Airbus A340 Cockpit Final Approach
15. Februar 2026 Florian 16 Miles & More Tutorial, Status

Lohnt sich der Miles & More Senator Status? Meine Erfahrung nach 10 Jahren

Seit 2016 bin ich Miles & More Senator – und ja: Ich habe überwiegend Positives zu erzählen. Nicht, weil man als Senator “wie Royalty” behandelt wird (das sollte niemand erwarten), sondern weil sich im Alltag etwas ganz anderes verändert: Die Wahrscheinlichkeit für eine angenehme, reibungslose Reise steigt spürbar – vor allem, wenn ihr oft fliegt, spontan plant und viel mit der Lufthansa Group unterwegs seid.

In diesem Artikel bekommt ihr eine kompakte Übersicht der wichtigsten Vorteile – und die Dinge, die man ohne Senator Status oft erst später wirklich versteht: mehr Prämienverfügbarkeit über die Senator Warteliste, praktische Hebel wie Companion Award und Meilenvorschuss sowie ein paar Soft Benefits, die nicht garantiert sind, sich bei mir aber über Jahre immer wieder gezeigt haben.

So funktioniert die Miles & More Statusqualifikation

Zur Einordnung: Seit 2024 sammelt ihr im neuen Statusprogramm von Miles & More drei Arten von Statuspunkten: Points, Qualifying Points (QP) und HON Circle Points. Entscheidend für die Höhe der Gutschrift sind nur Reiseklasse und ob es ein kontinentaler oder interkontinentaler Flug ist – nicht Ticketpreis oder Distanz. Points sammelt ihr mit allen Miles & More Partnerairlines, Qualifying Points (und HON Circle Points) aber nur bei den vollintegrierten Miles & More Airlines. Die Statusanforderungen sind an die Anzahl gesammelter Statuspunkte geknüpft, grundsätzlich aber sehr simpel gehalten. Innerhalb eines Kalenderjahres muss eine bestimmte Anzahl an Statuspunkten gesammelt werden:

Wenn ihr euren Status nicht jedes Jahr neu erfliegen wollt, lohnt sich auch ein Blick darauf, wie ihr euren Miles & More Status über zwei Jahre sichern könnt. Außerdem haben wir eine Übersicht zusammengestellt, wie ihr Miles & More Statuspunkte am Boden sammeln könnt.

Miles And More Kreditkarte Senator
Die neue Miles & More Senator Status- und Kreditkarte

Die Miles & More Senator Status Vorteile erklärt

Der Miles & More Senator Status ist das mittlere Statuslevel bei Miles & More und liegt damit zwischen dem Frequent Traveller Status und dem HON Circle Status. Dabei sei gesagt, dass der HON Circle Status aufgrund sehr hoher Qualifikationsanforderungen einer kleinen Gruppe an Extremvielfliegern vorbehalten ist. Damit wir alle auf dem gleichen Stand sind, einmal kurz die klassischen Senator Status Vorteile:

Miles & More Senator Status – Alle Infos & Strategien für 2025

Lufthansa trennt beim Loungekonzept sichtbarer nach Status als manche andere Star Alliance Airlines. Neben den Business Lounges gibt es mit den Senator Lounges eine eigene Status-Ebene, die auch dann greift, wenn ihr in Economy fliegt. Die Unterschiede sind oft klein, aber manchmal spürbar – und genau das fühlt sich im Alltag wie ein leichter Fokus auf Statusinhaber an (Review: Lufthansa Senator Lounge Stuttgart).

6 Vorteile, die den Senator Status für mich wirklich wertvoll machen

Ich fliege viel Kurzstrecke innerhalb Deutschlands und Europas – fast ausschließlich mit der Lufthansa Group, oft auch mit Eurowings (Miles & More Statusvorteile bei Eurowings). Dazu kommen regelmäßig Langstrecken – teils bezahlt, teils mit Meilen. Und weil ich häufiger kurzfristig plane als lange im Voraus, ergeben sich aus genau diesem Reiseprofil sechs Vorteile, die für mich klar über allem stehen.

