Die Miles & More Uptrip App eröffnet weiterhin einen alternativen Weg zum Frequent Traveller Status – abseits der üblichen Statusanforderungen von Miles & More. Doch ist dieser Weg tatsächlich günstiger oder besser als der reguläre? Im Folgenden analysieren wir die Vorraussetzungen und vergleichen die Uptrip-Strategie mit dem klassischen Weg zum Frequent Traveller.
Was ist die Miles & More Uptrip App?
Uptrip ist eine App aus dem Lufthansa Group Umfeld, mit der ihr Bordkarten nach einem Flug in digitale Sammelkarten umwandeln könnt. Diese Karten lassen sich anschließend verschiedenen Kollektionen zuordnen und gegen Prämien eintauschen. Zu den möglichen Prämien gehören Miles & More Meilen, Lufthansa Lounge Voucher sowie eVoucher, Gutscheine sowie gelegentlich Points und Qualifying Points – oder auch direkt der Frequent Traveller Status selbst. Der aktuell über die Uptrip-Kollektion vergebene Frequent Traveller Status gilt bis Ende Februar 2028.

Für jedes Flugsegment zeigt euch Uptrip normalerweise vier Karten: eine Karte für den Abflugort, eine Karte für den Zielort, eine Karte für die durchführende Fluggesellschaft und eine Karte für den eingesetzten Flugzeugtyp. Aus diesen vier Karten könnt ihr zwei auswählen und eurer Sammlung hinzufügen. Bei einem direkten Hin- und Rückflug absolviert ihr zwei Flugsegmente und erhaltet damit insgesamt vier Karten. Eine Reise mit jeweils einem Umstieg auf Hin- und Rückweg besteht dagegen aus vier Segmenten und bringt normalerweise acht Karten.
Uptrip akzeptiert aktuell Bordkarten von folgenden Fluggesellschaften: Air Dolomiti, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover Airlines, Edelweiss, Eurowings, ITA Airways, Lufthansa, Lufthansa City und SWISS.
Reguläre Qualifikation für den Miles & More Frequent Traveller Status
Bevor wir den Uptrip-Ansatz betrachten, werfen wir einen Blick auf die aktuellen Anforderungen für den FTL-Status. Um den Frequent Traveller Status zu erreichen, müsst ihr innerhalb eines Kalenderjahres 650 Points und 325 Qualifying Points sammeln. Die Qualifikation muss jeweils zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember erfolgen.
Points gibt es auf Flügen mit allen Miles & More Partnerairlines, Qualifying Points jedoch nur auf Flügen mit den vollintegrierten Miles & More Airlines (Air Dolomiti, Austrian, Brussels, Croatia, Discover, Eurowings, ITA Airways, LOT, Lufthansa, Lufthansa City, Luxair und SWISS). Die Höhe der Punktegutschrift pro Flugsegment hängt lediglich von der Reiseklasse (Economy, Premium Economy, Business, First) und der Einordnung des Fluges als kontinental oder interkontinental ab. Alle Miles & More Teilnehmer erhalten unabhängig vom Status die folgende Anzahl an Statuspunkten für jedes Flugsegment:
| Reiseklasse | Kontinental | Interkontinental |
|---|---|---|
| Economy | 20 Punkte | 60 Punkte |
| Premium Economy | 20 Punkte | 80 Punkte |
| Business | 40 Punkte | 200 Punkte |
| First | 40 Punkte | 400 Punkte |
Beispiel: Ihr fliegt mit Lufthansa in der Business Class von Frankfurt nach Athen und sammelt für dieses eine Flugsegment 40 Points sowie 40 Qualifying Points. Fliegt ihr allerdings mit Aegean in der Business Class auf derselben Strecke, sammelt ihr ebenfalls 40 Points, allerdings keine Qualifying Points.
Frequent Traveller Status erreichen − Die reguläre Strategie
Wie viele Flüge ihr für 650 Punkte benötigt, hängt stark von eurer Reiseklasse ab. Im ungünstigsten Fall müsst ihr beispielsweise etwa 33 Economy-Kurzstreckenflüge innerhalb Europas mit jeweils 20 Points absolvieren, um auf 660 Points zu kommen. Doch es geht auch deutlich effizienter: Schon ein paar geschickt gewählte Business Class Flüge können die nötigen Flüge drastisch reduzieren. So genügen beispielsweise bereits vier Business Class Flugsegmente auf Interkontinental-Strecken, um 800 Points zu erzielen – weit mehr als für den FTL nötig. Auch 11 interkontinentale Economy-Flüge mit jeweils 60 Points (beispielsweise Richtung Naher Osten/Asien) bringen 660 Points. Die Wahrheit liegt für viele womöglich irgendwo dazwischen.
