21. Januar 2019 Benedikt 2 Hotel Review

Review: Hilton Budapest

Mein Reisejahr war 2018 nicht ganz so intensiv wie letztes Jahr, so dass ich im letzten Quartal noch reichlich freie Wochenenden hatte. Da ich noch nie in Budapest war ging es für ein kurzes Wochenende im Dezember ins Hilton Budapest, um einmal die Stadt und Weihnachtsmärkte anzuschauen. Was euch im Hilton Budapest erwartet, erfahrt ihr in diesem Review. Soviel sei schon einmal gesagt: Ich kann das Hilton Budapest nur jedem weiterempfehlen; das Preis-Leistungsverhältnis stimmt in jeder Hinsicht!

Hilton Budapest – Buchung

Gebucht habe ich das Hotel in einem der Hilton Europa Sales. Da wir zu viert unterwegs waren haben wir uns dazu entschieden ein reguläres Zimmer sowie eine 2 Bedroom Suite zu nehmen, welche wir als Treffpunkt nutzen konnten. Das Twin Zimmer kostete 110 Euro für eine Nacht, die Suite schlug mit knapp 300 Euro zu Buche. Wer das Hilton Budapest mit Punkten buchen möchte, sollte mit 40.000 Punkten für ein Standardzimmer rechnen, was bei Zimmerpreisen von 100 – 140 Euro kein wirklich guter Einsatz von Punkten ist. Wann sich das Einlösen von Hilton Honors Punkten lohnt und worauf ihr achten solltet, erfahrt ihr in unserem Hilton Honors Tutorial.

Dadurch, dass gleich zwei von uns im Besitz der Hilton Honors Kreditkarte waren, zu deren Leistungspaket der Hilton Gold Status gehört, war auch das Frühstück im Preis enthalten (garantierter Vorteil), ebenso wie ein Upgrade vom Standard Twin Zimmer auf ein Twin Executive Zimmer (nicht garantierter Vorteil). Da die gebuchte Suite meines Wissens nach das einzige Zimmer mit zwei Schlafzimmern ist, gab es hier kein Upgrade, der Executive Lounge Zugang war jedoch auch inklusive.

Gerne würde ich euch sagen, was mir die Buchung insgesamt an Punkten eingebracht hat, allerdings ist die IT von Hilton seit der Umstellung dermaßen unzuverlässig, dass ich erst noch einmal über die Bücher muss. Mit dem Hilton Honors Gold Status Bonus (10 + 8 Punkte pro Euro), einer Hilton Bonuspunkte-Promo (weitere 10 Punkte pro Euro) und der Kreditkarte (2 Punkte pro Euro) müssten es aber so um die 10.000 bis 12.000 Honors Punkte sein. Wie viel Hilton Punkte wert sind und welche Hotels man damit am besten bucht könnt ihr in einem weiteren unserer Tutorials nachlesen: Was sind Hilton Punkte wert? – So holt ihr das Maximum aus euren Punkten!

Zum Hotel

Hilton Budapest – Anreise & Lage

In Budapest gibt es zwei Hilton Hotels, einmal das von mir gebuchte Hilton Budapest, sowie das Hilton Budapest City. Letzteres liegt direkt neben dem Hauptbahnhof, auf der Ostseite der Donau. Aufgrund der moderner wirkenden Zimmer entschieden wir uns allerdings für das Hilton Budapest, welches auf der Westseite der Donau und oben bei der Burg gelegen ist. Damit war es etwas weiter von den Weihnachtsmärkten entfernt, aber der Weg dorthin ist ganz schön und in etwa 20 Gehminuten ist man dort.

Hilton Budapest - Blick auf die Stadt von der Burganlage
Hilton Budapest – Blick auf die Stadt von der Burganlage

Mit dem Taxi sind es knapp 30 Minuten bei normalem Verkehr vom Flughafen zum Hotel, vom Stadtzentrum zum Hotel müsst ihr mit etwa 10 Minuten rechnen. Zu Fuß lassen sich sehr einfach die Burg und die nähere Umgebung unten am Fluss erkunden, wer gerne ausgedehntere Spaziergänge macht kann auch über die Donau in die Stadt laufen und Budapest erkunden.