Vorteil 1 – Companion Award

Der Companion Award ist für mich ein extrem wichtiges Werkzeug – und ehrlich gesagt auch einer der Gründe, warum sich der Senator Status für mich auch privat immer wieder rechnet. Wenn ich mit Begleitung eine Award-Reise plane, sind die 50 Prozent Rabatt für die Begleitperson oft der Unterschied zwischen “machen wir” und “lassen wir”.

Vorteil 2 – Senator Warteliste

In meinem Alltag geht es bei der Senator Warteliste nicht um Upgrades, sondern um zusätzliche Verfügbarkeiten für Prämienflüge – also Situationen, in denen ihr als Nicht-Senator in der Prämienflugsuche nichts findet, als Senator aber oft noch versteckte Möglichkeiten habt. Das ist für mich ein großer Vorteil, den man ohne Status oft gar nicht sieht – und den man auch nicht direkt quantifizieren kann, weil er vor allem dann zählt, wenn es eng wird: Ferienzeiten, kurzfristige Trips, bestimmte Strecken, bestimmte Tage.

Vorteil 3 – Loungezugang bei Ankunft

Einer meiner liebsten Senator-Vorteile ist der Loungezugang bei Ankunft. Nach der Landung habe ich nicht selten stundenlang Zeit, die ich direkt in der Lounge zum Arbeiten nutze: stabiles WLAN, Strom, dazu Essen und Getränke und bei Bedarf eine Dusche – einfach ein toller Arbeitsplatz mit Flughafenaussicht. Dass das am Ende ohne zusätzliche Kosten funktioniert, ist für mich ehrlich gesagt ziemlich unschlagbar.

Vorteil 4 – 50.000 Meilenvorschuss als zinsfreien Meilenkredit

Meilen sammeln wir alle hoffentlich reichlich und regelmäßig – aber manchmal fehlen für eine kurzfristige Prämienflugbuchung eben doch ein paar Meilen, sodass ihr erstmal kurzfristig Miles & More Meilen sammeln müsst. Ich nutze den Meilenvorschuss bis 50.000 Meilen quasi permanent für Prämienflüge. Wenn eine Verfügbarkeit auftaucht und mir nur ein paar (oder viele) Meilen fehlen, ist das oft der Moment, in dem ich entweder sofort buche oder gar nicht. Der Meilenvorschuss nimmt genau an dieser Stelle Druck raus.

Auch der Gegenwert ist nicht ohne. Wenn man den Wert einer Miles & More Meile mit mindestens 1 bis 2 Cent ansetzt, entspricht dieser “Meilen-Überziehungsrahmen” einem Gegenwert von etwa 500 bis 1.000 Euro – im Endeffekt ein zinsfreier Meilenkredit, den Miles & More euch als Senator einräumt (HON Circle bis 100.000 Meilen). Tolle Sache – nur wichtig, dass ihr die Meilen anschließend wieder ausgleicht und den Vorschuss nicht bis zum Ende eures Status vor euch herschiebt.

Vorteil 5 – Lufthansa First Class Check-in

An den Lufthansa Group Hubs ist meine Reise meistens smooth sailing und ein Teil davon ist der First Class Check-in als Senator – selbst wenn ich “nur” Business oder Economy fliege. Es ist keine Seltenheit, dass die Schlangen am Lufthansa Business Class Schalter nur leicht kürzer sind als die am Economy Schalter. Der F-Check-in ist für mich dann das, was man im Alltag wirklich merkt: weniger Stress, weniger Wartezeit, ein anderer Start in die Reise.

Vorteil 6 – Senator Hotline

Die Senator Hotline ist für mich ein wichtiges Werkzeug – vor allem rund um Prämienflüge, aber auch ganz grundsätzlich als Ansprechpartner für alles, was mit Lufthansa zu tun hat. Sie ist nicht perfekt und man erwischt nicht immer sofort die beste Person. Wenn man das System kennt und freundlich bleibt, ist das Team am Ende aber häufig sehr hilfreich – inklusive Gesprächen, die auch mal länger dauern, ohne dass man schnell abgefertigt wird. Wenn ihr merkt, dass ihr gerade nicht weiterkommt, ist es manchmal effizienter, höflich aufzulegen und später nochmal anzurufen, statt euch in eine Sackgasse zu diskutieren.

