Erfahrungen mit Miles & More aus Schweizer Sicht

Direkt vorweg: Eigentlich bin ich kein Schweizer, ich wohne nur als Deutscher seit bald 15 Jahren in der Schweiz, aber es wäre kein sehr schöner Titel zu schreiben „…aus Sicht eines in der Schweiz wohnhaften Deutschen“. Wie einige von euch sicherlich schon gemerkt haben bin ich neu im Team von meilenoptimieren.com und nutze  mit diesem Artikel die Gelegenheit um mich vorzustellen und gleichzeitig etwas über meine bisherigen Erfahrungen mit Miles & More darzulegen. Welche Möglichkeiten gibt es um an Meilen zu kommen? Welche Kreditkarten? Ist Payback möglich? Was ist mit Altpapier? Derlei fragen versuche ich hier zu beantworten während ihr auch etwas über mich erfahrt. Los geht es….


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Mit Wohnsitz Schweiz in der Nähe von Zürich kommt man um SWISS mit Hub in Kloten kaum herum
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Erfahrungen mit Miles & More – Mein Profil

Es gibt ja die verschiedensten demographischen Merkmale, anhand derer man eine Person einordnen kann. Alter, Wohnort, Beruf etc. Damit ihr einen kurzen Eindruck von mir habt halte ich diesen Teil kurz: Ich heisse Benedikt, bin 25 Jahre jung und Student. In die Schweiz bin ich vor knapp 15 Jahren gekommen und nenne die Region um den Zürichsee mein zu Hause. Zu Mark und seinem Team bin ich auf die altmodische Art gestossen, als es vor etwa 6 Wochen die Möglichkeit gab sich als Mitschreiber zu bewerben. Das ging dann alles recht schnell und ich freue mich, Teil des Teams zu sein und hier mitwirken zu dürfen.

Derzeit bearbeite ich vor allem den Schweizer Kreditkartenmarkt wie einige von euch sicher bemerkt haben. Welche verschiedenen Kreditkarten gibt es überhaupt? Ist der Schweizer Markt wirklich so klein wie er scheint oder ist hier doch mehr möglich? Welche Anbieter gibt es und wie unterscheiden sich die verschiedenen Duos und Karten voneinander? Ist die American Express Karte auch in der Schweiz die unangefochtene Nummer 1 oder gibt es hier bessere Alternativen? Derlei Themen versuche ich euch so verständlich und vergleichbar wie möglich näherzubringen. Aber auch Flug-Deals und Reviews werdet ihr in Zukunft von mir lesen, schliesslich möchten wir euch auch abseits von Kreditkartenangeboten die Welt zeigen :)

Erfahrungen mit Miles & More – Der Anfang

Wie alles im Leben hat auch meine Geschichte mit Miles & More einen Anfang. Der Account besteht schon seit Ewigkeiten und wurde lange vor meiner Zeit in der Meilenwelt genutzt, hier hat mein Vater alles richtig gemacht. Dann kam die Zeit, in der Eltern leider nicht mehr für Ferien aufkommen, und der Account vegetierte vor sich hin, die Meilenreste verfallen. Anfang 2016 dann bekam ich die Chance für Praktika nach Hongkong und Singapur zu reisen. Erstmals bin ich auf den Vielfliegertreff gestossen und habe mich ein wenig eingelesen, um möglichst günstig nach Asien zu kommen. Gleichzeitig habe ich gesehen, dass Business Class nicht immer teuer sein muss, sondern dass es auch immer wieder Sales und Meilenschnäppchen gibt. Kurzerhand hatte ich dann im März meine ersten Business Class Flüge für den Sommer mit American Airlines nach Südamerika gebucht und im Oktober das Meilenkonto eines Bekannten geplündert. So bin ich zunächst mit Kollegen im Sommer nach Rio zum baden (In Rio war es Herbst/Winter, warm genug war es dennoch), und dann mit meinem Bruder im Februar 2017 mit dem Meilenschnäppchen nach Vancouver geflogen und in Whistler 2 Wochen Ski fahren gegangen. Seit da hatte es mich gepackt und ich war und bin mehrmals täglich im VFT unterwegs.

Kreditkarten als treue Begleiter zum täglichen Meilen sammeln sind fast schon eine Pflicht
Kreditkarten als treue Begleiter zum täglichen Meilen sammeln sind fast schon eine Pflicht

 

Von den Kreditkarten von Swisscard wusste ich schon länger, mein Vater hatte seit Jahren das Gold Duo, allerdings war es mir nie möglich eines der Duos zu beantragen, da ich als Student ohne Einkommen keine Chance auf Kreditkarten hatte. Irgendwann habe ich dann angefangen neben dem Studium zu arbeiten, und nach einem Monat im Büro gab es wieder mal eine 20.000 Meilen Willkommensbonus Aktion von Swisscard, welche ich natürlich umgehend genutzt habe. (Zugegeben, als Student das erforderliche Mindesteinkommen von 35.000 Franken zu erreichen erfordert etwas Kreativität bei der Arbeitszeitplanung für den Lohnausweis, aber es ist möglich und vor allem lohnt es sich. Mittlerweile ist auch das Limit auf einem vernünftigen Niveau, pünktlich die Rechnung bezahlen und nach einem halben Jahr anrufen und nach einer Limiterhöhung fragen reichen hier schon aus). Was mache ich aber mit 20.000 Meilen, wenn ein Meilenschnäppchen nach Nordamerika doch 55.000 Meilen kostet? Sie wachsen lassen!

