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16. August 2019 Lothar 0 Kreditkarten, Meilen & Punkte sammeln, Österreich

Diners Club Business Card: Im 1. Jahr kostenlos + Zugang zu über 850 Lounges [Österreich]

Die Diners Club Business Card in Österreich richtet sich an Einzelunternehmer, Selbständige und freiberuflich tätige Personen und schützt vor Meilenverfall, wenn ihr die jährliche Meilenumwandlungsgebühr in Höhe von 25 Euro zahlt und bietet weiterhin auch diverse Versicherungsleistungen. Zentrales Merkmal der Karte ist aber der kostenlose Eintritt zu über 1000 Diners Club Lounges. Leider wird dieser Vorteil durch diverse Einschränkungen aber etwas relativiert. Mehr dazu und alles was ihr sonst noch über die Kreditkarte wissen müsst erfahrt ihr in diesem Artikel…

Diners Club Business Card – Das aktuelle Angebot

  • Willkommensbonus: n.a.
  • Sammelrate: 1 Miles & More Meile/Euro
  • Jahresgebühr: 80€/Jahr
  • Gebühr für die Punkteumwandlung in Meilen: 25€ pro Jahr

Zum Angebot

Die Diners Club Business Card bietet gute Leistungen für eine Karte dieser Preisklasse. Meilensammler sollten beachten, dass für die Umwandlung in Miles & More Meilen eine jährliche Gebühr von 25 Euro erhoben wird.

Ab einem Jahresumsatz von 3.600 Euro innerhalb der letzten 365 Tage vor dem Loungebesuch genießt ihr freien Eintritt zu über 1000 Diners Club Lounges, allerdings begrenzt auf maximal 12 Loungebesuche pro Jahr. Ihr könnt auch an allen österreichischen Flughäfen den Austrian Business Class Check-In nutzen (vermutlich nur bei Star Alliance Flügen), sowie am Wiener Flughafen die Fast Lane benutzen. Bei Priority Pass kostet ein vergleichbarer Lounge Pass 259 Euro im Jahr. Bei 25 Euro regulärer Eintrittsgebühr pro Loungebesuch habt ihr die Kreditkarten-Jahresgebühr bereits nach 3 bis 4 Besuchen wieder raus. Außerdem bietet die Diners Club Karte den Vorteil der unbegrenzten Meilengültigkeit und verschiedene Versicherungen sind ebenfalls mit dabei.

Diners Club Business Card – Meilen sammeln

Meilen kann man mit der Business Card nur auf eine Art sammeln: Umsätze. Es gibt weder einen Willkommensbonus, noch einen Meilenbonus bei Erreichen von gewissen Umsatzschwellen. Stattdessen werden euch Bonuspunkte gutgeschrieben, welche ihr dann für eine zusätzliche jährliche Gebühr in Höhe von 25 Euro in Meilen eintauschen könnt. Pro 8 ausgegebenen Euro sammelt ihr einen Bonuspunkt, welcher dann wiederum in 8 Miles & More Prämienmeilen getauscht werden kann. Effektiv sammelt ihr also 1 Meile pro 1 Euro Umsatz. Dies entspricht der Sammelrate der Austrian Miles & More World Business Mastercard Platinum.

Achtung: Ihr dürft die Kreditkarte ausschließlich für geschäftliche bzw. dienstliche Ausgaben verwenden! Diners Club behält sich das Recht vor, den Kartenvertrag widrigenfalls aus wichtigem Grund aufzulösen.

Eine Definition der dienstlichen Ausgaben findet sich in den AGB nicht. Da die Karte wie auch die Austrian Miles & More World Business Mastercards von der DC Bank AG herausgegeben wird, kann man sich aber wohl an der Definition in deren AGB orientieren:

“16.4. […] Unter dienstlichen Aufwendungen sind geschäftlich/dienstliche Aufwendungen zu verstehen, die im Interesse des Unternehmens erfolgen.”

Neben allgemeinen geschäftlichen Aufwendungen wie etwa dem Einkauf von Büroinventar oder Geschäftsessen dürften darunter jedenfalls auch Flug, Hotel- sowie Mietwagenbuchungen fallen, sofern diese dienstlich veranlasst sind (Geschäftsreise).

