe kein Hotel mit einer besseren Aussicht auf den Bund. Die Aussicht war dann auch wirklich sensationell, aber buchen würde ich das Hotel aus verschiedenen Gründen nicht zwingend noch einmal.

Hyatt on the Bund Shanghai – Buchung

Seit kurzem haben wir die Möglichkeit euch in Zusammenarbeit mit Cube:Travel Hotelbuchungen über das sogenannte Hyatt Privé Programm anbieten zu können. Um die über das Programm gewährten Vorteile, wie 100 USD Hotelguthaben (Restaurant, Bar, Spa), Zimmerupgrade, kostenloses Frühstück für 2, Early Check-In, Late Check-Out einmal persönlich zu testen, hatte ich mich für eine Buchung des Hyatt on the Bund entschieden. Die 3 Nächte im Hotel kosteten in Summe unter 600 Euro, wobei der Preis bei einer Buchung über Privé der Standardrate entspricht (in diesem Fall war diese Rate nur etwa 20€ teurer als die günstigste nicht-stornierbare Rate). Das versprochene Zimmerupgrade wurde tatsächlich innerhalb von 48 Stunden nach der Buchung bestätigt und ich erhielt ein Zimmer mit Flussblick. Dieses lässt sich preislich mit etwa 25 Euro pro Nacht bewerten, wobei die Aussicht wirklich fantastisch ist.

Hyatt On The Bund Shanghai
Hyatt On The Bund Shanghai

Eine Buchung über Privé gilt übrigens als qualifizierend im Sinne des World of Hyatt Programms, so dass ihr hier sowohl Punkte als auch Nächte in eurem World of Hyatt Profil sammelt. Zusätzlich werden die Vorteile eures Status gewährt; wenn ihr z.B. Globalist seid solltet ihr zusätzlich zum Upgrade bei Buchung noch einmal ein Upgrade beim Check-In, abhängig von der Verfügbarkeit, erhalten, sowie garantierten Loungezugang und die weiteren üblichen Benefits.

Zum Hotel

Pro ausgegebenem US-Dollar erhaltet ihr 5 Punkte (ohne Status). Für meine 3 Nächte mit einem Gesamtpreis von ca. 700 USD gab es somit knapp 3.500 Punkte. Nicht der Wahnsinn, aber schon beinahe genug für eine Freinacht in einem Hyatt Hotel der Kategorie 1, welche 5.000 Punkte erfordert.

Hyatt on the Bund Shanghai – Anreise & Lage

Die Anreise zum Hyatt on the Bund Shanghai gestaltet sich nur mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmittel als relativ schwierig, das gilt erst Recht, wenn man nicht nur mit Handgepäck unterwegs ist. Die nächste Metrostation ist nämlich etwa 15 Gehminuten vom Hotel entfernt, und bei den in Shanghai herrschenden Temperaturen macht das Laufen zum Hotel nicht wirklich Spaß wenn man voll bepackt ist. Hier empfehle ich definitiv die Anreise mit dem Taxi oder einem Didi.

Hyatt On The Bund Shanghai Lage
Hyatt On The Bund Shanghai Lage

Abgesehen von der Anreise ist die Lage ziemlich gut, denn das Hotel liegt genau am Bund, gegenüber des Oriental Pearl Towers, dem wohl bekanntesten Gebäude in Shanghai. Die Ausgangslage ist ideal um die Stadt fußläufig zu erkunden, denn ohne Gepäck ist man in 5 Minuten an der Promenade, und auch die Nanjing East Road Station ist von dort aus nicht mehr weit. Touristisch gesehen erfüllt das Hotel damit seinen Zweck voll und ganz.