Erfahrungen mit Miles & More – Das Wachstum des Meilenstandes

Eine Kreditkarte zu beantragen ist wohl so ziemlich die einfachste Möglichkeit um an Meilen zu kommen, und diese hatte ich bereits genutzt. Wie also, außer durch möglichst häufigen Einsatz der Karten, komme ich an Meilen? Ab in den VFT, eine der besten Quellen im deutschsprachigen Raum für den Austausch von Aktionen. Zu der Zeit haben sich die Angebote gehäuft. Es gab das Handelsblatt Digitalabo für 9.99€ und 3.000 Meilen, eine SIM-Karte aus Russland für 20€ und 5.000 Meilen und weitere Leserangebote der WELT und FAZ und wie sie alle heißen. Der Haken: Diese Angebote waren jeweils nur über die deutsche Miles & More Webseite verfügbar, wenn man aktiv das Land von „Schweiz“ auf „Deutschland“ umstellt, und eine deutsche Adresse war auch nötig. Ein bisschen tiefer gegraben und es stellte sich heraus, dass das letztendlich kein Problem ist. Entweder hat man Familie/Bekannte in Deutschland, wie das bei mir der Fall ist, oder man frägt im VFT ob jemand gratis Zeitung lesen möchte, zur Not tut es auch eine Arztpraxis (Unbedingt vorher fragen, nicht einfach hinschicken lassen). Seit dem lesen meine Tante und Großeltern immer wieder mal gratis die FAZ, die Welt oder Handelsblatt, erhalten SIM-Karten oder sind auf sonst eine Art meine Lieferadresse in Deutschland. Win-win nenne ich das. Mit derlei Aktionen wuchs mein Meilenstand stetig an, so dass es bald für Meilenschnäppchen für die ganze Familie reicht. Da ich sonst eher Oneworld fliege und meine Meilen auf AAdvantage und den BAEC verteilt habe, sind lediglich etwa 10% meiner Miles & More Meilen durch Flüge gesammelt worden. Wer also zusätzlich noch häufig mit der Star Alliance fliegt und bei Miles & More sammelt, der dürfte sein Ziel noch schneller erreichen.

Das "Altpapier" - Ebenfalls eine hervorragende Möglichkeit Prämienmeilen aus der Schweiz heraus zu sammeln
Das „Altpapier“ – Ebenfalls eine hervorragende Möglichkeit Prämienmeilen aus der Schweiz heraus zu sammeln

Erfahrungen mit Miles & More – Weitere Möglichkeiten Meilen zu sammeln

Aber wie sieht es mit Payback aus? Offiziell funktioniert Payback für Schweizer nicht, da es einen deutschen Wohnsitz dazu braucht. Letztendlich benötigt man aber nur eine deutsche Adresse, muss aber mit ein paar Stoplersteinen wie der eventuellen Sperrung des Kontos und dem Einfrieren der Punkte leben. Also auf eigene Gefahr! Solltet ihr aber Familie oder Bekannte in Deutschland haben die nichts mit Payback anzufangen wissen, so lasst das doch über sie laufen und die Punkte dann einfach auf euren Miles & More Account übertragen, dies sollte kein Problem darstellen, solange immer Punkte auf den gleichen Account übertragen werden. Für alle anderen gibt es in der Schweiz Coop und das Superpunkte-Programm. Es bietet zwar nicht die gleichen Möglichkeiten, wie z.B. den Leserservice von Payback in Deutschland, aber auch hier gibt es immer wieder Aktionen um seinen Superpunkte-Vorrat aufzustocken und letztendlich in Miles & More Meilen zu tauschen. Wer sowieso schon treuer Coop Kunde ist der weiß von welchen Aktionen ich spreche: Einkauf über 100 Franken für 1000 Superpunkte oder auch die Sammel-Challenges, bei denen ihr in einem bestimmten Zeitraum eine gewisse Anzahl Einkäufe über einen Mindestbetrag erreichen müsst. Meist sind solche Challenges durch normales Einkaufen zu erreichen, die Superpunkte fallen also als Nebenprodukt an. In Zeiten solcher Aktionen geh ich dann doch hin und wieder mal gerne für das ganze Wochenende einkaufen ;)

Meilen erhalten über Coop - Superpunkte gegen Miles & More Prämienmeilen eintauschen
Meilen erhalten über Coop – Superpunkte gegen Miles & More Prämienmeilen eintauschen

Mittlerweile ist der Meilenstand doch schon recht ansehnlich, aber wachsen geht immer. Also wird nach ein wenig Recherche und einer laufenden Aktion das Cornèrcard Miles & More Kreditkarten Duo Gold beantragt, erhalten habe ich jedoch „nur“ das Classic Duo. Trotz der beiden Duos habe ich noch nicht genug und schau was noch möglich ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich in Deutschland bei der DKB problemlos die Hilton Honors Kreditkarte inklusive gratis Girokonto beantragen konnte. Anfang dieses Jahres gab es eine Aktion für Neukunden der Miles & More Credit Card Gold World Plus mit 20.000 Miles & More Meilen als Willkommensbonus, zusätzlich weitere 5.000 Meilen wenn das Abrechnungskonto ein DKB-Konto ist. Gesagt, getan, und schon zwei Wochen später war die Kreditkarte im Briefkasten. Der Prozess war noch einfacher und schneller als bei Swisscard oder Cornèrcard und ging problemlos als Schweizer bzw. in der Schweiz wohnhafter Deutscher. Lediglich die American Express Gold Karte fehlt mir derzeit noch. Da hier aber derzeit keine wirklich interessante Promo läuft und das Tauschverhältnis deutlich schlechter als bei Swisscard und Cornèrcard ausfällt, zumindest was Miles & More Meilen betrifft, warte ich hier erst einmal noch ab.