Diners Club Business Card – Alle Vorteile

Gemessen an der nicht allzu hohen effektiven Jahresgebühr von 105 Euro (Kartengebühr plus Meilenumwandlungsgebühr), weist die Diners Club Business Card ein ziemlich umfassendes Paket von Vorteilen auf, welches euch nicht nur am Flughafen hilft. Unterwegs profitiert man von zahlreichen Versicherungen.

Vorteil #1 – Zugang zu Flughafen Lounges

Das wohl gewichtigste Feature der Business Card ist der kostenlose Zutritt zu den weltweit über 1000 Diners Club Flughafen Lounges (Das sind die Diners Club Lounges in Deutschland, Österreich und der Schweiz). Dabei offenbaren sich auf den zweiten Blick aber leider wesentliche Einschränkungen. Denn einerseits sind die Lounge-Besuche nur kostenlos, wenn ihr bis zum Zeitpunkt des Loungebesuches einen Gesamtumsatz in Höhe von mindestens 3.600 Euro innerhalb der letzten 365 Tage vorweisen könnt und andererseits ist auch die Zahl der Loungebesuche auf insgesamt 12 Besuche pro Jahr begrenzt. Für Loungebesuche darüber hinaus wird ebenso wie für Gäste eine Gebühr von 25 Euro berechnet.

Ausblick aus der VIP Lounge in Graz auf die Landebahn
VIP Lounge in Graz © dinersclub.at

Vorteil #2 – Fast Lane Nutzung und Business Class Check-In

Fliegt ihr mit der Star Alliance und beginnt eure Reise an einem österreichischen Flughafen ergeben sich je nach Abflugort ein bis zwei weitere nützliche Vorteile. So stehen euch an allen österreichischen Flughäfen die Business Class Check-In Schalter von Austrian Airlines zur Verfügung. Als statuslosem Passagier in der Hauptreisezeit kann das nicht nur Zeit sparen, sondern vor allem auch die Nerven schonen. Ist euer Startflughafen Wien, kommt ihr zusätzlich noch in den Genuss der Fast Lane Nutzung bei der Security und seid somit noch schneller in der Lounge eurer Wahl. Auf der Diners Club Webseite findet sich folgende Erläuterung.

“Mit Ihrer Diners Club Card kommen Sie jetzt am Wiener Flughafen schneller durch die Sicherheitskontrolle. Folgen Sie einfach bei der Sicherheitskontrolle zu den Abfluggates B, C, F und G den Hinweiszeichen „Fast Lane/Priority Lane“.

Alleine das Vorzeigen der Diners Club Karte beschleunigt* Ihren Zugang zu diesen zentralen Sicherheitskontrollen des Wiener Flughafens. Mit diesem Premium Service profitieren Sie von einer minimalen Wartezeit bei den Sicherheitskontrollen.

Damit fängt Ihre Reise schon gut an – und Sie erleben hautnah den feinen Unterschied!

Details zu den Sicherheitsbestimmungen am Flughafen Wien finden Sie hier. Da es bei den D-Gates dezentrale Sicherheitskontrollen gibt, also direkt am Gate, gibt es hier keine Fast Lane.”

Vorteil #3 – Schutz vor Meilenverfall

Eure Miles & More Meilen sind mit der Diners Club Business Card vor dem Verfall geschützt sofern ihr für 3 Monate im Besitz der Karte seid, ihr euch im Antrag für die kostenpflichtige Meilenumwandlung entschieden habt und monatlich einen meilenfähigen Umsatz tätigt. Wer seine Karte einmal monatlich für einen kleineren Umsatz (in Höhe von mind. 8€) nützt, schützt somit seine Meilen vor dem Verfall.

Vorteil #4 – Umfassendes Versicherungspaket

Wie die meisten anderen Kreditkarten mit Jahresbeitrag bringt auch die Diners Club Karte verschiedenste Versicherungen mit sich. Die Bedingung für das Greifen der Reisegepäck-, Reiseabbruch- und Flugversäumnisversicherung in einem Schadensfall ist die Bezahlung der Reise zu mehr als 50% mit der Diners Club Business Card. Die anderen Versicherungen sind aktiv, sofern die Diners Club Karte 2 Monate vor Eintritt des Schadensfalls genutzt wurde. Im folgenden eine Übersicht der wichtigsten Versicherungen, die gesamte Liste findet ihr hier auf der Diners Club Webseite.