Hyatt on the Bund Shanghai – Check-In

Ein über Hyatt Privé gewährter Vorteil ist der Early Check-In bei Verfügbarkeit, was uns sehr zu Gute kam, als wir um etwa 10 Uhr morgens im Hotel ankamen und direkt einchecken konnten. Ob man das wirklich unserer Buchung über Privé gutschreiben konnte, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Denn, dass es sich um eine Hyatt Privé Buchung handelte wurde vom Mitarbeiter nicht erwähnt. Erst auf Nachfrage erhielten wir die Infos zu Frühstück, 100 USD Hotelguthaben und den restlichen Vorteilen. Zwar waren alle Vorteile korrekt hinterlegt, einen etwas proaktiveren Service hätte ich mir vom Hotel aber gewünscht. Freundlich war der Check-In dennoch.

Hyatt On The Bund Shanghai Lobby
Hyatt On The Bund Shanghai Lobby

Hyatt on the Bund Shanghai – Zimmer

Das Hyatt on the Bund besteht aus zwei Türmen mit je etwa 25 Stockwerken. Mit laut Hyatt Webseite 620 Zimmern es ist also durchaus ein großes Hotel. Unser 42–45 m² großes Zimmer mit Flussblick befand sich am Ende eines Ganges, direkt neben einer Bund View Suite. Nach einem kurzen Eingangsbereich mit einem Schrank auf der linken Seite öffnet sich der Gang bereits in das Zimmer geradeaus bzw. das Bad zur Linken. Der Fernseher befindet sich vor dem fensterseitigen Bett, keine ideale Position wenn zwei Personen TV schauen möchten.

Vor den Betten stand ein Schreibtisch mit zwei Stühlen, die dermaßen unbequem waren, dass man hier seine Zeit auf das absolute Minimum beschränkt hat. Die Betten hingegen waren wirklich gut und nicht zu hart, was in Asien nicht selbstverständlich ist. Auf beiden Seiten des Bettes hatten die Nachttische eine Handvoll Schalter für das Licht und die Vorhänge, ein weiterer Lichtschalter befand sich seitlich der Granitplatte des Bads.

Der erste Eindruck war, dass das Hotel eine Renovierung nötig hat, denn auch wenn alles noch funktionierte, so war es doch schon sehr stark in die Jahre gekommen und abgenutzt, bzw. im Falle der Schreibtischstühle einfach nur unbequem. Viel besser waren leider auch die beiden Sessel am Fenster nicht, so dass die Zeit im Zimmer eigentlich nur aufs Bett reduziert wurde. Für 200 Euro hätte ich ehrlich gesagt mehr erwartet.

Das Bad war eigentlich sehr gut, denn es gab eine separate Toilette und eine ebenfalls separate Nasszelle mit großer Regendusche und Badewanne. Was ich aber wirklich nicht verstanden habe war das teiloffene Konzept des Bads. In einer Art Abstellecke standen unter Anderem das Bügeleisen und der Safe. Das hat einfach überhaupt nicht ins Gesamtbild gepasst. Wieso verstaut man so etwas nicht in einem der Schränke oder macht einen abgetrennten Bereich daraus?

Das bisher Geschriebene mag sich zwar etwas negativ anhören, aber letztlich war das Zimmer in Ordnung. Wirklich sensationell, und einen Großteil des gerade Berichteten wieder wettgemacht, hat die Aussicht aus dem Zimmer. Mit einem direkten Blick auf den Bund und in beide Richtungen des Flusses besticht das Zimmer definitiv.

Besonders der Anblick bei Nacht ist beeindruckend, wenn sämtliche Gebäude beleuchtet sind und die ebenfalls beleuchteten Schiffe den Fluss hoch- und runterfahren.

Hyatt on the Bund Shanghai – Pool & Fitness

Im Untergeschoss hat das Hotel einen relativ großen Spa & Poolbereich, der bei den Gästen ziemlich beliebt war. Der Pool war jeweils ein Kinderspielplatz, deswegen habe ich keine Fotos davon, und es ist auch kein wirklich gemütlicher Ort um länger zu verweilen als nötig. Wirklich gut war jedoch das Heiß- und Kaltwasser-Becken im Umkleidebereich, direkt dahinter gibt es auch eine Sauna und ein Dampfbad.