Ich habe also vor etwas weniger als 2 Jahren damit angefangen, Miles & More Meilen aktiv zu sammeln und verschiedene Aktionen mitzunehmen. Wieviele Meilen und Kreditkarten sind das aber nun insgesamt und was haben mich die Meilen letztendlich gekostet? Im Folgenden eine kurze Auflistung über mein Kreditkartenportfolio und die verschiedenen Boni die ich dadurch sammeln konnte sowie die Preise dazu:

 

KreditkarteWillkommensbonusKosten in CHFRatio
SWISS Miles & More Classic Kreditkartenduo20.000603 CHF pro 1.000 Meilen
SWISS Miles & More Gold Kreditkartenduo (Upgrade)15.00022014.67 CHF pro 1.000 Meilen
Cornèrcard Miles & More Kreditkarten Duo Classic10.00014014 CHF pro 1.000 Meilen
Miles & More Credit Card Gold World Plus25.0001305.20 CHF pro 1.000 Meilen
Total70.0005507.86 CHF pro 1.000 Meilen

Wie ihr sehen könnt ist die Ratio mit deutlich unter 10 Franken pro 1.000 Meilen mehr als in Ordnung! Ähnlich sieht es für die anderen Aktionen mit dem Altpapier, den Zeitungen oder dem Worldshop aus, hier reicht meine Kontohistorie allerdings nicht weit genug zurück um eine vernünftige Tabelle zu erstellen, aber die Ratio bewegt sich auf dem gleichen Niveau.

Erfahrungen mit Miles & More – Fazit

Mittlerweile beträgt mein Meilenstand etwa 185.000 Miles & More Meilen. Für den geneigten Vielflieger nicht die Welt, für einen Studenten, der seinen Status bei Oneworld hat und nur einmal bezahlt LH geflogen ist aber ganz in Ordnung würde ich meinen. Klar, die Meilen waren nicht kostenlos, aber der potentielle Gegenwert dürfte deutlich höher ausfallen als die Kosten, selbst mit Fantasiezuschlägen. Auch richtig: Man sollte Meilen nicht horten. Eigentlich wollte ich das Meilenschnäppchen im April nach LAX nutzen, leider hat LH keinerlei Verfügbarkeiten frei gemacht und Mitte des Monats wurde es dann komplett rausgenommen. Also warte ich derzeit immer noch auf eine passende Gelegenheit; aber das Jahr ist schliesslich noch jung und ich bin zeitlich flexibel…

Sonstige Erfahrungen aus meiner Sicht

Mit der S-Bahn bin ich in etwa 40 Minuten am Flughafen Zürich, somit ist dieser auch mein Hub. Zürich wird zu über 60% von der Lufthansa Gruppe bedient, der Star Alliance Anteil ist noch höher. Wie komme ich also zum Status und sammeln bei British Airways? Die Frage lässt sich mit „Qatar Airways Tokyo Sale“ beantworten, als es Anfang des letzten Jahres für rund 700€ in Business Class nach Tokyo ging. Also wieder einen Kollegen gefragt und im Juli ging es dann mit dem Routing ZRH-LHR-BRU/BRU-DOH-HND für 2 Tage in Japans Hauptstadt. Gleichzeitig gab es genug Tier Points für den Silver Status bei British Airways, und wenn man schon einen Status hat will man diesen ja auch nutzen. Da ich sowieso ein Fan von Finnair und deren Stopover-Regeln und Short-Connections bin, versuche ich möglichst immer die Verbindung über Helsinki zu nehmen wenn es nach Asien geht. Und sind wir ehrlich, in Asien, speziell Hongkong, kriegt man noch einiges an Lounges geboten für den Silver Status :) Gen Westen bin dann lieber mit der Konkurrenz unterwegs, hier überzeugen weder British Airways noch American Airlines wie ich finde.

Trotz Star Alliance Hub in Zürich ist ein Status dort nicht Pflicht - Es geht auch gut mit der Konkurrenz © oneworld
Trotz Star Alliance Hub in Zürich ist ein Status dort nicht Pflicht – Es geht auch gut mit der Konkurrenz © oneworld

Schlusswort

Ich hoffe ihr konntet neben meinen Erfahrungen mit Miles & More auch etwas über mich aus dem Artikel erfahren. Wie ihr seht, lohnt es sich schon so früh wie möglich mit dem Meilen Sammeln zu beginnen, auch wenn ihr noch studiert oder Kinder im Schulalter habt, einen Account für allfällige Flüge sollte man immer besitzen. Im schlimmsten Fall verfallen einmal ein paar Meilen, im besten Fall erhält man einen Freiflug.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit Miles & More und Schweizer Wohnsitz gemacht? Komplett gegenteilige? Ihr habt noch Fragen über meine Erfahrungen oder wollt etwas von mir wissen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Zum weiterlesen:

18 Kommentare

  1. Danke für den Artikel, ich freue mich, hier mehr auch über Angebote für die Schweiz zu lesen.

    Ich sehe das alles ähnlich und sammle ähnlich – zusätzlich neu mit Meilenpooling bei BA und M&M mit meiner Partnerin. Habe keinen Oneworld-Status aber sammle nebst M&M auch v.a. bei BA und noch für ein paar fehlende Meilen bei AA (+ früher auch Topbonus). Für Status ziehe ich nun Turkish und United in Erwägung, da ich dort dieses Jahr wohl Gold erfliegen könnte dank tollen Statusmeilen-Gutschriften für Economy K.

    Mit Kreditkarten-Ausgaben, die ich sowieso habe, sammle ich auch einiges an Meilen. Habe die Karten noch nie gekündigt und neu beantragt. Weisst du, ob die „Sperrfristen“ für die Meilenboni bei allen drei Kartenanbietern (M&M Schweiz, M&M Deutschland, Corner) 2 Jahre sind – und sind das 2 Jahre ab Kündigung bis zum nächsten Antrag?

    Hast du Erfahrungen mit den in der Schweiz erhältlichen BA Kreditkarten?

    Coop Trophy wie auch SPG Punkte kaufen (oder ausnahmsweise auch einfach Superpunkte) finde ich gute Möglichkeiten, um ein paar Tausend oder auch Zehntausend fehlende Meilen zu erkaufen.

    • Hey Fabian

      Stimmt, Meilenpooling mit M&M eröffnet im Zusammenhang mit dem Verfall nach 3 Jahren ohne Status/Kreditkarte echt gute Optionen zum Einlösen von Restmeilen. Bei BA hab ich es bisher noch nicht genutzt, hier wird ja mit jeder Aktivität verlängert.
      Bei allen 3 Allianzen mindestens ein Konto zu haben halte ich auch für sinnvoll, je nach Meilengutschrift dann eben bei verschiedenen Airlines. Pass allerdings bei United auf, wenn du hier US Domestic fliegst erhälst du mit dem UA *A Gold leider keinen Loungezugang, ähnlich wie es Eurowings bei uns im Basic Tarif hält.

      Bei den Sperrfristen kenne ich leider keine Details, da ich mein Swisscard Duo vorerst nicht künden werde, und das Cornèrcard Duo erst seit knapp einem Jahr besitze. Hier empfehle ich dir einen Blick in den Vielfliegertreff, da wurden solche Themen bereits angesprochen. Ich meinte gelesen zu haben, dass man bereits als Neukunde gilt, wenn man keine Karte innerhalb eines Zeitraums von 6-12 Monaten hatte was Swisscard betrifft. Zu Corner ist mir nichts genaues bekannt, schätze aber auch hier den Zeitraum auf 12 Monate.

      Mit der British Airways Karte von Cornèrcard habe ich bisher keine Erfahrungen gemacht, mir scheint weder der Preis noch die Meilengutschrift gerechtfertigt, weshalb ich bisher nicht zugegriffen habe. Allerdings ist auch hier in Zukunft eine genaue Übersicht über den Leistungsumfang geplant.

      SPG Punkte habe ich bisher nicht gekauft, aber wenn ich mir die Einlösemöglichkeiten anschaue spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken. Die Trophys schenke ich immer einem Kollegen, notfalls habe ich noch ein paar Tausend Superpunkte zum tauschen.

      Gruss

      Benedikt

      • Danke für deine Rückmeldung.

        Pooling brauche ich v.a., um die Meilen mit meiner Partnerin gemeinsam nutzen zu können. Sie wird nun vllt. auch noch die ein oder andere Kreditkarte beantragen.

        Bei Corner bin ich mit dem Service usw. ziemlich unzufrieden (Diners E-Account, Kommunikation mit der Bank, Fehler seitens Bank…), aber die 1:1 Ratio der Diners Karte ist top und ohne Platinum Amex wohl nicht erreichbar (?).

        Habe mir Anfang Jahr SPG gekauft und zu BA sowie M&M transferiert, zuvor auch schon mit Coop Trophy.

        Werde mir jedenfalls auch die Hilton Honors Karte (wegen dem Bonus) ansehen und das mit den DKB und Commerzbank Konti nochmals versuchen. Weiter bin ich noch auf der Suche nach der passenden Amex mit Membership Rewards und ggf. nach einer Kreditkarte für SPG – sowas gibt’s aber wohl nicht für in der Schweiz Lebende.

        • Hey Fabian

          Mit Cornèr kenne ich die Spielchen, wobei ich leider sagen muss, dass es mittlerweile vollkommen irrelevant ist mit welchem Kreditkartenunternehmen man Geschäfte macht. Ob jetzt Cornèr, Swisscard oder die deutsche LH KK, alle drei kümmern sich nicht sonderlich gut um die Anliegen der Kunden. Man muss ziemliches Glück haben, um an kompetente Agents zu kommen. So bin ich bereits seit über 2 Monaten damit beschäftigt, meine Meilen und den Avis Gutschein der LH KK zu erhalten, und bei 4 Anläufen habe ich 4 Antworten erhalten. Ist schon ein Krampf.