Hilton Budapest – Check-In

Am Check-In, welcher bereits um 10:30 Uhr für beide Zimmer möglich war, bedankte man sich für unsere Treue und teilte uns mit, dass das Standardzimmer auf einen Executive Room hochgestuft wurde, ein doppeltes Upgrade also. Damit erhielten wir nun auch für dieses Zimmer Zugang zur Executive Lounge. Dies ist für Hilton Gold Statusinhaber zwar kein garantierter Vorteil, meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es das Upgrade samt Lounge Zugang in schätzungsweise 8 von 10 Fällen.

Ebenfalls erklärte man uns die Örtlichkeiten des Restaurants, der Lifte sowie der Executive Lounge.

Hilton Budapest - Lobby
Hilton Budapest – Lobby

Hilton Budapest – Zimmer

Twin Executive Zimmer

Als Upgrade gab es ein Zimmer auf dem Executive Floor im 3. Stock mit Aussicht auf die Burg und die Donau. Riesig war das Zimmer zwar nicht, dafür war es aber ziemlich gemütlich eingerichtet und wirkte ziemlich neu und modern.

Direkt nach dem Eintreten befindet sich auf der rechten Seite das relativ große Badezimmer. Positiv hervorzuheben ist hier, dass es sowohl eine Badewanne als auch eine begehbare Dusche – inklusive Regendusche – und Handbrause gibt.

Nach dem Eingangsbereich steht man eigentlich bereits im Zimmer. Auf der linken Seite befindet sich eine Art Kommode, in welcher sich auch der Minikühlschrank befindet, darauf zu finden sind ein Wasserkocher und ein Eisbehälter. Direkt darüber ist der Fernseher angebracht.

Zwischen Bett und Fenster gelegen gibt es außerdem noch eine kleine Sitzecke mit Beistelltisch sowie einen Schreibtisch. Dadurch wirkt das sowieso schon kleine Zimmer noch etwas beengter, aber irgendwie dennoch gemütlich.

Die Fotos sind relativ schlecht ausgeleuchtet, weil ich leider vergessen hatte alle Lichter anzumachen. Zwar gibt es einen Master-Lichtschalter neben dem Bett, dieser funktioniert aber beispielsweise nicht für die Stehlampe. Was die Steckdosen betrifft gibt es nichts Schlechtes zu sagen, es gab genügend davon.

Two Bedroom Suite

Was dem Executive Zimmer an Größe gefehlt hat machte die Suite mehr als wieder wett. Die Suite liegt im 4. Stock und befindet sich so ziemlich am Ende des Ganges. Sie ist zweistöckig und aufgeteilt auf vier Räume: Das Esszimmer und die Küche und das Wohnzimmer im Erdgeschoss, sowie die beiden Schlafzimmer und das gemeinsame Badezimmer im oberen Stockwerk. Das Gästebad befindet sich auch hier direkt rechts im Eingangsbereich und verfügt sogar über einen Handtuchwärmer.

Auf der linken Seite befindet sich zudem ein großer Schrank mit Schlappen und Kleiderbügeln für die Jacken. Direkt danach kommt die voll ausgestattete Küche (inklusive Geschirrspüler und Waschmaschine) und das Esszimmer, an dessen Ende die Treppe zum Schlafzimmer mit dem King-Bett ist.

Geht man die Treppe hoch befindet man sich auf einer Art Galerie. Wie auch schon beim Executive Room finde ich die Gestaltung sehr angenehm: Modern aber nicht kühl. Dass die Fenster oberhalb der Kopfhöhe sind, ist der einzige Schwachpunkt und vermutlich der Bauweise geschuldet, somit kommt etwas wenig Tageslicht rein und aus dem Fenster kann man eigentlich nicht schauen. Schaltet man sämtliche Lampen in der Suite an ist es allerdings gut ausgeleuchtet und nach wie vor gemütlich.

Oben links befindet sich das äußerst bequeme King Bett, geradeaus geht es in das gemeinsame Badezimmer und rechts geht es durch eine Schiebetür rüber zu Schlafzimmer/Galerie Nummer zwei.