Tipp: Das Miles & More Statusprogramm bietet viel Spielraum zum Optimieren. Besonders an Kontinentgrenzen ergeben sich Miles & More Statuspunkte Run Sweetspots, da selbst kurze Flüge zwischen bestimmten Ländern als interkontinental zählen und hohe Punkte abwerfen. Meist sind es günstige Kurzstreckenflüge, die die Grenze einer Miles & More Region überfliegen, die den besten rechnerischen Gegenwert bieten.
Miles & More Frequent Traveller Status – Alle Infos & Strategien für 2026
Frequent Traveller Status erreichen − Die Uptrip Strategie
Die Uptrip App bietet eine Art “Hintertür” zum Frequent Traveller Status, denn sie funktioniert grundlegend anders als die reguläre Qualifikation. Für den Abschluss werden 50 beliebige Uptrip-Karten benötigt. Mindestens 40 davon müssen Original-Karten sein. Es sind also mindestens 20 Flugsegmente erforderlich, um die 40 Originalkarten zu sammeln. Die restlichen 10 Non-Original-Karten kann man flexibler beschaffen – etwa durch Tauschen mit anderen Teilnehmern im Uptrip-Marktplatz oder Aktionen (beispielsweise zum Geburtstag, Travel ID oder Miles & More Member).
Die Kollektion verlangt keine bestimmten Städte, Airlines oder Flugzeugtypen. Entscheidend sind lediglich die Gesamtzahl der Karten und der vorgeschriebene Anteil an Original-Karten. Die Reiseklasse, die Entfernung und die Höhe des Flugpreises spielen für die Zahl der Karten keine Rolle. Wenn ihr ein Tauschangebot annehmt, wird aktuell eine Gebühr von 1,99 Euro fällig. Dabei solltet ihr berücksichtigen, dass eine ertauschte Karte in eurem Konto grundsätzlich als Non-Original-Karte zählt, selbst wenn sie ursprünglich aus einem echten Flug des anderen Nutzers stammt.
Mit 20 Flugsegmenten zum Status?
Die Aussage, dass 20 Flüge bis zum FTL-Status mit Uptrip ausreichen, ist so nicht ganz präzise. Richtig ist: Ihr benötigt im Normalfall mindestens 20 Flugsegmente. Ein Segment ist jeweils ein einzelner Flug von einem Flughafen zum nächsten. Ein Hin- und Rückflug ohne Umstieg besteht aus zwei Segmenten. Ein Hin- und Rückflug mit einem Umstieg pro Richtung besteht aus vier Segmenten.
- Einfacher Direktflug: 1 Segment → 2 Original-Karten
- Direkter Hin- und Rückflug: 2 Segmente → 4 Original-Karten
- Oneway mit einem Umstieg: 2 Segmente → 4 Original-Karten
- Hin- und Rückflug mit je einem Umstieg: 4 Segmente → 8 Original-Karten
- Fünf Hin- und Rückflüge mit je einem Umstieg pro Richtung: 20 Segmente → 40 Original-Karten
Wer alle 50 benötigten Karten ausschließlich aus eigenen Flügen sammeln möchte, benötigt 25 Segmente. Wer zehn Non-Original-Karten über Willkommensaktionen, Tausch oder andere Quellen beisteuern kann, erreicht das Minimum bereits mit 20 Segmenten. Entscheidend ist daher nicht nur, wie häufig ihr verreist, sondern wie viele einzelne Flugsegmente eure Reisen umfassen.
Wie lange könnt ihr Uptrip-Karten sammeln?
Der größte Pluspunkt von Uptrip ist die zeitliche Flexibilität. Das kommt besonders Gelegenheitspassagieren entgegen, die ihre Flüge nicht in einem Kalenderjahr bündeln können, sondern beispielsweise über zwei Jahre verteilt auf 20 Segmente kommen – und so trotzdem den Frequent Traveller Status erreichen. Das ist ideal für Miles & More Teilnehmer, die zwar regelmäßig, aber nicht ganz so oft fliegen.
Hinweis: Beachtet, dass Uptrip die FTL-Kollektion zukünftig auch jederzeit wieder einstellen kann. Die Kollektion ist aktuell auf 10.000 Einlösungen limitiert.
Können vergangene Flüge nachgetragen werden?