          Die 1:1 Ratio erhältst du auch mit der Amex aus dem SWISS Miles & More Gold Kreditkartenduo, welches ich auch hier vorgestellt habe.

          Die Hilton Karte lohnt sich in jedem Fall, je nach Hotel bereits ab einer Nacht (speziell im asiatischen Raum, in Amerika wohl eher in der Nebensaison). Geht ganz unkompliziert. SPG Karte gibt es leider nicht (jedenfalls keine mir Bekannte, sry), und Amex Schweiz gehört zu Swisscard. Hier ist leider die Sammelratio trotz Jahresgebühr von 300.- nicht annähernd so gut wie bei der Diners Club oder Amex Gold Karte aus dem SWISS Duo. Zu der Karte werde ich demnächst noch einen genauen Bericht verfassen.

          Mit dem Corner Duo (trotz miesem Service) und dem SWISS Duo bist du aber auf jeden Fall gut diversifiziert was die Akzeptanz und Sammelrate der Karten angeht.

  2. Lieber Benedikt

    Du hast absolut recht: die Schweiz ist für Vielflieger ein Land, das teuer ist und für Meilen sammeln eigentlichen Ödland, wenn man dies mit anderen Ländern wie Deutschland oder den USA vergleicht. Vor allem die Kreditkartenauswahl ist sehr beschränkt und die Sign-up Boni sehr bescheiden.

    Noch etwas zu Payback und Adressen in Deutschland. Dir als Deutscher mit Schweizer Adresse würde ich dringend davon abraten, noch eine deutsche Adresse zu „besitzen“. Meine Erfahrung mit den deutschen Steuerbehörden haben mich gelehrt, dass Steuerbehörden gerade bei Deutschen mit Wohnort in der Schweiz penibel darauf achten, ob sie nicht noch eine deutsche Adresse ausfindig machen können. Wenn sie eine finden, dann können sie dich auch in Deutschland besteuern, auch wenn es nur um eine pro-forma Adresse handelt. Das mag für dich als Student und Kleinverdiener noch nicht so wichtig sein, aber falls Du in eine höhere Verdienstliga aufsteigen solltest, kann das doch relevant sein. Sei also lieber vorsichtig…

    Lieben Gruss, Urs

    • Hi Urs

      Vielen Dank für den Hinweis, so wie ich die deutschen Behörden kenne sprichst du hier einen guten Punkt an, dem werd ich mal nachgehen. Ich hatte eh vor, allfällige Abos meine Tante abschließen zu lassen aus dem Grund der Sperrung. Echt schade, dass Payback den Schweizern hier so eine gute Zugangsmöglichkeit verwehrt.

      Liebe Grüsse

      Benedikt

  3. Hallo Benedikt
    Ich bin Schweizer und hätte die Möglichkeit über in Deutschland wohnhafte Freunde die Zeitungsabos zu bestellen.
    Jedoch dachte ich bis jetzt immer, dass bei der Meilenvergabe die Adresse des Zeitungsabo’s mit der Adresse des M+M-Knotos abgeglichen wird, was dann zu Problemen mit M+M führen könnte.

    Wie ich Deinem Text entnehme, ist dies nicht der Fall. Kannst Du das so bestätigen? Hattest Du nie Probleme oder Nachfragen von M+M?

    • Hallo Heinz

      Ich kann bestätigen, dass ich bisher weder Probleme noch Nachfragen von M&M hatte. Ich benutze einfach jeweils den Adresszusatz „c/o“, das sieht dann also so aus, wenn ich es an die Adresse von Max Mustermann liefern lasse:

      Benedikt (Nachname) c/o Max Mustermann
      Musterstrasse 11

      Je nach Adressfeld muss man umstellen auf Benedikt c/o Max, (Nachname) c/o Mustermann.

      Wenn du es so machst funktioniert es einwandfrei

  4. Hallo Benedikt

    Kannst du etwas mehr zu der „Stopover Regel“ mit Finnair erzählen? Was hat es damit auf sich?
    Bei welcher Oneworld Airline sammest du denn?

    • Hi Roger

      Unter folgendem Link kannst du direkt aussuchen für wie lange du einen Stopover machen willst (bis zu 5 Tage), ob er auf dem Hin- oder Rückweg sein soll sowie weitere Aktivitäten hinzubuchen: https://www.finnair.com/ch/de/stopover
      Ich habe das letzte Mal aber einfach über Google Flights die Multistop-Suche benutzt und mir meinen Stopover dort zusammengebastelt, da ich sehr flexibel war und einfach das billigste Angebot genommen habe. So war es dann ein 2-Nächte Stopover ohne Aufpreis nach Hongkong, lohnt sich also definitiv mal anzuschauen.

      Meine Oneworld Flüge schreibe ich bei British Airways und AAdvantage gut. Letzteres nur weil mir hier noch ein paar Meilen für einen Award fehlen, ansonsten würde ich ausschliesslich bei British Airways sammeln.