Rechts neben dem Bett befindet sich ein großer Kleiderschrank in dem sich zwei Bademäntel sowie der Tresor befinden. Links und rechts am Kopfende des Bettes, neben den Lampen, gibt es wieder eine ganze Auswahl von Lichtschaltern und Steckdosen. Am Fußende befindet sich der Fernseher auf einem offenen TV-Möbel. Das in braun-tönen gehaltene und gepolsterte Kopfteil des Bettes hat mir auch sehr gut gefallen.

Das Badezimmer ist sowohl vom Master Bedroom als auch auch vom Twin Bett Zimmer direkt betretbar. Platzmangel herrscht auch hier nicht, und das trotz der Badewanne, dem WC, dem doppelten Waschbecken und der Regendusche. Die im Rahmen des Spiegels eingebauten Lichter, sowie die indirekte Beleuchtung über Badewanne und Dusche, spenden zusammen mit den Spotleuchten in der Decke ausreichend Licht. Einen Negativpunkt gibt es jedoch: Die Regendusche war dermaßen verkalkt, dass nur wenige Düsen funktionierten, wobei der Wasserdruck auf diesen somit sehr hoch und unangenehm war. Sollte man vielleicht einmal mit etwas Essig reinigen ;)

Entweder durch das Bad, oder auch durch die Tür des King Zimmers gelangt man auf die andere Galerie mit den zwei Twin Betten. Wie schon im anderen Schlafzimmer befinden sich eingebettet im Kopfteil die Schalter und Steckdosen, und gegenüber zwischen den beiden Durchgängen zu Bad und Schlafzimmer ist der Fernseher angebracht. Am Fußende führt eine zweite Treppe hinunter zum Wohnzimmer.

Dabei führt die Treppe zunächst auf eine Zwischenebene mit einer Sitzgelegenheit und einem Tisch. Außerdem befindet sich hier das einzige Fenster, aus dem man problemlos rausschauen kann ohne sich irgendwo hochziehen zu müssen oder sonstige Turnübungen notwendig wären.

Von dieser Zwischenebene sind es dann nur noch wenige Stufen hinunter ins Wohnzimmer. Neben den letzten Stufen steht noch eine kleine Sitzecke mit Tischchen, wie jenes aus dem Executive Room. Ein paar Schritte weiter ist dann das Wohnzimmer. Sitzgelegenheiten gibt es hier zur Genüge, die zwei Sofas, sowie die zwei Sessel bieten dafür reichlich Platz; im Zentrum befindet sich der Wohnzimmertisch. Angeordnet ist diese Sitzgruppe um den 55 Zoll Fernseher herum, welcher mit Apple TV ausgestattet ist. So konnten wir am Abend unser Smartphone anschließen und unseren Netflix Account nutzen. Ein Fenster würde hier sicher nicht schaden, die Lampen leuchten zwar genug aus, jedoch fehlt es einfach etwas an natürlichem Licht. Vom Wohnzimmer gelangt man wiederum durch einen Durchgang in die Küche/das Esszimmer.

An Platz hat es also definitiv nicht gemangelt, lediglich etwas mehr natürliches Licht wäre schön gewesen. Andernfalls hat mir die Ausstattung und das Design sehr gut gefallen.

Hilton Budapest – Executive Lounge

Die Executive Lounge liegt im 3. Stock und ist ziemlich groß. Zu keinem Zeitpunkt war die Lounge auch nur annähernd voll, im Gegenteil, meist war sie auf unseren kurzen Getränkerunden leer. Bei unserer Ankunft am Samstagmorgen war es uns bereits möglich hier kurz vor 11 Uhr noch das Frühstück zu uns zu nehmen. Die Auswahl ist zwar nicht ganz so üppig wie im Restaurant, jedoch kann sie auch durchaus überzeugen (Leider habe ich keine Bilder gemacht).

Die Lounge ist aufgeteilt in mehrere Bereiche. Wenn man hineinkommt, gelangt man zunächst in den Bereich mit den Esstischen und der Getränke-Theke. Von dort führt ein separater Durchgang zum Frühstücksbuffet, welcher nach dem Frühstück mit Schiebetüren abgetrennt wurde. Die Getränketheke, welche durchgehend zu erreichen ist, bietet Kaffee, Tee, Wasser und verschiedenste Softdrinks wie Cola, Fanta und Sprite. Auch Bier war in den Kühlschränken vorhanden.