Den Fitnessraum hat man provisorisch in einem Konferenzraum untergebracht, da der eigentliche Raum gerade renoviert wurde. Es sah zwar provisorisch aus und war relativ eng, aber alles Wesentliche für ein kurzes Training scheint da gewesen zu sein.

Hyatt on the Bund Shanghai – Restaurant & Bar

Das Hyatt on the Bund beherbergt insgesamt vier Restaurants und eine Teestube, sowie eine Rooftop Bar. Das für die meisten wohl wichtigste Restaurant ist das Aroma im ersten Stock, denn hier wird auch täglich zwischen 6 Uhr und 10:30 Uhr das Frühstück serviert.

Da bei unserer Buchung das Frühstück inkludiert war sind wir hier jeweils am Morgen vor den Massen an chinesischen Gästen eingekehrt und haben das überaus umfangreiche Buffet genossen. Dieses bietet so ziemlich alles was man sich wünscht, seien es Cornflakes mit Milch, Brötchen mit Nutella, süßes Gebäck, Früchte, frisch zubereitete Eierspeisen oder ebenfalls frische chinesische Küche. Aber nicht nur das Essen und die Qualität konnte voll und ganz überzeugen, sondern auch der Service. Direkt beim Betreten des Restaurants wird man nach der Zimmernummer gefragt und zu einem freien Tisch begleitet, an welchem dann auch der Getränkewunsch aufgenommen wird. Selbst als es einmal wirklich voll war haben wir nicht länger als 3 Minuten gewartet. Gleiches an der Omelette-Station, hier hat man gesagt was man haben möchte, und sobald das Omelette fertig war wurde es an den Tisch gebracht. Keine Warterei vor Ort, dafür wirklich ein Lob von mir!

Fährt man mit dem Lift bis ganz nach oben findet man sich am Eingang der VUE-Bar wieder (das VUE Restaurant und VUE Dining sind ein Stockwerk weiter unten zu finden). Hotelgäste haben kostenlosen Zutritt zur Bar, auswärtige Gäste müssen Eintritt bezahlen. Offenbar ist die Bar ziemlich bekannt für ihre Aussicht vom Rooftop, so dass hier beide Male gut was los war bei unseren Besuchen. Hier haben wir auch unser 100 USD Guthaben auf den Kopf gehauen. Die Preise haben es dabei in sich, denn die 100 Dollar haben gerade einmal für 4 Mojitos und 3 Miniburger mit Pommes Frites gereicht (inklusive Trinkgeld, offenbar darf das Guthaben auch dafür benutzt werden). Dafür hat die Qualität gestimmt, der Service war schnell und freundlich, und die Aussicht natürlich absolut sensationell.

Bei so einem Ausblick ist es verständlich, dass die Leute von außerhalb kommen um sich hier einen Drink zu genehmigen :)

Hyatt on the Bund Shanghai – Fazit

Wie ich in der Einleitung bereits erwähnt habe würde ich nicht noch einmal in das Hyatt zurückkehren. Schuld dafür sind aber nicht nur die etwas abgewohnten Zimmer, denn die Aussicht, die Bar und der Service machen das eigentlich wieder ziemlich wett. Vielmehr ist es die Tatsache, dass es in Shanghai so viele bezahlbare Luxushotels gibt, dass es keinen Grund gibt zweimal ins gleiche Hotel zu gehen, außer man hat das perfekte Hotel für sich gefunden. Das ist bei mir definitiv nicht der Fall gewesen, deshalb wird beim nächsten Mal ein Besuch im Four Seasons, Waldorf Astoria oder Mandarin Oriental anstehen.

Wirklich versüßt haben den Aufenthalt natürlich die erhaltenen Vorteile von Hyatt Privé, wobei ich hier je nach Dauer des Aufenthaltes entscheide, ob es wieder zum Einsatz kommt. Bei 1 bis 3 Nächten stellt sich die Frage gar nicht wirklich, allerdings würde ich bei längeren Aufenthalten definitiv prüfen, ob der Weg über eine Best Rate Guarantee nicht mehr Ersparnis mit sich bringt.

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