  5. Ich kann als Schweizer, ausser in Spezialfällen, mittlerweile nur noch vom Meilensammeln bei Miles and More abraten, es lohnt sich einfach kaum noch. Die Spezialfälle betreffen First Class Flüge, komplexere Multistop-Routings in Business-Class, und in wenigen Fällen sogar einzelne Economy-Routen zu sehr teuren Zeiten (wobei dann allerdings oft auch die Meilenkontingente klein, falls überhaupt existent sind) sowie gewisse Meilenschnäppchen. Für Leute mit eingeschränkter Flexibilität und solche, die nicht lange im Voraus planen können, mögen Miles und More Meilen nach wie vor ihre Berechtigung haben.

    Ansonsten aber ist das Preis/Leistungsverhältnis im heutigen Umfeld eine Katastrophe geworden. Als Schweizer hat man kaum lukrative Möglichkeiten für „Altpapier“, und auch die paar Kreditkarten sind irgendwann beantragt. Das gleiche Geld kann man ohnehin nur 1x ausgeben, d.h. man kann einen Kauf ja nicht auf allen vorhandenen Karten kreditieren lassen.

    Nehmen wir die in der Regel günstigste, praktisch permanent zur Verfügung stehende Sammelmethode, die Coop Trophy. Machen wir eine einfache Rechnung auf:

    50’000 Meilen kosten 900 Franken. (ca. 875 für die Meilen, 25 für 25 volle Sammelkarten). Anders gesagt: 10’000 Meilen kosten 180 Franken. Z.B. nach Fernost benötigt man in Business 135000 Meilen. 13.5*180 = 2430. Dazu kommen jetzt in der Regel noch happige Steuern von sicher um 500 Franken, von einzelnen Ausnahmen, wie z.B. Prämienflügen mit Start in Brasilien abgesehen. Grosso modo sind wir damit bei 3000 Franken für einen Flug nach Fernost, wenn man mit Meilen bezahlt.

    Und jetzt schaut euch einfach mal die Angebote an, die täglich auf einen einstürzen. Wer flexibel in der Planung ist, kommt zu weit tieferen Preisen ans Ziel, teilweise sogar an den identischen Daten mit Airlines des Lufthansa-Konzerns. Man muss immer die Gegenrechnung mit einem „Bezahl-Ticket“ machen und wird je länger, je mehr feststellen, dass sich das Meilensammeln nicht mehr lohnt, man teilweise teurer fliegt als mit einem „regulären“ Ticket. Man kann das Geld statt in Meilen lieber direkt in Premium-Tickets investieren. Das hat auch den Vorteil, dass die so gebuchten Flüge selbst Meilen abwerfen, womit man z.B. an Erreichen von Statussen arbeiten kann, während Prämienflüge selbst keine Meilen abwerfen. Zudem ist man ungebundener, nicht auf LH/*A Airlines beschränkt und kann so nach Lust und Laune auch neue Fluggesellschaften ausprobieren.

    Meilensammeln für Business-Flüge? Das war mal. Abgesehen von weniger werdenden Ausnahmen ist es zusehends ein Verlustgeschäft.

    • Hier muss ich dir widersprechen, im Artikel schreibe ich wie es bei mir war, und ich kann mich nicht beschweren. Altpapier funktioniert wunderbar mit deutscher Adresse, die Ratios waren schon besser, ja, aber 10-12€ sind immer noch in Ordnung. So kommt man bei einem Vollzahler mit Meilen zwar auf die von dir genannten 1750€, was bei Zeiten von Sonderangeboten tatsächlich nur mässig attraktiv ist, aber genau für die von dir genannten Spezialfälle sind es doch, weshalb viele Meilen bei Miles & More sammeln, da die Regeln hier einiges zulassen was Stopover erlaubt.

      Das Coop Trophy eine dauerhafte Möglichkeit ist stimmt zwar, aber sie ist bestimmt nicht die Günstigste, nein. Da ist das Altpapier selbst beim aktuellen Eurokurs lukrativer. Für eine solche Ratio finde ich das schlicht nicht lohnenswert, wie auch deine Rechnung aufzeigt.

      Mit den Kreditkarten hast du zwar auch recht, aber auch hier hat es Deutschland nicht besser. Wir können (mit der deutschen LH KK) 3 mal einen Willkommensbonus in Höhe von bis zu 20.000 Meilen erhalten, zusammen also 60.000 Meilen! Wenn du mit einer Karte nicht zufrieden bist kündest du sie wieder und beantragst sie in 2 Jahren noch einmal mit neuem Bonus, so läuft das Spiel nunmal. Ein bisschen was für die Meilen darf man ja auch noch tun. Zumal mit dem täglichen Einkauf doch ansehnliche Meilen anfallen wie ich bei mir und meinem Umfeld feststellen kann.

      Ich kann nicht für jeden sprechen, aber es lohnt sich definitiv noch Meilen zu sammeln sofern man die Zeit und vor allem auch die Lust daran noch hat. Klar gibts auch Leute denen das Ganze zu blöd ist oder die sowieso Meilen erfliegen und deshalb nicht auf andere Aktionen angewiesen sind, aber die lesen hier auch eher nicht so mit denke ich. Ich kann deine Gründe teilweise nachvollziehen, aber ich teile deine Bedenken nicht wirklich; gerade was die Business Flüge betrifft sind doch Meilenschnäppchen hervorragend. Mit ein wenig Planung ist selbst das gut machbar.

