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18. Oktober 2022 Mark 0 News

Japan Airlines reduziert Treibstoffzuschläge leicht

Treibstoffzuschläge – etwas unspezifischer oft auch Carrier Imposed Surcharges genannt – ermöglichen es Airlines den Preis von regulären Flugtickets und Prämientickets künstlich zu erhöhen und sind ein beliebtes Einnahmeinstrument vieler Airlines. Mit Kerosinpreisen haben diese Zuschläge dagegen nur noch selten etwas zu tun und werden wohl auch deshalb nur selten transparent kommuniziert. Einen anderen Weg hat Japan Airlines eingeschlagen. Die Airline erhebt Treibstoffzuschläge nach einer festgelegten Methode und revidiert den Zuschlag alle paar Monate. Aufgrund des etwas gefallenen Kerosin-Preises reduziert die Airline ihre Treibstoffzuschläge leicht.

Treibstoffzuschläge nur mit Genehmigung der japanischen Behörden

In den meisten Ländern wird Airlines bei der Festlegung der Zuschläge freie Hand gewährt. Andere Länder haben Treibstoffzuschläge ganz untersagt und Japan wiederum ist eines der wenigen Länder welches diese reguliert (Diese Länder untersagen oder begrenzen Treibstoffzuschläge). So kommt es, dass Japan Airlines und alle anderen Airlines ihre geplanten Treibstoffzuschläge regelmäßig dem Japanese Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism (MLIT) zur Genehmigung vorlegen.

Japan Airlines basiert ihre Vorschläge dabei auf einem formalisierten Verfahren, dessen Grundlage der durchschnittliche Kerosinpreis in den beiden Vormonaten bildet. Fällt oder steigt dieser unter oder über ein bestimmtes Level werden die Treibstoffzuschläge auf ein zuvor festgelegtes Level angehoben oder abgesenkt. Folgend seht ihr den Jet Fuel Price Monitor der IATA.

Iata Jet Fuel Price Monitor Oktober 2022

Für Tickets, die ab dem 01. Dezember 2022 gebucht werden, werden etwas geringere Treibstoffzuschläge erhoben, da der Kerosinpreis im relevanten Zeitfenster ( August und September) zwischen 17.000 und 18.000 JPY pro Barrel lag. Im vorherigen Zeitraum (Juni und Juli) lag der Preis noch zwischen 20.000 und 21.000 JPY. Folgend die Zuschläge für Flüge von Japan.

Zuschläge von 01.12.2022 – 31.01.2023

  • Japan – Korea, Far East Russia: 5,900 Yen (ca. 41 EUR)
  • Japan – East Asia (excluding Korea, Mongolia): 11,400 Yen (ca. 79 EUR)
  • Japan – Guam, Palau, Philippines, Vietnam, Mongolia, Russia*1: 17,800 Yen (ca. 123 EUR)
  • Japan – Thailand, Malaysia, Singapore, Brunei, Russia*2: 24,700 Yen (ca. 170 EUR)
  • Japan – Hawaii, Indonesia, India, Sri Lanka: 30,500 Yen (ca. 210 EUR)
  • Japan – North America, Europe*3, Middle East, Oceania: 47,000 Yen (ca. 324 EUR)

Zuschläge von 01.10.2022 – 30.11.2022

  • Japan – Korea, Far East Russia: 7,700 Yen
  • Japan – East Asia (excluding Korea, Mongolia): 12,900 Yen
  • Japan – Guam, Palau, Philippines, Vietnam, Mongolia, Russia*1: 22,900 Yen
  • Japan – Thailand, Malaysia, Singapore, Brunei, Russia*2: 29,800 Yen
  • Japan – Hawaii, Indonesia, India, Sri Lanka: 37,400 Yen
  • Japan – North America, Europe*3, Middle East, Oceania: 57,200 Yen

Bei einem Wechselkurs von 1 EUR = 145 JPY beträgt der Zuschlag auf Flügen von Japan nach Europa ab Dezember ca. 324 Euro oneway. Bisher sind es noch 394 Euro.

Bucht ihr euer Ticket nicht von, sondern nach Japan, gelten abhängig von Abflugregion und der Währung des gekauften Tickets Treibstoffzuschläge, die in der lokalen Währung (EUR, USD, GBP) festgelegt sind, in ihrer Höhe aber den oben aufgeführten Werten in JPY entsprechen. Die vollständige Liste findet ihr hier auf der JAL Webseite.

Japan Airlines erhöht Treibstoffzuschläge – Historie

Japan Airlines passt die erhobenen Treibstoffzuschläge im 2-Monatsrhythmus an. Auf Flügen von Japan nach Europa galten zuletzt die folgenden Werte.

  • 01.12.2022 – 31.01.2023: 47.000 JPY
  • 01.10.2022 – 30.11.2022: 57.200 JPY
  • 01.08.2022 – 30.09.2022: 47.500 JPY
  • 01.06.2022 – 31.07.2022: 36.800 JPY
  • 01.04.2022 – 31.05.2022: 20.200 JPY
  • 01.02.2022 – 31.03.2022: 19.300 JPY

Japan Airlines erhebt wieder Treibstoffzuschläge – Fazit

Japan Airlines ist eine der wenigen Airlines, bei welcher Treibstoffzuschläge nach einem transparenten System festgelegt werden. Die Zuschläge basieren tatsächlich auf dem Kerosinpreis und entspringen nicht der Fantasie der Airlines, wie es beispielsweise bei Lufthansa und British Airways der Fall ist. Aktuell führt dies dem hohen Kerosinpreis entsprechend jedoch zu rekordhohen Zuschlägen, die auf Langstrecken mehreren hundert Euro pro Richtung betragen.

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