Das Vielfliegerprogramm von Air France und KLM, Flying Blue, nutzt keinen klassischen Award Chart mit festen Meilenwerten. Stattdessen kommen dynamische Preise zum Einsatz, die je nach Strecke, Nachfrage und Buchungszeitpunkt stark variieren. Dennoch gibt es eine wichtige Orientierung: die sogenannten Flying Blue Mindestpreise. Diese geben an, wie viele Meilen mindestens für einen Prämienflug erforderlich sind. In diesem Artikel zeigen wir, wie die Flying Blue Mindestpreise funktionieren, wie ihr sie ermittelt und wie ihr Prämienflüge möglichst nah am Mindestpreis bucht.
Was sind die Flying Blue Mindestpreise?
Flying Blue Mindestpreise sind die niedrigsten Meilenwerte, zu denen ein Prämienflug im Programm von Air France und KLM buchbar ist. Da Flying Blue auf ein dynamisches Preissystem setzt, existieren keine festen Meilenwerte aus einem klassischen Award Chart. Stattdessen schwanken die Preise je nach Nachfrage teilweise erheblich. Ein Flug kann an einem Datum zum Mindestpreis verfügbar sein und an einem anderen Datum ein Vielfaches kosten.
Die Mindestpreise dienen vor allem als Orientierung, um einschätzen zu können, wann ein Prämienflug als günstig gilt. Wichtig ist außerdem zu verstehen, dass die Mindestpreise keine feste Garantie darstellen. In der Praxis kann es vereinzelt auch vorkommen, dass Flüge unterhalb der offiziell kommunizierten Mindestpreise verfügbar sind.
Mindestpreise sind für Prämienflüge mit Air France und KLM in der Economy Class, Premium Economy Class und Business Class definiert. Für Air France First Class Prämienflüge lassen sich keine Mindestpreise nennen.
Achtung: Die Mindestpreise gelten ausschließlich für Flüge mit Air France und KLM. Für Partnerairlines innerhalb der SkyTeam-Allianz existieren keine klar definierten Mindestpreise.
Aktuelle Mindestpreise für Air France/KLM-Prämienflüge
Die folgenden Mindestpreise gelten laut Flying Blue Webseite aktuell. Alle Angaben beziehen sich auf einen Oneway-Flug in der genannten Reiseklasse. Beachtet, dass die Zonenbezeichnungen von uns gewählt wurden, da Flying Blue diese nicht öffentlich kommuniziert.
| Strecke | Economy | Premium Economy | Business |
|---|---|---|---|
| Europa – Nahost | 25.000 Meilen | 40.000 Meilen | 60.000 Meilen |
| Europa – Nordamerika | 25.000 Meilen | 40.000 Meilen | 60.000 Meilen |
| Europa – Südamerika | 30.000 Meilen | 50.000 Meilen | 85.000 Meilen |
| Europa – Mittelamerika | 30.000 Meilen | 50.000 Meilen | 85.000 Meilen |
| Europa – Indien | 30.000 Meilen | 50.000 Meilen | 85.000 Meilen |
| Europa – Afrika | 30.000 Meilen | 50.000 Meilen | 85.000 Meilen |
| Europa – Südostasien | 30.000 Meilen | 50.000 Meilen | 85.000 Meilen |
| Europa – Fernost | 30.000 Meilen | 50.000 Meilen | 85.000 Meilen |
Achtung: Die “Mindestpreise” sind genau das. Flying Blue nutzt dynamische Preise, sodass es auch deutlich teurer werden kann. So lässt sich ein Air France Business Class Flug von Frankfurt über Paris nach Boston zwar ab 60.000 Meilen (oneway) finden, kann an anderen Daten aber auch mehr als zehnmal so teuer sein. Im Folgenden seht ihr ein Extrem-Beispiel mit 700.000 Meilen (oneway).

In der Praxis könnt ihr an den meisten Daten Preise bis zum etwa Doppelten oder Dreifachen des Mindestpreises erwarten.
Wie lässt sich ein Flying Blue Mindestpreis ermitteln?
Die Flying Blue Mindestpreise lassen sich über die Funktion “Erkunden Sie die Welt mit Meilen” direkt auf der Flying Blue Website (ganz nach unten scrollen) ermitteln. Dort könnt ihr euren Abflughafen und Wunschziel eingeben, um euch den Einstiegspreis in Form von Meilen anzeigen zu lassen.

Alternativ genügt oft auch ein Blick auf die Flying Blue Kalendersuche, die im Monatsüberblick die günstigsten Meilenpreise auf einer Strecke ausgibt. Diese wird angezeigt, wenn ihr in der Suchmaske das Datumsfeld leer lasst. Da die Chance hoch ist, dass an mindestens einem Tag pro Jahr der Mindestpreis verfügbar ist, ist der niedrigste Preis oft der Mindestpreis.

Wie findet und bucht man Flying Blue Mindestpreise?
Es gibt keine offiziellen Angaben, wie viele Flüge zum Mindestpreis angeboten werden. Es gibt zudem keine Garantie, dass überhaupt Flüge zu diesem Preis buchbar sind. Pauschale Aussagen lassen sich nur schwer machen. Grundsätzlich hat man als Flying Blue Teilnehmer aber gute Chancen, diese Preise zu finden.
Die Suche nach einem Mindestpreis ähnelt also der Suche nach regulären Flügen. Die besten Chancen, einen niedrigen Preis zu finden, habt ihr, wenn ihr zeitlich flexibel seid und an Tagen mit niedriger Nachfrage fliegen könnt. Die Flying Blue Kalendersuche sollte daher immer der Ausgangspunkt eurer Suche sein. Alternativ kann es sich empfehlen, mehrere Abflughäfen zu prüfen. Da kein fester Award Chart gilt, kann für jedes Abflugort-Zielort-Paar ein anderer Preis gelten.
Flying Blue Mindestpreise – Fazit
Flying Blue Mindestpreise sind eine wichtige Orientierung im ansonsten intransparenten dynamischen Preissystem des Flying Blue Programms. Auch wenn sie keine Preisgarantie darstellen, helfen sie dabei, gute von schlechten Einlösungen zu unterscheiden. Wer die Mindestpreise kennt und die Kalendersuche gezielt nutzt, hat die besten Chancen, attraktive Prämienflüge zu finden. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, dass Flying Blue auch die Mindestpreise jederzeit anpassen kann, auch ohne Vorankündigung.
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