      • Im Artikel geht es doch um die „Schweizer Sicht“? Und eines deiner ersten Argumente ist, dass Altpapier wunderbar klappt mit DEUTSCHER Adresse. Das mag für dich sicher so sein, und sicher ist es auch für Schweizer mit mehr oder weniger Aufwand möglich, sich eine Deutsche Adresse zu beschaffen. Wahrscheinlich klappt sogar das Anschaffen der einen oder anderen deutschen Kreditkarte, wenn man einige Mühen nicht scheut und womöglich noch „Helfer“ in Deutschland hat.

        Doch irgendwie ist das an deiner selbstgewählten Betrachtungsweise vorbei. Da sollte es doch darum gehen, was für Möglichkeiten sich für Schweizer im eigenen Land stellen. Da kannst du alles, was über Deutschland läuft, weglassen. Und dann wirst du wohl zu ähnlichen Schlüssen kommen wie ich: Die Methoden, mit denen sich in der Schweiz Meilen generieren lassen, sind sehr beschränkt, und mit deren Kosten wird es angesichts des heute bestehenden Preisdrucks auf Premium-Tickets wirklich unattraktiv.

        Eine andere dauernde Meilenquelle, Coop Superpunkte, ist ja noch schlechter als die schon erwähnte Trophy. Faktisch kosten 20000 Punkte, was 10000 Meilen entspricht, 240 Franken. Das ist so +/- der heutige Handelspreis. Darunter gibt es nur relativ selten Meilen in nenenswerter Höhe angeboten, zumindest, wenn man die bekannten Plattformen wie Ricardo oder Tutti durchstöbert. Natürlich mag der eine oder andere günstiger an Superpunkte kommen, da er vielleicht Freunde hat, die einen günstigeren Preis bieten oder weil er einfach ein paar „Dumme“ kennt, die nicht wissen, dass sie mehr verlangen könnten. OK, wir sind dann für 50000 Meilen nicht mehr bei 900 Franken wie bei der Trophy, sondern bei sagenhaften 1200 Franken. Für ein Roundtrip-Ticket, das 135000 Meilen kostet, ergibt das einen Geldwert von 3240 Franken, plus die mutmasslichen 500 Franken Steuern, macht 3740 Franken. Für das fliegt man heute unter Nutzung div. Ticket-Sales die Strecke fast schon zweimal!

        Sicher macht es noch Sinn, tatsächlich erflogene Meilen irgendwo zu sammeln, wobei jeder selber abklären muss, ob es sich in seinem Fall wirklich bei Miles & More am meisten lohnt oder ob nicht ein anderes Programm lukrativer ist. Einfach verfallen lassen durch Nicht-Kreditierung würde ich die auch nicht.

        Aber als Schweizer hat es sogut wie keinen Sinn, Geld in den indirekten Kauf von Meilen zu stecken. Beim Schweizer Altpapier ist die Auswahl nämlich auch sehr begrenzt, und Rappen pro Meile Verhältnis ist unattraktiv, von Aktionen, die alle Schaltjahre mal ein akzeptables Verhältnis zustande bringen, mal abgesehen. Die paar anderen Dinge, die es sonst noch gibt, sind vom Aufwand/Nutzen-Verhältnis ebenfalls eher ernüchternd und kommen oft für grössere Meilenbeschaffungen nicht in Frage, da sie z.B. nur ein paar 1000 Meilen Ertrag abwerfen, für einen Meilen-Habenichts nur ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn ein teurer Prämienflug erspart werden soll.

        Abgesehen davon würde ich nicht darauf wetten, dass für Schweizer die Methode „Deutsches Altpapier“ ewig geht. Früher habe ich mal für einen holländischen Freund via Coop Trophy Meilen gesammelt (damals lohnte es sich noch mehr). Das haben die dann abgestellt, indem sie diese Sammelmethode auf den DACH-Raum eingeschränkt haben. Ja, klar kann man hier wieder mit Adressänderung / virtuellem Umzug und, und, und kommen. Aber erstens ist dies aufwändig, und zweitens bleibt ein Restrisiko. Wenn es LH gefällt, machen sie solche Accounts einfach mal eben dicht.

        Nochmals: Als Schweizer sollte man zweimal rechnen, ob man nicht drauf legt beim Meilengenerieren ausserhalb von „echten“ Flugmeilen.

        • Hey Pointizz

          Eigentlich habe ich bewusst das Thema Deutschland mit aufgegriffen, wenn mein Artikel aus deiner Sicht an meiner selbst gewählten Betrachtungsweise vorbei geht, so entschuldige ich mich für etwaige Unklarheiten. Lässt man den Markt Deutschland aus Schweizer Sicht weg so sind die Möglichkeiten tatsächlich im Wesentlichen auf die Kreditkartenabschlüsse bei Cornèrcard und Swisscard sowie Coop Supercard beschränkt, mal abgesehen vom Fliegen. Dass die Angebote im Schweizer Miles & More Bereich von der Ratio her nicht gerade attraktiv sind ist wohl unbestritten…Genau deshalb habe ich mich auch dazu entschieden, den deutschen Markt miteinzubeziehen, da es auch ohne jedwede Anfangskontakte sehr leicht möglich ist Meilen zu sammeln, ob nun mit Altpapier zu Dritten oder ganz legitim über DKB und die LH World KK.
          Bei den Superpunkten kommt es drauf an wie du rechnest. Ich werde in den kommenden Tag noch einen Artikel dazu verfassen wie sich diese doch recht einfach nebenher verdienen lassen. An deinen Berechnungen habe ich nichts auszusetzen, grundsätzlich ist man prozentual besser dran, wenn man die Superpunkte direkt wieder in Einkaufsguthaben umwandelt, denn hier erhält man für 1.000 Punkte 10 Franken; rechnet man mit einer Ratio von 14CHF/1.000 Meilen und einem regulären Tauschverhältnis von 1.000 Superpunkten in 500 Meilen, so erhält man für die 1.000 Punkte lediglich 7 Franken.

