Die Eröffnung von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt eröffnet Fraport und der Lufthansa Group neue strategische Möglichkeiten. Da Terminal 2 ab Mitte 2026 vorübergehend geschlossen und saniert wird, könnte es künftig zur neuen Heimat für Lufthansa und ihre Partnerairlines werden. Lufthansa würde Terminal 2 offenbar gerne gemeinsam mit Fraport betreiben – ähnlich dem Joint-Venture-Modell in München. Doch Fraport zögert, und Lufthansa prüft inzwischen eine alternative Option.
Lufthansa strebt Partnerschaft mit Fraport an – Vorbild München
In München betreibt die Lufthansa Group seit 2003 gemeinsam mit dem Flughafenbetreiber das Terminal 2. Es dient als zentrale Abfertigungsbasis für Lufthansa, die gesamte Lufthansa Group – inklusive Eurowings, die am 29. März 2026 ins T2 wechselt – sowie für Star Alliance Partner. Die Lufthansa Group hält 40 Prozent der Anteile an der Terminal 2 Gesellschaft, der Flughafen München 60 Prozent. Eine ähnlich enge Partnerschaft strebt die Lufthansa Group nun auch mit Fraport am Flughafen Frankfurt an. Im Fokus steht dabei das Terminal 2 in Frankfurt.
Terminal 2 in Frankfurt wird saniert
Denn am 22. April 2026 soll das neue Terminal 3 in Frankfurt eröffnen. Von April bis Anfang Juni 2026 werden die 57 Fluggesellschaften, die aktuell in Terminal 2 beheimatet sind, sukzessive in Terminal 3 umziehen. Der Flughafenbetreiber Fraport plant, das seit über 30 Jahren in Betrieb befindliche Terminal 2 dann vorübergehend zu schließen sowie zu sanieren und zu modernisieren.
Frankfurt Terminal 3 eröffnet – Airlines, Lounges & Anreise im Überblick
Danach könnten die Lufthansa Group und ihre Partner in das erneuerte Terminal 2 in Frankfurt einziehen. Eine Überlegung in diese Richtung ist nicht neu. Bereits im November 2023 gab es Berichte, dass bis 2029 eine luftseitige Verbindung zwischen Terminal 1 und Terminal 2 geschaffen werden soll und dieser Terminalkomplex von der Lufthansa Group und den Star Alliance Partnern genutzt werden könnte. Die Lufthansa Group könnte durch den neu gewonnenen Platz Kapazitätsengpässe umgehen, die ab 2030 drohen und ein besseres Kundenerlebnis am Boden, z. B. durch größere Lounges, schaffen.

Ausbau in München ist die Alternative
Die Lufthansa Group kann sich offenbar auch gut den gemeinsamen Betrieb des Terminals 2 nach dem Münchner Modell vorstellen. Dadurch würde die Airline nicht nur von den Einnahmen in diesem Terminal durch Handel und Gastronomie beteiligt sein, sie könnte zudem Einfluss auf die Gestaltung der Infrastruktur nehmen. Fraport scheint jedoch zurückhaltend zu reagieren. Wie das “Handelsblatt” berichtet, ist für die Lufthansa Group aber auch die Erweiterung des Terminal 2 in München eine Option, sollte eine Partnerschaft mit Fraport nicht zustande kommen.
Das könnte dich auch interessieren:
