Swiss Airbus A320neo Begruessung
20. Februar 2020 Benedikt 3 News

Swiss nimmt ersten Airbus A320neo in Empfang

Heute Vormittag hat die Swiss ihren ersten Airbus A320neo in ihrer Flotte willkommen geheißen, und wir hatten die Möglichkeit das Geschehen vor Ort mitzuerleben. Dabei ist der A320neo keine Revolution per se, vielmehr ist er eine Weiterentwicklung des Airbus A320ceo und bringt einige sowohl positive als auch negative Neuerungen für Betreiber, Passagiere und die Crew mit sich.

Swiss Airbus A320neo Schlepper
Der Swiss A320neo mit seiner unverkennbaren Banditenmaske

Die Kurzstreckenflotte der Swiss besteht ausschließlich aus insgesamt 59 Airbus Maschinen der A320- und A220-Familie, letztere wurden ursprünglich noch als Bombardier CS100 und CS300 eingeflottet. Von den herkömmlichen Airbus A320ceo (current engine option) hat die Swiss 19 Stück im Einsatz, welche nun im Rahmen des 2,5 Milliarden Franken teuren Flottenerneuerungsprogramms durch 17 Airbus A320neo (new engine option) und 8 Airbus A321neo bis ins Jahr 2024 ersetzt/erweitert werden. Mit der Einflottung der Neo-Familie und der damit einhergehenden Flottenmodernisierung reduziert Swiss das ohnehin schon tiefe Durchschnittsalter ihrer Flugzeuge von 9,5 Jahren noch einmal weiter, und hat damit eine der jüngsten Flotten in Europa.

Details zum Swiss A320neo

Details zum neuen Flieger gab es vorab nicht allzu viele, jedenfalls nicht was die Konfiguration der Swiss betrifft. So hat der A320neo der Swiss zum Beispiel ebenfalls 180 Sitze, so wie der ältere Bruder, und überraschenderweise sind auch die Overhead Bins noch vom alten Modell. Die neuen Bins, welche deutlich mehr Platz für Handgepäckkoffer bieten würden, kommen allenfalls in späteren A320neo-Zugängen zum Einsatz. Der Neo ist mit der sogenannten Einheitskabine ausgestattet und damit Teil der “grauen Flotte” – Flugzeuge innerhalb der Lufthansa Gruppe welche ohne großen Aufwand zwischen den einzelnen Airlines transferiert werden können. So muss die Gruppe nicht damit planen ein Flugzeug über die gesamte Lebensdauer hinweg bei einer Airline zu lassen, sondern kann es nach Belieben zwischen den Gesellschaften verschieben, was Synergien und Kostenvorteile verspricht.

Neuerungen gibt es zudem bei den Sitzen, denn diese lassen sich nur noch bis einschließlich Reihe neun per Knopfdruck nach hinten neigen. Alle übrigen Sitze haben eine vorab eingestellte Neigung von 20 Grad. Zudem sind die neuen Sitze allgemein dünner, was zwar mehr Beinfreiheit bedeutet, gleichzeitig aber wohl auch mit Komforteinbußen einhergeht, auch wenn Swiss versichert hat, die Sitze seien “noch komfortabler”. Wir alle kennen die Slimline Seats wohl zur genüge, und hier würde ich nur ungern länger als 2 bis 3 Stunden drauf sitzen. Ebenfalls etwas überraschend ist die Tatsache, dass Swiss derzeit weder Strom- noch USB-Anschlüsse installiert hat, lediglich auf die für die Passagiere ohnehin nicht nutzbaren Deckenmonitore wurde nicht verzichtet. Die Anschlüsse sollen allenfalls beim Nachrüsten des WiFis hinzukommen. Für Reisende der Business Class bleibt bei der Hardware somit quasi alles beim Alten. Das heißt Economy Bestuhlung mit freiem Mittelsitz und etwas mehr Beinfreiheit (32 Zoll gegenüber 29 Zoll in der Economy) bei besserem Serviceangebot.

Im Vorfeld gab es von der Crew Bedenken hinsichtlich der ohnehin schon knappen Platzsituation in der Galley. Seitens der Swiss heißt es dazu, dass das Platzangebot gleich geblieben ist und lediglich einige Konsolen anders angeordnet seien. Fest steht, dass das gleiche Modell mit Einheitskabine bereits bei der Mutter Lufthansa in Betrieb ist und es zu funktionieren scheint.

Was ist der Unterschied zwischen A320ceo und A320neo?

Obige Abschnitte beziehen sich in erster Linie auf die Neuerungen der Kabine der Swiss gegenüber dem aktuellen A320. Allerdings bietet der A320neo noch weitere Veränderungen, die nicht nur kosmetischer, sondern auch technischer Natur sind. So sind die neuen Triebwerke des Typs Pratt & Whitney PurePower PW1000G-JM deutlich größer als bisher und versprechen mehr Effizienz beim Treibstoffverbrauch (etwa 20% weniger) und einen um bis zu 50% tieferen Lärmpegel als die Vorgänger. Von außen unterscheidet sich der Neo, abgesehen von den größeren Triebwerken, in zwei weiteren markanten Punkten. Das Hauptmerkmal dürfte das schwarz umrahmte Cockpit, gerne auch „Banditenmaske“ genannt, sein. Außerdem hat der Neo im Gegensatz zum herkömmlichen A320 keine Winglets mehr, sondern stattdessen stark geschwungene Flügelenden, Sharklets genannt. Sie sehen nicht nur besser aus, sondern helfen auch bei der Effizienz, denn mit tieferem Treibstoffverbrauch sinkt auch der CO2-Ausstoß, was ebenfalls ein Kriterium beim Kauf darstellte.

Swiss Airbus A320neo Halle
A320neo Taufe im Hangar in Zürich

Swiss A320neo Routen

Der A320neo der Swiss wird sein Debut auf der Strecke von Zürich nach Brüssel am 15. März feiern und bedient die Strecke dann bis zum Ende des Monats acht mal wöchentlich. Ebenfalls am 15. startet der Service nach Hamburg (12 mal wöchentlich) und Valencia (7 mal wöchentlich), bevor es am 22. März nach London Heathrow geht.

Swiss nimmt ersten Airbus A320neo in Empfang – Fazit

Der A320neo der Swiss bietet keine revolutionären Neuerungen, vielmehr stellt er eine Verjüngung der Flotte mit gleichzeitig deutlich besserer Effizienz und tieferem Lärmpegel dar. Für die Passagiere bleibt vorerst alles wie gewohnt, denn nützliche Amenities wie WiFi oder Stromanschlüsse folgen allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt. Wie sich die neuen Sitze im Alltag behaupten bleibt abzuwarten, bei einem kurzen Test waren sie so bequem/unbequem wie es europäische Economy Class Sitze nun einmal sind. Auf jeden Fall sieht er wirklich gut aus in Farben der Swiss und dem schwarzen Cockpit, und ich freue mich schon auf meinen ersten Flug damit!

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