          Jetzt gibt es aber hin und wieder (leider werden sie immer seltener) Aktionen in denen man beim Tausch von Punkten in Meilen einen 33% Bonus erhält, sowie für jede Prämieneinlösung 300 Superpunkte wieder zurück (Das war Anfang letztes Jahr, zugegeben, dieses Jahr gab es aber auch eine, wobei ich deren Konditionen grade nicht im Kopf habe). Somit erhalten wir dann für 7.200 Superpunkte 4987,5 Miles & More Meilen, das sind 1443,6 Punkte bzw. 14,44 Franken pro 1.000 Meilen bzw. knapp 28.80 Franken für 3000 Superpunkte und somit bei einer Ratio von 9.6 Franken für 1000 Superpunkte. Nicht mehr weit von den 10 Franken entfernt die man bei Coop selbst erhält.
          Rechnet man so die von dir genannten 135.000 Meilen in Franken aus, so kommt man auf 1949 Franken, zzgl. Steuern und Gebühren macht das schlussendlich rund 2500 Franken.

          Auch hier nach wie vor nur mässig attraktiv, richtig, aber wenn ich ein Meilenrouting zum vollen Preis mache mit Meilen die ich mir „hart erkauft“ habe, dann werde ich auch die Stopover- und Layoverregeln maximal ausreizen und etwas exotischere Routings wählen welche ich mir mit echtem Geld nicht leisten kann oder will.
          Schliesslich ist es das (zumindest aus meiner Sichtweise), was das Meilensammeln so spannend macht. Nicht einfach mal 105.000 Meilen für ein Wochenende in New York verballern, klar, das wäre absoluter Unsinn, ausser ich weiss nicht wohin mit meinen Meilen. Nein, stattdessen schaue ich, wie ich den 3 Regionen-Award ausreizen kann, welche Länder ohne Meilen dermassen teuer in C aufwärts wären, dass sich ein regulärer Award mit Stopover auf dem Hin- und Rückweg und am besten noch einem Layover von bis zu 23:59 Stunden an interessanten Orten lohnt, oder notfalls auch ein Last-Minute Eco Ticket wenn ein Notfall eintritt. Da können selbst für 3500 Franken teuer erkaufte Meilen plötzlich einen Gegenwert von 2 Cent pro Meile liefern, so dass es auf einmal doch nicht so schlecht war die Meilen zu generieren.
          Bei den derzeitigen Angeboten in der Business Class stimme ich dir deswegen teilweise zu: Es kommt wohl immer darauf an, wie man seine Meilen generiert, aber noch wichtiger ist es, wie man sie einsetzt! Ich sage nicht, dass dies auf dich zutrifft, aber häufig wird in diesem Spiel viel zu sehr Wert auf das günstige Generieren von Meilen gelegt und der mindestens genau so wichtige Teil, das Einlösen, erhält fälschlicherweise nur eine kleine Nebenrolle. Aber grade diese ganzen Facetten machen dieses Spiel doch auch irgendwie so spannend, ob jetzt als Schweizer, Deutscher, oder Deutscher in der Schweiz, oder nicht :) ?

          Gruss

          Benedikt

  6. Hallo Benedikt,

    sehr interessanter Bericht. Als in der Schweiz wohnhafter Schweizer bin ich sehr gespannt was du für Business Deals in Verbindung mit dem Flughafen ZRH präsentierst.

    Ich habe versucht die HHonors Kreditkarte zu beantragen. Habe alles unternommen was notwendig war und trotzdem ging es nicht. Eine Begründung wollte mir die DKB nicht geben. Was sind dies bezüglich deine Erfahrungen?

    Beste Grüsse
    Thomas

    • Hi Thomas
      Danke. Ja, ex ZRH hats immer wieder mal spannende Deals für uns in C, aber das schöne mit unserer ÖV Anbindung ist ja auch, dass wir in kürzester Zeit in Mailand oder auch München sind um spezielle Fares von dort mitzunehmen.

      Wann war das bei dir mit der Antragstellung wenn ich fragen darf? Ich habe auch schon derlei Berichte gelesen, aber kenne es selbst nicht. Meiner ging im Februar 2017 raus, dann ein kurzes Webident-Verfahren und 2 Wochen später war die Karte da. Ein Kollege, im Gegensatz zu mir Schweizer, hat es ebenfalls so erlebt wie ich. Das Limit ist mit 100€ praktisch unbrauchbar, aber nur für den Hilton Gold genügend.
      Vor 2-3 Jahren waren deine Erfahrungen wohl eher die Norm, mittlerweile aber eigentlich nicht mehr, weshalb ich auch nach dem Antragsdatum frage. Sollte es tatsächlich schon länger her sein würde ich es einfach nochmal versuchen, ansonsten frage ich gerne mal für dich nach.

      Ich hoffe das hilft dir
      Benedikt

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