Grundsätzlich können Bordkarten von Flügen hinzugefügt werden, wenn der Flug nach eurer Uptrip-Registrierung stattgefunden hat und höchstens zwölf Monate zurückliegt. Neue Nutzer können außerdem bis zu zwei Bordkarten von Flügen einreichen, die bereits vor der Registrierung stattgefunden haben. Auch diese Flüge dürfen nicht älter als zwölf Monate sein.
Lässt sich die FTL-Kollektion erneut einlösen?
Die FTL-Kollektion kann inzwischen kostenpflichtig reaktiviert werden. Ein Leser berichtet, dass ihm dafür in der App ein Preis von 299 Euro angezeigt wurde. Da Uptrip keinen allgemein gültigen Festpreis nennt, ist dieser Betrag nur als aktueller Erfahrungswert zu verstehen. Bei einer erneuten Einlösung gelten weiterhin alle regulären Bedingungen der Kollektion.
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Uptrip Strategie − So sammelt ihr 40 Original-Karten günstig
Der günstigste Weg besteht fast immer darin, zunächst bereits geplante oder ohnehin notwendige Flüge zu nutzen. Wer nur wegen des Status zusätzliche Reisen bucht, muss sämtliche Flugkosten dem Statuserwerb zurechnen. Wer die Karten dagegen nebenbei auf Geschäfts-, Familien- oder Urlaubsreisen sammelt, hat deutlich niedrigere Zusatzkosten. Unterm Strich bringen euch Umstiege, flexible Abflugorte und Nebensaison-Preise am günstigsten Uptrip Sammelkarten. Wenn sich zusätzlich Prämienflüge mit niedrigen Zuschlägen einflechten lassen, sinkt der Cash-Betrag pro Karte weiter.
Günstige Economy Class Kurzstrecken buchen
Da die Reiseklasse und die Flugdistanz für Uptrip keine Rolle spielen, sind günstige Economy Class Kurzstrecken mit der Lufthansa Group grundsätzlich am effizientesten. Ein Flugsegment für 40 Euro bringt dieselbe Anzahl an Uptrip-Karten wie ein interkontinentaler Business Class Flug für mehrere Tausend Euro. Für eine reine Uptrip-Strategie gibt es daher keinen Grund, bewusst eine höhere Reiseklasse zu buchen.
Günstige Umsteigeverbindungen nutzen
Eine Verbindung mit Umstieg liefert mehr Segmente und damit mehr Karten als ein Direktflug. Fliegt ihr beispielsweise von Hamburg über Frankfurt nach Madrid und auf demselben Weg zurück, absolviert ihr vier Segmente und erhaltet acht Karten. Ein direkter Hin- und Rückflug würde lediglich vier Karten liefern. Das bedeutet nicht, dass ihr grundsätzlich unnötige Umwege buchen solltet. Entscheidend ist der Gesamtpreis. Kostet eine Umsteigeverbindung nur geringfügig mehr als ein Direktflug, kann sie aus Uptrip-Sicht deutlich attraktiver sein. Verdoppelt sich der Preis, verschwindet dieser Vorteil schnell.
Tools für günstige Flugsegmente
Für die Suche nach günstigen Verbindungen bieten sich die Tools der Gruppe an. Günstige Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines Flüge findet ihr schnell und unkompliziert mit dem Lufthansa Destination Finder (Link). Lufthansa Surprise (Link) bewirbt eine Economy Class Hin- und Rückreise ab 109 Euro. Bei zwei Segmenten und vier Karten pro Reise entspricht das etwa 27 Euro pro Karte. Eurowings Blind Booking (Link) funktioniert ähnlich, ab 99 Euro für einen Hin- und Rückflug mit jeweils einem Segment. Auch der Eurowings Sparkalender (Link) hilft beim gezielten Auffinden günstiger Termine. Austrian Surprise (Link) bietet ein vergleichbares Konzept ab 99 Euro für einen Hin- und Rückflug.
Prämienflüge mit niedrigen Zuzahlungen nutzen
Bei der regulären Qualifikation bringen Prämienflüge keine Statuspunkte. Über Uptrip können Prämienflüge aber dennoch zum Erreichen des FTL-Status beitragen. Prämienflüge mit vollintegrierten Miles & More Airlines zählen bei Uptrip vollständig für Original-Karten. Ein Prämienflug ist dadurch allerdings nicht automatisch günstig. Je nach Strecke können hohe Steuern und Gebühren sowie Airline-Zuschläge anfallen. Sinnvoll ist diese Strategie vor allem, wenn ihr den Prämienflug ohnehin buchen würdet oder eine Verbindung mit niedrigen Zuzahlungen findet.
Uptrip vs. Regulär – Was ist die beste Strategie?
