Flugzeug Ana Boeing 787 9 Dreamliner Sydney
19. April 2024 Markus 2 News

ANA zeigt die Kabine der Domestic-Version der Boeing 787-10

In Japan ist es nicht unüblich, dass Fluggesellschaften auf Inlandsverbindungen bzw. auf Kurzstrecken zwischen den Metropolen des Landes Großraumflugzeuge einsetzen, um eine ausreichende Kapazität anbieten zu können. All Nippon Airways, kurz ANA, bildet da keine Ausnahme und setzt spezielle Boeing 787-10 seit März 2024 ebenfalls auf Kurzstrecken innerhalb Japans ein.

In Europa werden nur sehr selten Großraumflugzeuge auf Kurzstrecken eingesetzt. Meist geschieht dies nur in der Hochsaison, um an einzelnen Tagen die Kapazität zu erhöhen oder zu Trainingszwecken. Fluggäste haben dann die Gelegenheit, die Langstreckenkabine auf innereuropäischen Flügen zu nutzen. Danach kehren diese Flugzeugtypen auf die Langstrecke zurück. In Japan sind ganzjährig Großraumflugzeuge auf Kurzstrecken unterwegs und die dort ansässigen Fluglinien, wie z.B. ANA oder Japan Airlines, haben hierfür spezielle „Domestic“-Versionen der Flugzeuge in ihrer Flotte.

Kabine der Inlandsversion vorgestellt

Bei der 787-10 handelt es sich um die längste Variante der Dreamliner-Reihe von Boeing, die der Hersteller auf Wunsch mehrerer Fluggesellschaften entwickelte. Diese gestreckte Version hat zwar eine geringere Reichweite als die 787-8 und 787-9, dafür aber eine höhere Kapazität. Und ANA benötigt auf innerjapanischen Routen eben keine Reichweite, sondern Kapazität. So sind in den Domestic-Versionen mehr Sitzplätze eingebaut als in Langstreckenversionen. Auf Kurzstrecken werden weniger Sitze in den höheren Reiseklassen benötigt und der Sitzabstand in der Economy Class kann etwas geringer ausfallen. Die Domestic-Version der Boeing 787-10 hat eine Kapazität von 429 Sitzen (28 in Business Class und 401 in Economy Class), während die Langstreckenversion der Boeing 787-10 bei ANA nur 294 Sitzplätze bietet und über eine größere Business Class-Kabine verfügt.

Die höchste Reiseklasse wird unter der Bezeichnung “Premium Class” vermarktet und ist mit einer regionalen Business Class oder einer interkontinentalen Premium Economy Class zu verzeichnen. Laut dem Portal “Runway Girl Network” soll es sich beim Sitz um das gleiche Modell halten, das in den anderen Domestic-Versionen in der Premium Class zu finden ist. Dis wäre dann der Z600 von Safran Seats. Die 28 Recliner-Sitze kommen in einer 2-2-2 Konfiguration und bieten 15,6-Zoll-Bildschirme, ausfahrbare Bein- und Fußstützen sowie verschiedene Anschlüsse zum Aufladen von Endgeräten. Zwischen den Sitzen, in der Mittelkonsole, ist ein Sichtschutz angebracht.

Die 401 Sitze der Economy Class sind in einer 3-3-3 Konfiguration angebracht und in einem dunklen Blau gehalten. Auch in der niedrigeren Reiseklasse verfügt jeder Sitz über einen persönlichen Bildschirm (13,3-Zoll) sowie Ladeanschlüsse für die mobilen Endgeräte.

Weitere Domestic-Boeing 787-10 in der Pipeline

Neun 787-10 hat ANA noch im Orderbuch von Boeing stehen. Die Domestic-Version der Boeing 787-100 kommt bspw. auf den Routen Tokio Haneda – Fukuoka, Tokio-Haneda – Sapporo sowie auf anderen Rennstrecken zum Einsatz. Gleichzeitig ersetzt sie die fünf Inlands-Boeing 777-300, die bis zu 514 Passagiere transportieren können.

Boeing 787 10 Ana Copyright
Die Boeing 787-10 gibt es bei ANA in verschiedenen Versionen © ANA

Innerjapanische Flüge mit ANA mit Meilen buchen

Da ANA zur Star Alliance gehört, lassen sich Prämienflüge mit der Airline über sämtliche Star Alliance Vielfliegerprogramme, wie beispielsweise Miles & More oder Singapore Airlines KrisFlyer, buchen. Für einen einfachen Prämienflug in der Economy Class zahlt man bei Miles & More 15.000 Meilen und bei Krisflyer 13.500 Meilen. Für Flüge, die zwischen einer und eineinhalb Stunden dauern können, ist dies kein günstiger Preis und man sollte auf jeden Fall die Buchung eines Vollzahlertickets in Betracht ziehen.

Miles And More Ana Economy Class Tokio Okinawa
Prämienflüge in der ANA Economy Class von Tokio nach Okinawa © Miles & More

Allerdings ist Japan eines der wenigen Länder, welches Treibstoffzuschläge reguliert. Dadurch sind die Zuzahlungen bei Prämientickets auf innerjapanischen Strecken sehr niedrig. Wer ein Prämienticket in der Economy Class (oneway) zwischen Tokio und Fukuoka oder Okinawa bucht, zahlt umgerechnet rund drei EUR bzw. vier EUR.

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