Die versteckten Statusvorteile, die man erst nach vielen Flügen wirklich merkt

Hier wird der Senator Status für mich persönlich spannend, weil es nicht mehr nur um Loungezugang geht, sondern um weichere Faktoren wie Service, Prioritäten und manchmal auch Vertrauen. Gerade bei der Lufthansa Group habe ich oft erlebt, dass sich der Status im Alltag nicht nur auf dem Papier auswirkt. Die Crew sieht den Status – und ab Senator-Ebene kann sich das in kleinen Dingen zeigen, etwa durch persönliche Ansprache, ein kurzes Nachfragen oder gelegentliche Extras wie Wasser, Kissen oder sogar schon mal ein Business Class Amenity Kit in der Economy. Das ist nicht planbar und hängt stark von Crew und Situation ab, aber über viele Flüge hinweg ist für mich die Richtung klar: Als Senator ist die Chance höher, dass ein Flug nicht nur funktioniert, sondern sich spürbar angenehmer anfühlt.

In Situationen mit Druck steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass schneller eine Lösung gefunden wird. Eine meiner besten Erinnerungen ist eine verschneite Winternacht am Flughafen Stuttgart. Es gab eine kurzfristige Planänderung direkt am Flughafen und ich musste am selben Abend noch nach Prag. Der passende Anschluss über Brüssel war online nicht mehr buchbar. Am Lufthansa Serviceschalter hat ein Mitarbeiter den Flug trotzdem noch möglich gemacht – auf mein Risiko falls ich nicht schnell genug durch die Priority-Sicherheitskontrolle komme. Er hat am Gate angerufen, ob man noch ein paar Minuten warten kann. Am Ende war der Bus zur Vorfeldposition zwar bereits weg – aber ein Flughafenmitarbeiter hat mich tatsächlich im kleinen LH-Group-VW noch zum Flugzeug gefahren.

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Drei Stories aus 10 Jahren Senator

Warum sich vieles nicht in Vorteilen ausdrücken lässt? Wer den Senator Status eine Weile nutzt, sammelt zwangsläufig eigene Erfahrungen. Bei mir sind über die Jahre sehr viele Momente zusammengekommen, die ich so nur schwer ohne Status – und ohne die entsprechende Vielflieger-Dynamik – erklären könnte. In den letzten zehn Jahren als Senator habe ich viele schöne Momente erlebt – die meisten davon eher klein, aber in der Summe überraschend wichtig. Hier drei Situationen, die mir besonders im Kopf geblieben sind.

Story 1 – SWISS First Class Jumpseat am Heiligabend

Heiligabend vor ein paar Jahren, mitten in der Pandemie: ein sehr leerer Flug in der SWISS First Class. Der Kapitän machte vor dem Takeoff seine Runde, wir kamen über das Flugzeug und unsere Faszination fürs Fliegen ins Gespräch – und irgendwann bot er mir an, mir das Cockpit des Airbus A340-300 genauer anzuschauen. Ein paar Minuten später saß ich angeschnallt im Jumpseat, die Tür ging zu – und ich konnte es kaum glauben. Ich blieb tatsächlich bis zur Reiseflughöhe im Cockpit. Rund 45 Minuten vor der Landung ging es nochmal nach vorne auf den Jumpseat. Definitiv eines meiner schönsten Erlebnisse.

Hinweis: Das Titelbild dieses Artikels ist während des Final Approach entstanden. Story 1 ist aber auch eine absolute Ausnahme, sehr crew- und situationsabhängig, sicherheitsrelevant und nichts, was man erwarten darf – egal mit welchem Status.

Story 2 – Surfen mit der Lufthansa Crew

Ein Lufthansa Flug von Frankfurt nach Bilbao. Ich war tief im Gespräch mit dem Purser. Zwei Stunden später stand ich – samt Purser, zwei Piloten und gefühlt der halben Crew – am Playa de Sopelana und wir waren surfen. Das ist natürlich kein Statusvorteil. Es ist aber die menschliche Ebene, die manchmal entsteht, wenn man häufig fliegt, wenn Gespräche entstehen und wenn Vertrauen da ist. Für mich ist genau das ein Teil des unsichtbaren Werts.