Uptrip ist nicht grundsätzlich günstiger als der reguläre Weg. Die bessere Strategie hängt von eurem Reiseprofil ab.
| Kriterium | Uptrip | Reguläre Qualifikation |
|---|---|---|
| Voraussetzung | 50 Karten, davon 40 Original | 650 Points und 325 Qualifying Points |
| Flugsegmente | 20 bis 25 | je nach Reiseklasse etwa 4 bis 33 |
| Qualifikationszeitraum | kein Kalenderjahr-Zwang | ein Kalenderjahr |
| Reiseklasse relevant? | nein | ja |
| Interkontinentalflüge besonders wertvoll? | nein | ja |
| Prämienflüge nutzbar? | ja | nein |
| Statuspunkte gutgeschrieben? | nein | ja |
| Aktuelle Statusgültigkeit | bis Ende Februar 2028 | bis Ende Februar 2028 |
| Bestehender Status bei Einlösung | nicht erlaubt | Requalifikation möglich |
| Verfügbarkeitsrisiko | Kollektion kann enden | dauerhaft |
Uptrip ist für den Frequent Traveller Status meistens besser, wenn ihr regelmäßig kontinentale Economy Class Flüge mit “Uptrip-Airlines” absolviert, aber nicht auf 650 Points innerhalb eines Kalenderjahres kommt. Auch für Reisende, deren Segmente sich über zwei oder mehr Kalenderjahre verteilen, ist Uptrip attraktiv. Während reguläre Points am Jahresende für die Statusqualifikation zurückgesetzt werden, könnt ihr geeignete Uptrip-Karten grundsätzlich länger sammeln. Prämienflüge, bereits geplante Reisen und günstige Umsteigeverbindungen verbessern die Rechnung zusätzlich.
Die reguläre Qualifikation ist für den Frequent Traveller Status meistens besser, wenn ihr ohnehin interkontinental in der Business Class fliegt und somit den Status mit deutlich weniger als 20 Segmenten erreicht. Vier interkontinentale Business Class Segmente mit einer LH-Group-Airline reichen bereits für 800 Points und 800 Qualifying Points. In diesem Fall wäre es nicht sinnvoll, ausschließlich wegen Uptrip noch zahlreiche zusätzliche Kurzstrecken zu buchen. Auch bei gezielten Statuspunkte-Runs über günstige interkontinentale Sweetspots kann die reguläre Qualifikation schneller und unter Umständen preiswerter sein. Hinzu kommt auch die Möglichkeit Miles & More Statuspunkte am Boden zu sammeln.
Wie ihr euren Miles & More Status über zwei Jahre sichern könnt
Miles & More Fast Lane Aktion: Frequent Traveller Status kaufen
Aktuell bietet Miles & More zeitlich begrenzt eine sogenannte “Fast Lane” zum Frequent Traveller Status an. Berechtigte Inhaber einer qualifizierenden Miles & More Kreditkarte können den Status bis zum 30.09.2026 für 650 Euro oder 80.000 Miles & More Meilen erwerben. Das Angebot gilt unter anderem für Inhaber einer Miles & More Gold Credit Card. Der gekaufte Status gilt allerdings nur bis Ende Februar 2027. Die Fast Lane bietet den schnellsten Weg, hat aber die mit Abstand kürzeste feste Laufzeit. Bei einem Kauf zum Start der Aktion kann der Status nur rund sieben Monate genutzt werden. Bei einem späteren Kauf verkürzt sich die effektive Nutzungszeit weiter, während der Preis unverändert bleibt.
Uptrip ist daher deutlich attraktiver, wenn ihr die erforderlichen Karten bereits besitzt oder mit überschaubarem Aufwand sammeln könnt. Wer dagegen kurzfristig viele Reisen plant, keine 20 Segmente erreichen kann und die Vorteile sofort benötigt, kann den direkten Kauf dennoch in Betracht ziehen.
Aktion: Miles & More Kreditkarteninhaber können den Frequent Traveller Status kaufen
Mit Uptrip zum Frequent Traveller Status – Fazit
Uptrip bleibt für die richtige Zielgruppe einer der interessantesten Wege zum Miles & More Frequent Traveller Status. Wer überwiegend europäische Kurzstrecken mit der Lufthansa Group fliegt, kommt mit der Uptrip App planbar an den FTL-Status. Aus reiner Economy-Kurzstrecken-Perspektive ist die Uptrip-Strategie in der Regel daher günstiger. Uptrip ist jedoch kein automatisches Schnäppchen. Sobald Business- oder interkontinentale Segmente gezielt in ein Jahr gebündelt werden, ist der reguläre Weg meist besser geeignet.
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