Bald variable Meilenpreise bei Miles & More?

Es setzt sich eine Bewegung im Markt in Gange, die uns bis so gar nicht gefällt: Dynamische und variable Meilenpreise. Auf einer Pressekonferenz in Miami hat die Führungsebene der Lufthansa Gruppe kommuniziert, dass sich die Meilenpreise für Prämienflüge zukünftig der Nachfrage anpassen sollen. Eine Umstellung auf variable Meilenpreise bei Miles & More auf Flügen mit der Lufthansa Group ist geplant. Der klassische Award Chart würde damit auch bei Miles & More der Vergangenheit angehören..

Anscheinend sind variable Meilenpreise bei Miles & More geplant
Anscheinend sind variable Meilenpreise bei Miles & More geplant

Aktuell ist nicht bekannt, wie weit die Planungen zur Umstellung sind und es wurden auch keine genauen Daten oder Zeitpläne genannt. Doch Frank Naeve, Vice President Sales für den amerikanischen Kontinent, sagte auf Nachfrage: „Certainly that’s the direction we are going.” – also “das ist die Richtung, in die wir gehen”. Damit macht es die Lufthansa ihrer Partnerin United Airlines nach. United hatte bereits angekündigt ab November 2019 keine festen Meilenpreise in ihrem Vielfliegerprogram MileagePlus mehr veröffentlichen zu wollen. Andere Airlines wie Air France und Delta Air Lines haben schon ein dynamische Preismodell in ihr Vielfliegerprogramm integriert. Betroffen von dieser Änderung des Pricing Modells von Miles & More wären vermutlich alle Prämienflüge mit den Airlines der Lufthansa Group, also Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Eurowings.

Was bedeutet die Umstellung auf variable Meilenpreise?

Im Detail könnte das bedeuten, dass für jeden einzelnen Flug der Lufthansa Gruppe je nach Auslastung ein eigener Meilenpreis errechnet wird. Theoretisch könnten Prämienflüge auf Routen mit niedriger Auslastung dann auch besonders günstig sein. Doch meistens werden Programme durch die Einführung eines dynamischen Preismodells auch immer ein Stück entwertet. Ein weiterer Nachteil von dynamischen Preisen ist, dass sie das Sammeln einer bestimmten Anzahl von Meilen und das Planen von Flügen erschweren. Für Familien, die nur in der Ferienzeit verreisen können, wird es schwer werden die Flüge zu planen.

Vermutlich werden mit einer solchen Umstellung auch die Sweetspots im Miles & More Programm wegfallen, die das Meilen sammeln bisher so attraktiv machen. Mit manchen Flügen ist derzeit möglich bis zu 10 Cent an Gegenwert pro Meile zu erzielen. Ein Beispiel sind Lufthansa First Class Flüge an die Westküste der USA. Zukünftig werden vermutlich genau jene Flüge stark im Meilenpreis ansteigen. Schlussendlich ist zu erwarten, dass der Gegenwert einer Meile mehr oder weniger fix sein wird und dabei natürlich deutlich unter bisher zu erzielenden Werten liegen wird.

Geplante variable Meilenpreise bei Miles & More – Fazit

Vermutungen und Gerüchte, dass auch Miles & More dynamische Meilenpreise ins Auge gefasst hat gab es schon länger. Es ist daher wohl keine große Überraschung, dass es nun eine offizielle Aussage zu diesem Trend gibt, wenn auch diese weiterhin wenig konkret ist. Vorerst bleibt abzuwarten, wann die Umstellung tatsächlich umgesetzt und wie sie aussehen wird. Als ehemaliger Mitarbeiter des Konzerns habe ich erlebt, dass so manche geplante Umstellung wesentlich länger dauert als von oben geplant.

Danke Forbes!

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1 Kommentar

  1. Hoffentlich bleiben die monatlichen Meilenschnäppchen davon unberührt. Business Class nach Asien für 70k Meilen nehme ich immer mal gerne mit. ;-)

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