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03. Juli 2020 Markus 0 Coronavirus, News

Aeromexico meldet Insolvenz nach Chapter 11 an

Aeromexico hat Insolvenz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Insolvenzrechts und den einhergehenden Gläubigerschutz beantragt. Die Airline versichert, dass alle Flüge wie geplant durchgeführt werden und Tickets, Gutscheine und Club Premier Punkte ihre Gültigkeit behalten.

Von der Insolvenz nach Chapter 11 sind, laut Aeromexico, auch alle Tochtergesellschaften betroffen. Durch Verhandlungen mit Gewerkschaften und Zulieferern konnte Aeromexico die monatlichen Kosten auf 50 Millionen USD deutlich senken. Doch das reicht nicht aus, eine Restrukturierung muss her. Durch die Insolvenz und die folgende Restrukturierung möchte Aeromexico nicht nur die Krise überstehen, sondern auch zukunftsorientiert aus ihr hervorgehen. Das operative Geschäft soll ohne Störung weitergehen und Kunden von der Insolvenz nichts spüren. Tickets, Gutscheine und Club Premier Punkte sind weiter gültig.

Insolvenz nach Chapter 11

Der Weg der Restrukturierung über das amerikanische Insolvenzrecht ist (nicht nur) bei Airlines beliebt, lässt es doch dem Unternehmen die Möglichkeit, das operative Geschäft unter eigener Feder fortzuführen, während man aber vor Forderungen von Gläubigern geschützt ist. Trotzdem ist die Restrukturierung in Eigenregie natürlich mit engen Auflagen verknüpft, die penibel eingehalten werden müssen, um den Fortbestand des eigenen Unternehmens sicherzustellen. Das amerikanische Insolvenzrecht, das nach dem 11. September bereits viele Unternehmen vor der Pleite gerettet hat, diente dem deutschen Schutzschirmverfahren gewissermaßen als Blaupause. Insolvenz nach Chapter 11 kann jedes Unternehmen beantragen, das in den USA entweder eine Niederlassung oder relevante Vermögenswerte besitzt. Aeromexico ist in den USA börsennotiert.

Aeromexico meldet Insolvenz nach Chapter 11 an – Fazit

Neben LATAM und Avianca ist Aeromexico eine weitere große Fluggesellschaft in Lateinamerika, die Insolvenz anmeldet. Im Gegensatz zur Konkurrenz in Europa und Nordamerika erhalten Fluggesellschaften in Lateinamerika offenbar wesentlich weniger bzw. gar keine Staatshilfe. Bereits früh in der Krise schloss der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador Staatshilfe für große Konzerne aus. Da das Passagieraufkommen eingebrochen ist, fehlen den Airlines nun die Einnahmen.

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