Reisegepäckversicherung

Euer Gepäck ist gegen Diebstahl und Beschädigung bis zu einer Höhe von 2.000 Euro versichert. Allerdings ist speziell bei dieser Versicherung das “Aber” wichtig. So sind Schmuck, Uhren, Pelze, technische Geräte aller Art samt Zubehör und Sportgeräte nur eingeschränkt versichert. Bargeld, Urkunden, Musikinstrumente und viele andere Dinge sind überhaupt nicht versichert. Hier sind andere Kreditkarten womöglich die bessere Anlaufstelle. Um einen Schaden geltend zu machen müsst ihr diesen unverzüglich nach Bekanntwerden der zuständigen Stelle melden.

Reiseabbruchversicherung

Müsst ihr eure Reise aufgrund unvorhergesehener Umstände, wie schwerer Unfall/Erkrankung eines Angehörigen oder schwere Beschädigung am Wohneigentum, abbrechen und vorzeitig nach Hause fliegen, so seid ihr mit 1.500 Euro dagegen versichert. Dies trifft auch zu, wenn genannte Umstände zu einer Verlängerung der Reise führen. Je nach Art des Schadens seid ihr hier mit einer erweiterten Krankenversicherung für den Zeitraum eurer Reise bessergestellt.

Flugversäumnis

Verpasst ihr einen Flug aus einem der folgenden Gründe, so werden euch die Mehrkosten, welche notwendig waren, um zum gebuchten Ziel zu gelangen und nachweislich angefallen sind, bis zu einer Höhe von 1.500 Euro erstattet.

  • Unfall oder Verkehrsunfall des Versicherten
  • Technischer Defekt des benutzten Verkehrsmittels
  • Verspätung von Bus oder Bahn

Wichtig dabei ist: Dies gilt nur, wenn ihr von eurem Heimatflughafen startet. Wohnt ihr also in Wien, startet eure Reise aber in München, so greift die Versicherung gemäß Definition nicht, da euer Heimatflughafen in Wien ist.

Berge-Transportkosten

Seid ihr unterwegs in Berg- oder Wassernot geraten bzw. habt einen Unfall erlitten, so werden die gesamten Bergungskosten vom Versicherer getragen, unabhängig von der Höhe der Kosten. Dabei spielt es keine Rolle ob ihr verletzt, unverletzt oder gar tot geborgen werdet. Anmerkung: Dies steht zwar nirgendwo ausdrücklich, allerdings ist hier davon auszugehen, dass fahrlässig verschuldete Nöte nicht gedeckt sind. Wenn ihr also bei einem Hurrikan der Stufe 4 meint zu einer Wanderung aufbrechen zu müssen wird das vermutlich keine Versicherung der Welt abdecken.

Nottransporte aus dem Ausland

Erleidet ihr einen Unfall und der Arzt vor Ort bestätigt einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Österreich so seid ihr auch hier unabhängig der Höhe der Kosten dagegen versichert.

Behandlungskosten im Ausland

Auch die Behandlungskosten im Falle von Krankheit oder Unfall werden vom Versicherer übernommen, ebenfalls ohne Limit. Geht die private oder gesetzliche Krankenversicherung nicht in Vorleistung so beträgt der Selbstbehalt 10% der Entschädigungsleistung.

Haftpflichtversicherung

Die Versicherungssumme Personen- oder Sachschäden beläuft sich auf 1.000.000€ pro Schadensfall bzw. auf 2.250.000€ im Jahr. Allerdings gilt dies laut den Versicherungsbedingungen leider nicht für Schäden mit oder an Mietfahrzeugen, die Karte ist also kein Ersatz für eine Loss Damage Waiver bzw. Collision Damage Waiver Versicherung.

“Bedingungsgemäß fällt insbesondere die Haftung und Verwendung motorisch betriebener Fahrzeuge sowie Schäden an gemieteten oder entliehenen Gegenständen nicht unter den Versicherungsschutz.”

Diners Club E-Konto

Mit dem Diners Club E-Konto, für welches ihr euch hier registrieren könnt, erhaltet ihr eine Übersicht über eure aktuellen Ausgaben und Monatsrechnungen. Eine App gibt es bisher meines Wissens nach leider nicht.

Welche Diners Club Kreditkarten gibt es noch?

Diners Club bietet neben der Business Card für Einzelunternehmer auch noch eine Corporate Card für Firmenkunden an. Das Leistungspaket ist dabei im Wesentlichen inhaltsgleich, allerdings muss zusätzlich zu dem Kartenauftrag auch noch eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen werden.

Im Segment der Privatkarten bietet Diners Club eine Classic, Gold, Vintage und Golf Version der Karte. Einen klassischen Meilenbonus bietet keine der Karten an, aber auch diese bieten Vorteile, wie Fast Lane Nutzung, Business Class Check-In oder dem kostenlosen Transport des Sportgepäcks. Auch eine Studentenversion gibt es bereits ab 2€ pro Monat, für den kostenlosen Loungeeintritt benötigt man allerdings mittlerweile bei allen Karten einen Umsatz von 3.600€ im Jahr.

Unter den Privatkarten bietet die Diners Club Vintage Card mit einer Meilensammelrate von effektiv 0,75 Meilen pro 1 Euro Umsatz und doppelt sovielen Loungebesuchen das beste Produkt.

Weiter gibt es verschiedene Kreditkarten mit Co-Branding, wie z.B. die Diners Club Senator Card oder die Diners Club VinoCard welche zusätzlich zu den üblichen Benefits noch spezielle Vorteile bieten. Eine Übersicht findet ihr hier. Bei ersterer Karte wären das zum Beispiel Sonderkonditionen bei Reisebüros und Gastronomiebetrieben, Zimmer-Upgrades in Hotels oder Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen.

Diners Club Business Card – Wie hoch sind die Gebühren?

Mit einer effektiven Jahresgebühr in Höhe von 105 Euro ist die Business Card preislich mit der Austrian Miles & More World Business Mastercard Gold vergleichbar, welche 110 Euro im Jahr kostet.

Die Karte bietet einige gute Vorteile, allen voran den bedingt kostenlosen Loungezugang sowie die Nutzung des Business Class Check-Ins und der Fast Lane. So lohnt sich die Karte bereits nach wenigen Lounge-Besuchen und sie spart außerdem Zeit und Nerven.

Miles & More Statuskunden erhalten die Karte günstiger. Die reine Jahresgebühr (ohne Umwandlungsgebühr) beträgt für einen Frequent Traveller 60€, für einen Senator 40€ und HON Circle Mitglieder erhalten die Karte kostenlos.

Diners Club Business Card – Wer kann die Karte beantragen?

Die Karte richtet sich an Einzelunternehmer, Selbständige sowie freiberuflich tätige Personen. Neben einer Kopie eines gültigen Lichtbildausweises müsst ihr dem unterschriebenen Auftrag auch einen aktuellen Firmenbuch- oder Gewerberegisterauszug bzw. einen Einkommenssteuerbescheid beilegen.

Bei der Corporate Card werden noch weitere Unterlagen benötigt. Nähere Angaben findet ihr hier auf der Rahmenvereinbarung.

Wann und wie kann ich die Karte kündigen?

Die Karte kann gemäß den AGB unter Einhalten der Kündigungsfrist von einem Monat jederzeit ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden.

“32. Ihre Kündigung
Sie können unser Vertragsverhältnis unter Einhaltung einer Kün­digungsfrist von einem Monat jederzeit ohne Angabe von Gründen schriftlich kündigen.”

Diners Club Business Card – Fazit

Die Diners Club Business Card entspricht vom Leistungspaket und den Kosten im Wesentlichen der Gold Card für Privatkunden. Ein Business-Äquivalent zur privaten Vintage Card gibt es bisher leider nicht. Als Hauptkonkurrenten im Business-Segment verbleiben somit die ebenfalls von der DC Bank AG herausgegebenen Austrian Miles & More World Business Mastercards, auf Grund der preislichen Nähe vor allem die Gold Mastercard. Beide Kreditkarten bieten eine sehr gute Meilensammelratio von 1 Meile pro Euro. Die jeweiligen Versicherungsleistungen umfassen zum Teil unterschiedliche Bereiche und auch bei den Lounge-Zugängen gibt es Unterschiede. Die Diners Club Business Card bietet nur 12 Loungebesuche, dafür hat man die Wahl aus 1000+ Lounges weltweit – die goldene Austrian Miles & More Business Mastercard hingegen bietet unlimtierte Loungebesuche, dafür aber nur am Flughafen Wien. Im Endeffekt wird es daher bei der Frage nach der geeignetsten Business-Kreditkarte auf das individuelle (Geschäfts-)Reiseverhalten und die jeweiligen (Unternehmens-)Bedürfnisse ankommen.

Zum Angebot

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Diners Club Business Card gemacht? Hinterlasst einen Kommentar!

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