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25. Juli 2022 Markus 2 News

Ver.di ruft Bodenpersonal der Lufthansa zu Warnstreik auf – LH wieder im Normalbetrieb [Update]

Flugreisende haben es diesen Sommer wahrlich nicht einfach. Wegen Personalengpässen wurden bereits Tausende Flüge bis Ende August storniert und europaweit kommt es an diversen Flughäfen zu längeren Schlangen und verspäteten Flügen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit eine Urabstimmung plant. Je nach Ergebnis des Votums, wären dann unbefristete Streiks der Lufthansa-Piloten ab Mitte August möglich. Bis dahin könnte eine andere Mitarbeitergruppe bereits die Arbeit niedergelegt haben, denn die Gewerkschaft ver.di hat das Bodenpersonal der Lufthansa zu einem eintägigen Streik aufgerufen.

Update vom 29.07.2022: Der Flugbetrieb der Lufthansa hat sich nach dem Warnstreik am Mittwoch fast wieder komplett normalisiert.

Update vom 26.07.2022: Aufgrund des Streiks muss Lufthansa an den Drehkreuzen in Frankfurt und München für den 27. Juli nahezu das gesamte Flugprogramm streichen. Auch der heutige Tag sowie der 28. Juli sind vom Streik betroffen. In Frankfurt müssen insgesamt 678 Flüge gestrichen werden, davon 32 bereits heute und 646 am 27. Juli. In München müssen insgesamt 345 Flüge gestrichen werden, davon 15 heute und 330 am 27. Juli. 

Ähnlich wie bei den Piloten, sind stockende Tarifverhandlungen die Ursache für den möglichen Warnstreik des Bodenpersonals der Lufthansa. Der Ausstand soll am 27. Juli um 03:45 Uhr beginnen und am Donnerstagmorgen um 06:00 Uhr enden. Rund 20.000 Beschäftigte der Lufthansa AG Boden, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo und anderer Töchter an allen Standorten, wie z.B. Frankfurt, München, Düsseldorf und Köln wurden zum Streik aufgerufen.

#Warnstreiks bei der #Lufthansa: Ihr habt am Mittwoch, 27. Juli oder Donnerstag, 28. Juli Flüge gebucht? – Hier gibt es Infos, was ihr tun könnt:https://t.co/fJ2yoB6h1Y

— ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (@_verdi) July 25, 2022

Eine Vielzahl an Flugausfällen und erhebliche Verzögerungen sind am 27. Juli dann unausweichlich.

Aktuell sind die Tarifverhandlungen nach zwei Verhandlungsrunden ins Stocken geraten. Die Gewerkschaft hat ein erstes Tarifangebot der Lufthansa als “unzureichend” abgelehnt. Die Lufthansa drückte in Person von Michael Niggemann, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG, ihr Unverständnis aus:

„Ver.di hat nach nur zwei Verhandlungstagen einen Streik angekündigt, den man aufgrund der Breite über alle Standorte hinweg und der Dauer kaum noch als Warnstreik bezeichnen kann. Das ist umso unverständlicher, als die Arbeitgeberseite bereits hohe und sozial ausgewogene Vergütungserhöhungen angeboten hat – trotz der nach der Corona Krise wirtschaftlich für die Lufthansa weiter angespannten Situation, hoher Schuldenlasten und unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft.

Nach den enormen Bemühungen zur Stabilisierung unseres Flugbetriebs bedeutet das eine erneute, erhebliche und unnötige Belastung für unsere Fluggäste und auch für unsere Mitarbeitenden über den Streiktag hinaus.“

Die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Christine Behle hält dagegen:

„Die Beschäftigten, die tagtäglich einem enormen Druck ausgesetzt sind, haben in der zweiten Verhandlungsrunde auf ein starkes Signal gewartet, mit dem man ein gutes Ergebnis hätte erzielen können. Sie brauchen dringend mehr Geld und sie brauchen Entlastung, – für sich selber und für die Passagiere. Dazu reicht das Arbeitgeberangebot vorne und hinten nicht“

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 03. und 04. August statt. Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 9,5 Prozent oder mindestens 350 EUR pro Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Lufthansa bietet laut eigenen Angaben ab dem 01. Juli 2022 eine Erhöhung der Grundvergütung von 150 EUR pro Monat sowie ab 01. Januar 2023 eine weitere Lohnerhöhung pro Monat von 100 EUR. Zusätzlich soll es ab dem 01. Juli 2023 eine Lohnerhöhung von 2 Prozent geben, abhängig von der Geschäftsentwicklung.

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