Vom Essbereich gelangte man durch einen kurzen Flur in das Business Center und zu weiteren Sitzgelegenheiten.

Viel Zeit haben wir nicht in der Lounge verbracht, aber für die kurze Zeit, die wir dort waren, war immer Personal anwesend, welches die Tische abgeräumt und Getränke nachgefüllt hat.

Hilton Budapest – Restaurant & Service

Am nächsten Morgen gingen wir zum Frühstück ins Restaurant. Auch hier habe ich leider keine Bilder vom Essensangebot, dazu war es leider immer zu voll. Jedoch gab es eine Eierstation, an der man sich Omelettes nach Wahl, Spiegelei, Rührei oder sonst etwas mit Ei frisch zubereiten lassen konnte. Genau nach meinem Geschmack! Aber auch sonst war die Auswahl bemerkenswert: Eine Pancake-Maschine, ein Waffeleisen, verschiedenste Brötchen, Früchte und Zerealien, Joghurt, Toast, Marmeladen und was es sonst noch für ein gelungenes Frühstück braucht. Wenn ich mich recht erinnere gab es sogar Lachs zur Auswahl.

Leider war die Kaffee/Tee/Milchmaschine defekt und der Service im Restaurant alles andere als aufmerksam. Denn obwohl wir das Personal mehrmals darum baten uns doch bitte etwas zu trinken zu bringen hieß es die ersten beiden Male “die Maschine ist kaputt”. Komischerweise war es aber möglich den Tischen um uns herum dennoch warme Getränke zu servieren, so dass wir beim dritten Mal mit Verweis darauf auch beachtet wurden und unsere Getränke erhielten. Ich weiß, jammern auf hohem Niveau, aber ich brauche am Morgen nun einmal mein Heißgetränk ;) Bis auf diesen Ausrutscher war das Personal auch durchwegs freundlich und hilfsbereit. So halfen uns gleich zwei Mitarbeiter dabei unser Gepäck nach dem Auschecken zum Concierge zu bringen, um es dann später wieder abzuholen. Auch der Weg zum nächsten Geldautomaten wurde uns erklärt, was in Anbetracht der Tatsache, dass überall auch mit Euro bezahlt werden konnte, letztlich unnötig war.

Hilton Budapest – Fitness

Der Fitnessraum befindet sich im Hilton Budapest auf dem zweiten Stockwerk in Aufzugnähe. Zugegebenermaßen bin ich niemand, der ein Fitnessstudio großartig von innen kennt, deshalb kann ich euch nicht sagen, ob die Auswahl an Geräten nun gut oder schlecht ist, aber es gab doch ein paar verschiedene.

Was ich bei den Temperaturen und dem Schnee vermisst habe waren ein Pool und eine Sauna bzw. ein Dampfbad. Das Hilton Budapest hat leider keinen Spa-Bereich und somit ist auch nichts in dieser Hinsicht vorhanden. Schade, aber nicht zu ändern, und auch kein Grund für mich dieses Hotel deswegen nicht mehr zu besuchen.

Hilton Budapest – Fazit

Bis auf ein paar wenige Ausnahmen hat mich das Hilton Budapest wirklich positiv beeindruckt und wird mich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen haben. Würde ich noch einmal eine Suite buchen? Nur wenn der Preis ähnlich tief liegt. Es ist zwar schön so viel Platz zu haben, allerdings fehlt das natürliche Licht bzw. die Aussicht. Wenn die Suite unter diesen Umständen massiv teurer ist würde ich eher ein normales Zimmer buchen, diese sind genauso schön eingerichtet, wenn auch etwas kleiner. Dafür gibt es ja dann die Lounge, wobei man in Budapest sowieso nicht allzu viel Zeit auf dem Zimmer verbringen muss.

Das Essen und die Lounge haben ebenfalls überzeugt, ebenso wie das Personal, bis auf die eine Ausnahme beim Frühstück. Auch die Lage hat mir sehr gut gefallen, ich habe nichts dagegen erst einmal 15 bis 20 Minuten zu laufen, um im Geschehen zu sein, so dass auch diese für mich optimal war. Ich kann das Hotel guten Gewissens weiterempfehlen, vor allem zu den oftmals aufgerufenen Preisen von 100 bis 130 Euro für ein Standardzimmer.

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