Story 3 – Ein Blick in die neue Lufthansa Allegris First Class

Auf einem Lufthansa Allegris Business Class Flug von München nach San Francisco hat mich die Purserin namentlich angesprochen und wir sind ins Gespräch gekommen. Das Gespräch war so gut, dass ich während des Fluges tatsächlich in die neue Allegris First Class Kabine eingeladen wurde, um sie mir anzuschauen und dort etwas Zeit zu verbringen. Dazu kamen ein paar kleine Aufmerksamkeiten an Bord, unter anderem zusätzliche Geschenke und ein Wifi-Voucher.

Review: Lufthansa Allegris Business Class Airbus A350 von München nach San Francisco (inkl. Blick in die Allegris First Class)

Lohnt sich der Miles & More Senator Status?

Für mich lohnt sich der Miles & More Senator Status vor allem deshalb, weil ich überwiegend mit der Lufthansa Group unterwegs bin. Genau dort spürt man die Vorteile im Alltag am stärksten – nicht nur bei den offensichtlichen Dingen wie Loungezugang, sondern vor allem bei den Hebeln, die man ohne Status oft gar nicht sieht: potenziell mehr Prämienverfügbarkeit, der Companion Award als echte Meilen-Sparmaßnahme und insgesamt ein Reiseablauf, der angenehmer funktioniert. Ob sich der Status lohnt, hängt aber am Ende immer stark vom eigenen Reiseprofil ab – und davon, wie oft ihr diese Vorteile tatsächlich nutzt.

Dann gibt es noch etwas, das ich über die Jahre als echten Kulanzhebel kennengelernt habe: Senator heißt nicht, dass immer alles klappt – aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass in Grenzsituationen nochmal jemand mitdenkt und versucht, etwas möglich zu machen. Ein Beispiel: Ich war mit drei Freunden unterwegs, alle mit großem Sport-Übergepäck. Am Lufthansa First Class Check-in war es aus Kulanz möglich, das zusätzliche Sportequipment zuzüglich weiterer Gepäckstücke kurzfristig doch noch mitzunehmen. Mit zwei Gästen in die Lounge? Auch das hat ab und zu in gewissen Ausnahmefällen geklappt. Genau das ist Kulanz: kein Anspruch – aber als Senator auf LH-Group Flügen wird häufiger erst geprüft, was noch möglich ist, statt direkt abzuwinken.

Lufthansa First Class Checkin Bereich Schalter Flughafen Muenchen Muc
Lufthansa First Class Check-in Flughafen München

Alternative Wege zum Star Alliance Gold Status

Ein Star Alliance Gold Status über ein anderes Vielfliegerprogramm kann natürlich eine sinnvolle Alternative zum Senator Status sein – gerade dann, wenn ihr ihn dort schneller oder günstiger erreicht. Wenn ihr aber überwiegend mit Lufthansa, SWISS oder Austrian fliegt, ist Miles & More aus meiner Sicht oft die stimmigere Lösung, weil einige LH-Group-spezifische Vorteile und Praxis-Hebel mit einem externen Star Alliance Gold Status nicht in gleicher Form greifen. Unterm Strich ist es also eine Frage der Optimierung: effizienter Statusweg versus bestmöglicher Nutzen im Lufthansa-Ökosystem.

Star Alliance Gold Status erreichen – Die 8 besten Strategien

10 Jahre als Miles & More Senator – Fazit

Für mich ist die Antwort nach zehn Jahren klar: Ja, der Miles & More Senator Status lohnt sich – auch wenn nicht alles immer perfekt läuft. Unterm Strich hat der SEN mein Reiseerlebnis deutlich angenehmer gemacht und mir über die Jahre mehr gute Momente beschert als schlechte. Ob sich der Status lohnt, hängt aber immer vom eigenen Reiseprofil ab – bei mir passt er schlicht perfekt.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Miles & More Senator Status? Hinterlasst gerne einen Kommentar.

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